GEZ für alternative Medien

Momentan zahlt jeder Haushalt in Deutschland monatlich zwangsweise 17,50 Euro an die GEZ. Damit finanziert der Bürger dann, ob er will oder nicht, eine breitgefächerte Vollversorgung, bestehend aus Sport, Unterhaltung und Nachrichten.

10euro

Mehrwert für den Bürger

Die Nachrichten lohnen sich für den Bürger dabei besonders, ist er durch sie doch immer bestens im Bilde über die Meinung seiner Regierung. Und auch bei der eigenen Meinungsbildung lässt sich dank der Öffentlich Rechtlichen viel Zeit sparen, wird der Bürger doch durch dezente Hinweise wie den dramaturgischen Aufbau der Beiträge, die Betonung des Gesagten und das geschickte Einstreuen dezenter moralischer Andeutungen an die richtige Bewertung eines Sachverhalts stests sanft und wohlwollend herangeführt.

Was tun?

Aber Spaß beiseite! Wir haben in den meisten Ländern Europas ein solches durch Zwangsabgaben finanzierte Öffentlich Rechtliche Rundfunksystem. Diese Medienhäuser sind ein Magnet für linke Journalisten und Filmemacher und sie senden Nachrichten, die auf viele leider weit seriöser wirken als sie wirklich sind. Man denke nur an die anfänglichen Versuche die Ereignisse der Kölner Silvesternacht zu vertuschen oder vor kurzem die Bemerkung der ARD, der Mord an einer Freiburger Studentin wäre nur von „regionalem Interesse“. Dies sind keine zufälligen Pannen. Hier entlarft sich ein System, welches ein gewisses Narrativ vermitteln möchte und welches Informationen, die dort nicht hineinpassen, bei Gelegenheit jederzeit nur zu gerne unter den Tisch fallen lässt.

Wie gerne würde man sich da doch die 17,50 Euro im Monat sparen. Aber alle Klagen der Vergangenheit waren erfolglos und haben gezeigt, dass man gegen dieses System kurzfristig nicht ankommt. Die Richter wissen wohl um die staatstragende Bedeutung dieses zwangsfinanzierten Medienimperiums und keine Begründung ist ihnen zu lächerlich, wenn es darum geht es am Leben zu halten.

Was also tun? Man kann natürlich die Zahlung verweigern und es auf eine Klage ankommen lassen. Oder man zahlt nur unregelmäßig und klopft das Mahnwesen der GEZ auf Schwachstellen ab und macht sich einen Spaß daraus. Nach Medienberichten sollen das wohl auch immer mehr Menschen tun. Aber was ändert das?

Ihre Schwachstelle

Letztlich interessiert die ÖR ein Gebührenboykott nicht wirklich. Sicher wären sie erledigt, wenn auf einmal keiner mehr zahlen würde. Aber wie wahrscheinlich ist das? Irgendjemand wird immer seine GEZ-Gebühr bezahlen und irgendjemand wird auch immer den Spiegel kaufen, auch wenn sich die Auflage momentan im Sinkflug befindet.

Die Schwachstelle der Öffentlich Rechtlichen und auch der privaten Mainstreammedien liegt ganz wo anders. Ihre größte Furcht ist, dass sie eine Konkurrenz bekommen, die ihr Weltbild herausfordert und Zweifel an ihrem sorgsam gehegten Narrativ sät. Ihre Furcht ist die Deutungshoheit zu verlieren und keine Kontrolle mehr darüber zu haben, was ein Großteil der Menschen denkt. Deshalb haben sie den Kampfbegriff „Fake News“ erfunden und deshalb hat die Regierung so große Angst vor den Sozialen Medien, dass sie mit Hochdruck an einem entsprechenden Zensurgesetz arbeitet.

Und die Konkurrenz ist da! In den USA ist es der konservativen Nachrichtenseite Breitbart gegen alle Widerstände des Establishments gelungen, zu einem Big Player im Nachrichtengeschäft mit derzeit knapp 100 Millionen Page Views pro Monat aufzusteigen: Breitbart Traffic Ranking

In Europa stehen uns dagegen primär eine Reihe von Blogs oder Zeitungen wie die Junge Freiheit und natürlich die Sozialen Medien als alternative Medien zur Verfügung.

Es geht um’s Geld

Das größte Problem alternativer Medien ist die Finanzierung. Breitbart ist hauptsächlich deshalb so erfolgreich, weil sie Werbenetzwerke genutzt haben. Diese Dienstleister verkaufen Werbeplätze und Traffic und der Werbekunde weiß meist gar nicht, wo genau geworben wird. Das hat Breitbart sicher sehr geholfen, da es im derzeitigen politischen Klima nicht unbedingt leicht ist, Werbeplätze auf konservativen Webseiten direkt zu verkaufen. Natürlich haben linke Aktivisten diese Schwachstelle längst erkannt und schwärzen Breitbart bei den Werbekunden an. Dadurch versuchen sie diese dazu zu bringen, Breitbart bei ihrem Werbedienstleister auf eine schwarze Liste zu setzen, so dass ihre Werbung nicht mehr bei Breitbart erscheint. Leider nicht ganz ohne Erfolg.

Dasselbe Spiel treiben linke Aktivisten auch in Deutschland. Ende letzten Jahres verwendeten sie die gleiche Vorgehensweise gegen die Blogs „Achse des Guten“ und „Tichys Einblick“, welche sich ebenfalls über Werbenetzwerke finanzierten.

Man sieht also, es geht um’s Geld! Während die ÖR aus einem Topf von ca 8 Milliarden Euro im Jahr schöpfen und ständig neue Sender und Formate aus der Taufe heben müssen, um die Kohle irgendwie wieder los zu werden, sind die meisten alternativen Medien chronisch unterfinanziert oder werden gleich komplett unentgeltlich von Freiwilligen betrieben.

Nun kommt man um die zwangsweise Mitfinanzierung des Staatlichen Rundfunks leider nicht herum. Aber wenn man schon Geld zum Fenster raus wirft, warum dann nicht noch ein paar Euro extra in die Hand nehmen und etwas Gutes damit tun?

Angenommen, jeder von uns, also jeder, der regelmäßig alternative Medien konsumiert, würde sich seine eigene GEZ-Gebühr schaffen. D.h. zusätzlich zu den 17,50 Euro die eh futsch sind, nehme ich jeden Monat nochmal 10 Euro und Spende sie per Dauerauftrag an ein Blog meiner Wahl! Unsere eigene freiwillige „GEZ“. Was könnten wir nicht alles bewegen?

Viele Blogs akzeptieren Spenden und freuen sich immer, wenn ihre Arbeit honoriert wird und sicher würden sie ihr Angebot nur zu gerne ausbauen, wenn sie denn das Geld dazu hätten.

Wir geben soviel Geld für Blödsinn aus, den wir nicht brauchen. Und da rede ich noch nicht einmal von den ÖR. Wäre es da nicht großartig auch mal etwas für Dinge auszugeben, die wirklich wichtig sind? Und was sind schon 10 Euro? Wenn wir wollen, dass es hier wieder mehr Pressefreiheit und Meinungsvielfalt gibt, dann müssen wir dafür einen Markt schaffen.

Triff sie da, wo es weh tut

Wenn du dich also das nächste Mal aufregst. Wenn du die Abbuchung der GEZ auf deinem Kontoauszug siehst oder wenn du eine Rechnung dieses Vereins in deinem Briefkasten findest. Wenn du bei jemand zu Besuch bist, der sich die ÖR Nachrichten reinzieht und auch den größten Stuss für bare Münze nimmt. Wenn dir jemand von der letzten Ausgabe der heute Show erzählt oder vom letzten „Coup“ dieses Böhmermann-Clowns, den du mit deinen GEZ-Gebühren durchfüttern musst.

Wenn du das nächste mal die Faust in der Tasche ballst und dir der Kopf rot anläuft, denke daran: Du kannst etwas verändern!

Du kannst dir ein gut gemachtes Blog suchen und es unterstützen. Oder du abonnierst dir die Zeitschrift, deren Website du regelmäßig aufsuchst. Du kannst dir eine Seite suchen, die deine Meinung vertritt und deren Macher gute Arbeit leisten und du kannst sie dafür honorieren. Put your money, where your mouth is!

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Übersicht alternativer Medien

Radioturm

Wer aufgewachsen ist im Glauben, das Zwangsgebührenfernsehen wäre der Inbegriff seriöser Information, wer irgendwann diesen ständig präsenten moralisierenden Unterton nicht nur bemerkt hat, sondern seiner überdrüssig geworden ist, wer gelernt hat, zwischen den Zeilen zu lesen, ja so jemand will sich nicht mehr nur aus den „Qualitätserzeugnissen“ der etablierten Presse informieren.

So jemand will seinen eigenen Verstand gebrauchen und sich mit einer durchaus kritischen Grundhaltung aus allen öffentlich zugänglichen Quellen informieren.

Leider ist mir (abgesehen vielleicht von irgendwelchen linken Watchblogs) noch nirgends eine brauchbare Liste alternativer bzw. konservativer Medien über den Weg gelaufen.

Deshalb habe ich hier selbst eine solche Liste zusammengestellt und werde sie in Zukunft öfters mal um neue Links ergänzen. Wenn ihr weitere interessante Websites für mich habt, schreibt bitte einfach einen Kommentar zu diesem Artikel.

Nachrichten

PI-News – Politisch unkorrekte Nachrichten und Islamkritik

Quotenqueen – Politisch unkorrekte Nachrichten und interessante Netzfunde

Philosophia Perennis – David Bergers kritisches Nachrichten- und Debattenmagazin

Junge Freiheit – Deutschlands größte konservative Wochenzeitung und das Urgestein unter den konservativen deutschsprachigen Publikationen schlechthin.

JouWatch – Journal für Medienkritik und Gegenöffentlichkeit

Freie Welt – Konservative Internetzeitung von Sven von Storch, dem Mann von Beatrix von Storch (AfD)

Epoch Times – Von chinesischen Dissidenten gegründete Zeitung. Ihre Hauptaufgabe sieht diese Zeitung darin, unzensierte Nachrichten aus und über China weltweit zu verbreiten. Neben dem Schwerpunkt China ist die Epoch Times eine vollständige Zeitung und die deutsche Ausgabe berichtet ausführlich über Deutschland und die Welt.

Schlüsselkindblog – Politisch unkorrektes Newsblog von Gaby Kraal

RT Deutsch – Die deutsche Ausgabe des russischen Staatsmediums Russia Today. Wägt man die Staatsmedien unterschiedlicher Regierungen gegeneinander ab, so gelangt man am Ende auch zur Wahrheit.

Opposition 24 – Nachrichten aus der Postdemokratie

Unzensuriert.de und Unzensuriert.at – Die bundesdeutsche und die österreicherische Ausgabe der bekannten österreicherischen Nachrichtenseite Unzensuriert.at

Debatte

Achse des Guten – Henryk Borders Medienprojekt für freie Meinungsäußerung abseits des Mainstreams mit regelmäßigen Beiträgen zahlreicher Journalisten.

Blaue Narzisse – Ein im positiven Sinne eher jugendlich daherkommendes Debattenmagazin

Cicero – Magazin für politische Kultur

COMPACT Online – Magazin für Souveränität, herausgegeben von Jürgen Elsässer

The European – Das europäische Debatten-Magazin

Tichys Einblick – Sehr „seriös“ aufgemachtes liberal-konservatives Magazin. Eine Art konservative FAZ.

Sezession – Rechtsintellektuelles Magazin von Götz Kubitschek

Die Weltwoche – Konservatives schweizer Wochenmagazin. Herausgegeben von Roger Köppel.

Antifeminismus

Das Männermagazin – Antifeministisches Magazin eines ehemaligen NVA-Offiziers, der sich selbst als den größten (erfolgreichen) Unterhaltspreller in ganz Deutschland bezeichnet (und als solcher auch in Talkshows unterwegs war). Oftmals sehr vulgär aber stellenweise sehr witzig zu lesen.

Danisch – Gedanken eines Informatikers. Danisch bloggt oft über Medien, Meinungsfreiheit, Gender, Feminismus etc.

radikal feminin – Antifeministisches Blog von Frauen (nicht nur) für Frauen

Rote Pille Blog – Sehr gut gemachtes und vollständiges deutschsprachiges Red Pill Blog

WikiMANNia – Feminismusfreie und politisch unkorrekte Enzyklopädie

Internet TV

AfD TV – Youtube-Kanal der Partei Alternative für Deutschland

FPÖ TV – Youtube-Kanal der Freiheitlichen Partei Österreichs

SVP Youtube-Kanal – Youtube-Kanal der Schweizerischen Volkspartei

Nicolaus Fests Videokommentare – Der freie Publizist Nicolaus Fest kommentiert wöchentlich das politische Geschehen in Deutschland

Hagen Grell – Der erfrischend politisch unkorrekte Youtube-Kanal von Hagen Grell beschäftigt sich vor allem mit Geschlechterthemen und deutscher Politik

Satire

MORGENGAGAZIN – Politisch unkorrektes Satiremagazin

Verlage

Antaios – Der rechtsintellektuelle Verlag aus Schnellroda. Verlegt Martin Sellner und viele andere.

Manuscriptum – Verlegt u.a. Sieferle und Gauland.

Brauchbare Mainstream Medien

Welt Online – So ziemlich die einzige lesbare deutsche Mainstream-Zeitung. Bietet ein recht breites Meinungsspektrum, ein relativ offenes Forum und veröffentlicht Artikel von Henryk Broder und Birgit Kelle. Sicher gibt es auch viele manipulative Mainstreamartikel, aber die werden dann im Forum entsprechend korrigiert.

Neue Züricher Zeitung -Seriöse Zeitung aus der Schweiz

Englisch

Breitbart – Amerikas größte konservative Nachrichtenseite

Return of Kings – Die vermutlich beste Seite zu den Themen Red Pill und Neomaskulinismus. Besonders zu empfehlen ist die Liste der besten bisher veröffentlichten Artikel.

Art of Manliness – Männermagazin mit traditionellem Rollenbild und ohne Genderbullshit

Subreddit TheRedPill – Reddit-Gruppe zum Thema Red Pill

The Rationale Male – Red Pill Seite von Rollo Tomassi. Der Fokus dieses Blogs liegt darauf, dem von Feminismus, Hollywood-Liebesschnulzen und linksliberalem Blödsinn indoktrinierten westlichen Mann einen schmerzhaften aber realistischen Blick auf die Geschlechterbeziehungen zu verschaffen.

Rebel Media – Youtube-Kanal mit konservativen Nachrichten, politischen Kommentaren und Aktivismus. Besonders interessant sind Aktionen, bei denen Linke von einem Reporter zur Rede gestellt und mit den Ungereimtheiten ihres eigenen Weltbilds und ihrer Doppelmoral konfrontiert werden.

PragerU – Viele Videos die jeweils eine konservative Idee in ca. 5 Minuten transportieren. Sehr gutes Format, moderne Präsentation und perfekt für eine Generation, in der die meisten nur noch eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne haben.

Alpha as Fuck!

Wir sind eine Generation von Männern, die von Frauen aufgezogen wurde. Viele von uns hatten keinen Vater oder er war nur selten zuhause. Manche hatten auch einen Vater, der sehr passiv war und sich ständig von seiner Frau herumkommandieren ließ. Wir sind eine Generation von Männern, die nie gelernt hat, wie man sich wie ein Mann verhält.

Und wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, dann sieht man diese konfliktscheuen und devoten Männer überall. Viele von ihnen haben sich bequem eingerichtet in einem linken Weltbild, welches für sie gerade deshalb so verführerisch ist, weil es ihnen für alle Misstände in Westeuropa eine Ausflucht liefert. Wenn ich nur fest genug daran glaube, dass wir gerade nicht unsere Zukunft verspielen, dass die deutsche Regierung nicht das Grundgesetz bricht und wenn ich verdränge, dass zukünftige Generationen völlig zurecht mit Verachtung auf uns herabblicken werden, dann muss ich nichts tun und muss nichts riskieren. Und wie schön sogar noch ein Narrativ zu haben, das einem nicht nur sagt, dass man kein Schlappschwanz ist, sondern in dessen Schatten man sich sogar als Held und Kämpfer gegen den bösen „Populismus“ inszenieren kann. Wie praktisch und bequem dies doch ist!

Nirgendwo ist der Mangel an richtigen Männern folgenschwerer als in der Politik. Seit 2005 ist Angela Merkel Bundeskanzlerin. In dieser Zeit hat sie alle ihre innerparteilichen Konkurrenten politisch erledigt. Ihre Politik ist geprägt von Zögern und Abwarten. Kristallisiert sich eine Mehrheitsmeinung heraus, ist sie plötzlich auch die ihre. Sicher ist Frau Merkel sehr geübt in der politischen Intrige. Und von den Kommunisten der SED wie auch von Helmut Kohl dürfte sie viel gelernt haben. Aber erklärt das, weshalb sie mit einer solchen Politik der Passivität durch kommt?

Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Ende 2015 die gewaltsame Schließung der deutschen Grenze geplant war. Frau Merkel zog den Befehl allerdings in letzter Minute zurück, weil niemand in der Regierung genug Rückgrat hatte, seinen Job  zu tun und dafür vor der moralisch betroffenen Medienmeute gerade zu stehen. Spätestens da wäre ein Franz Josef Strauß auf die Barrikaden gegangen und hätte diese Politik umgehend beendet. Wenn jemand wie Merkel unter ihm als bayerischem Ministerpräsidenten denn überhaupt so lange auf dem Kanzlerstuhl hätte kleben können.

Die ehemaligen „Landesfürsten“ und vermuteten Alphamänner der CDU haben sich als Luftnummern erwiesen. Die „Männer“, die heute noch in der einst stolzen und konservativen CDU unterwegs sind, sind allesamt so ungefährlich, dass Merkel sie auf ihren Posten belässt. Denn ein Pudel ist nützlich und fürchten muss man sich vor ihm nicht.

Nachdem man sich dieses Trauerspiel nunmehr seit bald 15 Jahren ansehen muss, wie glücklich kann man da doch sein, dass Merkel endlich ihren Meister gefunden hat? Wenn es auch kein Ruhmesblatt für die deutschen Männer ist, dass ihr in 15 Jahren keiner die Stirn bieten konnte, so muss man doch dankbar sein, dass es wenigstens in Amerika endlich mal einer tut:

merkel-trump-washington

Donald Trumps Abneigung für Angela Merkel und ihre Politik war beim ersten Treffen der beiden weder zu übersehen noch zu überhören. Zwar hat er sich weitgehend diplomatisch gezeigt, aber die Abneigung lag förmlich in der Luft. Und gerade die Szene, als er beim Fototermin von Journalisten wie auch von Merkel selbst mehrmals zum Handschlag aufgefordert wird ist symbolisch. Hinterher hat er behauptet, er hätte die Aufforderung nicht gehört. Dies kann wohl als weiteres Zeichen der Geringschätzung gewertet werden. Offensichtlich wollte er symbolische Bilder vermeiden, die auf eine allzu große politische Nähe der beiden schließen lassen.

Während der Pressekonferenz betonte Trump die Wichtigkeit des gemeinsamen Kampfes gegen den Islamischen Staat. Er lobte Deutschlands bisherigen Einsatz in dieser Sache, wobei sich dieses Lob angesichts unserer tatsächlichen „Leistungen“ auf diesem Gebiet auch durchaus als spöttische Aufforderung zu mehr Einsatz deuten lässt.

Er rief auf zu einem fairen Handel, den er als Gegenpol zum bisher praktizierten Freihandel betrachtet. Und wenn er auch Gentleman-like einen allzu direkten Angriff auf Merkel vermied, so machte er doch unmissverständlich klar, dass seine Administration ihre Aufgabe in der Vertretung der Interessen der eigenen Bürger sieht und dass der Wohlstand und die Sicherheit Amerikas seine absolute Priorität sind. Den ultimativen Kontrapunkt zu Merkel und ihrer fehlgeleiteten Politik setzte er mit einem einzigen Satz, der so richtig wie eingängig ist:

Immigration is a privilege, not a right.

Auf Deutsch (und man sollte sich diesen Satz wirklich auf der Zunge zergehen lassen):

Einwanderung ist ein Privileg, kein Recht!

Meiner Meinung nach der Höhepunkt seiner Vorstellung aber war, als er die erwiesene Abhöraktion der NSA unter Obama gegen Angela Merkel und seine bisher unbewiesene Behauptung, er sei im Wahlkampf von Obama abgehört worden zu einem echten Brüller verarbeitete:

Was soll man dazu sagen? Alpha as fuck!

Gedanken zur Wahl in den Niederlanden

Viele sind jetzt enttäuscht, weil Geert Wilders Partei PVV mit 13,1% bei den Parlamentswahlen in den Niederlanden nur Platz zwei hinter Mark Ruttes VVD mit 21,3% belegt hat. Ja, die große Sensation ist leider ausgeblieben. Wilders PVV ist nicht die Nummer 1. Und auch ich hatte natürlich darauf gehofft.

It’s the ideas, stupid!

Ich möchte das hier nicht schönreden. Natürlich wollen wir alle gewinnen. Und es ist sehr unangenehm, wenn man nicht gewinnt. Aber selbst wenn die Situation von PVV und VVD vertauscht wäre, wüssten wir nicht, ob Wilders genügend Koalitionspartner für eine Regierung finden würde. Nehmen wir er hätte gewonnen und er könnte mit einer Koalition regieren. In den USA ist Donald Trump Präsident und seine Partei hat in beiden Häusern die Mehrheit. Trotz dieser Machtfülle ist es alles andere als einfach. Selbst eine eigentlich so simple Sache wie die Durchsetzung von Einreisebeschränkungen für Einreisewillige aus bestimmten eher zweifelhaften Ländern ist bereits im zweiten Versuch gescheitert. In den Niederlanden wäre der Widerstand gegen eine Politik der Vernunft vonseiten der Unvernünftigen sicher noch größer.

Wir düfen nicht den Fehler machen zu glauben, dass das hier einfach wird. Wir dürfen nicht glauben, dass bei der nächsten Wahl eine Mehrheit die richtige Partei wählt und Westeuropa auf einen Schlag wieder normal wird.

Stellen wir uns das mal vor:

  1. Eine Nachricht wie Köln schlägt ein wie eine Bombe!
  2. Selbst der Wohlwollendste Linke sieht ENDLICH von einem Moment auf den anderen seinen Fehler ein und wählt eine Partei, die Politk im Interesse seines Landes macht.
  3. Wir führen wieder Grenzkontrollen ein (bevorzugt an den Außengrenzen Europas), wer nicht zur Einreise berechtigt ist wird an selbiger gehindert und wer sich illegal im Land aufhält wird zeitnah abgeschoben.
  4. Einwanderung wird wieder zu einem Privileg der Hochqualifizierten und findet nur noch gesteuert und nach Bedarf statt.

Wer von uns wünscht sich das nicht? Aber so wird es nicht kommen!

Wir werden nicht eine alles entscheidende Wahl gewinnen und dann ist die Welt wieder in Ordnung und wir können unserer Arbeit nachgehen und uns um unsere Familien kümmern. Die Linken sind nicht so stark, weil sie Wahlen gewonnen haben. Sie sind so stark, weil sie vor langer Zeit den Kampf der Ideen gewonnen haben. Erst danach haben sie Wahlen gewonnen. Wahlen sind ein wichtiger Schauplatz, aber eben nur der zweitwichtigste. Wir müssen unsere Ideen verbreiten und den Kampf um die Köpfe gewinnen. Dann kommen die Wahlerfolge von ganz alleine.

Und schauen wir doch mal, was in den Niederlanden alles gut gelaufen ist:

  • Die PVV hat 5 Sitze gewonnen, Ruttes Partei hat 5 Sitze verloren
  • Wilders treibt die Regierung vor sich her. Eine so harte Reaktion gegen die Türkei wäre ohne ihn wohl kaum erfolgt.
  • Die Niederlande waren mal ein sehr linkslastiges Land. Wilders hat das politische Klima grundlegend verändert und er hat die Schwelle dessen verschoben, was gesagt werden kann.

Im Wahlkampf und auf dem Höhepunkt der türkischen Provokationen veröffentliche Geert Wilders dieses Video:

Wir alle kennen eine Zeit, in der niemand solche einfachen Wahrheiten ausgesprochen hat und solche Gedanken in die dunkelsten Ecken des Internets verbannt waren. Und diese Zeit ist noch nicht sehr lange her. Heute dringen solche Ideen immer weiter in den Mainstream vor. Oft werden sie belächelt und die Leute machen sich darüber lustig. Vielleicht weil sie sie wirklich ablehnen, vielleicht aber auch, weil sie erstmal das Fahrwasser testen wollen und sich noch nicht so recht trauen sich dazu zu bekennen.

Wie dem auch sei: Unsere Ideen sind angekommen! Man kann ihnen zustimmen, man kann sie ablehnen, man kann für oder gegen sie kämpfen. Aber sie sind da und niemand kann sie mehr aus der Welt schaffen. Und in den kommenden Monaten und Jahren wird die Wirklichkeit mehr und mehr Beweise für ihre Richtigkeit liefern.

DENKwürdig

Und dann ist da noch ein anderer Aspekt, der für ganz Europa sehr interessant sein könnte. Die Moslem-Partei DENK hat 3 Sitze gewonnen. Warum finde ich das gut?

Als die Kernwählerschaft der klassischen europäischen Arbeiterparteien durch den Strukturwandel mit der Zeit immer kleiner wurde, da mussten sich diese Parteien neue Wählergruppen erschließen. So entdeckten sie in den 80er- und 90er-Jahren geringqualifizierte und meist muslimische Einwanderer als neue Klientel. Entsprechend aufgeschlossen waren diese ehemaligen Arbeiterparteien für die Idee, diesen Leuten die Staatsbürgerschaft und somit das Wahlrecht zu verschaffen. Bis heute freuen sich diese Parteien über jeden unqualifizierten Einwanderer und potentiellen Wähler und betreiben Politik für diese Gruppe. Und das obwohl diese Einwanderung zulasten ihrer ursprünglichen Kernwählerschaft geht.

Wenn aber diese Leute nun ihre eigenen Parteien gründen und diese erfolgreich sind, dann werden unsere ehemaligen Arbeiterparteien nicht nur viele Stimmen verlieren, sondern sie werden auch wieder klar Farbe bekennen müssen, für wen sie denn nun Politik machen wollen.

Siegermentalität

Und was macht Geert Wilders nach der Wahl? Genau das Richtige, er macht weiter! Und genau so agieren Sieger. Sie haben einen unheimlich langen Atem und wenn es schlecht läuft, dann geben sie nicht auf. Wenn es schlecht läuft, dann zeigen sie ihren Wahren Charakter und geben noch mehr als sonst.

Als Donald Trump im Oktober 2016, einen Monat vor der Präsidentschaftswahl, plötzlich diesen Skandal mit dem Locker Room Video und seinen angeblich frauenfeindlichen Kommentaren an der Backe hatte, da sagte ein Freund zu mir, die Wahl wäre gelaufen. Und auch ich war nicht mehr besonders hoffnungsvoll. Aber im Wissen, dass es die Wahrheit ist, sagte ich ihm, dass es genau diese Momente sind, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Die meisten Menschen sagen sich in einer solchen Situation, dass die Sache gelaufen ist. Und genau deshalb werden solche Leute auch nicht US-Präsident! Ein Sieger weiß in einem solchen Moment, dass eine schwere Situation nicht der Moment seiner Niederlage ist. Er weiß, dass es ein Moment der Prüfung ist. Und diese Prüfung entscheidet ob er es wert ist zu gewinnen.

Donald Trump hat seinen Kopf in eine gerade Position gebracht, sein Rückrat gestreckt und unbeirrt dessen, was wir als Aussichtlosigkeit empfinden würden, seine Verteidigung aufgebaut. Und genau deshalb ist er heute Präsident der USA!

Ein Tag der Angst!

Wahnsinn! Was für ein Tag! Ich bin immer noch dabei zu verarbeiten, was heute passiert ist.

Spiegel Online

Heute morgen diese Story auf Spiegel Online. Und was für eine Story! Die Seite wochenblick.at hat berichtet, Merkels Masseneinwanderung wäre eine planmäßige Aktion mit festgesetzten Einwanderungszielen bis 2060. Was da nun genau dran ist, das will ich hier nicht diskutieren. Aber das unglaubliche daran: Der Spiegel bringt eine „Aufklärungsstory“ als Reaktion zu dieser Story. Dort zitiert er alternative Medien, die er nur zu gerne pauschal als Fake News abkanzeln möchte und bringt sogar noch einen Screenshot der Seite. Meines Wissens ist sowas in dieser Form noch nie zuvor passiert.

Bis 2010 und auch noch darüber hinaus wurde man schon für die geringste und noch so differenzierte Erwähnung von Problemen, die es mit bestimmten Migrantengruppen gibt zum Nazi erklärt. Die Strategie der Medien damals bestand darin, unliebsame Diskussionen umgehend und noch bevor sie sich richtig entwicklen konnten durch Diffamierung und Eskalation in die rechte Ecke zu schieben und sie so effektiv gar nicht erst stattfinden zu lassen.

Und jetzt das hier:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-nein-die-kanzlerin-hat-keinen-geheimen-fluechtlingsplan-a-1138529.html

Der Spiegel hat so große Angst – und man muss es wirklich Angst nennen – dass er auf Nachrichten der als Fake News gebrandmarkten Konkurrenz aus dem Netz direkt eine Reaktion veröffentlicht. Früher hätte man so etwas totgeschwiegen. Und es nur in kleinen Häppchen und Stück für Stück zugegeben, wenn man unter massiven Druck geraten wäre. Aber jetzt kommt direkt ein Gegenangriff. Das zeigt, dass das Meinungsmonopol der Presse gewaltig am Wanken ist. Sie haben nicht mehr die uneingeschränkte Macht zu bestimmen, welche News-Stories verbreitet werden und welche nicht.

Pressekonferenz mit Maas

Und dann heute Nachmittag der zweite Knaller des Tages! Der deutsche Justizminister Maas hat einen Gesetzentwurf vorgestellt, der Strafen von bis zu 50 Millionen Euro für Firmen wie Facebook vorsieht, falls sie „Hasskommentare“ nicht schnell genug löschen:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/facebook-heiko-maas-stellt-gesetz-gegen-hasskriminalitaet-vor-a-1138637.html

Als es 2009 im Iran und 2011 in Nordafrika zu Aufständen kam, da wunderte ich mich, wie soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter dort so eine große Rolle spielen konnten. Für mich war das nur eine dämliche Spielerei, wo manche ihren Narzissmus ausleben und sich selbst in Szene setzen. Nie wäre ich darauf gekommen, dass diese Medien eine solche politische Sprengkraft entwickeln könnten.

Und heute, keine 10 Jahre danach, hat die deutsche Regierung ein ähnliches Problem, wie die Diktatoren von damals. Da hat das Volk doch plötzlich ein Ventil gefunden, um seine Meinungen ungefiltert mit anderen zu teilen. Und verzweifelt versucht die Regierung die Büchse der Pandora wieder zu schließen und schreckt dabei selbst vor so lächerlich hohen Strafen nicht zurück. Was haben wir doch damals gelacht, als arabische Diktatoren in ihren Ländern die Handynetze lahmgelegt haben. Genützt hat es ihnen nichts.

Fähige Politiker würden sich fragen, woher denn die ganze Unzufriedenheit kommt, anstatt panisch nach Zensurmöglichkeiten zu suchen – speziell in einer Demokratie. Und sie würden sich fragen, was sie falsch gemacht haben. Herr Maas demonstriert hier nicht zum ersten Mal, wie er diesbezüglich zu bewerten ist.

Und eins wissen wir seit heute mit Gewissheit über unsere Elite aus Medien und Politik: Sie haben Angst!

Das K-Wort: Coming Out

Mein ganzes Leben habe ich mich versteckt. Aber es reicht. Ich will jetzt endlich einen Schlussstrich ziehen. Das hier ist mein Coming Out!

Lange habe ich mit mir gerungen. Wollte es nicht wahr haben. Habe mich selbst und andere belogen. Erst gestern habe ich zum ersten Mal in meinem Leben die Kraft gefunden, es mir und meinem engsten Kreis endlich einzugestehen. Es mag viele schockieren. Aber ich bin was ich bin. Keine Lügen mehr! Kein Versteckspiel mehr!

Let’s talk about Sex!

Als ihr von Sex erzählt habt, da dachte ich: „Macht was ihr wollt. Was interessiert mich eure Promiskuität und was interessieren mich eure merkwürdigen Fetische. Ich will nur eine Frau und eine Familie.“ Hätte ich etwas gesagt, hätte ich euch dafür kritisiert, dass ihr die Sexualität aus ihrer kulturellen Verankerung gelöst und sie zu einem banalen Zeitvertreib gemacht habt, wäre ich für euch ein verklemmter Spießer gewesen. Eure Argumente schienen so schlüssig und andere hatte ich nie gehört. Und ihr wart so viele. Alle mit derselben Meinung und denselben Argumenten. Und ich wusste nicht, wie ich gegen euch ankommen sollte. Also habe ich nichts gesagt.

Jetzt bloß nicht sentimental werden

Als ihr mir sagtet wie toll es ist, dass Homosexuelle gesellschaftlich toleriert werden und keine Angst vor strafrechtlicher Verfolgung mehr haben müssen, da stimmte ich euch vorbehaltlos zu. Denn wenn ich es auch sehr bedauerlich finde, dass manche Menschen das Pech haben, mit einer solchen Veranlagung durchs Leben gehen zu müssen, so habe ich doch kein Recht mich über sie zu erheben. Ich glaubte das Thema wäre damit erleidgt und wir könnten uns wieder um wichtigere Dinge kümmern.

Doch falsch gedacht. Als ihr mit dieser „Lebenspartnerschaft“ angefangen habt, da begann ich mich zum ersten Mal zu wundern. Wir veranstalten diesen ganzen Zirkus um die Ehe ja nun nicht weil wir so furchtbar sentimental sind, auch wenn das manche glauben mögen. Wir tun all das, weil wir wissen, dass so eine lebenslange Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau nicht einfach ist. Und weil diese Beziehungen die Grundlage unserer Familien und unserer Gesellschaft sind, investieren wir in sie und das nicht nur finanziell. Und wir verleihen ihnen einen Rechtsstatus und eine rechtliche Verbindlichkeit, um ihre besondere Bedeutung zu unterstreichen. Nun habt ihr die Verbindlichkeit der Ehe durch eure Lobbyarbeit und eure „Gesetzesreformen“ in den letzten Jahrzehnten ja ohnehin schon auf ein Minimum reduziert. Und da wollt ihr die Ehe plötzlich von einer gesellschaftlichen Institition zu einer sentimentalen Veranstaltung relativeren, bei der sich auch Homosexuelle selbst verwirklichen dürfen?  Nun ja, die Lebenspartnerschaft ist nicht dasselbe wie die Ehe und so hielt ich dies trotz meiner Verwunderung dennoch für einen guten Kompromiss. Und so glaubte ich, diesmal wäre die Sache aber wirklich beendet und wir kümmern uns jetzt wirklich um die wichtigen Dinge.

Doch hier wurde mir zum ersten Mal bewusst, was ihr wirklich unter Toleranz versteht. Mit welcher Gewalt habt ihr eure Medienmaschinerie in Gang gesetzt. Überall wurde man mit diesem Thema belästigt, welches nur für eine kleine Minderheit von Belang ist. Alle eure Fernsehmoderatoren waren voll des Lobs und kein Wort der Kritik war zu hören. Man kam sich ja schon fast vor als würde man am Rande der Gesellschaft vegetieren, wenn man keine homosexuellen Freunde hatte und mit ihnen ihre „Wedding Party“ begehen konnte. Ihr habt definiert was das neue „normal“ war und jeder, der anderer Meinung war, hat besser den Mund gehalten. Denn für abweichende Meinungen ist kein Platz in eurem toleranten Utopia.

Krieg und Frieden

Als ihr anfingt von Krieg und Frieden zu reden, da dachte ich ihr seid unglaublich naiv. Sicher, auch ich hatte einmal geglaubt, es müssten nur alle Länder ihre Armee abschaffen und schon wäre der Weltfrieden mit den Händen zu greifen. Einer müsste halt damit anfangen. Und warum nicht wir? Aber damals war ich 5 Jahre alt. Und als ich meine brilliante Idee mit stolzgeschwellter Brust meiner Oma vorstellte, da fragte sie mich trocken aber in kindgerechter Sprache, was denn meiner Meinung nach die machtpolitischen Folgen wären, wenn wir plötzlich keine Armee mehr hätten. Auch wenn ich mich anfangs gegen den Gedanken sträubte, schnell war mir klar: Das funktioniert nicht! Thema erledigt! Danke, Oma!

Alle rein!

Als ihr 2014 mit dieser Flüchtlingshysterie angefangen habt, da dachte ich, jetzt habt ihr völlig den Verstand verloren. Da fliehen ein paar Leute vor dem Krieg in ihrer Heimat und wollen hier Asyl, bis der Krieg vorbei ist und sie wieder zurück können. Kein Problem.

Nur halt mal! Dieses Asylsystem hat schon vorher nicht funktioniert. Ständig kamen Leute ohne Asylgrund. Asylanträge wurden reihenweise abgewiesen. Aber bleiben durften sie trotzdem. Irgendwann waren sie so lange da, dass sie einen deutschen Pass beantragen konnten. Einwanderung durch die Hintertür. Auswahl der besten Köpfe? Fehlanzeige!

Und jetzt dreht ihr völlig durch. Integration kann gar nicht schnell genug gehen. Fakten sollen geschaffen werden, am besten noch bevor das rechtsstaatliche Asylverfahren überhaupt in Fahrt gekommen ist. Völlig egal ob derjenige wirklich vor dem Krieg flieht oder eher vor dem Wehrdienst oder gar nur vor der schlechten Konjunktur. Aber Wehrdienst zählt ohnehin nicht. Ihr werdet ja schließlich auch sehr schnell weg sein, wenn es hier mal etwas ungemütlicher werden sollte. Und bei Asylgründen seid ihr nicht wählerisch. Einwanderung ist für euch ein Menschenrecht. Und wer das kritisiert ist sowieso ein Nazi.

Nichts als die Wahrheit

So, jetzt wisst ihr, wie ich empfinde. Jetzt könnt ihr euch sicher auch schon denken, wer und was ich wirklich bin. Die Wahrheit ist:

Ich bin transpolitisch. Ja, genau. Ihr habt richtig gelesen. Ich bin ein Konservativer, geboren in einem linksliberalen Land.

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Von eurem Weltbild halte ich soviel wie ihr von meinem.

Und auch wenn ihr es mir auch immer wieder vorwerfen werdet: Nein, ich will nicht in einem autoritären Land leben.

Ich will in einem freien Land leben. In einem Land, in dem der Staat seinen Bürgern dient und sie nicht übergeht, um unmöglichen und naiven Utopien hinterher zu rennen. Mein Land ist kein Ort, an dem die gefördert werden, die das Gemeinswesen spalten und kaputt machen wollen und die alles Eigene verachten. In meinem Land arbeiten wir alle zusammen, um eine bessere Zukunft für uns und unsere Kinder zu schaffen. Und wem das nicht passt, der kann sich gerne ein anderes Land suchen.

Ich will in einem Land leben, in dem der Mensch frei ist, aber in dem er auch Verantwortung trägt – für sich selbst und für andere. Individuelle Freiheit ist ein hohes Gut. Aber Individuelle Freiheit und grenzenloser Individualismus sind zwei völlig verschiedene Dinge. Freiheit ist die Basis jedes lebenswerten Gemeinwesens. Grenzenloser Individualismus dagegen sein Ende. In meinem Land schaffen wir einen Ausgleich zwischen der Freiheit des Individuums und dem Funktionieren unserer Gesellschaft. Wir schauen nicht einfach weg, wenn Ehe und Familie als Lebensmodell nicht mehr funktionieren, ein großteil unserer Leute alleine lebt und uns auf der Straße immer weniger Kinder begegnen. Wir fragen uns, was mit unserer Gesellschaft, unserer Gesellschaftspolitik und unserem Wertesystem nicht stimmt und wir suchen nach Lösungen.

Ich will in einem Land leben, in dem das Wohl von Kindern wichtiger ist, als die Selbstverwirklichung verantwortungsloser Erwachsener, die immer noch glauben, sie könnten im Leben alles haben was sie wollen und die überzeugt sind, sie hätten auch noch ein Anrecht darauf. In meinem Land töten wir nicht und behaupten anschließend wir hätten nicht getötet, weil das was wir getötet haben nach unserem Ermessen gar nicht gelebt hat. Wir schaffen uns keine eigene, selbstgerechte Definiton von Leben und Nicht-Leben, die unserem Handeln folgt und es moralisch legitimiert. Stattdessen verwenden wir die Segnungen unseres gut ausgebauten Sozialstaats um Leben zu schützen und dort zu helfen, wo Hilfe nötig ist. Und wir benehmen uns alle wie Erwachsene und übernehmen die Verantwortung für unser eigenes Tun.

Ihr habt mir einmal gesagt, ich kann sein, was immer ich sein will. Ihr seht, meine Entscheidung ist gefallen: Ich bin ein Konservativer!

Deutschland zuerst!?

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Als Donald Trump in seiner Antrittsrede die Maxime „America First“ zum Grundsatz seiner Politik erklärte, warnte man davor, wie gefährlich eine solch nationalistische Denkweise doch sei. Viele im linken Lager waren schockiert, dass sich jemand traut so etwas Ungeheuerliches zu fordern.

Was uns aber tatsächlich schockieren sollte, ist dass dieser Begriff überhaupt Beachtung findet. Es ist doch nicht nationalistisch, wenn der amerikanische Präsident erklärt, dass die Interessen Amerikas der Dreh- und Angelpunkt seiner Politik sind. Das ist nicht Nationalismus, das ist verdammt nochmal sein Job. Man stelle sich vor, der Vorstandsvorsitzende von BMW stellt die Quartalszahlen vor und erklärt lang und breit, was er dieses Quartal alles tolles für Mercedes und VW gemacht hat, um dann nur widerwillig und erst auf Nachfrage aus dem Publikum überhaupt auf BMW zu sprechen zu kommen. Wieviel Verständnis hätten die Aktionäre von BMW wohl für ein solches Verhalten?

In einer normalen Zeit wäre „America First“ ein Nichtsatz. Eine inhaltslose Worthülse. Etwas das so selbstverständlich ist, dass man es aus einer Rede streicht, wenn man nicht unbedingt Zeit schinden muss. Doch heute ist dieser Begriff geradezu revolutionär. Und das ist das, was uns wirklich schockieren sollte. Denn es erzählt uns viel über die Gesellschaft, in der wir leben.

Und in Deutschland?

Auch in Deutschland gibt es ein Gegenstück zu „America First“, auch wenn das gerade die lautesten Kritiker des amerikanischen Präsidenten am aller wenigsten wahr haben wollen.

Und dieses Prinzip findet sich nicht etwa in den Reden irgendeines von den Medien nicht besonders innig geliebten Politikers. Es findet sich in unserem Grundgesetz. Die Artikel 56 und 64 legen für den Bundespräsidenten, den Bundeskanzler und die Bundesminister folgenden Eid fest:

„Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Was ist das anderes, als „Deutschland zuerst“? Der Job der Regierenden ist es unter Wahrung der Gesetze dem eigenen Volk zu dienen. Nicht mehr und nicht weniger. Und warum sollten sie in irgendeinem demokratischen Staat auch eine andere Aufgabe haben?

Als das Grundgesetz geschrieben wurde war dies selbstverständlich. Und sicher hätte sich damals niemand eine dystopische Zukunft vorstellen können, in der eine von nicht selbst errungenem Frieden und aufwandslos erworbenem Wohlstand moralisch verwahrloste und der Realität entrückte Elite einmal zu einem völlig anderen Schluss käme.

Aber genau in dieser Dystopie leben wir heute. Die Leute, die geschworen haben diesen Eid zu erfüllen, brechen ihn nicht nur, sie handeln ihm diametral entgegen. Und als ob das noch nicht genug wäre, erzählen sie uns auch noch, die bloße Idee hinter diesem Eid wäre ganz furchtbar böse und jeder der ihm beipflichtet ein schlechter Mensch.

Grundgesetz und Politik sind nicht mehr synchron. Die Regeln und Mechanismen des alten Staates sind noch vorhanden. Und doch hat sich ein Zeitgeist etabliert, welcher diese Regeln nicht mehr anerkennt. Er pickt sich die heraus, die ihm gefallen und die missliebigen deutet er um oder ignoriert sie.

Dieser Eid und seine „moderne Interpretation“ sind eins von vielen Anzeichen für das, was mit diesem Land nicht stimmt. Und wir sehen Ähnliches überall in der westlichen Welt.

Wir alle müssen uns heute zwei Fragen stellen. Zum einen müssen wir uns fragen, wie es soweit kommen konnte? Wie konnten wir an einen Punkt kommen, an dem eine Elite, die nicht unser Bestes im Sinn hat, die Regeln und Grundsätze des Staates in ihrem eigenen Sinne umdeuten kann und damit durch kommt?

Wenn wir darauf die richtigen Antworten finden, können wir uns der zweiten und noch viel wichtigeren Frage zuwenden: Was müssen wir tun, damit dieses Land wieder normal wird?