Die Vergewaltigung von Tulln und der Journalismus

Am 25. April lauerten drei Asylbewerber in der Nähe einer Asylunterkunft im österreichischen Tulln einer 15-Jährigen Einheimischen auf. Sie brachten sie auf einen nahegelegenen Sportplatz und vergewaltigten sie mehrmals.

Nachdem anfänglich versucht wurde den Fall zu vertuschen, schlägt er nun hohe Wellen und die Stadt Tulln weigert sich jetzt sogar, weitere Asylbewerber aufzunehmen.

Die Krone hat mittlerweile ein bewegendes und äußerst lesenswertes Interview mit dem Opfer veröffentlicht. Dieses Interview ist wirklich außergewöhnlich und ich empfehle jedem es zu lesen und es ein wenig auf sich wirken zu lassen, bevor er hier weiter liest:

15 Jährige: „Sie haben mein Leben zerstört“ – Missbrauch in Tulln

Die Rolle des Journalismus

Ich weiß nicht, wie es euch bei der Lektüre dieses Interviews geht. In mir löst dieser Artikel starke Emotionen aus.

Wir wissen alle, dass derartige Verbrechen ständig vertuscht werden. Wir wisssen, dass die Presse – wo immer möglich – Informationen zurückhält, die nicht ins herrschende Narrativ passen. Wir wissen, dass die politische und mediale Elite, wie auch ein großer Teil der Bevölkerung Westeuropas, schlichtweg den Verstand verloren haben. Und das vielleicht Schlimmste ist: Wir haben uns daran gewöhnt.

Doch das hier ist anders. Ich spüre eine große Wut! Ich bin wütend auf diesen primitiven Abschaum, der dieses furchtbare Verbrechen begangen hat. Doch noch viel wütender bin auch auf diejenigen, die zahllose ähnliche Verbrechen vertuscht haben und die solche Verbrechen auch in Zukunft vertuschen werden, wenn sie denn irgendeine Chance sehen, damit davon zu kommen.

Aber da ist noch etwas Anderes. Ich spüre einen Hauch von Normalität, so verrückt das auch klingen mag. Die Presse macht ausnahmsweise mal ihre Arbeit und es ist als würde ein Hauch von Normalität in unsere verrückt gewordene Welt eindringen. Und obwohl wir uns an soviel Irrsinn gewöhnt haben, wird mir plötzlich wieder mit voller Wucht bewusst, wie Wahnsinnig diese Welt ist, in der wir heute leben.

Da sitzen Leute in den Redaktionsstuben, die machen aus jedem dummen Spruch, der irgendeinem geistig unterbelichteten Promi durch die Mundwinkel entwichen ist, eine Sensationsstory.

Doch wenn solch eine schreckliche Sache passiert, wenn jemandem aus unserer Mitte ein solch abscheuliches Verbrechen widerfährt, dann fragen sie sich, ob sie wohl damit davon kommen, wenn sie die Story einfach unter den Tisch fallen lassen. Oder sie machen eine möglichst kleine Meldung der Art „Frau von 3 Männern Vergewaltig“ daraus, die nur das Allernötigste an Information enthält und hoffen, dass die Geschichte damit erledigt ist.

Diese Leute verweigern den Informationsauftrag, den sie ihren Lesern gegenüber haben und sie beschädigen das Ansehen des Journalismus.

Als inoffizielle Vierte Gewalt im Staate ist es zudem ihre Aufgabe, Missstände aufzuzeigen und somit zur demokratischen Willensbildung beizutragen. Auch in diesem Punkt sind sie eine Schande für ihren Berufsstand.

Anstatt ihre Aufgabe zu erfüllen und als Kontrollorgan der Regierung und als Anwalt der Wahrheit aufzutreten machen sie sich zu Komplizen der Mächtigen. Unter dem Vorwand, „Rassismus“ zu verhindern helfen sie fleißig dabei mit, jede Diskussion über eine katastrophale Asyl- und Einwanderungspolitik zu unterdrücken.

Viel schlimmer aber noch wiegt, was sie den Opfern antun. Statt diesen (sofern gewünscht) eine Stimme zu geben, relativieren sie die an ihnen begangenen Verbrechen zu Nichtigkeiten und suggerieren ihnen, dass sie das an ihnen begangene Unrecht am besten vergessen und gar nicht erst darüber reden sollten. Damit stellen sie sich auf die Seite des Unrechts und berauben die Opfer ihrer Würde.

Es ist sehr zu begrüßen, dass die Krone hier einen anderen Weg einschlägt und dem Opfer dieses abscheulichen Verbrechens eine Stimme gibt und die Öffentlichkeit an diesem furchtbaren Schicksal teilhaben lässt.

Es erinnert uns aber auch auf schmerzliche Weise daran, dass dies leider keine Selbstverständlichkeit ist. Man möchte an das Gewissen aller Journalisten appelieren, es der Krone in Zukunft gleich zu tun und ihre verdammte Arbeit zu machen. Doch leider wirkt schon der bloße Gedanke nur allzu naiv…

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Der Hexenhammer und die moderne Hexenverfolgung

Der Abgeordnete Dr. Rainer Podeswa (AfD) hielt am 11. Mai 2017 im Landtag von Stuttgart eine Rede über den Klimawandel und sorgte damit für großes Aufsehen.

In seiner Rede vergleicht der Abgeordnete die oftmals sehr überzogene Angst der Klimabesorgten vor dem nahenden Weltuntergang mit der mittelalterlichen Hexenverfolgung (für die u.a. auch das Klima ein Anlass war).

Die Idee an sich finde ich sehr gut und dieser Vergleich ist als rhetorische Übertreibung alles andere als unpassend. Die Rede selbst ist in meinen Augen aber leider nicht besonders gut gelungen und es gibt Leute, die so etwas rhetorisch deutlich besser rüber bringen können.

Dennoch gibt es hier überhaupt keinen Spielraum, um diesen Herrn misszuverstehen. Es geht klar aus der Rede hervor, worauf er anspielt. Ihm jetzt zu unterstellen er wolle „Hexen“ verbrennen ist an Niedertracht nicht zu überbieten.

Genau das ist aber geschehen. Eine Kostprobe:

hexenhammer-focus

hexenhammer-derwesten

Am „besten“ war wohl der Titel der Welt: „AfD-Politiker empfiehlt Frauenverbrennung zur Klima-Rettung“. Aufgrund vieler Beschwerden hat die Welt ihren Titel aber wieder entschärft, bei Google ist der Originalwortlaut noch zu finden. Eine schöne Übersicht mit weiteren Bildern gibt es bei Über Medien.

T-Online ist einsichtig und veröffentlicht sogar eine Entschuldigung: Was bei uns gestern falsch gelaufen ist. Dort behauptet man nur eine DPA-Meldung übernommen zu haben und gibt sogar zu diese nicht geprüft zu haben.

Man könnte jetzt gehässig sein und anmerken, dass die Lügenpressevorwürfe wohl ihre Spuren hinterlassen haben, aber ehrlich gesagt nötigt mir diese Entschuldigung auch ein wenig Respekt ab. Soviel Ehrlichkeit hat man von Seiten der Medien lange nicht mehr erlebt und die hier zur Schau gestellte Demut ist ein schöner Kontrast zur rechthaberischen Arroganz, die man aus dieser Ecke sonst so gewohnt ist. Daran können sich gerne weitere Zeitungen ein Beispiel nehmen.

Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?

Aber kennen wir diesen Mechanismus nicht schon seit langem? Haben wir nicht in der Vergangenheit schon miterlebt, wie sich jemand ungeschickt geäußert hat und man einen „gefährlichen“ Begriff aus einer Ausage herausgegriffen hat? Und wurde dieser Begriff dann nicht verwendet, um dem Opfer dieser Verleumdung eine völlig neue Kernaussage unterzuschieben, die nichts mit dem tatsächlich Gesagten zu tun hatte? Ja genau, ich erinnere mich. Und als dann die Bühne hergerichtet war folgte der Hauptakt: Das mediale Dauerfeuer!

Was wir hier beobachtet haben ist nichts anderes als das Drehbuch für eine mediale Hinrichtung. Und ich möchte hier nur ein Beispiel anführen, ihr findet sicher mit Leichtigkeit noch mehr.

Erinnert ihr euch noch an Eva Herman? Sie war von 1989 bis 2006 Nachrichtensprecherin der Tagesschau. Aber sie war noch viel mehr. Für eine ganze Generation war sie quasi das Gesicht dieser Sendung. Aber selbst das sollte ihr nicht helfen.

Im Jahr 2006 veröffentlichte sie ihr Buch „Das Eva-Prinzip“ und 2007 legte sie nach mit „Das Prinzip Arche Noah“. In ihren Büchern kritisiert sie den Feminismus, weil er völlig unrealistische Erwartungen an die Frauen stellt und macht den Feminismus und die 68er verantwortlich für den kommenden demographischen Untergang Deutschlands.

Sie tingelte durch die Talkshows der Republik und wurde dort der medialen Meute zum Fraß vorgeworfen. Alleine musste sie gegen 4-6 andere Talkshowgäste und den Moderator andiskutieren.

Bei der Vorstellung ihres zweiten Buches fiel diese folgenschwere Aussage:

„Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch ’ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er-Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das – alles, was wir an Werten hatten – …; es war ’ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle. Aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben…“

Eva Herman hätte wissen müssen wie gefährlich das ist. Es war nicht besonders Klug, das Thema Nationalsozialismus überhaupt anzusprechen. Um die 68er und ihre kaputten Ideen von Gesellschaft und Familie zu kritisieren ist das auch völlig unnötig. Das klassische Familenbild wurde und wird zu allen Zeiten und überall auf der Welt gelebt. Schlicht und einfach weil es funktioniert. Und was nicht funktioniert, sehen wir jeden Tag.

Leider hatte Eva Herman es ihren Gegnern durch diesen Fehler unnötig einfach gemacht. Und so kam es wie es kommen musste:

„Eva Herman lobt Hitlers Familienpolitik“ – Bild am Sonntag 9. September 2007

„Es war eine grausame Zeit, er war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle. Aber es ist eben das, was gut war, das sind Werte, Kinder, Mütter, Familie, Zusammenhalt – das wurde abgeschafft, es durfte nichts mehr stehen bleiben.“

So etwas ist kein Versehen, das ist pure Bösartigkeit. Eva Herman versuchte noch sich zu wehren und diese „Fehlinterpretation“ aus der Welt zu schaffen. Aber alle Rhetorik und alle Erklärungen halfen nichts mehr. Der Bann war gesprochen.

Die Frau, die für die Familie eintrat und gegen eine kalte und selbstvergessene Gesellschaft, welche die Familie bedingungslos der Wirtschaft unterordnet war zu einer Aussätzigen geworden. Die Medien inszenierten sie als eine heimliche Bewunderin der Nazis und entsorgten die klassische Familie gleich mit in der Naziecke. Es war eine Warnung an alle!

The times they are changing

Die Hexenhammer-Affäre von Stuttgart hat gezeigt, dass die alten Reflexe noch vorhanden sind. Nur sie funktionieren nicht mehr.

Die Medien und die Linken haben nicht mehr die Macht, die sie noch vor 10 Jahren hatten. Zwar sind die Mechanismen der Macht noch vorhanden, aber sie stumpfen in allen Bereichen zusehends ab.

Und ist das nicht eine großartige Nachricht?

Die Russenverschwörung: Hinter jedem Busch ein Russ!

Es hört einfach nicht mehr auf! Wo auch immer im Westen ein Politiker oder eine Partei gegen das Establishment stehen, werden ihnen zu enge Kontakte nach Russland vorgeworfen.

Ist das Hysterie oder hat das Methode?

Auslandskontakte

Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn eine aus einer Gesellschaft selbst hervorgegangene Oppositionsbewegung Kontakte ins Ausland pflegt.

Unsere wohlmeinenden linksliberalen Freunde haben es jahrzehntelang vorgemacht. Sie haben die „Progressive“ Internationale beschworen und dem Konzept der Nicht-Regierungsorganisationen einen Heiligenschein verpasst.

Diese NGOs vertreten spätestens seit den 80ern linksliberale Ideen in Staaten, die „noch nicht so weit sind wie wir“ und führen sie auf den Weg von Tugend und Fortschritt. Wäre ja schließlich unmoralisch und verwerflich, wenn wir diesen rückständigen – pardon, benachteiligten – Menschen nicht mit unserer unendlichen Weisheit den Weg in die Zukunft ebnen würden. Nein, sie in Ruhe zu lassen würde bedeuten, sie um ihren gerechten Platz in unserem linksliberalen Utopia zu betrügen.

Unsere Freunde wissen, was das Beste für andere ist und werden niemals müde, sie das auch wissen zu lassen.

Dabei übersehen sie nur zu leicht, dass man durchaus geteilter Meinung darüber sein kann, in wie weit die Einmischung in die Belange eines fremden Staates moralisch überhaupt vertretbar ist.

Wenn eine Oppositionsbewegung von sich aus Kontakte ins Ausland pflegt, ist daran sicher nichts Verwerfliches. Wird sie aber aus dem Ausland aufgebaut, dann ist das schon sehr fragwürdig. Die Realität spielt sich meist irgendwo zwischen diesen beiden Polen ab und ich finde es sehr schwierig im Einzelfall darüber zu urteilen.

Kostprobe der eigenen Medizin

In den letzten Jahrzehnten mussten unsere wohlmeinenden Freunde über solche Feinheiten nicht großartig nachdenken. Diese Angelegenheit war nämlich eine ziemlich einseitige. Sie gewannen in ihren eigenen Ländern immer mehr an Einfluss und konnten mit der Zeit auch immer öfters Einfluss auf andere Länder ausüben. Sie behaupteten die Demokratie fördern zu wollen, tatsächlich ging es ihnen in erster Linie um die Verbreitung ihrer linksliberalen Überzeugungen.

Doch die Welt hat sich verändert. Das Internet wurde am Anfang des 21. Jahrhunderts langsam erwachsen und heute kann jeder einzelne von uns ein Blog, eine Webseite oder einen Social Media Account erstellen und dort seine Gedanken mit der ganzen Welt teilen.

Eine in der Geschichte beispiellose Demokratisierung der veröffentlichten Meinung hat gerade erst begonnen. Sie versetzt sie uns prinzipiell in die Lage, uns von den klassischen Massenmedien und ihrer oftmals fragwürdigen Auswahl der zu veröffentlichenden Informationen zu emanzipieren.

Natürlich hat auch diese Neuerung ihre Schattenseiten. Staatliche und nichtstaatliche Akteure können mithilfe des Internets auf relativ einfache Weise ein großes Publikum erreichen und so gezielte Meinungsmache betreiben. Das ist ein Problem und es ist ein Problem, für das die moderne Demokratie noch Lösungen finden muss. Selbstredend kann eine solche Lösung nicht in der Abschaffung von Demokratie und Meinungsfreiheit bestehen.

Hier liegt dann auch eine feine Ironie verborgen. Das Internet ermöglicht es heute leicht eine große Öffentlichkeit anzusprechen und zugleich gibt es mit Russland einen Gegenpol zum westlichen Linksliberalismus. Und so finden sich unsere lieben Freunde plötzlich in einer bisher völlig unbekannten Situation wieder. Konnten sie früher ihre Ideen unreflektiert in andere Länder exportieren und alle die daran Kritik übten pauschal als Gegner der Demokratie verunglimpfen, so sind die Rollen heute mit einem Mal vertauscht.

Eine heimische Opposition formiert sich gegen ihre Ideen. Und eine fremde Macht steht im Verdacht, diese Opposition zu unterstützen. Als ihre Ideen mehr oder weniger unstrittig waren, haben sich gerne und überschwänglich als Verteidiger von Demokratie und Meinungsfreiheit inszeniert. Jetzt wo Demokratie und Meinungsfreiheit für ihre Ideen zur Gefahr werden, geraten sie in ein Dilemma.

Einerseits sind sie in ihrem Selbstbild doch die größten Verteidiger der Meinungsfreiheit, andererseits gibt es da plötzlich so viele „falsche“ Meinungen, die es gar nicht geben dürfte und die man eigentlich verbieten sollte. Ein einziges Dilemma!

Russland-Connections

Vor diesem Hintergrund muss man alle Russlandvorwürfe gegen westliche Anti-Establishment-Politiker betrachten. Völlig unstrittg findet zwischen Russland und dem Westen ein Informationskrieg statt und es ist auch kein Geheimnis, dass Russland in Europa gerne gewissen Regierungswechsel sehen würde.

Man darf hier aber nicht übersehen, dass diese Oppositionsbewegungen aus den westlichen Gesellschaften selbst heraus entstanden sind und auch ohne die marginale Unterstützung aus Russland nicht merklich schwächer wären. Und was gibt es demokratischeres, als sich darüber zu ärgern, dass die Regierung nicht den eigenen Interessen dient? Dieser Gemütszustand ist nichts anderes als der Urfunke der Demokratie selbst.

Wenn unsere wohlmeinenden linksliberalen Freunde nun diesen Politikern zu innige Kontakte nach Moskau unterstellen, dann bedienen sie sich des alten Russlandfeindbilds des kalten Krieges und suchen einen Sündenbock für die Krise der westlichen Demokratie, die sie selbst herbei geführt haben. Sie behaupten damit zudem unterschwellig, diese Leute würden ihre Wähler nicht repräsentieren und sie wären nicht Teil ihres eigenen Landes. Sie versuchen sie vom demokratischen Diskurs auszuschließen, indem sie sie als Agenten eines fremden Staates framen, was letztlich auf ihre Delegitimation hinaus läuft.

Das ist für sie natürlich sehr bequem, da dieser elegante Ausschluss ungliebter Meinungen und Akteure ihr makelloses Selbstbild als aufrechte Demokraten wieder herstellt. Zuende gedacht sind das aber genau die autoritären Taktiken, die man im Westen an Putins Russland immer zurecht kritisiert hat.

Die aktuellen Vorwürfe gegen Trumps Wahlkampfteam wiegen natürlich ungleich schwerer. Sollte sein Team mit russischen Offiziellen Kontakt gehabt haben mit dem Ziel, die Wahl durch die zeitlich vorteilhafte Veröffentlichung von kompromittierenden Informationen über Hillary Clinton zu Trumps Gunsten zu manipulieren, ginge das tatsächlich in Richtung Landesverrat. Vor ein paar Jahren hätte ich sowas noch grundsätzlich verdammt. Allerdings, und es schockiert mich selbst das zu sagen, wird heutzutage selbst das von den Umständen relativiert. Und wenn es ums Relativieren geht sind unsere wohlmeinenden linksliberalen Freunde leider wie immer ganz vorne mit dabei.

Die Sache ist nämlich die: Wenn dieser Worst-Case eintreten sollte, dann haben wir einen US-Präsidenten, der möglicherweise nur durch Manipulation an die Macht gekommen ist und dem Landesverrat vorgeworfen wird von Leuten, die selbst für offene Grenzen werben, Staatsbürger im Sinne einer kruden One-World-Ideologie am liebsten mit Nicht-Staatsbürgern auf eine Stufe stellen und somit die staatliche Ordnung defakto abschaffen wollen. Irgendwie grotesk, wenn ausgerechnet diese Leute nach Landesverrat rufen!

Aber das ist die Welt, in der wir heute leben, das ist der Westen im Jahre 2017…

Geschichte ist zyklisch

Ich glaube ja schon lange, dass Geschichte im Grunde zyklisch ist.

Und wenn man sich den Aufstieg und den Fall von Weltreichen und großen Zivilisationen anschaut, dann liegt der Schluss durchaus nahe.

Heute habe ich ein Bild im Netz gefunden, welches diesen Sachverhalt sehr anschaulich auf den Punkt bringt:

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Zugegeben, es ist stark vereinfachend. Aber als Denkanstoß taugt es allemal.

Marine Le Pens Niederlage und wie es jetzt weiter geht

Das ist ein denkwürdiger Tag heute. Marine Le Pen hat es leider nicht geschafft. Sie gewann laut erster Prognose 35% der Stimmen und unterlag damit Emmanuel Macron, der 65% holte. Macron wird der nächste Präsident Frankreichs.

Marines Chancen waren von Anfang an mehr als gering. Aber auch ich habe es gehofft. Zu schön wäre es gewesen. Man stelle sich vor mit Frankreich würde sich eine der großen europäischen Kulturnationen wieder auf sich selbst zurück besinnen.

Einer der wichtigsten Staaten Europas würde wieder seinen Bürgern dienen. Frankreich würde nicht mehr weltfremden und selbstzerstörerischen Utopien hinterherlaufen und wieder für die Interessen seiner Bürger und zukünftiger Generationen von Franzosen streiten. Zu schön wäre es gewesen und wie gerne hätte man die Franzosen beglückwünscht und wie sehr hätte man sie beneidet.

Leider ist es nicht passiert.

Wie geht es jetzt weiter?

Jetzt kann man natürlich verzagt sein und sich fragen, ob wir Europäer mittlerweile so dekadent sind, dass jede Hoffnung für unsere Zukunft verloren ist.

In Österreich hat es nicht geklappt, in den Niederlanden nicht und jetzt auch in Frankreich nicht. Und in Deutschland wird es im September vermutlich nicht besser aussehen.

Doch ist nicht genau diese Verzagtheit Ausruck dieser Dekadenz, die wir nur zu gerne an anderen bemängeln? Wir sind die Erben Karl des Großen, Luthers und Bismarks und wir sitzen auf unserem bequemen Sofa, zappen uns durchs Fernsehen und hoffen, dass uns dort die Lösung aller Probleme präsentiert wird. Wir sind wie Fußballfans, die auf den Sieg ihrer Mannschaft hoffen.

Wen wundert es da, dass Europa in einem solch furchtbaren Zustand ist, dass manche meinen es wäre bereits verloren?

Was wir in Europa heute brauchen ist eine Konservative Erneuerung. Wir brauchen eine Rückkehr zu Werten, die funktionieren und eine Abkehr von falschen Werten, die nichts hervorbringen als eine dysfunktionale und sich selbst auflösende Gesellschaft. Wir müssen aufhören uns selbst zu hassen. Wir müssen wieder stolz sein auf unser Erbe und es für unsere Kinder bewahren.

Und das wird nicht von alleine passieren. So wie sich die Stämme der Franken nicht von selbst vereinten, so wie die Katholische Kirche nicht von selbst 95 Thesen entdeckte und sie für sich als wahr erkannte und so wie sich die deutschen Kleinstaaten nicht von selbst in einem Staat vereinten, so wird auch dieses Europa nicht von selbst zu seiner ureigenen Identität und zu originär europäischen Werten zurückfinden.

Damit das geschehen kann, muss jeder Einzelne von uns etwas tun.

Was du tun kannst?

Man muss nicht gleich in einer Partei mitarbeiten.

Viel wichtiger als irgendwelche Wahlen sind ohnehin die Medien. Man braucht keinen Doktor in Journalismus, um zu bemerken, dass die Massenmedien im Westen es mit der Neutralität meist nicht so genau nehmen und häufig sehr offensichtlich gewisse Meinungen als „richtig“ und andere als „falsch“ darstellen. Die Massenmedien sind das Rückgrat des Linksliberalismus. Hier kann man auch am einfachsten etwas tun:

  • Mache in deinem Freundes- und Bekanntenkreis dezent Werbung für alternative Medien. Also erschlage niemanden damit, aber verschicke zielgerichtet Links zu Artikeln in alternativen Medien an Leute, die sich genau für diese Information interessieren könnten oder spreche Leute direkt darauf an, wenn du etwas für sie interessantes im Internet gefunden hast. Diskutierst du gerne? Dann kannst du auch gerne mal den Mangel an Neutralität in den Medien zum Thema machen. Wenn du dich bei jemand gar nicht traust, ihm aber unbedingt einen total auf die Person passenden Artikel zukommen lassen möchtest, kannst du zur Not auch auf einen anonymen Remailer zurückgreifen und so deine Identität geheim halten. Anregungen für alternative Nachrichtenseiten findest du in meinem Artikel Übersicht alternativer Medien.
  • Spende regelmäßig für alternative Medien! Wie ich in meinem Artikel GEZ für alternative Medien bereits dargelegt habe, kann jeder einen Beitrag leisten, um alternative Medien bei der notwendigen Expansion finanziell unter die Arme zu greifen. Was sind schon 10 Euro im Monat?

Die Medien sind der Schlüssel zum Erfolg. Nur mit starken alternative Medien können wir etwas verändern. Sicher fallen dir noch mehr Dinge ein, die du tun kannst. Aber die beiden aufgeführten Punkte sind etwas, das wirklich jeder von uns tun kann.

Was hast du heute getan, damit die Zukunft besser wird als die Gegenwart?

Es gibt auch gute Nachrichten

In Schleswig-Holstein hat die AfD heute den Sprung in den Landtag geschafft. Sicher, mit weniger als 6% ist das Ergebnis eher dürftig. Aber es bedeutet nunmal auch, dass es in Deutschland nun mit Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern nur noch vier Länderparlamente gibt, in denen keine Opposition stattfindet. Für NRW könnte sich das schon in einer Woche ändern und auch in den Bundestag wird nach der Wahl im September höchstwahrscheinlich eine AfD-Franktion einziehen.

Weshalb eine Opposition so wichtig ist zeigt das folgende Posting.

Vielleicht wirst du jetzt sagen: „Das dauert zu lange“. Und du hast Recht. Aber oftmals vollziehen sich Änderungen schleichend und man muss konstant daran arbeiten und etwas aufbauen. Zudem ist das hier kein Wahlkampf, sondern ein Kulturkampf.

Durch die Präsidentschaftswahl haben mehr Menschen als jemals zuvor den Front National gewählt. Ebenso haben mehr Menschen als je zuvor die FPÖ und Geert Wilders gewählt. Das waren alles nicht die Ergebnisse, die wir uns gewünscht haben. Aber es war jedesmal ein teils gewaltiger Fortschritt.

Wenn wir gewinnen wollen, dann brauchen wir einen langen Atem. Die gesellschaftlichen, kulturellen und demographischen Probleme, die durch die irrsinnige linksliberale Politik der letzen 50 Jahre entstanden sind, werden uns leider so schnell nicht loslassen. Das einzig gute daran: Es bedeutet auch, dass jegliches heutige Engagement nicht verloren ist. Diese Probleme werden uns in nicht allzu ferner Zukunft um die Ohren fliegen und dann bedarf es einer starken Opposition, die diese Probleme schon immer kritisiert hat.

Helfen wir mit, sie aufzubauen!