Steve Bannon: Firmen wollen billige Arbeitskräfte, Linke wollen billige Wählerstimmen

Steve Bannon hat gestern auf einer Konferenz des Remembrance Project eine sehr interessante Rede gehalten.

Das Remembrance Project ist eine US-amerikanische Organisation Angehöriger von Mordopfern, die von illegalen Einwanderern umgebracht worden sind. Diese Organisation dokumentiert derartige Mordfälle und setzt sich politisch für ein Ende der illegalen Einwanderung in die Vereinigten Staaten ein.

Hier die Rede von Bannon:

Bannon liest die Namen und die Leidensgeschichten einer Reihe von Mordopfern illegaler Einwanderer vor und sagt:

We could stay up here all weekend and do this. And each one is heart-rendering. But what gets me is what about their dreams? Why are illegal aliens called DREAMers and not them?

Auf Deutsch:

Wir könnten das ganze Wochenende hier bleiben und hiermit fortfahren. Und jede dieser Geschichten ist herzzerreisend. Aber was ist mit ihren Träumen? Warum nennt man illegale Ausländer DREAMer und nicht sie?

Er fährt fort die Eliten der USA zu kritisieren, die diese Geschehnisse seiner Meinung nach willentlich zulassen:

And by the way, this just doesn’t happen. This is not some random law of the universe, this is not the second laws of thermodynamics, this is not physics, okay. This is an act of commission. The elites in this country, the economic, political, and the media elites allow this to happen because they want it to happen.

Auf Deutsch:

Und übrigens, diese Dinge passieren nich einfach. Das ist kein zufälliges Gesetz des Universums, das ist nicht der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik, das ist nicht Physik, okay? Dies ist das Resultat einer bewussten Entscheidung. Die Eliten dieses Landes, die ökonomischen, die politischen und die medialen Eliten dieses Landes erlauben, dass dies geschieht, weil sie wollen, dass dies geschieht!

Anschließend liefert er eine Erklärung dafür, warum die Eliten der USA die illegale Einwanderung willentlich zulassen:

The multinational, globalist corporations want cheap labor, and the progressive Left wants cheap votes. This is not a conspiracy. And you are not wing-nuts. This is in broad daylight. And if sites like Breitbart and someone like Donald J. Trump had not given you a voice, it’d be totally hidden.

Auf Deutsch:

Die multinationalen, globalistischen Konzerne wollen billige Arbeitskräfte und die progressive Linke will billige Wählerstimmen. Dies ist keine Verschwörung. Und ihr seid keine extremistischen Idioten. Dies alles passiert vor den Augen der Öffentlichkeit. Und wären da nicht Websites wie Breitbart und jemand wie Donald J. Trump, die euch eine Stimme geben, es würde noch immer im Verborgenen passieren.

Sehr interessant ist auch wie Bannon auf das Verschweigen der von illegalen Einwanderern begangenen Straftaten eingeht:

Why did it take so long? Why is this surpressed? Why did nobody talk about it? Why did 60 Minutes, NBC and CNN, they are all over the world and they show everything that’s wrong with America why did they not show this? You know why? The victims are Hispanic and Black and Asian and White working class men and women the backbone of this country.

Auf Deutsch:

Warum hat das so lange gedauert? Weshalb wurde das unterdrückt? Warum hat niemand darüber gesprochen? Warum haben 60 Minutes, NBC und CNN, die überall auf der Welt Journalisten haben und über alles berichten, das in Amerika falsch läuft, warum haben diese Leute nicht darüber berichtet? Wisst ihr, warum? Weil die Opfer hispanische, schwarze, asiatische und weiße Männer und Frauen aus der Arbeiterklasse – dem Rückgrat dieses Landes – sind.

Als Europäer sollte einem das doch sehr bekannt vorkommen.

Im weiteren Verlauf seiner Rede erzählt Bannon, wie Trump die Präsidentschaftswahl 2016 aufgrund des Einwanderungsthemas gewonnen hat. Nach Bannons Einschätzung war der Hauptgrund für Trumps Sieg das Unwollen der Konkurrenz dieses Thema ernsthaft zu diskutieren. Ähnliche Thesen könnte man auch über die jüngsten Wahlen in Europa aufstellen.

Außerdem bekräftigt Bannon seine Linie eines multiethnischen amerikanischen Wirtschaftsnationalismus (America First), der auch schon in Präsident Trumps Antrittsrede am 20. Januar 2017 zum Ausdruck kam.

Meiner Meinung nach ist dieser multiethnische Wirtschaftsnationalismus das Vernünftigste, was die USA machen können, da man so zumindest versucht, das fragile Gebilde, das eh schon da ist, zusammen zu halten.

Auch wenn niemand gerne darüber redet, die Masseneinwanderungspolitik der Eliten führt in den Gesellschaften Nordamerikas und Europas zu Identitätskonflikten, wie wir sie noch nie gesehen haben. Und das, was wir heute sehen, ist nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen könnte.

Im schlimmsten Fall droht uns ein völliges Auseinanderbrechen der westlichen Gesellschaften entlang ethnischer, religiöser und politischer Bruchlinien, derer es ja immer mehr gibt.

Sehr passend zu diesem Thema ist auch mein Artikel Demokratie und Einwanderung, der sich mit dem Problem der Aushebelung des demokratischen Systems durch Linke Parteien mithilfe von Einwanderung auseinandersetzt.

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Steve Bannon zieht für Trump in den Krieg

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Steve Bannon (Gage Skidmore/Flickr)

Nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus wird Steve Bannon in der Presse zitiert mit Aussagen wie:

I’m Going to War for Trump

oder:

The Trump presidency that we fought for, and won, is over. We still have a huge movement, and we will make something of this Trump presidency. But that presidency is over. It’ll be something else. And there’ll be all kinds of fights, and there’ll be good days and bad days, but that presidency is over.

Interessanterweise berichtet Breitbart gleichzeitig von einem Treffen Bannons mit der Familie Mercer. Oberhaupt der Mercer-Familie ist der 71-jährige Robert Mercer, ein konservativer Milliardär, der Breitbart und weitere konservative Projekte finanziell großzügig unterstützt.

Ebenfalls gilt jetzt als bestätigt, dass Bannon zu Breitbart zurückkehrt. Nach wie vor wird behauptet, dass Bannon freiwillig gegangen ist. Ich glaube zu solchen Aussagen muss sich jeder selbst seine Meinung bilden.

Ich will hier auch gar nicht darüber spekulieren, was da möglicherweise vorgefallen ist. Mit Sicherheit kann man wohl nur sagen, dass es im Weißen Haus massive Auseinandersetzungen über den Kurs der US-Regierung gibt und Steve Bannon letztlich unterlegen ist. Da er weiter für Trump kämpfen will, gibt es wohl kein böses Blut zwischen den beiden, was durchaus bemerkenswert ist.

Steve Bannon sagt selbst, dass es von nun an eine andere Trump-Präsidentschaft geben wird. Ein wenig tue ich mich schwer damit, mir diese vorzustellen. Sehr wahrscheinlich werden jetzt andere Berater mehr an Einfluss gewinnen. Allerdings wird man wohl auch nicht befürchten müssen, dass Trump zu einem zweiten Jeb Bush mutiert.

Erst letzte Woche hat Bannon ohne Absprache verkündet, dass ein Krieg mit Nordkorea ausgeschlossen ist und China ohnehin das viel größere (nicht-militärische) Problem für die USA darstellt. Trump war nicht sehr erfreut über diese eigenmächtige Aussage. Was ja auch sehr verständlich ist, schließlich torpediert Bannon damit die Drohkulisse, die Trump gerade erst gegenüber Nordkorea aufgebaut hat und die Kim Jong Un – zumindest vorerst – zum Einlenken gebracht hat. So gesehen kann man wohl davon ausgehen, dass Trump Trump bleiben wird, auch wenn sich manche Schwerpunkte seiner Politik verschieben werden.

Insgesamt bin ich sehr gespannt was da als nächstes passieren wird, allerdings überwiegt bei mir momentan die Freude darüber, dass Steve Bannon wieder ins Medienbusiness zurück kehrt. Er hat Breitbart zu der Medienmaschine gemacht, die es heute ist und er hatte entscheidenden Anteil an Trumps Wahlsieg.

Zudem glaube ich, dass er schon lange einen Plan-B in der Tasche hat und ich wüsste zu gerne wie er aussieht. Sollte Robert Mercer sich großzügig zeigen, dann sind da sicher einige Dinge möglich. Nach Trumps Wahlsieg lief es bei Breitbart ja nicht mehr so richtig. Linke Gruppen haben Breitbarts Werbegeschäft großen Schaden zugefügt und die angekündigte Expansion nach Europa im Superwahljahr 2017 war ein einziger Rohrkrepierer.

Wenn es einer richten kann, dann Steve Bannon und vielleicht kann er Trump von außen sogar mehr nützen als von innerhalb des Weißen Hauses.

Welcome back, Steve!

Steve Bannon verlässt das Weiße Haus

Was für ne Woche. Da kommt man ja kaum noch hinterher. Charlottesville, Terror in Spanien, Terror in Finnland und jetzt verlässt auch noch Steve Bannon das Weiße Haus.

Da hatte sich ja schon was angekündigt und Trump hatte sich erst vor Kurzem mehrdeutig zu Steve Bannons Zukunft geäußert. Aber so wirklich hab ich nicht daran geglaubt.

Jetzt ist es leider Realität: Steve Bannon verlässt das Weiße Haus

Man darf jetzt sehr gespannt sein in wie weit das Trumps Politik verändern wird. Bannon vertritt ja die Linie, die Medien und den politischen Gegner sehr offensiv anzugehen und meiner Meinung nach ist das eine sehr gute Strategie, um den politischen Diskurs zu verschieben.

Bleibt zu hoffen, dass Trump jetzt kein völliges Weichspülerprogramm fährt und seiner grundsätzlichen Linie treu bleibt.

Steve Bannon will wohl zurück zur Nachrichtenseite Breitbart, die er vor seiner Ernennung zu Trumps Chefstrategen geleitet hat. Vielleicht ist das nicht mal das Schlechteste. Ich bin jedenfalls gespannt, was er da bewegen kann. Nachdem die Expansion nach Europa vorerst offensichtlich gescheitert ist und Breitbart durch linke Boykottaktionen die Einnahmen weggebrochen sind, gibt es dort sicher auch viel zu tun.

Vortrag von Steve Bannon

Spätestens seit dem 9. November 2016 ist Steve Bannon einer der wichtigsten konservativen Vordenker unserer Zeit. Da die Presse mehr damit beschäftigt ist ihn zu dämonisieren als sich mit ihm auseinander zu setzen ist es das beste, den Mann einfach selbst anzuhören.

In diesem Vortrag geht es um seine politischen Überzeugungen, das Bekenntnis zu einem Patriotismus der Mitte und die kommenden Jahre, die vom Kampf gegen einen enthemmten Linksliberalismus geprägt sein werden, der weder mit der Vernunft noch mit der Lebensrealität der meisten Bürger irgendetwas zu tun hat: