Der feministische Geheimdienst

Danisch schreibt von einer neuen und äußerst fragwürdigen Idee aus dem Dunstkreis der Grünen. Die ihnen nahe stehende Heinrich-Böll-Stiftung betreibt die Website Agent*In. Dabei handelt es sich um ein Wiki, das versucht Hintergrundinformationen zu allen antifeministische Organisationen und Personen zu liefern und sie miteinander in Zusammenhang zu bringen.

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Die Seite ist unterteilt in die Hauptkategorien Personen, Organisationen, Ideologien und Kampagnen. Dort finden wir dann vor allem Informationen zu christlichen, genderkritischen, feminismuskritischen und neomaskulinen Organisationen und Protagonisten, die namentlich aufgeführt werden.

Unschöne Erinnerungen

So praktisch es auf den ersten Blick auch scheinen mag, dass jemand sich die Mühe macht eine Liste all dieser mutigen und überaus bewundernswerten Leute zu erstellen, so beängstigend ist es auf den zweiten Blick.

Nun ist es ja so, dass dieser ganze Feminismuszirkus immer totalitärere Züge annimmt. Selbst die Leute, die diesem Blödsinn von ihrem Menschenschlag und ihrer Sozialisation her schon mal grundsätzlich eher kritisch gegenüber stehen trauen sich höchstens noch in Form von gelegentlichen und fein dosierten Witzen Kritik zu üben.

Alles andere ist ja auch gefährlich und könnte den Job kosten und zudem das Finden eines neuen Jobs nicht unbedingt einfacher machen. Denkt man an die gewalttätigen Attacken auf Häuser und Autos von Vertretern der AfD, dann wird einem auch bewusst, dass hier noch viel Potential für sehr hässliche Eskalationen ist.

Und in diesem aufgeheizten politischen Klima erstellt die Heinrich-Böll-Stiftung nun eine Liste ihrer politischen Gegner. Das ist mehr als nur bedenklich. Das weckt übelste Erinnerungen an die DDR und an die Unterdrückung durch die Stasi. Solche Gegnerlisten kennt man aus Diktaturen und von gewaltbereiten Extremisten.

Hier geht es nicht mehr darum, den politischen Gegner im demokratischen Meinungskampf mit besseren Argumenten zu stellen. Wem es darum geht, der erstellt Listen von Ideen und Argumenten und keine Listen von Menschen. Hier geht es darum, den Gegner für seine „falschen“ Ansichten an den Pranger zu stellen.

Das für sich alleine ist noch kein Aufruf zur Gewalt. Doch leicht kann es von den falschen Leuten als eine derartige „Inspiration“ aufgefasst werden und wie Hamburg gezeigt hat, herrscht ja nun wirklich kein Mangel an gewaltbereiten Linksextremisten.

Vor diesem Hintergrund muss sich die Heinrich-Böll-Stiftung fragen lassen, ob sie weiß, was sie da tut und ob sie für möglicherweise daraus erwachsende Konsequenzen moralisch verantwortlich sein möchte.

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4 Gedanken zu “Der feministische Geheimdienst

  1. Die Links-Gruenen verhalten sich wie eine Sekte. Die traeumen davon, dass sie – wie in Game of Thrones – ihre Gegner nackig durch die Stadt treiben und alle bruellen Shame Shame Shame. Vielleicht sollten die die Serie mal weiter gucken. Die Revanche der ‚Cersei‘ ist brutal aber sehr befriedigend.

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  2. Ich persönlich habe jetzt keine großen Probleme mit der Liste. Die Kampfbegriffe haben sowieso jede Bedeutung verloren.
    Auch denke ich nicht, dass man die Liste direkt für Gewalt gegen die Leute verantwortlich machen kann.. Die linken Chaoten finden ihre Ziele auch so, dass ist leider etwas womit man leben muss. Sich gegen den Strom zu stellen war schon immer riskant, doch es ist nötig.

    Gefällt 1 Person

    • Nun ja, du hast natürlich Recht, dass das mit der Zuordnung von Gewalt nicht so einfach ist. Aber wenn ich so eine Liste auf meinem Blog hätte und es würde etwas passieren, dann hätte ich da ein sehr schlechtes Gefühl.

      Und die Vergangenheit zeigt, zu was solche Listen alles missbraucht werden können. Deshalb sehe ich es sehr kritisch, Listen politischer Gegner anzulegen. Man darf Ideen bekämpfen aber nicht Personen.

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  3. Pingback: Wie bekloppt sind die eigentlich? | neokonservativ

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