Wir Männer müssen aufhören Frauen zu respektieren

Ein provokanter Titel, nicht wahr?

Doch lass mich ein wenig ausholen.

Wir respektieren Frauen bedingungslos

Wir Männer im Westen wurden erzogen Frauen bedingungslos zu respektieren. Uns wurde beigebracht, ihnen die Türe aufzuhalten, sie immer zuvorkommend zu behandeln und niemals – und das ist ganz besonders wichtig – niemals über sie zu urteilen. Egal also was eine Frau tut, es ist immer richtig und sie verdient immer unseren vollsten Respekt.

Männer, das besonders verinnerlicht haben, bezeichnet man gerne als Nice Guys. Und viele Männer stellen im Laufe ihres Lebens fest, dass der Respekt, den sie den Frauen entgegenbringen, nicht ansatzweise zurückgezahlt wird.

Ja noch schlimmer: Je mehr der Mann in seiner Rolle als Nice Guy aufgeht, desto weniger Respekt bekommt er.

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Die US-Serie „Sex and the City“ ermöglichte uns nicht nur Einblicke in das Geistesleben moralisch fragwürdiger und egoistischer westlicher Frauen, sie liefert uns auch Archetypen von Frauen, die unseren Respekt sicher nicht verdienen.

Manche würden jetzt darauf hinweisen, dass Frauen „nette“ (bzw. unterwürfige) Männer nicht anziehend finden. Vielleicht würden sie auch den Punkt ansprechen, wonach Frauen in den letzten 60 Jahren zum Egoismus erzogen wurden und womöglich würden sie bei der Gelegenheit ebenfalls noch erwähnen, dass der den Männern anerzogene Gratisrespekt dazu einen gehörigen Beitrag geleistet hat.

Und das ist alles wahr und richtig.

Aber es ist nicht der Kern des Problems.

Respekt funktioniert so nicht

Der Kern des Problems ist, dass Respekt so nicht funktioniert.

Respekt ist nichts, das du irgendjemandem schuldest. Respekt ist nichts, mit dem du jemanden, oder gar eine ganze Gruppe von Menschen, wahllos überschüttest. Und ganz wichtig: Respekt ist auch nichts, wofür du eine Gegenleistung erwarten kannst.

Respekt ist etwas, das du nach eigenem Ermessen an Menschen verteilst, die ihn sich in deinen Augen verdient haben.

Respekt ist etwas, das dir gehört und nur du alleine bestimmst, wer ihn bekommt. Respekt ist ein Geschenk, das du Menschen machst, die ihn wert sind.

Respekt ist etwas, das dir gehört und nur du alleine bestimmst, wer ihn bekommt.

So, und nur so, funktioniert Respekt.

Und das ist etwas, das wir Männer uns in den Kopf hämmern müssen.

Unser Respekt ist eine begrenzte Ressource und wir müssen ihn denen vorenthalten, die ihn nicht wert sind und ihn denen zuteil werden lassen, die ihn verdienen.

Respektierst du Männer, die den ganzen Tag vor der Glotze sitzen und Bier trinken?

Vermutlich eher nicht.

Wir respektieren Männer für

  • das was sie sind
  • für ihre Leistung
  • für ihre Fähigkeiten
  • für das, was sie geschaffen haben
  • für die Opfer, die sie gebracht haben

Niemals würde uns einfallen, ihnen einfach nur für ihre bloße Existenz unseren Respekt entgegen zu bringen.

Genauso musst du es auch mit den Frauen halten.

Und das ist nichts, das du einmal beschließt und dann ist es so. Es ist eine Reise in dein Selbst. Es ist ein ständiges Korrigieren und Hinterfragen deines eigenen Verhaltens.

Die Werte nach denen du Frauen beurteilst, die kann ich dir nicht vorgeben. Denn diese gehören dir, genauso wie der Respekt, den du zu vergeben hast.

Wenn du aber aufhörst Frauen zu respektieren, die deinen Respekt nicht wert sind, dann kannst du anfangen die Frauen zu respektieren, die deinen Respekt wirklich verdienen.

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12 Gedanken zu “Wir Männer müssen aufhören Frauen zu respektieren

  1. „Respekt ist etwas, das dir gehört und nur du alleine bestimmst, wer ihn bekommt. Respekt ist ein Geschenk, das du Menschen machst, die ihn wert sind.“

    Völlig korrekt. Als Daumenregel vereinfache ich gerne wie folgt: Behandle die Menschen bei der ersten Begegnung so gut du kannst. Danach behandle sie so, wie sie es verdienen.

    Wie dieses Verdienen genau funktioniert, sollte von uns präzise untersucht werden – inklusive der gerechtfertigten Sanktionen.

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  2. Ein netter Ansatz, der aber (wenn überhaupt) nur für einen längeren Essay taugt, nicht für einen kurzes posting. Zuerst müßte man definieren, wer denn „Wir Männer“ sind und wo den bloß „der Westen“ liegt – zählen da die Macho-Kulturen Iberiens, Italiens und Griechenlands auch dazu? Haben denn alle Männer von Portugal bis Warschau dieselbe Erziehung genossen? Was genau versteht man allgemein unter „Respekt“ und was wird erst in letzter Zeit in den Begriff hineingelesen? Wer liest hinein und warum? Könnte lohnend sein, diesen Gedanken an dieser Stelle weiter zu verfolgen.

    Für meine Person kann ich sagen, das ich nicht erzogen wurde, jemanden „bedingungslos“ zu respektieren und auch sonst niemandem bisher begegnet bin, der dies von sich behauptet hätte. Die zitierten Umgangsformen (Türe aufhalten, zuvorkommend behandeln) resultieren geschichtlich aus der Orientierung am Rittertum und nicht etwa aus feministischer Umerziehung.
    Man sieht: zu starke Verkürzung (auf „posting“-Format) tut dem Thema sichtlich nicht gut…
    😉

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    • Das ist ein valider Kritikpunkt. Aber ich schreibe das absichtlich so kurz und provokant.

      Vielleicht ist es ein Weg, die Leute besser zu erreichen. Lange Abhandlungen werden schnell als quälend empfunden und ich will die Leute ja erreichen und Anstöße für eine persönliche Veränderung geben.

      Aber in der Tat, man könnte aus dem Thema natürlich auch mal einen längeren Artikel mit den von dir genannten Punkten machen.

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      • Die Aufmerksamkeitsspanne wird immer kürzer, da haben Sie leider recht. Mit der Folge, dass sich immer mehr Menschen nur noch Schlagworte entgegenblöken, leider.

        Dass Sie hier bewußt verkürzt haben, dachte ich mir übrigens schon… 😉
        Verkürzung kann fraglos Aufmerksamkeit generieren, allerdings bedarf es für einen solchen Diskurs dann Teilnehmer, die adäquat verkürzen können, ohne eigene oder andere Argumentationen unzulässig wiederzugeben. Setzt Wissen und Qualität voraus – soll dazu noch das eigene Handeln verändert werden, auch noch Weisheit. Habe ich – offen gestanden – im Netz bisher kaum angetroffen, aber ich halte Ihnen für Ihr Vorhaben natürlich die Daumen.

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  3. Respekt ist etwas, dass man sich verdienen muss

    Das ist etwas, was diese egozentrierte Frauenschar nicht kapiert und niemals akzeptieren wird. Denn: So lange, wie sie (angeblich) 23 Prozent weniger verdienen, so lange fordern und fordern sie. Vor allem eben Respekt, Bevorzugung und allerlei andere Benefits rund um ihr (teils) leistungsloses Geschlecht.

    Jeder Mann sollte sich mal an das Experiment wagen, Frauen so wie Männer zu behandeln. Er kann dann wahrscheinlich gar nicht so schnell gucken, wie es #Aufkreisch, #MimimiToo und andere medial befeuerte Shitstorms hagelt.

    Hier mal ein aktuelles Beispiel, welchen Respekt Männern gegenüber zollen:

    „Männer sind Arschlöcher
    Ein Gedicht

    Von Sibel Schick

    Der eine ist schön, der andere heiß,
    Auch der Süßeste davon beißt.
    Denn es ist ein strukturelles Problem,
    Dass Männer Arschlöcher sind.

    [..]Du sagst: „Nicht alle Männer sind gleich.“
    Ich sage: „Ist das nicht irrelevant vielleicht?“
    Denn es ist ein strukturelles Problem,
    Und ja, es ist kein individuelles Problem,
    Und nein, es geht nicht um Ausnahmen,
    Denn es ist ein weltweites Phänomen,
    Dass Männer Arschlöcher sind.“

    Die passende Antwort auf diesen völlig vertrottelten Beitrag in dem sogenannten „P/(M)issy Magazin“ gab es dann – und zurecht mit „Loben, immer loben“ via Social Media:

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  4. Guter Artikel.

    Aber man sollte nicht einfach nur aufhören, Frauen für ihre bloße Existenz zu respektieren, sondern man sollte vielmehr auch anfangen, selbst Respekt zu erwarten und zu verlangen.
    Natürlich geht das nicht einfach so, sondern es ist eine Frage der richtigen Einstellung, der dann die richtige Wirkung folgt.

    Hier ist mal ein schönes Bild, das zeigt, wie das aussehen kann:

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  5. EU kündigt den Kampf gegen Sklavenhandel in Libyen an und beschließt Sanktionen.
    Was ist mit dem Menschenhandel und Sklavenhandel mit einheimischen Europäern/Innen in Europa? Warum will die EU den Menschenhandel in Europa nicht bekämpfen, der seit über 15 Jahren blüht und gedeiht? Vielleicht sind die EU Bosse antiweißen Rassisten?

    Opfer von Menschenhandel in der EU sind in fast allen Fällen die Europäer selbst
    http://www.dw.com/de/opfer-von-menschenhandel-in-der-eu-sind-meist-europ%C3%A4er/a-17397804

    Prostitution in Deutschland blüht
    https://dieunbestechlichen.com/2018/01/rotlichtmilieu-in-deutschland-400-000-prostituerte-und-15-milliarden-euro-jahresumsatz/

    Sklavenarbeit in Europa wächst und wächst, beklagt die europäische Grundrechteagentur
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ausbeutung-im-job-grundrechteagentur-moniert-schwere-verstoesse-a-1036669.html

    Menschenhändlerring in Italien blüht. Der Handel mit rumänischen Kindern auf dem Höchststand (30% aller rumänischen Kinder Opfer von Menschenhandel) seit dem Zusammenbruch des Ostblocks!
    Das gleiche gilt für den Menschenhandel auf dem Balkan, in Moldau und sogar in der Ukraine wächst der Menschenhandel wieder.
    Das erschreckende daran ist: DIe EU Politiker wissen es seit über 15 Jahren. Die Kriminalstatistiken, Reportagen und Berichten von der UN Interpol und anderen Institutionen sind nicht neu. Dennoch kümmert sich die EU lieber um die Bekämpfung des Sklavenhandels und Schleuerrings in Libyen,Syrien,Türkei… Die Europäer sind für sie einen Dreck wert.
    Übrigens Viktor Orban ist einer von ganz ganz wenigen Politikern in Europa, der den Europäischen Menschenhandel und Handel mit Sexsklavinnen mit viel Aufwand bekämpft und in vielen Fällen sogar erfolgreich.

    Bulgarien und Rumänien sind ein Eldorado für Menschenhändler mit europäischen Frauen. Hunderttausende europäische Frauen werden Jahr für Jahr nach Westeuropa geschleust…All das ist schon spätestens seit einem schrecklichen UN Bericht 2005 bekannt!
    DIe EU kümmert sich aber lieber um das Flüchtlingsproblem
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bulgarien-und-rumaenien-eldorado-der-menschenhaendler.8e1c6e45-d9fe-4e0b-9d70-df6811d7381b.html
    http://www.spiegel.de/lebenundlernen/job/prostitution-und-menschenhandel-mit-bulgarischen-frauen-eine-aussteigerin-erzaehlt-a-1135648.html
    https://derstandard.at/2780543/Einkaufsparadies-Moldawien-Wenn-Frauen-zur-Billigware-werden

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