Shadowban: Twitter drangsaliert ungenehme Benutzer mit perfider Zensurmaasnahme

Gerade jetzt vor der anstehenden Bundestagswahl fürchtet sich die deutsche Regierung vor aufmüpfigen Bürgern und ihren von der Regierungslinie abweichenden Meinungsäußerungen in den Sozialen Medien, wie man es sonst nur vom Sultan vom Bosporus kennt.

Schon öfters fallen einem auf Twitter solche Profile auf:

withheldingermany

In Deutschland gesperrter Twitter Account

Die Inhalte dieser Profile können dann innerhalb Deutschlands nur noch mithilfe eines Proxys eingesehen werden.

Manche User werden sogar komplett von Twitter verbannt. So geschehen dem Twitter-Nutzer Kolja Bonke. Er betrieb einen Twitter Kanal mit über 4000 Followern, auf dem er offizielle Polizeimeldungen über kriminelle Handlungen von Flüchtlingen und illegalen Einwanderern unkommentiert postete. Für dieses „Vergehen“ wurde er von Twitter komplett und unwiderruflich gesperrt.

Seitdem ist er beim Twitter-Konkurrenten gab.ai unterwegs.

kolja

Solidaritätsaccounts auf Twitter für Kolja Bonke

Als ob das für eine Demokratie noch nicht skandalös genug wäre, bedient sich Twitter jetzt einer noch perfideren Zensurmaasnahme: Dem sogenannten „Shadowban“, der auf Twitter gerade heiß diskutiert wird. Auch Danisch spekuliert, ob er davon betroffen ist.

Unterliegt ein User einem Shadowban, so wird er darüber nicht informiert und für ihn sieht alles normal aus, seine Follower und andere Benutzer hingegen sehen nicht alle oder gar keine seiner Nachrichten.

Man kann so einen Shadowban natürlich unterschiedlich umsetzen. Je mehr Tweets man versteckt, desto weniger Reichweite verbleibt dem zensierten Benutzer. Je weniger man versteckt, desto schwerer ist der Shadowban zu erkennen und desto einfacher kann man behaupten, das ganze wäre nur ein technisches Problem.

Wenn man ganz dreist ist, kann man sogar behaupten, nicht angezeigte Tweets wären das Resultat magischer Algorithmen, die versuchen nur die relevantesten Tweets anzuzeigen. So kann man seine Hände von jeder Schuld rein waschen und wer nicht angezeigt wird, der ist eben nicht relevant genug oder sein Content taugt nichts. Hat man die Leute einmal darauf konditioniert, so kann man in Zukunft nach Lust und Laune zensieren und jeder Regierung in den Hintern kriechen, sofern sie einem nur genug wirtschaftliche Anreize dafür liefert.

Mit dem Tool Shadowban Tester kann man herausfinden, ob ein Twitter Account dem Shadowban unterliegt.

Hier das Ergebnis der regierungskritischen deutschen Zeitung „Junge Freiheit“:

jf-shadowban

Die Junge Freiheit unterliegt dem Shadowban

Nutzt man die Suchfunktion von Twitter, um nach der Jungen Freiheit zu suchen, so findet man viele Tweets über die Zeitung aber keinen einzigen, der vom Account der Jungen Freiheit abgesetzt wurde.

Eine Zensur findet statt! Quo vadis, Deutschland?

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4 Gedanken zu “Shadowban: Twitter drangsaliert ungenehme Benutzer mit perfider Zensurmaasnahme

  1. Erstmal ist es ja gut, dass es eine freiheitliche Alternative zu diesem Twitter gibt.

    Aber daneben gibt es eine Möglichkeit, mit der man solche Zensurmaßnahmen umgehen kann:
    Männliche Politik.
    Wie ich schon desöfteren sagte, bedeutet männliche Politik, dass man das in den Mittelpunkt stellt, was man befürwortet, was man haben will, was man anstrebt.

    Denn es wird doch eigentlich nur weibliche Politik zensiert, d.h. wenn man etwas in den Mittelpunkt stellt, was man ablehnt.
    Dieser Kolja Bonke ist ein Beispiel: Er hat etwas in den Mittelpunkt gestellt, was er ablehnt (und nebenbei hat er dazu beigetragen, dass solche Probleme zur Normalität werden, so nach dem Motto „Man kann ja eh nichts machen“. Ich habe ja auch mal einen Artikel darüber geschrieben).
    Warum hat er nicht das in den Mittelpunkt gestellt, was er befürwortet? Warum hat er keine Lösungen und Alternativen in den Mittelpunkt gestellt?
    Die „Junge Freiheit“ ist auch so ein Beispiel. Erstmal schreibt diese Zeitung sehr viel von den Mainstream-Medien ab, stellt Probleme und Misstände in den Mittelpunkt, zeigt aber keine Lösungen und Alternative auf. (Deswegen lese ich diese Zeitung auch nicht. Sie ist auch nicht das, was ich unter einem alternativem Medium verstehe).

    Wenn man also auf Twitter keine weibliche Politik mehr machen kann, muss man entweder männliche Politik machen und/oder auf freiheitliche Alternativen ausweichen.

    Gefällt 1 Person

    • Du kannst den Link zu deinem Artikel gerne hier posten.

      Mir fallen dazu noch die Begriffe Herrenmoral und Sklavenmoral ein. Du hast recht, wir müssen öfters und bestimmter sagen was wir wollen. Das ist tatsächlich das große Problem der meisten Konservativen. Wir sagen nur was wir nicht wollen und dadurch erlauben wir den Linken den Rahmen jeder Diskussion zu bestimmen.

      Dennoch finde ich gut was Kolja Bonke macht. Ich finde es irgendwie auch langweilig und für mich wäre das nichts. Aber man muss auch auf Misstände aufmerksam machen. Lösungen zu nennen wäre zudem viel gefährlicher für ihn persönlich (das ist schließlich sein echter Name). Und vielleicht wäre ja der Punkt gekommen, wo die Zahl seiner Follower förmlich explodiert wäre.

      Und die männliche Politik können ja andere machen. Arbeitsteilung eben. Und da fehlt es natürlich noch. Da bräuchte man so eine Art deutschsprachiges RoK um solche Ideen überhaupt wieder in die Gesellschaft zu tragen.

      Aber das Krasse ist halt, dass man ihn mundtot gemacht hat obwohl er nur offizielle Polizeiberichte postet.

      Was Twitter angeht stimme ich dir nicht zu. Wenn dann muss man beides machen. Man ist ja auf Twitter weil dort alle sind. Wenn wir uns auf Twitter verjagen lassen, dann erreichen sie genau das was sie wollen. Twitter ist wieder ein „sauberer“ Ort, wo legitime aber abweichenden Meinungen nicht geäußert werden. Sie machen hier nichts anderes als der Opposition die Möglichkeit zu nehmen, für ihre Ideen zu werben. Wie in einer beschissenen Diktatur eben.

      Ich bin zur Sicherheit auch auf gab.ai, aber da sind halt nur die Leute, die auf Twitter zensiert werden. Wenn man was verändern will, muss man aber an die Masse herantreten. Und die ist nun mal auf Twitter und Facebook.

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      • Das hast Du gut erkannt: Wenn man das in den Mittelpunkt stellt, was man ablehnt, bleibt das auf der Strecke, was man befürwortet.
        Und dann kann sich nichts ändern und verbessern.

        Das, was Kolja Bonke macht, machen die PI-News auch.
        Diese Seite ist doch eine Ansammlung kopierter Zeitungsartikel (aus den Mainstream-Medien) und Polizeipresseberichten.
        Es ist doch nicht so, dass diese Misstände verschwiegen werden. Die Mainstream-Medien und die Polizeipresse berichten doch ständig darüber (wenn das nicht so wäre, gäbe es so Seiten wie PI-News gar nicht).
        Und wenn einer das Bedürfnis hat, täglich 200 Artikel zu lesen, in denen über diese Misstände berichtet wird, kann er ja bei den PI-News vorbeischauen.
        Allerdings kann und wird sich nichts ändern, solange niemand über Lösungen und Alternativen spricht.

        Ich finde, jeder Mann sollte zumindest eine männliche Einstellung haben und wenn er Politik macht, sollte er männliche Politik machen.
        Ich finde z.B. diesen Artikel sehr gut: https://neokonservativ.wordpress.com/2017/06/04/feministische-kindesmisshandlung/
        Du hast über ein Problem gesprochen, hast aber auch eine Lösung/Alternative aufgezeigt.
        So ist es richtig. So macht ein Mann das.

        Was dieses Twitter angeht, sehe ich nur zwei Möglichkeiten:
        Man äußert sich dort so, dass man nicht zensiert wird. Wenn z.B. „islamkritische“ Äußerungen zensiert werden, äußert man sich nicht mehr über den Islam, sondern stellt seine eigene Religion in den Mittelpunkt.
        Wenn man z.B. ein Christ ist, findet man bei RoK sehr interessante Artikel über das Christentum, die einem als Anregung dienen können.
        Und diese Ideen kann man dann über Twitter in die Gesellschaft tragen, ohne dass es zensiert wird.
        Die andere Möglichkeit ist, dass man ganz gezielt Reklame für die freiheitlichen Alternativen macht. So nach dem Motto „Verbotene Früchte schmecken am besten“.

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      • An dem Artikel hattest du auch einen Anteil. Ich hab das ursprünglich schon in der Seite „Über dieses Blog“ hier (die ich grade ein wenig überarbeitet habe) geschrieben, aber vor lauter Attacke verliert man das Ziel manchmal leicht aus den Augen. Ich bin sehr froh und dankbar, dass du mich daran erinnert hast.

        Als ich dann den besagten Artikel geschrieben habe, da hatte ich deine Kritik im Hinterkopf.

        Das mit PI-News geht mir mittlerweile auch so. Da lese ich lieber RoK oder schreibe hier einen Artikel.

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