Marine Le Pens Niederlage und wie es jetzt weiter geht

Das ist ein denkwürdiger Tag heute. Marine Le Pen hat es leider nicht geschafft. Sie gewann laut erster Prognose 35% der Stimmen und unterlag damit Emmanuel Macron, der 65% holte. Macron wird der nächste Präsident Frankreichs.

Marines Chancen waren von Anfang an mehr als gering. Aber auch ich habe es gehofft. Zu schön wäre es gewesen. Man stelle sich vor mit Frankreich würde sich eine der großen europäischen Kulturnationen wieder auf sich selbst zurück besinnen.

Einer der wichtigsten Staaten Europas würde wieder seinen Bürgern dienen. Frankreich würde nicht mehr weltfremden und selbstzerstörerischen Utopien hinterherlaufen und wieder für die Interessen seiner Bürger und zukünftiger Generationen von Franzosen streiten. Zu schön wäre es gewesen und wie gerne hätte man die Franzosen beglückwünscht und wie sehr hätte man sie beneidet.

Leider ist es nicht passiert.

Wie geht es jetzt weiter?

Jetzt kann man natürlich verzagt sein und sich fragen, ob wir Europäer mittlerweile so dekadent sind, dass jede Hoffnung für unsere Zukunft verloren ist.

In Österreich hat es nicht geklappt, in den Niederlanden nicht und jetzt auch in Frankreich nicht. Und in Deutschland wird es im September vermutlich nicht besser aussehen.

Doch ist nicht genau diese Verzagtheit Ausruck dieser Dekadenz, die wir nur zu gerne an anderen bemängeln? Wir sind die Erben Karl des Großen, Luthers und Bismarks und wir sitzen auf unserem bequemen Sofa, zappen uns durchs Fernsehen und hoffen, dass uns dort die Lösung aller Probleme präsentiert wird. Wir sind wie Fußballfans, die auf den Sieg ihrer Mannschaft hoffen.

Wen wundert es da, dass Europa in einem solch furchtbaren Zustand ist, dass manche meinen es wäre bereits verloren?

Was wir in Europa heute brauchen ist eine Konservative Erneuerung. Wir brauchen eine Rückkehr zu Werten, die funktionieren und eine Abkehr von falschen Werten, die nichts hervorbringen als eine dysfunktionale und sich selbst auflösende Gesellschaft. Wir müssen aufhören uns selbst zu hassen. Wir müssen wieder stolz sein auf unser Erbe und es für unsere Kinder bewahren.

Und das wird nicht von alleine passieren. So wie sich die Stämme der Franken nicht von selbst vereinten, so wie die Katholische Kirche nicht von selbst 95 Thesen entdeckte und sie für sich als wahr erkannte und so wie sich die deutschen Kleinstaaten nicht von selbst in einem Staat vereinten, so wird auch dieses Europa nicht von selbst zu seiner ureigenen Identität und zu originär europäischen Werten zurückfinden.

Damit das geschehen kann, muss jeder Einzelne von uns etwas tun.

Was du tun kannst?

Man muss nicht gleich in einer Partei mitarbeiten.

Viel wichtiger als irgendwelche Wahlen sind ohnehin die Medien. Man braucht keinen Doktor in Journalismus, um zu bemerken, dass die Massenmedien im Westen es mit der Neutralität meist nicht so genau nehmen und häufig sehr offensichtlich gewisse Meinungen als „richtig“ und andere als „falsch“ darstellen. Die Massenmedien sind das Rückgrat des Linksliberalismus. Hier kann man auch am einfachsten etwas tun:

  • Mache in deinem Freundes- und Bekanntenkreis dezent Werbung für alternative Medien. Also erschlage niemanden damit, aber verschicke zielgerichtet Links zu Artikeln in alternativen Medien an Leute, die sich genau für diese Information interessieren könnten oder spreche Leute direkt darauf an, wenn du etwas für sie interessantes im Internet gefunden hast. Diskutierst du gerne? Dann kannst du auch gerne mal den Mangel an Neutralität in den Medien zum Thema machen. Wenn du dich bei jemand gar nicht traust, ihm aber unbedingt einen total auf die Person passenden Artikel zukommen lassen möchtest, kannst du zur Not auch auf einen anonymen Remailer zurückgreifen und so deine Identität geheim halten. Anregungen für alternative Nachrichtenseiten findest du in meinem Artikel Übersicht alternativer Medien.
  • Spende regelmäßig für alternative Medien! Wie ich in meinem Artikel GEZ für alternative Medien bereits dargelegt habe, kann jeder einen Beitrag leisten, um alternative Medien bei der notwendigen Expansion finanziell unter die Arme zu greifen. Was sind schon 10 Euro im Monat?

Die Medien sind der Schlüssel zum Erfolg. Nur mit starken alternative Medien können wir etwas verändern. Sicher fallen dir noch mehr Dinge ein, die du tun kannst. Aber die beiden aufgeführten Punkte sind etwas, das wirklich jeder von uns tun kann.

Was hast du heute getan, damit die Zukunft besser wird als die Gegenwart?

Es gibt auch gute Nachrichten

In Schleswig-Holstein hat die AfD heute den Sprung in den Landtag geschafft. Sicher, mit weniger als 6% ist das Ergebnis eher dürftig. Aber es bedeutet nunmal auch, dass es in Deutschland nun mit Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern nur noch vier Länderparlamente gibt, in denen keine Opposition stattfindet. Für NRW könnte sich das schon in einer Woche ändern und auch in den Bundestag wird nach der Wahl im September höchstwahrscheinlich eine AfD-Franktion einziehen.

Weshalb eine Opposition so wichtig ist zeigt das folgende Posting.

Vielleicht wirst du jetzt sagen: „Das dauert zu lange“. Und du hast Recht. Aber oftmals vollziehen sich Änderungen schleichend und man muss konstant daran arbeiten und etwas aufbauen. Zudem ist das hier kein Wahlkampf, sondern ein Kulturkampf.

Durch die Präsidentschaftswahl haben mehr Menschen als jemals zuvor den Front National gewählt. Ebenso haben mehr Menschen als je zuvor die FPÖ und Geert Wilders gewählt. Das waren alles nicht die Ergebnisse, die wir uns gewünscht haben. Aber es war jedesmal ein teils gewaltiger Fortschritt.

Wenn wir gewinnen wollen, dann brauchen wir einen langen Atem. Die gesellschaftlichen, kulturellen und demographischen Probleme, die durch die irrsinnige linksliberale Politik der letzen 50 Jahre entstanden sind, werden uns leider so schnell nicht loslassen. Das einzig gute daran: Es bedeutet auch, dass jegliches heutige Engagement nicht verloren ist. Diese Probleme werden uns in nicht allzu ferner Zukunft um die Ohren fliegen und dann bedarf es einer starken Opposition, die diese Probleme schon immer kritisiert hat.

Helfen wir mit, sie aufzubauen!

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Ein Gedanke zu “Marine Le Pens Niederlage und wie es jetzt weiter geht

  1. „Zudem ist das hier kein Wahlkampf, sondern ein Kulturkampf.“

    So habe ich das noch nicht gesehen… treffend!

    Da Wahlen sowieso nie etwas ändern werden, kann man wenigstens den Kulturkampf mit der Stärkung der geeigneten Partei vorantreiben.

    Leider gibt es diesbezüglich nur eine Alternative Partei, welche wenigstens noch in einigen Punkten konservative Ansichten vertritt.

    Verändern wird diese aber leider auch nichts.
    Versteht mich nicht falsch – es ist nicht die falsche Partei, sondern der nicht vorhandene Einfluss des gesamten Politiksystems auf das Wohl der Bürger.

    Wirtschaft > Politik > Bürger

    Gefällt 1 Person

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