Weshalb die Bibel auch heute noch relevant ist

Gerade in Europa ist das Christentum in unserer Zeit stark auf dem Rückzug und viele glauben die Bibel wäre ein überkommenes Buch, welches für unsere Zeit keine Relevanz mehr besitzt. Und viele konservativ denkende Menschen lassen sich sicher auch von den Kirchen abschrecken, die sich meist eher wie der theologische Arm der Grünen gebärden als wie die Vertreter einer zeitlosen und konservativen Lehre.

Doch gleich ob die Bibel für uns nun ein von Gott inspiriertes Werk oder doch nur die literarische Schöpfung einer uralten Zivilisation ist: Wenn wir uns darauf einlassen werden wir erkennen, dass dieses Buch einen gewaltigen Schatz an Wissen und Weisheit über die Natur des Menschen und sein Ringen mit dieser Welt für uns bereithält.

Selbst hielt ich die Bibel lange Zeit für eine Ansammlung völligen Blödsinns. Damals habe ich mich z.B. über diese und ähnliche Stellen in der Bibel aufgeregt:

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.

Genesis 1,27

Es gibt Männer und Frauen. Unglaublich! Das nenn ich mal eine Neuigkeit. Diese und ähnliche „Selbstverständlichkeiten“ haben mich damals bewogen zu glauben, dass dieses Buch nichts gehaltvolles enthält und lediglich Offensichtliches und wildes Kauderwelsch zusammengeschrieben wurden. Irgendwie musste man die Seiten ja füllen und man hat es halt verschwurbelt wo es geht, damit es wichtig und mysteriös klingt.

Aber dann ist etwas unglaubliches passiert. Nichtmal 20 Jahre später finde ich mich wieder in einer Welt, in der diese Dinge, die für völlig trivial und selbstverständlich gehalten habe, plötzlich nicht nur angezweifelt, sondern sogar zunehmend als falsch dargestellt werden. Und als ob das noch nicht verrückt genug wäre, hat sich plötzlich ein Sprachcode etabliert, welcher es verbietet diesen Blödsinn öffentlich als solchen zu bezeichnen und der jeden, der es trotzdem tut als einen zurückgebliebenen Unmenschen hinstellt.

twogenders

Weiblicher Social Justice Warrior beim unkontrollierten Hyperventilieren, ausgelöst durch Realitätskontakt

Und so habe ich mich gefragt: Wenn das heute passiert; wenn so etwas völlig Verrücktes in dieser scheinbar aufgeklärten und von der Vernunft geleiteten Zeit passiert, kann das dann nicht auch in der Vergangenheit schon passiert sein? Kann es nicht sein, dass in der Vergangenheit schon so manche Zivilisationen diesen Weg gegangen sind und wir nur deshalb nichts davon wissen, weil sie anschließend so schnell aus der Geschichte verschwunden sind? Was wenn die Bibel solche scheinbar selbstverständlichen Dinge niederschreibt, weil wer immer sie geschrieben hat wusste, dass diese Dinge alles andere als selbstverständlich sind und schon viele Gesellschaften in die Irre gelaufen sind?

Viele Leute stoßen sich an diesem „bösen“ Gott in der Bibel, der die Menschen immer auf brutalste Art straft, sobald sie irgendetwas tun das entfernt Spaß machen könnte. Ich denke es ist besser diese Stellen metaphorisch zu lesen und dabei statt an einen „bösen“ Gott an eine Warnung zu denken, ausgestoßen von jemand der die Menschen vor einer Gefahr warnen will, die sie selbst erst sehen können wenn es schon zu spät ist.

Ich bin überzeugt, wenn man sich darauf einlässt ist die Bibel ein wertvoller kulturhistorischer Text, der sich aus den Lebenserfahrungen von Generationen speißt, Europa für mehr als 1500 Jahre geprägt hat und der uns viel über das Leben lehren kann. Ganz gleich was man über seine Entstehung nun glauben mag.

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