500 Jahre Reformation

Schon den ganzen Tag überlege ich, ob ich etwas zum heutigen Reformationsjubiläum schreiben soll.

Aber ehrlich gesagt: An Luther trau ich mich nicht ran. Dafür hab ich viel zu wenig von ihm und über ihn gelesen. Und Luther ist nicht irgendein Thema. Dieser Mann hat nicht nur die Bibel ins Deutsche übersetzt. Wenn man die Lutherbibel liest, dann fallen einem immer wieder vertraute deutsche Wendungen auf. Der Grund dafür ist einfach: Luther hat die deutsche Schriftsprache mit seiner Bibelübersetzung überhaupt erst geschaffen. Generationen deutscher Denker haben dieses Buch gelesen. Und sie alle wurden von ihm und seiner Sprache geprägt.

Glücklicherweise hilft mir die Junge Freiheit aus meinem Dilemma und bringt heute ein äußerst lesenswertes Interview mit Dr. Heimo Schwilk, einem echten Lutherexperten: Er war ein konservativer Denker

Besonders gut gefällt mir folgende Aussage:

Die Vorstellung eines zürnenden Gottes war ihm mindestens so selbstverständlich wie das Liebes- und Erlösungsangebot Christi. So gesehen ist mein Buch auch gegen die Linie der Luther-Beauftragten Margot Käßmann gerichtet. Es zeigt den „harten“, den „paulinischen-augustinischen“ Luther, statt der weichgespülten Version, die uns von offizieller Seite präsentiert wird.

Zu einem ähnlichen Schluss komme ich, wenn ich mir die ersten von Luthers 95 Thesen anschaue.

Mir war diese ganze Alles-Ist-Gut-Mach-Was-Du-Willst-Hippie-Soße des zeitgenössischen Christentums schon immer sehr suspekt. Das klingt immer so nach einem völlig idiotischen Wohlfühlprogramm und man hat den Eindruck, dass man die Kinderversion des Christentums nie hinter sich gelassen hat.

Überhaupt hat man heute den Eindruck, dass die meisten Kirchen ihre Aufgabe nicht mehr darin sehen, die Aussagen der Bibel zu verstehen und nach außen zu tragen. Vielmehr scheinen sie damit beschäftigt zu sein, die Bibel und speziell die „krasseren“ Aussagen im Sinne der herrschenden politischen Moral umzudeuten.

Gerade die EKD ist in meinen Augen nur noch der spirituelle Arm der Grünen und ein schreckliches Beispiel dafür, wie eine moralische und religiöse Institution verfällt und sich ins Gegenteil dessen kehrt, was sie eigentlich sein sollte.

Herr Schwilk bringt das im Interview dann auch sehr schön auf den Punkt:

Also ist die Evangelische Kirche in Deutschland nicht mehr die Kirche Luthers?

Schwilk: Ich denke nein. Mir erscheint sie eher wie ein esoterischer Winkelverein für Leute, die gerne spirituell „kuscheln“ und eine Gemeinschaft ohne jede biblische Verbindlichkeit erleben wollen. Ein dünner Aufguß aus Pazifismus, Welt­umarmung, Sozialgläubigkeit. Nicht nur „Ehe für alle“, sondern auch Verständnis für alles und jedes, auch wenn es im Gegensatz zur geoffenbarten Wahrheit steht. Der heutige Protestant widmet sich lieber gesellschaftlich-emanzipatorischen Problemen als der Herausforderung des Glaubens, seinem Seelenheil.

Zum Ausklang des Tages noch Luthers heute von manchen Hippie-Christen als politisch unkorrekt betrachtetes Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“. Ein wunderschönes deutsches Kulturgut, wenn ihr mich fragt:

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Claudia Roth fordert Bundestagsabgeordnete auf, öfters mal am Arbeitsplatz zu erscheinen

Fast wäre die Nachricht an mir vorbei gegangen. Der dümmliche Titel Ich bin die Pro-Demokratie-Claudia muss mich wohl abgeschreckt haben. In Kombination mit Claudia Roths Visage denke ich beim Anblick dieser Story erstmal auch unweigerlich eher an einen neuen Horrorschocker von Stephen King, denn an eine seriöse Nachricht aus dem politischen Berlin.

Und als ich mich dieser Story vor ein paar Tagen mithilfe meiner Maus und dem Schließen-Button meines Browser-Tabs in einem Akt der affektiven Notwehr entledigt hatte, da ist mir doch etwas Wichtiges entgangen.

Auch wenn mich das Bild von Frau Roth jetzt noch gruselt, so habe ich mich schweren Herzens überwunden, den Artikel trotzdem zu lesen (für alle, die Claudia zu sehr triggert: man kann in den meisten Browsern die Anzeige von Bildern auch ausschalten).

Und was soll ich sagen, das ist ja mal hochinteressant.

Die am 24. Oktober frisch gewählte Bundestagsvizepräsidentin Roth fordert doch tatsächlich, dass der Bundestag zukünftig transparenter arbeiten soll:

„Ich halte es für sinnvoll, die Sitzungen der Parlamentsausschüsse künftig öffentlich abzuhalten.“

Natürlich mit dem erklärten Ziel, die böse AfD zu demaskieren, die laut unserer geschätzten Claudia keine wirklichen Vorschläge hat und nur Fundamentalopposition macht.

Da muss man sich mal fragen, was für eine Opposition die Grünen eigentlich die letzten vier Jahre gemacht haben. Man könnte das von unserer geliebten Sonnenblumenpartei Dargebotene vielleicht als Schlafwagenopposition bezeichnen. Oder wie wäre es mit Präsenzopposition? Oder verzichten wir doch einfach mal ganz auf das Wort Opposition, da es in diesem Kontext ohnehin fehl am Platze ist und bezeichnen die Fraktion der Grünen im letzten Bundestag einfach als „Parlamentarische Beobachter“.

Aber lassen wir das Grünen-Bashing mal für einen Moment beiseite. Man kann sich schon fragen, warum erst die AfD kommen muss, damit man sich im Bundestag mal überlegt, wie man transparenter und bürgernäher werden kann. Ist die AfD am Ende vielleicht sogar die „Pro-Demokratie-Partei“, um mal Claudias im aufreibenden und letztlich leider abgebrochenen Studium der Theaterwissenschaften erworbenes profundes sprachliches Können zu bemühen?

Noch besser wird es, als Claudia Roth die Abgeordneten der anderen Fraktionen ermahnt:

Die Kolleginnen und Kollegen werden häufiger im Plenum sein müssen.

Der Grund für diese Aussage ist einfach: Unsere Claudia befürchtet, dass die AfD im Internet Bilder aus dem Plenarsaal des Bundestags verbreitet, in dem die Plätze der AfD alle besetzt sind, während in den Reihen der Konkurrenzfraktionen gähnende Leere herrscht.

Was soll man dazu sagen? Das ist in der Tat eine sehr verlockende Idee. Mit so einem Bild auf der Festplatte, einem Grafikprogramm und ein wenig Kreativität kann man eine ganze Serie von lustigen Meme-Bildern für die Facebook-Seite zaubern. Wer könnte es den Kreativen bei der AfD schon verdenken?

Dabei sollte es doch eigentlich selbstverständlich sein, dass man als Abgeordneter regelmäßig an den Sitzungen des Parlaments teilnimmt. Möchte man böse sein, dann könnte man sich jetzt fragen, wie es wohl um die Arbeitsmoral der Abgeordneten bestellt ist, wenn einer Grünen solche Ermahnungen nötig erscheinen.

Zu guter Letzt fordert jetzt auch Claudia Roth, dass die politische Debatte in Zukunft wieder im Bundestag statt in den Talkshows der Republik stattfinden sollte.

Da frage ich mich unweigerlich, warum die Grünen nicht irgendwann in den vergangenen vier Jahren schon auf diese brillianten Ideen gekommen sind.

Einfach abends öfters mal die bunten Pillen von Crystal Beck links liegen lassen, nicht so lange ausschlafen, dafür ab und zu mal im Plenum aufschlagen und die Debatte zurück in den Bundestag holen. So schwer kann das doch nicht sein, wenn man ohnehin ein Bundestagsmandat in der Tasche hat.

Aber vermutlich tue ich den Grünen auch Unrecht und sie hatten sich die letzten vier Jahre nur voller Arbeitseifer in ihre Büros zurückgezogen, wo sie unter größter Anstrengung all die „wirklichen inhaltlichen Vorschläge“ ausgearbeitet und mehrfach durchgerechnet haben, für die sie im ganzen Land so bekannt sind.

5 gefährliche Ideen, die den Westen zersetzen

Es gibt Momente, da erfahren wir in einem Gespräch, dass manche Zeitgenossen wahrlich merkwürdig ticken. Man hält die Leute für völlig normal. Sie gehen ihrer Arbeit nach und machen einen total vernünftigen Eindruck. Sie haben ähnliche Hobbies wie man selbst und öfters ist man bei unpolitischen Themen sogar einer Meinung. Man findet sie regelrecht sympathisch.

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Und dann plötzlich fällt mitten im Gespräch ein Satz, der einen aus den Socken haut. Mit einem Mal wird einem bewusst, dass mehr Leute als man sich vorstellen kann und will den Mist verinnerlicht haben, der seit Jahrzehnten in den Medien propagiert wird.

Diese Leute glauben Dinge, die diametral gegen ihre eigenen Interessen gerichtet sind und haben sie sich teils sogar als einen moralischen Grundsatz zurechtgelegt. Man spürt, sie fühlen sie sich toll und moralisch überlegen, wenn sie diesen Blödsinn vertreten.

Schauen wir uns 5 dieser merkwürdigen Ideen einmal genauer an.

1. Die Erde wäre ohne uns Menschen ein besserer Ort

Es gibt Leute die glauben, dass die Erde ein besserer Ort wäre, wenn wir Menschen gar nicht existieren würden. Das ist wirklich kein Witz! Diese Leute sind überzeugt, wenn sie selbst und wir anderen alle nicht existieren würden, dann wäre hier auf dieser Welt alles viel besser.

Man will diese Leute nur packen und ihnen links und rechts eine Ohrfeige verpassen, bis sie wieder zu Verstand kommen. Aber selbst das würde nichts helfen. Es ist einfach nur bizarr.

Aber wie kommt man auf so einen absurden Gedanken?

Wir alle sind weit entfernt von der eigentlichen Natur aufgewachsen. „Natur“ kennen wir meist nur aus dem Fernsehen und aus dem Zoo. Auch die Mühen, die mit dem Leben außerhalb der Zivilisation verbunden sind, sind uns völlig fremd.

Wir leben ein privilegiertes Leben. Dies ermöglicht uns alle Fehler des Menschen und der Zivilisation peinlich genau zu betrachten und uns eingehend damit zu befassen, während wir uns in unseren Köpfen zugleich ein durch und durch romantisches Bild der Natur schaffen.

Zudem werden wir von Kindheit an mit Ängsten bezüglich Klimawandel und Umweltzerstörung zugedröhnt. Die Ökoapokalypse ist immer nur einen Augenblick entfernt. Und das schon seit den 70ern.

Jahrzehnte der Umweltpanikmache haben ihre Spuren hinterlassen.

Die Natur aber ist kein Ort der Romantik. Die Natur ist ein Ort des ununterbrochenen Kampfs ums Überleben. Jedes Tier und jeder Mensch – der außerhalb der Zivilisation lebt – ist diesem gnadenlosen Kampf ums Dasein unterworfen.

Das folgende Video ist nur etwas für Leute mit starken Nerven und zeigt einen Komodo, der seine Beute langsam und bei lebendigem Leib frisst:

Das ist die Natur! Man muss sich das wirklich auf solch drastische Weise wieder verdeutlichen. Solche Videos gibt es heute zuhauf im Internet. Auch Wölfe, Löwen und andere Raubtiere fressen ihre Beute oftmals wenn diese noch am Leben ist. Ethische Grundsätze, die ein schnelles und möglichst schmerzfreies Töten der Beute fordern sind eine reine Erfindung des Menschen.

Viele Raubtiere fressen ihre Beute zudem gerne wie der hier gezeigte Komodo von hinten. Das hat zwei sehr praktische Gründe:

  1. Bei der Verfolgung ist das Hinterteil des Beutetiers dem Raubtier am nächsten und da kommt es dann natürlich auch zuerst mit seinen Krallen und Zähnen heran
  2. Hinten ist das Tier weicher und es sind weniger Knochen im Weg

Sehr praktisch also. Dumm nur für das Beutetier, dass sich in seiner hinteren Körperhälfte keine direkt lebenswichtigen Organe befinden und es so einen langsamen und äußerst leidvollen Tod vor sich hat.

Ich will hier nicht abstreiten, dass die Natur von überwältigender Schönheit ist. Aber um das genießen zu können, muss man eben das Privileg haben, nicht Teil dieses Überlebenskampfes sein zu müssen. Und dann vergisst man leider leicht, dass das da draußen nun einmal kein Kuschelparadies, sondern eine sehr brutale und unnachsichtige Welt ist.

Unsere Vorfahren brauchten Jahrtausende, um sich dieser grünen Hölle zu entziehen, die wir heute so romantisch verklären. Und was wäre dieser Planet ohne uns Menschen?

Es gäbe keine großartigen Bauwerke, keine Wissenschaft, keine Erkenntnis und keine Philosophie. Ja es gäbe noch nicht einmal eine Moral, die jene, die sich in ihrer Selbstverleugnung für so schrecklich klug halten, gebrauchen könnten, um uns zu erklären, wie falsch und furchtbar es ist, dass wir existieren.

2. Man muss eine Frau respektieren nur weil sie eine Frau ist

Im Westen ist es heute für uns Männer nicht mehr opportun, Frauen zu kritisieren. Man hat uns beigebracht, Frauen zu respektieren, egal was sie tun und egal wie sie sich verhalten.

Eine Frau ist nachts um 2 sternhagel voll und läuft betrunken durch die Stadt? Sie hat doch nur ein wenig Spaß!

Eine Frau ist schwanger und weiß nicht wer der Vater ist? Kann ja mal passieren, wer bist du, darüber zu urteilen?

So richtig bewusst wird einem erst dann, wie sehr man beeinflusst worden ist, wenn man eine Frau trifft, die man tatsächlich respektiert. Dann wird einem klar, dass man viele Frauen in seinem Leben gar nicht wirklich respektiert hat. Man hat sie nur akzeptiert und manchmal hat man vielleicht sogar nur ihr Verhalten, das man als unangemessen betrachtet hat, ignoriert. Und das auch nur deshalb, weil es einem so beigebracht wurde und weil jede andere Reaktion potentiell mit hohen sozialen Kosten verbunden gewesen wäre.

Mit Respekt hat das nicht unbedingt etwas zu tun.

Trifft man jetzt aber eine Frau, die man tatsächlich respektiert, dann wird einem plötzlich klar, dass Respekt auch gegenüber Frauen keine Entscheidung ist. Wenn man eine Frau respektiert, wegen Dingen, die sie tut oder wegen gewissen Werten, die sie lebt, dann weiß man mit einem Mal, was es wirklich heißt, eine Frau zu respektieren.

Diese Idee, dass man jede beliebige Frau respektieren muss, ist sehr tief in die westliche Gesellschaft eingedrungen. Sie schafft Denkverbote für Männer und hält sie aus einem Teil des politischen Diskurses heraus. Zudem ist sie ein entscheidender Grund, warum heute viele Frauen ein furchtbares Benehmen an den Tag legen. Egal was eine Frau tut, es wird von der Gesellschaft gut geheißen.

Es sollte wenig verwunderlich sein, dass ein moralischer Verfall die Konsequenz ist.

3. Der Westen ist schuld an allen Kriegen und am Elend der Welt

Wow! Das ist eine steile Aussage. Doch leider gibt es viel zu viele Leute, die diesen Blödsinn glauben. Und sie glauben sogar, wir würden den Rest der Welt ausbeuten, unser Wohlstand wäre das Spiegelbild der Armut Afrikas und wir müssten deshalb im Büßergewand gehen und uns dem Rest der Welt in Demut unterwerfen.

Natürlich ist der Westen nicht schuld!

Der Westen ist sehr mächtig und die USA sind (noch) eine Weltmacht. Jede Weltmacht wird gelegentlich von anderen Mächten herausgefordert. Leider kommt es dabei auch manchmal zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Manche sind vermeidbar, andere nicht.

Unterm Strich sorgt eine Weltmacht aber für Ordnung und reduziert die Zahl der eskalierenden Konflikte in der Welt. Gibt es keine solche Ordnungsmacht, dann gibt es für staatliche und nicht-staatliche Akteure aller Art deutlich mehr Spielraum und die Chance sich in einem Konflikt mit Gewalt durchzusetzen ist deutlich größer und somit ist diese Option viel verlockender.

Wer das nicht glauben will, der muss nur die Nachrichten schauen. Die USA sind gerade dabei, ihren Status als Weltmacht zu verlieren. Das Chaos, das wir momentan in der Welt sehen, ist nur ein kleiner Ausblick auf das, was passieren wird, wenn es gar keine ordnende Weltmacht mehr gibt.

Ebenso abwegig ist der Gedanke, der Westen hätte seinen Wohlstand auf der Armut Afrikas errichtet. Der Kolonialismus endete um das Jahr 1960. Seitdem sind also fast 60 Jahre vergangen. Das ist weit mehr Zeit, als Deutschland und Japan benötigt haben, um ein Wirtschaftswunder aus dem Boden zu stampfen.

Und wenn es einzelnen Ländern nicht einmal gelingt, die zur Versorgung ihrer eigenen Bevölkerung benötigten landwirtschaftlichen Flächen vor dem Zugriff ausländischer Investoren zu schützen, dann ist das nicht die Schuld des bösen Westens, sondern das Ergebnis von Korruption und Verrat. Manchmal ist eine gesunde Portion Nationalismus eben doch nicht ganz verkehrt.

Durch das politkorrekte Verschweigen solcher Tatsachen und die Negation jeder Eigenverantwortung der unmittelbar Betroffenen wird man diese Probleme jedenfalls nicht lösen.

4. Es gibt einen unaufhaltsamen „gesellschaftlichen Fortschritt“ und wir haben keine Kontrolle über unser eigenes Schicksal

Diese Idee ist ungeheuer entmutigend. Und genau das soll sie auch sein. Wir können ohnehin nichts ändern, also warum es überhaupt versuchen? Der „Fortschritt“ lässt sich nicht aufhalten, also ergeben wir uns doch einfach in unser Schicksal.

Diese Idee ist die Antithese der Demokratie. Wenn ohnehin keine Veränderung möglich ist, weil die einzig möglichen Veränderungen vom „Fortschritt“ vorgegeben sind, dann können wir einfach immer die gleichen Leute wählen. Sie werden schon das Richtige, das ja ohnehin das einzig Mögliche ist, tun und wir geniesen so lange das Leben. Die Konsequenzen dieses unaufhaltsamen „Fortschritts“ sind schließlich genauso alternativlos wie er selbst.

Natürlich ist auch diese Idee völliger Blödsinn.

Es gibt keinen unaufhaltsamen gesellschaftlichen Fortschritt. Es gibt einen technologischen Fortschritt und dieser hat oftmals gesellschaftliche Veränderungen zur Folge. Das heißt aber nicht, dass wir solchen Veränderungen nicht durch eine Anpassung unserer Gesellschaft begegnen können. Technologien kann man regulieren und ein Staat und eine Gesellschaft müssen immer das fördern, was wünschenswert ist und zugleich das erschweren, was nicht wünschenswert ist.

Am Ende muss immer eine funktionierende Gesellschaft stehen, die den Stürmen der Zeit standhalten kann.

5. Nur zu Überleben ist genug

Das tägliche Überleben sollte uns genug sein. Dazu noch ein wenig Geld und Luxus und es gibt keinen Grund mehr unglücklich zu sein oder sich gar zu beschweren.

Wen interessiert die Zukunft? Weder die eigene Zukunft, die Zukunft der eigenen Familie noch die Zukunft des eigenen Landes sind von Belang. Man richtet sich in der Gegenwart ein und betäubt sich vor der Glotze oder am Computer.

Wer hier ausscheert macht sich verdächtig.

Fazit

Es geistern heute viele falsche und teils auch kranke Ideen durch die Köpfe. Diese Ideen sind schädlich für den Einzelnen, da sie jeden positiven Bezug zu sich selbst zerstören. Dadurch hindern sie uns daran, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen und für das zu streiten, was uns selbst und unseren Nächsten langfristig nützen wird.

Es mag sich für eine Weile gut anfühlen, sich selbst als moralisch überlegen zu empfinden und auf die schlechte Welt zu schimpfen, aber am Ende wird man dafür die Quittung bekommen.

Noch verheerender als für den Einzelnen aber sind diese falschen Ideen für unsere Gesellschaft. Sie zerstören sie nicht nur, sie lösen sie regelrecht von innen auf.

Wie soll denn eine Gemeinschaft auch langfristig funktionieren, die sich selbst als die Quelle aller Übel der Welt sieht, in der schlechtes Verhalten toleriert wird und die zugleich glaubt, dass alles, was gerade so passiert, unaufhaltsam und alternativlos ist? Eine solche Gemeinschaft hat sich selbst schon längst aufgegeben.

Wir müssen uns dieser und anderer schädlicher Ideen an uns selbst und an anderen bewusst werden. Nur so können wir Gegenargumente für sie finden und nur so können wir sie durch andere, positive Ideen ersetzen.

Warum wir eine Sexualmoral brauchen

Uns allen wurde erzählt, dass wir aus einer dunklen Zeit kommen. Aus einer Zeit der sexuellen Unterdrückung. Aus einer Zeit, in der finster drein blickende Hüter der Moral die ihnen hilflos ausgelieferten Menschen mit ihren rückständigen Ideen davon abhielten, sich selbst zu verwirklichen und ihre Sexualität frei auszuleben. Wir haben eine Gesellschaft überwunden, in der man die Menschen davon abhielt, ihr Glück zu finden.

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Die versprochene „Freiheit“ ist hier

Heute leben wir in dieser Welt der „Freiheit“, die man uns versprochen hat. Jeder einzelne von uns kann sich selbst umsehen. Er kann die Gesellschaft betrachten, die ihn umgibt und er kann sich selbst ein Urteil bilden. Und natürlich kann er auch sein eigenes Leben zur Betrachtung heranziehen.

Sind wir glücklich mit der Gesellschaft, in der wir Leben? Sind wir glücklich mit dieser Freiheit, die uns versprochen und die geliefert wurde?

Das Narrativ hinterfragen

Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er zu dieser Gesellschaft und ihren Werten steht.

Doch schauen wir uns doch einmal dieses Narrativ von der „Sexuellen Befreiung“ etwas genauer an. Man sagt uns, eine freie Entfaltung der Sexualität wäre ein wichtiger Faktor dafür, im Leben glücklich zu sein.

Währenddessen erzählen uns alle erfolgreichen Religionen etwas von Monogamie und einem moralischen und eher restriktiven Umgang mit Sexualität.

Nun haben wir Menschen natürlich diese Tendenz, uns selbst und unsere Zeit als die Spitze des Fortschritts anzusehen. Oft betrachten wir die Gesellschaft, in der wir Leben als die bestmögliche und glauben unsere Art zu leben wäre die einzige, die überhaupt Sinn macht. Alles was vor uns war betrachten wir als notwendigen Entwicklungsschritt hin zu unserer heutigen und als fast perfekt empfundenen Welt, wenn nicht gar als Fehlentwicklung.

Aber wenn etwas mehr als tausend Jahre funktioniert hat, muss dann nicht irgend etwas daran richtig sein? Insbesondere dann, wenn wir unsere heutige Welt betrachten, die erst seit wenigen Jahrzehnten in dieser Form existiert und die gerade nicht unbedingt den Eindruck erweckt, als ob das noch lange so weiter gehen würde?

Warum aber lehren diese Religionen eine „Sexualmoral“, eine Sache, die uns heute so seltsam aus der Zeit gefallen scheint? Und warum lehrt uns der Linksliberalismus das Gegenteil, welches man zusammenfassen könnte mit: „Alles ist erlaubt, so lange alle (direkt) Beteiligten es gut finden“?

Ich könnte jetzt etwas über stabile Familien und daraus erwachsende stabile Gesellschaften schreiben. Ich könnte über Geburtenraten schreiben. Genauso gut könnte ich auch etwas über Kinder und ihr Recht auf stabile Verhältnisse schreiben. Ich könnte über Verantwortung schreiben, die man als Erwachsener übernehmen sollte und die wichtiger ist, als individuelle Selbstverwirklichung um jeden Preis.

Kurz: Ich könnte darüber schreiben, dass Sexualität wichtige soziale Funktionen erfüllt und nicht nur bloße Triebbefriedigung ist. Und genau das ist der Kern der Sache.

Herr oder Sklave?

Religion und Tradition wollen uns nicht „unterdrücken“. Sie sagen uns einfach nur:

Sexualität ist ein Trieb. Sie kann gute und schlechte Dinge bewirken. Wir wollen, dass du lernst, sie zu beherrschen. Du sollst deine Sexualität kontrollieren und nicht sie dich.

Wir Menschen sind hin und her gerissen zwischen kurzfristigen und leicht verfügbaren Freuden und langfristigen Zielen. Und genauso sind wir auch hin und her gerissen zwischen unserer triebhaften und unserer höheren geistigen Natur.

Geben wir den kurzfristigen Freuden zu sehr nach, so zerstören wir das, was uns auf lange Sicht glücklich machen würde oder sorgen dafür, dass es gar nicht erst entstehen kann.

Und genau das ist es, was die Zerstörer des Westens mit ihrer Maxime „Alles ist ok, so lange alle Beteiligten einverstanden sind“ bezwecken.

Sie wollen uns auf dieses niedere Level herunterziehen. Sie wollen uns dazu verleiten, unserem ersten Impuls nachzugeben. Und sie haben eine Moral geschaffen, welche dieses Verhalten für richtig erklärt.

Sie soll uns das schlechte Gefühl nehmen, das uns beschleicht, wann immer wir unsere hohen und schwierigen Ziele aus den Augen verlieren und uns stattdessen in unseren niederen Instinkten und damit in der Gegenwart verlieren.

AfD seit heute endlich im Bundestag

Heute hat sich der 19. Bundestag in Berlin konstituiert. Damit ist nun endlich auch die AfD (mit einer Fraktion von 92 Abgeordneten) im wichtigsten deutschen Parlament vertreten. Eine Opposition findet also wieder statt!

Die AfD hat dann auch gleich kritisiert, wie der 18. Bundestag vor der Wahl aus parteitaktischen Gründen die Geschäftsordnung geändert hat. Als absehbar wurde, dass die AfD wohl in den Bundestag einzieht, wurde den Parlamentariern des letzten Bundestages bewusst, dass die AfD aufgrund der Altersstruktur der Bundestagskandidaten sehr wahrscheinlich den Alterspräsidenten stellen würde. Also hat man die Regelung dahingehend geändert, dass nicht, wie seit Anbeginn der Bundesrepublik praktiziert, der älteste, sondern der im Bundestag dienstälteste Abgeordnete Alterspräsident wird. Deshalb wurde die konstituierende Sitzung heute von einem Abgeordneten der FDP und nicht von einem Abgeordneten der AfD eröffnet.

Dr. Bernd Baumann hielt die erste Rede eines AfD-Politikers überhaupt und er hat dieses lächerliche Manöver dann auch gleich scharf kritisiert:

Sehr bemerkenswert fand ich, dass zumindest bei manchen Politikern zumindest teilweise angekommen ist, welchen großen Problemen die deutsche Demokratie gegenüber steht. Es scheint sogar ein Verständnis dafür zu geben, dass man diese mit AfD-Bashing nicht lösen wird.

So wies Hermann Otto Solms (FDP) in seiner Rolle als Alterspräsident in der Eröffnungsrede darauf hin, dass der Bundestag zu viele Mitglieder hat und es hierfür keine allzu große Akzeptanz im Volk gibt. Folglich sollte sich der 19. Bundestag seiner Meinung nach um eine Wahlrechtsreform bemühen, um in Zukunft auf weniger Überhang- und Ausgleichsmandate und so zu einem kleineren Bundestag zu kommen. Zudem machte er die sehr kluge Feststellung, dass gesellschaftliche Debatten wieder im Bundestag geführt werden sollten, denn dafür sei er ja schließlich da.

Carsten Schneider von der SPD schien sogar begriffen zu haben, dass Angela Merkels Politikstil der Diskursvermeidung und der für die Regierung wenig unbequeme 18. Bundestag eine nicht unerhebliche Mitschuld an der aufgeheizten politischen Stimmung im Land haben und trat für eine Stärkung des deutschen Parlaments ein.

Dass die meisten Abgeordneten doch nicht viel gelernt haben bewiesen sie allerdings bei der Wahl der Bundestagsvizepräsidenten. Jede Fraktion darf einen Stellvertreter des neu gewählten Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble (CDU) vorschlagen. Dieser Bundestagsvizepräsident muss dann anschließend noch von einer Mehrheit des Bundestags gewählt werden.

Während sich die anderen Parteien ihre Wunschkandidaten im ersten Wahlgang gegenseitig bestätigten, wurde Albrecht Glaser, der Kandidat der AfD, auch nach 3 Wahlgängen nicht gewählt.

Hier die Ergebnisse:

Gesamt Ja Nein Enthaltung Ungültig
Wahlgang 1 703  115  550  26  12
Wahlgang 2 697  123  549  24  1
Wahlgang 3 685  114  545  26  0

Interessanterweise wäre im dritten Wahlgang gar keine Mehrheit mehr nötig gewesen. Albrecht Glaser hätte nur mehr Ja- als Nein-Stimmen benötigt. 545 Abgeordnete mussten aber unbedingt Kindergarten spielen und haben auch diesmal wieder gegen ihn gestimmt. Die AfD-Fraktion hat einen 4. Wahlgang gefordert, der wurde aber heute nicht mehr durchgeführt. Da die AfD Anspruch auf einen Bundestagsvizepräsidenten hat, ist die Entscheidung somit in die Zukunft verschoben.

Man könnte fast meinen, diese 545 Abgeordneten sehen in diesem Land keine dringenderen Probleme, als sich dämliche Machtspielchen mit der AfD zu liefern.

Zudem sollten sie eins bedenken: Die erste Sitzung des neuen Bundestags stand ganz im Zeichen der AfD. Ständig ging es um die AfD bzw. um die gesellschaftlichen Veränderungen, die sie in den Bundestag gebracht haben. Wenn diese Parlamentarier der AfD noch mehr Aufmerksamkeit verschaffen wollten, als sie ohnehin schon hatte, dann können sie sich heute alle auf die Schulter klopfen, denn sie haben ganze Arbeit geleistet.

Europa verändert sich

Mit der AfD zieht vor vier Wochen zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte eine Partei rechts der Union mit für Deutschland beachtlichen 12,6% in den Deutschen Bundestag ein.

Ergebnis Bundestagswahl 2017

Vor einer Woche gewinnt Sebastian Kurz mit seiner auf Rechtskurs gebürsteten ÖVP die Nationalratswahl in Österreich und die FPÖ holt mit knapp 26% ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis.

Ergebnis Nationalratswahl 2017

Und dieses Wochenende gewinnt der in den Mainstream-Medien als „rechtspopulistisch“ verschriene Milliardär Andrej Babiš mit seiner Partei ANO mit knapp 30% die Abgeordnetenhauswahlen in Tschechien.

Hochrechnung Abgeordnetenhauswahl 2017

Mitteleuropa rückt nach rechts. Und das bringt uns in eine sehr interessante Situation.

Die Bundestagswahl in Deutschland hat nicht nur die AfD in das wichtigste deutsche Parlament katapultiert, sie hat zugleich zu einer politischen Hängepartie geführt. Seit die SPD noch am Wahlabend verkündete, in die Opposition zu gehen und einer erneuten Großen Koalition damit eine klare Absage erteilte, ist eine Koalition zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen (auch Jamaika-Koalition genannt) das einzige denkbare Regierungsbündnis.

Und dieses Bündnis ist alles andere als ein Selbstläufer, schließlich repräsentieren gerade die FDP und die Grünen völlig gegensätzliche Gesellschaftsentwürfe. Ob ein solches Bündnis überhaupt entstehen kann und ob es eine volle Legislaturperiode durchhält steht in den Sternen. Die Verhandlungen laufen und auch vier Wochen nach der Wahl sind die Erfolgsaussichten noch genauso ungewiss wie am Wahlabend.

Es wäre sicher naiv, Angela Merkel schon abzuschreiben. Aber sie war noch nie so geschwächt wie heute. Manchmal mag es scheinen, als würde einfach alles an ihr abperlen und man könnte glauben es wäre unmöglich sie vor ihrem natürlichen Ableben als Bundeskanzlerin abzulösen. Doch es gibt eine Aufgabe, die jeder Regierungschef erfüllen muss und selbst Angela Merkel kann sich dieser Aufgabe nicht entziehen: Sie muss eine Mehrheit organisieren. Wer das nicht schafft, der wird am Ende abdanken müssen. Selbst wenn er Angela Merkel heißt!

Während sich also das mächtigste Land Europas, das die Hauptschuld an der völlig irrationalen und illegalen Masseneinwanderung trägt und sie sogar noch forciert, in einer politischen Hängepartie befindet, geben Österreicher und Tschechen ein entschlossenes Votum für die Verteidigung Europas und unserer Art zu leben ab.

Gleichzeitig verhandeln die Briten um die Konditionen für ihren EU-Austritt und in Spanien droht die Krise zwischen der Zentralregierung und den katalanischen Separatisten in Barcelona zu eskalieren.

Hoffnung für Europa

Europa ist ein Trümmerhaufen, könnte man meinen. Doch der heutigen verfahrenen Situation wohnt auch die Chance für einen Neuanfang inne.

Deutschland ist heute der mächtigste Vertreter dieser globalistischen Ideologie, der das gesamte europäische Projekt untergeordnet wurde. Man schuf gemeinsame Institutionen und eine gemeinsame Währung und glaubte, dass das schon alles von alleine zusammenwachsen würde.

Anstatt eine echte Europapolitik zu machen und sich aufrichtig um die Einheit Europas und um die schwelenden aber oftmals versteckten Konflikte auf unserem Kontinent zu kümmern fuhr man fort mit einer globalistischen Agenda, die für viele, die sich selbst als überzeugte „Europäer“ bezeichnen, von Anfang an das eigentliche Ziel gewesen ist. Damit schuf man neue Konflikte, die einem jetzt zusammen mit den zuvor ignorierten alten Problemen auf die Füße fallen.

Die deutsche Regierung aber ist im Moment geschwächt und sollte es wirklich zu einer Jamaika-Regierung kommen, so könnte diese aufgrund schwelender Konflikte zwischen den Koalitionspartnern weniger stabil und durchsetzungsstark sein als ihre Vorgängerregierung. Zudem wird sich die nächste deutsche Regierung, egal wie sie auch immer aufgestellt sein wird, in einem veränderten Europa wiederfinden, in dem Deutschland mit seinen weltfremden Ideen zunehmend isoliert ist.

Auch wenn in Deutschland selbst so schnell nicht von einem echten Politikwechsel ausgegangen werden kann, so wird es für Deutschland in Zukunft viel schwieriger, wenn nicht gar unmöglich werden, seine bisherige globalistische Agenda durchzusetzen.

Unsere Herausforderung

Aus dieser Schwächung Deutschlands könnte schon bald die Chance erwachsen, den falschen Kurs der Europäischen Union zu beenden und wieder eine Politik zu machen, die unsere Interessen als Europäer in den Mittelpunkt stellt.

Die große Gefahr ist aber, dass sich viele Europäer im Zuge der heute stattfindenden und begrüßenswerten Rückbesinnung auf die eigenen Interessen ganz von der Europäischen Idee abwenden. Dieses falsche Europa, dass unsere Eliten geschaffen haben, hat nichts mit der Europäischen Idee zu tun und doch wird es in den Köpfen vieler die Vorstellung von Europa auf lange Zeit und auf sehr negative Weise prägen.

Sollte es uns gelingen, den Irrsinn zu beenden, der heute in Europa stattfindet und der in Deutschland seinen mächtigsten Unterstützer hat, so werden wir wieder eine positive Vision von Europa schaffen müssen. Wir dürfen nicht zurückfallen in eine Zeit der isolierten Nationalstaaten, die ganz für sich alleine stehen.

Wir brauchen ein neues Europa. Ein Europa, das für uns Europäer geschaffen ist und das unseren Interessen dient. Ein Europa, das unsere Kulturen und unsere Traditionen achtet und schützt. Ein Europa, in dem nicht deshalb Frieden herrscht, weil wir keine Identität mehr haben, sondern ein Europa, in dem Frieden herrscht, weil wir mit unserer Identität im Reinen sind.

Wahlbetrug bei der Bundestagswahl 2017?

Ist es bei der Bundestagswahl 2017 zu Wahlbetrug gekommen? Hagen Grell hat sich das Wahlergebnis genauer angeschaut. Zudem hat er beim Wahlleiter eine Aufschlüsselung nach Urnenwahl und Briefwahl eingefordert und daraus interessante Erkenntnisse gewonnen.

Hagen stellte fest, dass in manchen Wahlkreisen, in denen eine Wahlbeobachtung durch AfD-Anhänger stattfand auch das Ergebnis der AfD signifikant besser ausfiel. Das kann aber natürlich auch damit erklärt werden, dass die Wahl in AfD-Hochburgen wahrscheinlich auch eher beobachtet wird.

Sehr viel interessanter finde ich, wie viel schlechter die AfD im Vergleich zur Urnenwahl in der Briefwahl abschneidet.

Auch hier kann man natürlich noch nicht von Wahlbetrug ausgehen, aber es ist schon bemerkenswert, wie schwach die AfD in der Briefwahl im Vergleich zu allen anderen Parteien abschneidet. Hagen legt der AfD deshalb auch nahe, hier Nachzählungen zu verlangen.

Auch wenn ich niemandem Wahlbetrug unterstellen möchte, so kann man doch sagen, dass Hagen hier ein paar interessante Zahlen recherchiert hat.

Man kann nicht oft genug daran erinnern, dass die Briefwahl äußerst unsicher ist. Der Stimmzettel wird auf dem unsicheren Postweg transportiert und dann in Urnen gelagert. Auch wenn man sich um eine sichere Lagerung bemüht, es gibt einfach viel mehr Angriffspunkte, an denen man Stimmzettel austauschen oder verschwinden lassen kann. Zudem findet die Auszählung zwar öffentlich statt, doch meist muss man erst bei der Gemeinde in Erfahrung bringen, wann und wo die Briefwahlstimmen ausgezählt werden.

Bei der Urnenwahl dagegen findet alles – zumindest theoretisch – unter den Augen der Öffentlichkeit statt. Am Morgen des Wahltags wird geprüft, ob die Urnen leer sind. Während der gesamten Abstimmung ist der Wahlraum mit den Urnen öffentlich zugänglich. Dasselbe gilt für die Abstimmung. Wer will kann also von der Öffnung des Wahllokals bis zum Ende der Auszählung vor Ort sein und alles überwachen. Die Briefwahl dagegen ist, trotz aller Bemühungen zur Transparenz, naturgemäß eine Wahl, die zumindest zum Teil im Hinterzimmer stattfindet. Das geht ja auch gar nicht anders, denn wie sollte man über mehrere Wochen hinweg den Empfang jeder Briefwahlstimme öffentlich vollziehen?

Man kann den Wählern von Anti-Establishment-Parteien wie der AfD oder der FPÖ also nur empfehlen vor Ort zu wählen. Die Briefwahl ist eine letzte Option für Fälle, in denen man am Wahltag unmöglich vor Ort sein kann. Es ist besser per Briefwahl zu wählen, als gar nicht. Aber wer sichergehen will, dass seine Stimme auch wirklich gezählt wird, der sollte sie persönlich abgeben. Wer sich aus Bequemlichkeit für die Briefwahl entscheidet, der verschenkt womöglich seine Stimme.

Wie die Mainstream-Presse an den „Populisten“ scheitert

Der Spiegel hat gerade einen interessanten Artikel zu Andrej Babis, einem tschechischen Milliardär, der dieses Wochenende mit seiner Partei ANO (Aktion unzufriedener Bürger) voraussichtlich die tschechischen Parlamentswahlen gewinnen und der nächste Regierungschef des Landes werden wird. Babis wird auch als der „tschechische Trump“ bezeichnet.

Wenn man bei solchen Artikeln zwischen den Zeilen liest, dann kann man oftmals herauslesen, wie wenig die Mainstream-Medien verstehen, was gerade in der Welt vor sich geht und wie sehr sie in ihrer eigenen Gedankenwelt gefangen sind. Zugleich sieht man sehr deutlich, welche Ideen sie pushen und welche Ideen sie aus ideologischen Gründen niederschreiben.

Dieser Artikel macht da keine Ausnahme.

Er will Regierung und Staat wie ein Unternehmen führen, straff, effizient, natürlich mit ihm als Chef, doch er fordert auch direkte Demokratie mit starker Bürgerbeteiligung. Er polemisiert gegen Angela Merkels Flüchtlingspolitik, gegen Migranten, gegen den Euro, dann wiederum plädiert er für eine gemeinsame europäische Sicherheitspolitik und lobt die Freizügigkeit von Personen, Waren und Kapital in der EU. Babis‘ Schlussappell lautet: „Jetzt oder nie! Wir haben die letzte Chance, das korrupte System zu besiegen!“

Ob man einen Staat wie ein Unternehmen führen kann und sollte, darüber kann man sicher trefflich streiten. Der Rest erscheint mir aber doch mehr als vernünftig.

Direkte Demokratie, Bürgerbeteiligung, keine illegale Einwanderung unter dem Label „Flüchtlingspolitik“, Kritik an der gut gewollten aber schlecht gemachten Gemeinschaftswährung Euro (auch wenn wir hier leider keine Details erfahren), eine europäische Sicherheitspolitik und ein Lob für die offenen Grenzen innerhalb Europas.

Alles Dinge, mit denen ich mich voll und ganz identifizieren kann.

Besonders interessant ist aber wie der Spiegel diesen Satz formuliert:

Er polemisiert gegen Angela Merkels Flüchtlingspolitik, gegen Migranten, gegen den Euro, dann wiederum plädiert er für eine gemeinsame europäische Sicherheitspolitik und lobt die Freizügigkeit von Personen, Waren und Kapital in der EU.

Babis „polemisiert“ also gegen die Dinge, die dem linken Mainstream heilig sind. Also Angela Merkels „Flüchtlingspolitik“, „Migranten“ (Euphemismus für illegale Einwanderer) und den Euro (eine tolle Idee, die in der Praxis einige Probleme verursacht, über die man nicht sprechen möchte).

Ganz überrascht ist man dann, wenn der politische Gegner Dinge gut findet, die man selbst auch unterstützt. Diese Überraschung drückt man aus mit der Wendung „dann wiederum plädiert er für…“. Unglaublich, der böse Populist findet Dinge gut, für die die EU ursprünglich einmal gestanden hat, bevor das Memo kam, dass ab sofort auch illegale Einwanderung zum Wertekanon der EU gehört und man das als „Europäer“ gefälligst gut finden muss.

Auch sehr gut gefällt mir folgender Absatz:

Tschechien geht es gut – doch der Frust ist groß

Dass seine Parolen trotzdem auf so große Resonanz stoßen, erklärt der Politologe Miroslav Mares von der Universität Brünn so: „Es gibt in der Gesellschaft eine verbreitete irrationale Verdrossenheit. In Euroskeptizimus, prorussische Sympathien und Angst vor Flüchtlingen mischt sich das Gefühl vieler Menschen, sie würden von der Elite nicht respektiert. Deshalb wollen viele die politische Klasse pauschal bestrafen.“

Tschechien geht es gut, trotzdem wählen viele aus einer „irrationalen Verdrossenheit“ heraus einen bösen Populisten. Diese Denkweise kennen wir doch irgendwoher. Für mich klingt das immer wie: „Der Pöbel hat Brot und Spiele, trotzdem rebelliert er gegen uns. Was stimmt nicht mit denen?“.

Diese Leute entlarven sich selbst. Nicht nur ist ihr Denken durch und durch elitär, auch scheinen sie zu glauben, dass es im Leben nichts weiter gibt als materiellen Wohlstand. Die Vorstellung, dass vielen Menschen im Moment andere Dinge wichtiger sind als Geld, die muss ihnen wohl vollkommen fremd sein.

Und wenn viele Bürger das Gefühl haben, dass sie von der politischen Elite nicht respektiert werden, ist das dann für einen demokratischen Staat nicht ein großes Problem? Sollte man sich da nicht fragen, was in so einem Staat falsch läuft und ob die Regierung noch die vertritt, die sie vertreten sollte?

Sehr merkwürdig ist dann auch diese Feststellung:

Mit Babis an der Spitze würde in Tschechien antieuropäischer Populismus an Einfluss gewinnen, warnt auch der Politologe Milan Znoj von der Karls-Universität Prag. Einen ähnlichen Weg wie Orbáns Ungarn oder Kaczynskis Polen, so Znoj, werde sein Land aber eher nicht einschlagen: „Wir haben zum Beispiel einfach nicht die nationalistischen Tradition Polens oder Ungarns.“

Auch wenn man sich hier auf einen tschechischen Politologen beruft, diese Aussage entspricht exakt der Linie des Spiegels.

Und obwohl ich Herrn Babis nicht näher kenne, so scheint er gemäß den Informationen dieses Artikels doch sehr proeuropäisch eingestellt zu sein. Er macht den Eindruck als wäre er ein Verfechter eines geeinten Europas mit offenen Binnengrenzen, in dem wir Europäer gemeinsam daran arbeiten, eine friedliche Zukunft für unseren Kontinent und für unsere Kinder zu schaffen.

Nicht nur haben wir damit mehr als genug zu tun, es ist auch in keinster Weise ersichtlich, warum wir parallel zu dieser monumentalen historischen Aufgabe plötzlich „Einwanderer“ aus der dritten Welt auf unserem Kontinent „integrieren“ und somit weiteres Konfliktpotential importieren sollten.

Wer die Geschichte Europas kennt, der weiß, wie instabil unser Kontinent sein kann und der weiß gerade deshalb den Frieden und die Freiheit, die wir in den letzten 27 Jahren genossen haben, zu schätzen.

Von daher kann ich – zumindest anhand dieser Informationen – überhaupt nicht nachvollziehen, was an Andrej Babis „antieuropäisch“ sein soll.

Liebe Spiegel-Redaktion, wenn ihr die „Populisten“ wirklich verstehen wollt, dann müsst ihr endlich heraus kommen, aus euren linksliberalen Echokammern und akzeptieren, dass es noch andere Sichtweisen gibt als die eure. Andernfalls werdet ihr auch in Zukunft nur im Trüben stochern!

Pariser Erklärung: Manifest für ein konservatives Europa

Europa aus dem Weltraum bei Nacht

Zehn konservative Intellektuelle aus verschiedenen Ländern Europas haben mit der Pariser Erklärung ein Manifest veröffentlicht, welches das heutige dekadente Europa kritisiert und ihm den Gegenentwurf eines neuen, konservativen Europas gegenüber stellt.

Die Autoren vertreten die folgenden Kernthesen:

  1. Europa ist unsere unersetzliche Heimat, Kultur und Zivilisation
  2. Europa wird bedroht von einem falschen Verständnis seiner selbst. Das falsche Europa sieht sich als Erfüllung unserer Zivilisation, beraubt uns aber in Wirklichkeit unserer Heimat und unserer Gemeinschaft.
  3. Die Schirmherren des falschen Europas glauben an einen unaufhaltbaren Fortschritt und an eine utopische Zukunft. Sie zerstören die christlichen Traditionen Europas und biedern sich Muslimen an, in der Hoffnung, dass diese ihre utopischen Visionen teilen. Im Namen von Freiheit und Toleranz unterdrücken sie unsere Meinungsfreiheit.
  4. Das wahre Europa ist in Gefahr. Nicht durch Russland oder Muslime, sondern durch die Aushöhlung seiner selbst und die falsche Vorstellung davon, was Europa eigentlich ist.
  5. Das wahre Europa braucht unsere aktive Teilnahme und unsere Solidarität. Der Geist des Fortschritts ist geboren aus der Liebe und der Treue zu unseren Heimatländern.
  6. Wir sind keine passiven Subjekte unter der Herrschaft von Despoten, wir übernehmen Verantwortung für unsere Gemeinschaft. Wir selbst sind die Autoren unserer gemeinsamen Geschichte.
  7. Das wahre Europa ist eine Gemeinschaft von Nationen. Wir haben unsere eigenen Sprachen, Traditionen und Grenzen. Trotzdem haben wir immer unsere gegenseitige Zusammengehörigkeit anerkannt.
  8. Wir unterstützen keine auferlegte, erzwungene Einheit.
  9. Das wahre Europa ist geprägt durch das Christentum.
  10. Das Christentum nährt Europa. Das wahre Europa bekräftigt die gleiche Würde eines jeden Individuums, unabhängig von Geschlecht, Rang oder Volkszugehörigkeit. Das Christentum ist die Basis für die Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Mit Hingabe setzen wir uns ein für unsere Ehepartner und unsere Kinder.
  11. Wir stützen uns auf die großen kulturellen Leistungen und die Tugenden der Antike.
  12. Von 1945 bis 1989 wurde in Europa viel erreicht. Doch wir können es nur bewahren, wenn wir uns auf uns selbst und unsere Traditionen zurückbesinnen, anstatt wie die Vertreter des falschen Europas uns selbst und alles Eigene zu verleugnen.
  13. Durch die Konstruktion eines falschen Christentums der „universellen Menschenrechte“ durch die Protagonisten des falschen Europa verlieren wir unsere Heimat.
  14. Die „Freiheit“ der 68er ist eine falsche Freiheit, die moralische Übertretungen zu Tugenden umdeutet und die sich in Europa immer weiter durchsetzt.
  15. Die falsche Freiheit der 68er löst unsere Gesellschaft und unsere Familien auf und konfrontiert die jungen Europäer mit einem gesellschaftlichen Trümmerhaufen.
  16. Während Europa moralisch völlig dereguliert wurde, wird das Wirtschaftsleben exzessiv reguliert und die Meinungsfreiheit wird immer weiter eingeschränkt.
  17. Das falsche Europa opfert sich selbst, um den Multikulturalismus zu verwirklichen, der erwiesenermaßen nicht funktioniert und nicht funktionieren kann.
  18. In einer Art verquerem Überlegenheitsdenken glauben die Vertreter des falschen Europa, die Migranten würden sich unserer „überlegenen“ linksliberalen Lebensweise anpassen.
  19. Die Technokratie des falschen Europas und ihr Glaube an die Globalisierung sind eine Bedrohung für unsere Demokratie.
  20. Das falsche Europa hält sich für so stark doch es ist schwach, weil seine falschen Ideen es von innen heraus schwächen.
  21. Eine Kultur der Ablehnung des Eigenen hat sich verfestigt.
  22. Die Elite des falschen Europas ist Arrogant.
  23. Wir müssen die Tyrannei des falschen Europas abschütteln. Es gibt eine Alternative.
  24. Die Arbeit an einer Erneuerung beginnt mit theologischer Selbsterkenntnis. Die universalistischen und universalisierenden Anmaßungen des falschen Europa sind eine Ersatzreligion – inklusive Glaubensbekenntnis und Kirchenbann.
  25. Wir müssen die Hoheit über die Sprache zurückgewinnen.
  26. Wir brauchen verantwortungsvolle Staatsmänner.
  27. Wir müssen nationale Einheit und Solidarität erneuern.
  28. Nur Imperien können multikulturell sein, und Europa wird ein Imperium werden, wenn wir es nicht schaffen, Solidarität und staatsbürgerliche Einheit zu den Kriterien für Strategien der Assimilation und Migrationspolitik zu machen.
  29. Viele halten Europa fälschlicherweise nur durch die Kontroverse über Migration erschüttert. In Wahrheit ist dies aber nur eine einzige Dimension eines viel generelleren sozialen Zerfalls, dessen Dynamik unbedingt umgekehrt werden muß.
  30. Wir müssen die moralische Kultur wiederherstellen.
  31. Märkte müssen nach sozialen Gesichtspunkten ausgestaltet werden.
  32. Erziehung muß reformiert werden.
  33. Ehe und Familie sind essentiell.
  34. Die Auseinandersetzung mit dem Populismus sollte angenommen werden.
  35. Unsere Zukunft ist das wahre Europa.

Klingt im großen und ganzen sehr vernünftig. Gegenüber aktuellen „populistischen“ Strömungen scheinen die Autoren etwas skeptisch zu sein

Allerdings gebe ich ihnen insofern Recht, als dass da oft leider der Europabezug tatsächlich etwas wenig ausgearbeitet ist. Dabei bietet uns doch gerade die aktuelle Krise in Europa die Möglichkeit, enger mit denen zusammenzurücken, die ebenfalls für das wahre Europa und für echte europäische Werte streiten.

FDP-Mann „zerlegt“ AfD im Landtag in Stuttgart

Die linksgrünen Medien haben ihren neuen Helden gefunden. Der FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke hat im Landtag in Stuttgart gegen die AfD ausgeteilt und die Mainstreammedien – insbesondere WeltN24 – feiern ihn dafür.

Hier seine Rede:

Nun hat Herr Rülke mit zwei Punkten recht.

Die AfD fährt tatsächlich eine Strategie der gezielten Provokation. Sie stellt Provokationen in den Raum, wartet die Reaktion ab und rudert dann zurück. Diese Strategie ist nicht schön, aber sie hilft die eklatanten in Deutschland leider noch immer existierenden Denkverbote aufzubrechen. Mir gefällt das auch nicht immer, aber in einem Land, in dem einen selbst so etwas Selbstverständliches und zutiefst Menschliches wie das Nachdenken über die Zukunft des eigenen Landes in die Nähe sozial massiv sanktionierter Tabus bringt, ist eine solch harte Vorgehensweise durchaus angemessen. Man könnte sie mit gutem Recht sogar als einen Akt der Notwehr bezeichnen.

Außerdem liegt er nicht ganz falsch mit seiner Kritik an Björn Höcke. Den dämlichen Witz über dessen Namen hätte er sich allerdings schenken können.

Höcke ist schon öfters mit Auftritten aufgefallen, bei denen er an Dinge erinnert, an die man als seriöser konservativer Politiker niemals irgendwelche Assoziationen wecken möchte. Ich würde Herrn Höcke hier auch durchaus nahe legen, einmal mit einem Rhetoriktrainer über seine Außenwirkung zu sprechen.

Höcke hat der AfD insbesondere mit seiner wenig besonnenen und dem Thema nicht angemessenen Rede zur Erinnerungspolitik großen Schaden zugefügt. Von daher kann ich es durchaus verstehen, wenn bei manchen gewisse Assoziationen aufkommen, wenn Herr Höcke sagt:

Ich will, dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit hat, ich will, dass Deutschland auch eine tausendjährige Zukunft hat.

Egal ob man Höcke heißt oder nicht, man kann man das auch anders ausdrücken. Das macht es aber in der Sache nicht falsch. Auch mich würde es sehr freuen, wenn es in 500 oder gar in 1000 Jahren noch ein Deutschland und ein Europa gibt, die als solche noch wiederzuerkennen sind und in dem meine Nachfahren leben.

Hier möchte ich Herrn Rülke gerne Fragen, wie denn sein Zeithorizont aussieht, für das Land, dem er angeblich dient. Wie lange sollte es seiner Meinung nach denn noch existieren? 20 Jahre? 10 Jahre? Oder vielleicht doch nur 5?

Wo die von WeltN24 implizierte rhetorische Brillianz des Redners abgeblieben sein soll, ist mir schleierhaft. Sprachlich hätte man das besser rüber bringen können.

Jörg Meuthen hat da meiner Meinung nach – selbst wenn man die politische Präferenz mal außen vor lässt – ohnehin deutlich mehr zu bieten: