Herren des Feuers

Eigentlich ist dieses Blog ja werbefrei. Aber ein Leser hat mich auf den neuen Werbepot „Herren des Feuers“ von Edeka hingewiesen. Und was soll ich sagen?

Dafür mache ich gerne mal eine Ausnahme:

Ist es nicht herrlich? Wie man in so etwas scheinbar banalen wie einem Grill-Werbespot soviele konservative Ideen unterbringen kann. Und dann auch noch so wunderbar lyrisch verpackt.

Das ist mehr als nur ein Werbespot. Es ist eine Absage an eine verrückt gewordene Welt und es spricht etwas im Grunde unseres Seins an, das die Linken nur zu gerne verleugnen und verstecken. Etwas, das jeder von uns in sich trägt und das sich keiner Ideologie beugt.

Die Jagd, der Wille zu überleben, die Faszination für das Feuer und die Gemeinschaft, die um das Essen und das Feuer entsteht! Es ist alles da. Einfach großartig!

Am meisten fasziniert mich aber, wie sich solche politisch inkorrekten Ideen im Subkontext des Mainstreams verbreiten. In letzter Zeit nehme ich das immer öfter wahr. Und das ist sehr spannend, denn genauso fängt jede Idee einmal an, die ein Momentum entwickelt.

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9 Gedanken zu “Herren des Feuers

    • Es ist tatsächlich „politisch unkorrekter“ als man auf den ersten Blick denkt. Es lohnt sich das Video ruhig mehrmals anzuschauen.

      Ich habe erst überlegt es im Artikel zu analysieren, aber ich hab dann entschieden ich lasse es einfach mal so für sich stehen.

      Der Spot beginnt schon mit dem Wort „Gott“ und dem brennenden Dornbusch. Es wird erwähnt, dass die Flamme aus Knaben Männer macht. Also eine Referenz auf Rituale der Mannwerdung. Die Jagd wird gezeigt, voll uriger Leidenschaft beschrieben und damit ein echter und seiner Rolle verpflichteter Mann.

      „Man versammelt um die Flamme sitzt, krönt sie den zum Schöpfungskönig, der die größte Feuerkraft besitzt“. Kann man als eine Referenz auf Hierarchie und männliches Konkurrenzgebahren verstehen. Du musst dich durchsetzen, du musst der größte sein. Dein Grill ist ein Stück Männlichkeit. Lass dir da von keiner Frau reinpfuschen (es heißt ja auch Herren des Feuers und nicht Herrinnen und Herren des Feuers).

      Er sagt der Mann wird kultiviert und aufgeklärt. Aber das Feuer bleibt und damit ein Teil dieses Urigen und Männlichen.

      Aber heute ist es anders. „Was ist bloß draus geworden? Ein Puppenfest, ein Barbie Q“. Er kritisiert auch das Essen was gegrillt wird. Man kann es als eine Werbung für Fleisch (was ja auch schon die Veganer zum Heulen bringt) oder aber tiefgründiger und umfassender als Kritik an einer verweichlichten Gesellschaft auffassen. Und dann wird die Szene gestürmt von den nicht verweichlichten Vorfahren.

      Aber das beste ist was am Schluss gesprochen wird und vor allem die Mimik des Sprechers. Der Sprecher wirkt weise, selbstbewusst und hat dem modernen Grillmeister gegenüber ein etwas väterliches Auftreten. Man könnte es durchaus so interpretieren, dass er ihm seine Männlichkeit zurück gibt und Zufriedenheit macht sich breit im Gesicht des Sprechers, als der Grillmeister die Nachricht verstanden hat.

      Gefällt 3 Personen

  1. Auf den ersten Blick empfand ich den Werbespott als reißerische Augenwischerei. Dann fiel mir aber auf, wie kraftvoll die Stimmung des Werbefilms ist.
    Diese kraftvolle Stimmung fehlt mir oftmals in modernen Kinofilmen. Insbesondere heutige Ritterfilme haben nicht mehr diese Kraft. Besonders negativ fiel mir in dem Zusammenhang die Robin Hood Verfilmung vor ein paar Jahren auf (mit Russel Crowe).
    In dem Edeka Werbefilm schaffen es die Macher des Werkes verschiedenste Eckpunkte der Geschichte einzuflechten. Besonders schneidig sahen dann die Männer in ihren (vermutlich napoleonischen) Uniformen aus.

    Gefällt 2 Personen

    • Da hast du einen guten Punkt mit der Stimmung. Oft fehlt einfach das Pathos. Und dann werden Filme ja schon kritisiert, wenn es keine weibliche Hauptrolle gibt oder die Frauen zu wenig Text.

      Noch schlimmer finde ich es, wenn Frauen zwanghaft in Szenen reingeschrieben werden. Bestes Beispiel hier aus „Herr der Ringe“:

      Da kommt ein Heer von erfahrenen und austrainierten Kriegern zur Schlacht zusammen. Aber das Madel, das noch nie ein Schwert in der Hand hatte muss auch dabei sein. Frauenquote ist noch nicht erfunden, also muss sie sich halt verkleiden, kann ja nicht angehen, dass ihr bei der Schlacht eventuell noch etwas „Male Privilege“ entgeht.

      Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Red Pill Werbung ist die Ausnahme – Rote Pille Blog – von Frauen und Männern im Westen

  3. Ein sehr schönes Blog hast du hier aufgemacht. Habe ich gleich mal permanent verlinkt und abonniert.

    Viel Erfolg weiterhin und danke für den Artikel nebst erhellendem Video. Interessant zu sehen, wie dieser Ex-Tante-Emma-Laden mittlerweile fast anarchisch agiert. Die trauen sich was – und das ist auch gut so.

    Momentan denke ich, wie du es ja gut beschrieben hast, dass wir in einer Zeit der schleichenden Paradigmenwechsel leben. Selbst die Medien tauen sukzessive langsam auf und das ist auch gut so!

    Allerdings dürfte es noch ein paar Dekaden dauern, bis die, bis zur Verweichlichung erzogenen Männer sich -endlich- wieder auf sich selbst besinnen werden (ich gehörte lange Jahre auch zu dieser Zielgruppe)

    Spätestens dann werden die Feministinnen wieder aus ihren Löchern gekrochen kommen, in denen sie zwischen Männerhass und der politischen Korrektheit beim Werfen der Teddybärem verharren. Aber dann stehen diese hoffentich vor einer Phalanx von sich wehrenden Männern, die nicht zulassen werden, dass sich die Entwicklung seit den 70ern erneut wiederholt.

    Um nicht missverstanden zu werden: Ich will nicht in die Steinzeit zurück, zumal diese aktuell millionenfach importiert wird. Aber ich wundere mich, dass viele Frauen, die Männer als Abschaum betrachten, nun nach dem starken Kerl an ihrer Seite rufen.

    „We didn’t start the Fire“, so sang es Billy Joel einst und unsere Fast-‚Omas‘ halten sich nun s.g. ‚Fluchtsuchende‘, vor denen ein Großteil der Menschen Flucht sucht als Schoßhündchen; im festen Glauben daran, dass er sie wirklich auch liebt.

    Wie dumm muss man als „Fat-Wale“ wohl sein, um sich in solche Verzweiflungstaten zu stürzen? „Bezness“ as usual – oder was? 1.000 & eine Nacht … und es hat Bumm gemacht. (sorry, bin etwas vom Thema abgekommen)

    Besten Gruß vom Nachbarblog
    Emannzer

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    • Danke für das Lob. Hab dich ebenfalls abonniert, damit solltest du dann auch zufallsgesteuert in meinem „Blogs I Follow“ Widget auftauchen.

      Es ist immer gut sich mit anderen Bloggern zu vernetzen. Der einzige Gegner ist schließlich die Mainstream-Presse.

      Gefällt 2 Personen

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