Milo Yiannopoulos kündigt sein Comeback an

Milo Yiannopoulos ist im Februar dieses Jahres über eine sehr dämliche und fragwürdige Aussage zum Thema Pädophilie gestolpert und musste deshalb seinen Job bei Breitbart aufgeben. Nun kündigt er sein Comeback an.

milo

Milo ist der vermutlich größte Troll unserer Zeit (online wie offline) und die Linken in den USA hassen ihn wie keinen zweiten – zumindest unter jenen, die kein hohes staatliches Amt innehaben.

Milo ist nicht nur offen homosexuell, er vertritt auch gleichzeitig konservative Positionen und greift linke Ideen wie den Feminismus mit aller Härte an. Zugleich setzt er sich selbstironisch mit seiner eigenen Homosexualität auseinander, bezeichnet sich selbst als „gefährliche Schwuchtel“ und hat nicht die geringsten Skrupel, den Fakt, dass er zu einer eigentlich von den Linken hofierten Gruppe gehört, in der öffentlichen Debatte gegen ebendiese zu verwenden.

Nachdem er seinen Job bei Breitbart verloren hatte, musste Milo als britischer Staatsbürger entweder innerhalb von 90 Tagen die USA verlassen, oder einen neuen Job finden. Laut Breitbart hat er sich stattdessen dazu entschieden, ein eigenes Medienunternehmen zu gründen und hat dafür bisher 12 Millionen US-Dollar von nicht näher bekannten Investoren eingesammelt.

Das neue Unternehmen soll den Namen Milo Inc. tragen und Milos Bücher, Touren, Radio- und TV-Auftritte vermarkten, sowie Merchandise-Artikel verkaufen. Das Team besteht aus 30 Leuten mit Sitz in Miami und Milo hat als Leiter einen sehr erfahrenen Medienexperten verpflichtet.

Milos Website yiannopoulos.net zeigt im Moment nur ein eher verstörendes Video, welches wohl auf sein Comeback neugierig machen soll und mit dem Satz „THE BITCH IS BACK“ und dem Datum 5. Mai 2017 endet.

Man muss mit Milos Methoden nicht unbedingt übereinstimmen und man kann sich durchaus fragen, ob der Kerl nicht ein wenig zu verrückt ist. Aber irgendwie mag ich ihn.

Er hat geht die Linken an, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt. Er zeigt uns auf sehr praktische Weise, dass ihre Argumente nicht besser sind als irgendwelche anderen Argumente. Und er zeigt uns, dass ihre einstmals für unüberwindbar gehaltene „Wahrheit“, in Wirklichkeit auf tönernen Füßen steht.

Der Fall Silvana Heißenberg

Philosophia Perennis hat einen sehr denkwürdigen Artikel über die Schauspielerin Silvana Heißenberg veröffentlicht.

Nachdem die aus Fernsehserien wie „Einsatz in Köln“ oder „Auf Streife“ bekannte Schauschspielerin Silvana Heißenberg sich auf Facebook negativ über Merkels Flüchtlingspolitik äußerte, wurden ihr von Sat1 und RTL alle Verträge gekündigt. Die Sender gingen sogar soweit und verzichteten darauf, die letzten mit ihr gedrehten und bereits fertigen Folgen zu senden.

Das hat mit Demokratie und Meinungsfreiheit nichts mehr zu tun. Das sind die Mittel einer Diktatur. Frau Heißenberg hat nichts gesagt, was in irgendeiner Weise strafrechtlich relevant wäre. Und das Perfide daran ist, dass es – zumindest soweit man das von außen beurteilen kann – nicht einmal staatlich gesteuert ist.

Natürlich kann man sich mit der Vertragsfreiheit herausreden und anführen, dass die Meinungsfreiheit ja unberührt bliebe, da Frau Heißenberg ja nicht strafrechtlich verfolgt wird. Wenn aber nahezu jeder um seine berufliche Existenz fürchten muss, nur weil er die falsche Meinung vertritt, läuft im Endergebnis dennoch alles auf das bekannte Mao-Zitat hinaus:

Bestrafe einen, erziehe hundert.

Wie unschwer zu erkennen ist, war der lange Marsch der 68er durch die Institutionen ein voller Erfolg. Es ist ihnen nicht nur gelungen, ihre Leute in der Medienbranche und in allen staatlichen Institutionen, bis hin zu den Schulen, zu installieren und dazu noch die CDU zu unterwandern. Nein, sie haben es sogar geschafft, Begriffe wie Demokratie und Meinungsfreiheit in ihrem Sinne umzudeuten.

Demokratie in ihrem eigentlichen Sinne ist die Herrschaft der Bürger, die eine Regierung wählen, damit sie ihre Interessen vertritt. Moral heißt hier, dass die Regierung dem Bürger dient. Wenn eine Regierung gegen die Interessen der Bürger regiert, gilt das als unmoralisch und die Bürger haben das moralische Recht, diese Regierung durch eine andere zu ersetzen.

Nach ihrem durch die 68er umgedeuteten Verständnis ist Demokratie dagegen ein Prozess, der zu einer Regierung führt, die linke Moralvorstellungen umsetzt. Alles was zur Wahl einer Regierung führt oder führen könnte, die linken Moralvorstellungen widerspricht, gilt nach dieser Denkweise als „undemokratisch“.

Ähnlich verhält es sich auch mit der Meinungsfreiheit. Sie ist nicht mehr die Freiheit, jede Meinung, oder zumindest jede nicht strafrechtlich relevante Meinung äußern zu dürfen. Meinungsfreiheit bedeutet heute, alles sagen zu dürfen, was links ist oder zumindest gerade noch von den Linken toleriert wird. Dinge zu sagen, die Linke Moralvorstellungen anzweifeln ist dagegen hochgradig gefährlich.

Wir sehen diese Tendenzen heute überall im Westen. Zum Glück ist es nicht überall ganz so schlimm wie in Deutschland.

Angesichst dieser Umstände ist es sehr bewundernswert, dass Frau Heißenberg sich nicht unterkriegen lässt und weiterhin zu ihrer Meinung steht. Sie ruft zudem andere Prominente auf, es ihr gleich zu tun.

Hier der Link zum Beitrag bei Philosophia Perennis und wer mehr über sie erfahren möchte, sollte sich mal ihren Twitter Account anschauen.

Wahlkampfendspurt in Frankreich

Am vergangenen Sonntag waren die Franzosen aufgerufen, ihren nächsten Präsidenten und den Nachfolger des katastrophalen Amtsinhabers Hollande zu wählen. Wie erwartet, konnte in diesem ersten Wahlgang kein Kandidat die absolute Mehrheit auf sich vereinen:

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Emmanuel Macron gewann die Wahl mit 24% vor Marine Le Pen mit 21,3%. Beide gehen am 7. Mai in die Stichwahl und der Gewinner wird Präsident bzw. Präsidentin Frankreichs.

Warum ist Macron gefährlich für Europa?

Macron ist nicht nur ein Unterstützer Angela Merkels, er unterstützt auch jene Ideologie, die uns Europäern einreden will, dass wir unser Schicksal nicht selbst bestimmen können. In der Gedankenwelt dieser Leute stehen wir einem unabwendbaren und, um den berüchtigten Begriff zu verwenden, alternativlosen Schicksal entgegen, dem wir uns besser so schnell als möglich zu unterwerfen sollten.

Ganz im Sinne dieser wirren und antidemokratischen Idee behauptete er in diesem Wahlkampf, dass die Massenmigration aus der Dritten Welt nach Europa unabwendbar sei und wir uns besser daran gewöhnen sollten:

Emmanuel Macron: Europe faces ‚unstoppable mass migration‘

Wie man der Presse dieser Tage zur Genüge entnehmen kann, hat Macron als er 17 war mit seiner damals 41 Jahre alten Lehrerin angebandelt und ist seit 2007 mit der mittlerweile 64-Jährigen verheiratet.

Es mag hart klingen, aber der kinderlose Macron macht sich mit seiner biologisch ungünstigen Partnerwahl zum Sinnbild für den sterilen westlichen Mann unserer Zeit. Trotz seines zweifellos riesigen Potentials steht nicht nur mit seiner Ideologie, sondern auch mit seinem Privatleben für den Hedonismus und die Zukunftsvergessenheit, die unsere Zivilisation unterwandert haben und die sie immer weiter in den Abrund ziehen.

Der Endspurt

Leider sind Marine Le Pens Chancen sehr gering. Die letzten Umfragen sehen sie in der Stichwahl gegen Macron lediglich bei 38%. In der Vergangenheit haben sich zudem alle anderen Parteien gegen den Front National verbündet, wann immer dieser es in eine Stichwahl (egal auf welcher politischen Ebene) geschafft hatte.

Interessanterweise deutet sich aber an, dass diese Allparteienkoalition in diesem Jahr vielleicht nicht mehr ganz so gut funktioniert wie früher. Fillon und Hamon (die Kandidaten der ehemaligen Volksparteien) haben zwar noch am Wahlabend ihre Wähler dazu aufgerufen, für Macron zu stimmen, der EU-kritische linke Establishmentschreck Mélenchon hat dagegen bisher noch keine Empfehlung an seine Anhänger verkündet. Mélenchon holte immerhin knapp 20% der Stimmen, sein linkes Anti-Establishment-Lager könnte einen entscheidenden Einfluss auf den Wahlausgang haben.

Ausgehend von ihren gut 21% im ersten Wahlgang müsste Marine Le Pen für einen Sieg in der Stichwahl einen Großteil der Stimmen aus dem konservativen (Fillon) und aus dem Mélenchon-Lager holen. Nur so kann sie auf über 50% kommen. Das ist schwierig, aber nicht vollkommen unmöglich. Die Wähler Mélenchons haben für eine Abkehr von Euro und EU, sowie für ein stark von Sozialleistungen geprägtes Programm gestimmt. Der Front National vertritt ähnliche Positionen, nur eben mit einer stark patriotischen Grundhaltung.

Bei den Konservativen könnte Le Pen ebenfalls Punkten, auch wenn es hier vermutlich schwieriger wird. Auf alle Fälle dürften sich viele Konservative beim ehemaligen Sozialisten Macron nicht wirklich gut aufgehoben fühlen. Somit gibt es zumindest einiges an Angriffsfläche für Marine Le Pen und ihre Partei, die anders als Macron zweifellos für konservative Werte stehen. Auch wenn am Ende nur wenige Konservative zu Le Pen überlaufen sollten, einfach wird die Entscheidung für diese gewiss nicht werden.

Und wie man heute der FAZ entnehmen konnte, ist Marine Le Pen auch schon voll und ganz im Endspurt dieses Wahlkampfs angekommen:

Marine Le Pen stiehlt Macron die Show

Das nenne ich mal gut getrollt! Macron versucht sich in seiner Heimatstadt Amiens beim Treffen mit Gewerkschaftsvertretern staatsmännisch zu inszenieren, entlarvt sich dabei aber nur nur als der Kandidat des Establishments.

Währenddessen mischt sich Marine Le Pen unangekündigt unter die aufgebrachten und von Entlassung bedrohten Mitarbeiter eines Whirlpool-Werks, welches nach Polen verlagert werden soll. Die Arbeiter erwidern diese Sympathiebekundung mit „Marine Présidente“ Rufen, während sie für Macron nur Pfiffe übrig haben.

Wenn es Marine weiterhin gelingt, sich als Mutter der Nation in Szene zu setzen, während sie den ehemaligen Investmentbanker Macron gleichzeitig als Kandidaten von Globalisierung und Establishment entlarvt, könnte sie das Ruder durchaus noch herumreißen. Polarisierung ist jetzt das Gebot der Stunde.

Hier ein (leider sehr kurzes) Video vom Vorfall in Amiens:

Das ist ein mehr als gelungener Wahlkampfstart, bleibt zu hoffen, dass es so weiter geht. Die Strategie könnte funktionieren. Besonders in Frankreich.

Wer mehr über Marine Le Pens Aufstieg und ihren Umbau des Front National zu einer zeitgemäßen patriotischen Bewegung erfahren möchte, dem sei noch dieses Video empfohlen:

Bleibt mir abschließend nur noch zu sagen: Marine Présidente!

March for Science: Die Politisierung der Wissenschaft

Die Linke Deutungshoheit ist in Gefahr. In allen Ländern des Westens ist sie in Bedrängnis geraten. Schuld daran sind moralisch verkommene Individuen, sogenannte „Rechtspopulisten“. Diese äußerst unangenehmen Zeitgenossen erdreisten sich, lästige Fragen zu stellen und teils für Jahrzehnte sorgsam gehütete Dogmen anzuzweifeln. Sie haben keinen Respekt für den Status Quo und sie akzeptieren keine Wahrheit, die sie nicht zuvor selbst geprüft haben. Die Situation ist so schlimm, dass jetzt sogar schon die Wissenschaft bemüht werden muss, um diesen Unholden Einhalt zu gebieten.

So geschehen bei den weltweiten „March for Science“ Demonstrationen an diesem Wochenende, bei denen weltweit zehntausende Menschen bei über 600 Einzelveranstaltungen auf die Straße gegangen sind.

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March for Science

Initiiert wurde diese Bewegung von US-Wissenschaftlern (weitgehend außerhalb der MINT-Fächer), die seit Trumps Wahl zum Präsidenten Angst um ihre Forschungsgelder haben. Sie fürchten sich laut Aussage des deutschen Ablegers vor allem vor politischen Kampfbegriffen wie „alternativen Fakten“ und „Fake News“.

Das klingt nicht nur sehr politisch, das ist auch sehr politisch. Politik aber, hat in der Wissenschaft, mit Ausnahme der Geschichts- und Politikwissenschaft, überhaupt nichts zu suchen. Und dort auch nur als Gegenstand der wissenschaftlichen Betrachtung. Wer sich hier allzu politisch gibt, macht sich schnell unglaubwürdig.

Die Wissenschaft lebt davon, dass Faken und Schlussfolgerungen mithilfe der Wissenschaftlichen Methode seziert werden. Die Kritik ist quasi das Hauptwerkzeug der Wissenschaft. Alles muss angezweifelt werden können, sofern die Kritik denn fundiert ist. Nur so kann man falsche Annahmen eliminieren. Dabei ist die Wissenschaft niemals perfekt. Sie ist ein von Menschen betriebener Prozess. Und ihre Fakten und Schlussfolgerungen erhalten ihre Glaubwürdigkeit nur dadurch, dass sie wiederholt der wissenschaftlichen Kritik und wenn möglich dem Experiment unterzogen wurden und jedes Mal standgehalten haben.

Das große Problem beim „March for Science“ ist nun nicht, dass die Teilnehmer Einschränkungen in der Freiheit der Forschung bemängeln. Die sollten wo sie tatsächlich existieren, selbstverständlich abgestellt werden. Das Problem ist, dass sie das Wort „Wissenschaft“ vor sich hertragen, als würde es aus sich selbst heraus einen Anspruch auf absolute und unumstößliche Wahrheit begründen. Und genau damit befördern sie genau jenen Glaubwürdigkeitsverlust, den sie selbst so sehr kritisieren.

Wissenschaft ist nicht gleich Wissenschaft

Wer alles wissenschaftliche unreflektiert unter diesem Begriff zusammenfasst, der verkennt, dass es eine Abstufung der Wissenschaften nach der Mächtigkeit ihrer Methoden gibt.

Beginnen wir bei der Mathematik. In der Mathematik können Dinge bewiesen werden. Bei den wirklich komplexen Beweisen wird es auch hier schwierig. Diese können sich über viele Seiten erstrecken. Das Genie, welches sie entwickelt, muss dazu Jahre seines Lebens investieren und zu ihrer Prüfung bedarf es einer Reihe mathematischer Korophäen, die für diese Arbeit ebenfalls viel Zeit aufwenden müssen. Hier können natürlich Fehler passieren. Dennoch ist die Mathematik die Wissenschaft, die am ehesten behaupten kann, absolute Wahrheiten entdecken und absichern zu können.

Dann kommen in großem Abstand die Physik und die Chemie. Und schon da wird es schwierig. Physiker glaubten 400 Jahre lang, die von Newton entdeckten physikalischen Gesetze wären die unumstößliche Grundlage ihrer Wissenschaft. Anfang des 20. Jahrhunderts legte Albert Einstein mit der Relativitätstheorie eine Arbeit vor, die diese Gesetze zu einem Spezialfall einer weit komplexeren Welt degradiert. Und dieses neue Bild der Physik hat zu allem Verdruss weit weniger mit unserer unmittelbaren Erfahrung der Welt zu tun, als uns lieb sein kann.

Diese Theorie scheint schlichtweg so „verrückt“, dass selbst ein Großteil der damaligen Physiker sich lange dagegen gewehrt hat. Und als ob das noch nicht genug wäre, erklärt uns die Quantenphysik (die genauso durch Experimente bestätigt wird wie die Relativitätstheorie), dass sich die Welt auf der Ebene der Elementarteilchen völlig anders verhält und nicht einmal mehr das Prinzip von Ursache und Wirkung als gesicherter Fakt gelten kann. Und seitdem versuchen Physiker beide Theorien zu vereinen, da man so lange mit zwei verschiedenen Theorien arbeiten muss, je nachdem, ob man die Welt im Kleinen oder im Großen betrachtet.

Mit diesen Informationen im Hinterkopf, muss man sich unweigerlich fragen, wie es dann um die anderen Wissenschaften bestellt ist. Also denken wir z.B. an die Wirtschaftswissenschaften, die Sozialwissenschaften oder (die von den March of Science Veranstaltern besonders innig geliebte) Klimaforschung. Ich will diese Wissenschaften nicht verdammen. Nichts liegt mir ferner. Aber ihre Beweiskraft kann man nicht ernsthaft mit der der Mathematik auf eine Stufe stellen. Genau dies tut aber jemand, der völlig unreflektiert den Begriff „Wissenschaft“ vor sich her trägt.

Politisierte Wissenschaft

Wir haben kein besseres Instrument als die Wissenschaft und es wäre törricht sie zu ignorieren oder einfach zu verdammen. Aber genauso törricht wäre es auch, ihr blind zu vertrauen, sie wie ein Dogma vor sich her zu tragen und nicht zwischen ihren verschiedenen Zweigen zu differenzieren.

Die Gender-„Wissenschaft“ und die Klimaforschung zeigen zudem sehr eindringlich, wie Wissenschaft politisiert werden kann. Bei der Gender-„Wissenschaft“ handelt es sich um völligen Blödsinn, der nicht das Geringste mit Wissenschaft zu tun hat. Dass man so etwas überhaupt als Wissenschaft verkaufen kann, lässt schon auf einen hohen Grad der Politisierung an den Universitäten schließen und man muss sich angesichst dessen fragen, wie wissenschaftlich es dort überhaupt noch zugeht.

In der Klimaforschung sehen wir dagegen, wie Kritiker mundtot gemacht werden sollen und wie das bloße Abweichen vom Konsens der Mehrheit bereits als eine schändliche Handlung aufgefasst wird. Nun mögen da ja durchaus Spinner dabei sein. Aber man darf nicht vergessen, dass in der Wissenschaftsgeschichte oftmals vermeintliche „Spinner“ für bahnbrechende Entdeckungen verantwortlich waren.

Jetzt ist natürlich erst einmal überhaupt nichts verkehrt daran, Computermodelle für die zukünftige und die vergangene Veränderung des Weltklimas zu erstellen. Aber sich hin zu stellen und auf der Basis dieser Klimamodelle zu sagen, man könne die Zukunft vorhersagen, wenn man noch nichtmal alle Faktoren des Klimas kennt und auch die Gründe für die Eiszeiten nicht abschließend geklärt sind, scheint dann doch etwas verwegen. Ein bisschen mehr Demut wäre hier manchmal angebracht und würde sich sicher positiv auf die eigene Glaubwürdigkeit auswirken.

Fazit

Wir sehen also: Wir sollten skeptisch sein, wenn uns jemand allein mit der bloßen Behauptung der Wissenschaftlichkeit einer Aussage überzeugen will. Zu leicht kann man diesen Begriff missbrauchen, um selbst dem größten Blödsinn, wie z.B. den Gender-„Wissenschaften“, den Glanz absoluter Wahrheit zu verleihen und jede Diskussion im Keim zu ersticken.

Die Veranstalter des „March for Science“ sagen völlig zurecht, dass die Wissenschaft eine Basis unseres demokratischen Diskurses ist. Und genau deshalb muss sie unpolitisch bleiben.

Warum Frauen Staaten zerstören und andere unbequeme Tatsachen

Anna Schuster hat auf dem Schlüsselkind Blog einen hervorragenden Artikel über die sexuelle „Befreiung“ der Frau und den Zusammenbruch von Zivilisationen veröffentlicht:

Schlüsselkindblog

Wenn sexuelle Präferenzen von Frauen frei und ungehemmt ausgelebt werden, zerstört dieses Verhalten Zivilisationen. Wenn Frauen wählen können, bilden sich nach einer gewissen zeit Vielweibereien, sog. Harems.Wenn Frauen erlaubt ist, ihre Stimmen im Bereich der Sicherheit von Ländern zu äußern, dann gehen diese Nationen zu Grunde und zwar unausweichlich.

Wenn du das verstehst, verstehst du die gesamteGrundlage zivilisierter Gesellschaften. Und wenn nicht, wirst du es am Ende dieses Artikels verstanden haben.

Dies ist ein kompliziertes Thema. Lass mich kurz etwas dazu sagen, damit es verständlicher wird: Frauen sorgen sich nicht auf einer instinktiven Ebene sonderlich um ihren Stamm, ihre Nation oder um ihr Volk. Es liegt in ihrer Natur dies nicht zu tun. Frauen sind biologische Geschöpfe wie alle anderen und sie versuchen, ihre Chance, überlebensfähigen Nachwuchs zu haben, zu maximieren. Ein halbes Jahrhundert währende Experimente der Frauenbefreiung und die Gabe des politischen Stimmrechts für Frauen endet für den Westen…

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Wenn der Kumpel zum Blockwart wird

Manchmal unterhält man sich mit jemandem, der einem völlig normal erscheint. Durch eine beiläufige und eigentlich harmlose Bemerkung verwandelt sich der Gesprächspartner von einem Moment auf den anderen in einen überzeugten Verteidiger linker Ideen.

Das hat sicher jeder von uns schon mal erlebt. Da redet man mit einem Bekannten, Arbeitskollegen, Vereinskameraden, oder vielleicht sogar mit einem Familienmitglied. Man lernt die Leute besser kennen. Sie machen einen sehr vernünftigen Eindruck. Man hat den Eindruck, sie sind eher unpolitisch und wollen eigentlich nur in Ruhe gelassen werden und ihr Leben genießen. Manchmal kritisieren sie sogar gewisse Auswüchse linker Ideologie. Sie machen vielleicht Witze über die Ergebnisse des Genderwahns oder über eine Gesellschaft, in der die Frage nach der richtigen Toilette schon eine politische ist.

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Selbst dein bester Kumpel kann sich schon im nächsten Moment in einen linken Blockwart verwandeln

Und dann geschieht es: Du fühlst dich sicher und ohne groß darüber nachzudenken lässt du eine politisch unkorrekte aber eigentlich völlig harmlose Aussage fallen. Und plötzlich blitzt etwas auf in den Augen deines Gegenübers. Sein Gesichtsausdruck und seine Tonlage verändern sich von einem Moment auf den anderen. Mit gefühltem erhobenem Zeigefinger belehrt er dich, warum das soeben Gesagte objektiv und unwiderlegbar moralisch falsch ist. Die Lässigkeit und Freude, die eben noch sein Wesen geprägt haben, sind von einem Moment auf den anderen einer frostigen Empörung gewichen, die keinen Widerspruch duldet.

Er hat jetzt eine Mission. Er muss das jetzt richtig stellen. Du hast eine rote Linie überschritten, aber glücklicherweise ist er ja da! Er wird das Gesagte wieder gerade rücken und er wird dich wieder auf Linie bringen.

Wenn du jetzt auf deiner Meinung beharrst, bist du der Buhmann. Der fehlgeleitete – oder gar bösartige – Kerl. Der Rechtspopulist. Oder Schlimmeres.

Aber keine Sorge! Dein Freund übernimmt jetzt das Reden. Du musst deinen Fehler nur einsehen und ihm zustimmen und alles wird wieder gut. Das heißt es wird wieder genauso sein, wie es vorher gewesen ist. Wir vergessen einfach, dass du etwas Schlimmes gesagt hast und schon gehörst du wieder dazu.

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Einfach auf das Licht schauen!

Was geschieht da? Warum werden ganz normale Leute mit scheinbar ganz normalen Ansichten und eigener Meinung plötzlich für einen Augenblick zu Oberlehrern der Linken Moral, um dann wieder zu ihrer normalen Persönlichkeit zurück zu finden, als ob nichts gewesen wäre?

Kurz und knapp:

  1. Die Linke Moral liefert ihnen eine einfache Erklärung der Welt. Die Welt ist komplex und wir alle würden sie nur zu gerne in Gänze verstehen. Die Welt der Linken ist einfach. In ihrer Welt stehen nur Kapitalismus und Unterdrückung zwischen uns und dem Paradies auf Erden.
  2. Die Linke Moral verleiht ihnen das Gefühl moralischer Überlegenheit und das fühlt sich natürlich gut an. Will man bei den Linken als guter Mensch gelten, so muss man nicht sein Leben lang an sich selbst arbeiten, man muss nur das Schlechte in der Welt (siehe Punkt 1) anprangern. Und wer möchte nicht gerne ein guter Mensch sein?
  3. Die Linken geben ihnen einfache Argumente in die Hand, mit denen sie auch eine Debatte gegen intellektuell überlegene Gegner quasi anstrengungslos gewinnen können.
  4. Wenn man die Waffe der Linken Moral nicht selbst gebraucht, verwendet sie früher oder später jemand anders gegen einen selbst. Es ist einfach einer von ihnen zu sein. Es ist sehr schwer und gefährlich, ihr Gegner zu sein.
  5. Es ist die einzige „Moral“, die sie überhaupt kennen.

Diese Menschen wurden (wie viele von uns auch) ihr Leben lang darauf konditioniert, sich von „falschen“ Meinungen fern zu halten. Wenn nun jemand anfängt „falsche“ Dinge zu sagen, wird ihnen mit der Zeit sehr unwohl, selbst dann, wenn sie dem Gesagten auf einer faktischen Ebene eigentlich mehr oder weniger zustimmen.

Es ist sehr schlecht mit „unmoralischen“ Ideen in Berührung zu kommen. Erstens wird man dafür von der Gesellschaft schnell ausgegrenzt und zweitens sind sie eben „unmoralisch“. Das haben sie ihr Leben lang verinnerlicht. Und natürlich haben sie Mechanismen entwickelt, um in einer solchen Gesellschaft zu überleben.

Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, wo sie sich fürchten, selbst mit diesen „falschen“ Ideen in Verbindung gebracht zu werden. Und manche von ihnen fühlen vielleicht auch, dass sie sich selbst im Kontext der von ihnen noch immer verinnerlichten Linken Moral nicht mehr als „gute Menschen“ sehen können. Ihr Selbstbild wankt. Das kann für den einen oder anderen natürlich eine sehr schockierende Situation sein.

Der beste Weg, um aus dieser misslichen Lage zu entrinnen? Man identifiziert sich mit linken Ideen (die unterbewusst noch immer die einzig legitime Quelle der Moral darstellen) und weist den Anderen zurecht!

Sie sind nicht plötzlich verrückt geworden und sie haben auch keinen Chip im Kopf. Angst vor dem Urteil der anderen und Furcht vor dem Verlust ihres Selbstbildes setzen ihren Überlebensmodus in Gang.

Was heißt das jetzt für deinen Kumpel?

Wenn du deinen Kumpel wirklich überzeugen willst, musst du behutsamer vorgehen und du darfst dich nicht nur auf Fakten verlassen. Du musst ihm nach und nach anhand von mal mehr mal weniger subtilen Beispielen die Widersprüche dieses die Welt so sehr vereinfachenden linken Moralsystems aufzeigen. Konfrontiere ihn immer mal wieder mit Ungerechtigkeiten, die die moralische Unfehlbarkeit und Integrität des linken Weltbilds in Zweifel ziehen. Und zeige ihm nach Möglichkeit, dass es auch andere moralische Betrachtungsweisen als das simple Gut/Böse-Schema der Linken gibt.

Nur so und mit viel Geduld wirst du ihn mit der Zeit gewinnen können.

Franz Josef Strauß: Der Kampf um die Sprache

Früher fand ich dieses Video sehr gut und dachte es trifft den Nagel auf den Kopf. Mittlerweile frage ich mich aber, ob Franz Josef Strauß nicht einer fatalen Fehleinschätzung aufgesessen ist und wir deshalb den Kulturkampf gegen die 68er verloren haben, weil kein Konservativer damals verstanden hatte, worum es eigentlich geht.

Es ist nicht wirklich ein Kampf um die Sprache. Die Sprache ist nur das Werkzeug. Es ist in erster Linie ein Kampf um die Moral und um die moralische Deutungshoheit. Und da haben die Linken uns in den letzten 50 Jahren gnadenlos überrannt…

AfD fordert strafrechtliche Verfolgung auch bei Hetze gegen Deutsche

Jüngst stellte die Hamburger Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung ein und stellte damit fest, dass die Deutschen straffrei als „Köterrasse“ bezeichnet werden dürfen.

Der Landtagsabgeordnete der AfD Robert Farle fordert deshalb in einer überaus gelungenen Rede im Landtag von Sachsen-Anhalt, den Volksverhetzungsparagraphen § 130 StGB so zu ändern, dass er zwingend auch bei Hetze gegen Deutsche angewendet werden muss.

Robert Farle attackiert die Linken an ihrem wunden Punkt. Er stellt ihre Doppelmoral heraus und misst sie an ihren eigenen Maßstäben und an den Maßstäben des Gesetzes.

Auch mir gehen die Querelen in der AfD gewaltig auf den Zeiger und wenn ich sehe, wie es unmöglich zu sein scheint, gewisse radikale Spinner aus der Partei zu werfen, möchte ich manchmal nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Dennoch: Es ist schön zu sehen, dass aus der AfD auch positive Impulse kommen. Und diese hervorragende Rede zeigt sehr eindrucksvoll, wie wichtig eine funktionierende Opposition für eine Demokratie ist.

Das ist Europa

Sie sagen wir hassen Europa. Sie sagen wir sind fiese Nationalisten, die Europa zerstören wollen. Und während sie das sagen, verwandeln sie unser Europa in einen Krisenherd, der wohl bald schon so reich an Konflikten sein wird, wie der Nahe Osten.

Die Wahrheit ist: Wir lieben Europa. Wir lieben es und wir wollen es zurück!

Warum es keine gewaltfreie Gesellschaft geben kann

Wenn man den Leuten so zuhört, dann hört man oft Dinge wie „Wir sind eine gewaltfreie Gesellschaft und wir finden für alles gewaltfreie Lösungen“. Natürlich ist das erst einmal völlig richtig, Gewalt ist schließlich nichts, was man in irgendeiner Form erleben möchte.

„Polizeigewalt“

Oft sind es aber dann auch diese Leute, die im weiteren Gesprächsverlauf eine gewisse Naivität beweisen. Und nicht selten sind es auch genau diese Leute, die als erstes „Polizeigewalt“ rufen, wenn die Polizei Recht und Ordnung einmal mit etwas härteren Mitteln durchsetzt oder sogar einen messerschwingenden Vollidioten in Notwehr erschießen muss.

Dazu muss man dann auch nicht alle Details kennen. Und man muss sich auch nicht für die Situation der Polizeibeamten interessieren, die weder von der Gesellschaft noch von ihren Vorgesetzten auf eine allzu große Unterstützung hoffen können, obwohl sie jeden Tag für uns ihre Gesundheit riskieren. Der reflexhafte Ausruf des Wortes „Polizeigewalt“ genügt und man steht fest und entschlossen auf der Seite der Guten.

Nun ist die Anwendung von Gewalt durch die Polizei eine Grauzone, über deren genauen Verlauf man lange und intensiv streiten kann. Selbstverständlich darf die Polizei nicht soviel Freiraum erhalten, dass Polizisten ihre Privilegien zu kriminellen Handlungen nutzen können. Und da der Mensch nun mal nicht von grundauf gut ist und wir alle nur Menschen sind, würde sich der eine oder andere irgendwann zu einem solchen Machtmissbrauch verleiten lassen.

Das ist das eine Extrem. Im heutigen Europa sind wir davon aber in der Regel nicht nur sehr weit entfernt, wir befinden uns schlichtweg im anderen Extrem. Die Polizisten müssen sich nicht nur vor Medien und Bürgern fürchten, die für die kleinste echte oder eingebildete Verfehlung vom hohen Altar der unfehlbaren Moral auf sie herabblicken und über sie richten werden. Sie müssen sich vor allem deshalb fürchten, weil sie wissen, dass ihre Vorgesetzen sich im Zweifel nicht schützend vor sie stellen, sondern sie ohne mit der Wimper zu zucken der medialen Hinrichtung preisgeben werden.

Vor diesem Hintergrund ist es wenig überraschend, dass Polizisten in besonders ungünstigen Situationen manchmal doch lieber auf die Verteidigung der Rechtsordnung verzichten. Schließlich gehen sie schnell ein doppeltes Risiko ein. Mit gewalttätigen Kriminiellen ist nicht zu spaßen und dasselbe gilt auch für den übereifrigen Staatsanwalt, der die Richtigkeit einer in Sekundenbruchteilen getroffenen Entscheidung gerne im entspannten Ambiente seines komfortablen Büros von allen Seiten beleuchtet, um den Beamten dann im Gerichtssaal eloquent und detailliert auf seine Verfehlungen aufmerksam zu machen.

Es kommt noch schlimmer

Nun könnte man meinen, dass das schon schlimm genug ist. Doch leider ist das nicht das größte Problem. Das langfristig viel größere Problem ist, dass diese Leute tatsächlich glauben, wir wären im Begriff die Gewalt für alle Zeit aus der Welt zu verbannen. Sie glauben, wir wären auf geradem Wege in ein Utopia, in dem es keine Gewalt mehr geben wird oder wir müssten zumindest, wenn alles mit rechten Dingen zuginge, dorthin unterwegs sein. Und deshalb sind diese Leute so geschockt von den gegenwärtigen Veränderungen in der Welt und deshalb reagieren sie so gereizt, wenn sie irgendwo „Polizeigewalt“ vermuten. Diese Dinge schrecken sie so sehr auf, weil sie ihre Utopie als solche entlarven.

Jetzt haben wir hier in den Gesellschaften Westeuropas in den letzten 70 Jahren tatsächlich sehr wenig Gewalt gesehen und wir können uns darüber sehr glücklich schätzen. Aber was ist der wahre Grund dafür? Anders als manche Zeitgenossen glauben, haben wir uns nicht „weiterentwickelt“. Wir sind nicht zu einer überlegenen neuen Gattung Mensch mutiert, die die Moral mit Löffeln gefressen hat und die zu keiner bösen Tat mehr fähig ist. Wir sind noch dieselben Menschen, wie die, die vor fünfhundert, tausend oder zweitausend Jahren gelebt haben.

Was hat sich also verändert? Nun dafür sind zwei Entwicklungen verantwortlich. Eine Rechtssprechung gibt es wohl schon, seit der erste Häuptling zum ersten Mal mit den Verfehlungen eines seiner Untertanen konfrontiert wurde und Recht über ihn gesprochen hat. Man kann sich leicht vorstellen, dass das eine eher willkürliche Angelegenheit gewesen sein muss.

Erst die moderne Demokratie mit ihrer Gewaltenteilung und die Idee des Rechtsstaats schufen für alle verbindliche Gesetze. Wo die Gewalt des Staates früher der Willkür eines Herrschers unterlag, war sie plötzlich dem Gesetz unterworfen.

Verstößt jemand gegen das Gesetz, so wird er mit dieser Gewalt konfrontiert. Wird jemand wegen Diebstahls verhaftet oder wegen Mordes zu einer langen Freiheitsstrafe verurteilt, so ist das nichts anderes als staatliche Gewalt. Aber es ist Gewalt, die durch Gesetze geregelt ist und die nicht den Launen eines Herrschers folgt. Und wenn dazu noch geringe Korruption, effektive Polizeiarbeit, relativer Wohlstand und funktionierende Gerichte hinzukommen, ist Gewalt in den meisten Fällen einfach keine besonders clevere Handlungsoption mehr.

Wir haben also nicht die „gewaltfreie Gesellschaft“ erfunden und wir sind auch nicht auf dem Weg dahin. Die Gewalt ist nie verschwunden. Unsere Gesellschaft basiert im Grunde genauso auf Gewalt, wie jede andere Gesellschaft vor ihr auch. Wir haben die Gewalt lediglich in Ketten gelegt. Und das ist eine großartige zivilisatorische Leistung.

Glücklicherweise gab es in der jüngeren Geschichte Männer, die ihre Augen nicht vor den schlechten Seiten der menschlichen Natur verschlossen und sich nicht irgendwelchen wilden Wunschvorstellungen hingegeben haben. Stattdessen blieben sie pragmatisch und ersannen Mechanismen, die uns zwar nicht zu besseren Menschen machen, die aber doch zumindest die schlimmsten Formen von Machtmissbrauch verhindern und dadurch, soweit wie dies pratkisch möglich ist, so etwas wie „Gerechtigkeit“ ermöglichen.

Mit Naivität ist kein Staat zu machen

Und genau darum sind diese naiven Ansichten so gefährlich. In ihrem blinden Wahn nach vollkommener Gerechtigkeit und in ihrem weltfremden Streben nach absoluter Gewaltfreiheit sehen diese Menschen nicht, dass wir dieser Welt bereits das Bestmögliche abgerungen haben und dass das, was wir haben, unbedingt verteidigt werden muss.

Die Unterwerfung der Gewalt unter die Regeln den Rechtsstaats erlaubt es uns, in relativer Sicherheit und weitgehend ohne eigene Gewalterfahrungen unser Leben zu leben. Doch dürfen wir niemals vergessen, dass dies alles nur eine Abstraktion ist. Die gewalttätige Natur der Welt selbst hat sich nicht verändert. Wenn wir das vergessen, laufen wir Gefahr all das Erreichte zu Verlieren.

Denn so, wie der Rechtsstaat gefährdet wäre durch eine korrupte, willkürliche und gewalttätige Polizei (die wohl nur in der lebhaften Fantasie mancher Zeitgenossen existiert), genauso ist er heute tatsächlich gefährdet, durch eine weltfremde Hochmoral, angesichts derer die Polizei sich langsam fragen muss, ob sie sich durch die Verteidigung der Rechtsordnung weiter unbeliebt machen soll oder ob es nicht doch besser wäre, politisch korrekt zu kapitulieren.