Wie die Mainstream-Presse an den „Populisten“ scheitert

Der Spiegel hat gerade einen interessanten Artikel zu Andrej Babis, einem tschechischen Milliardär, der dieses Wochenende mit seiner Partei ANO (Aktion unzufriedener Bürger) voraussichtlich die tschechischen Parlamentswahlen gewinnen und der nächste Regierungschef des Landes werden wird. Babis wird auch als der „tschechische Trump“ bezeichnet.

Wenn man bei solchen Artikeln zwischen den Zeilen liest, dann kann man oftmals herauslesen, wie wenig die Mainstream-Medien verstehen, was gerade in der Welt vor sich geht und wie sehr sie in ihrer eigenen Gedankenwelt gefangen sind. Zugleich sieht man sehr deutlich, welche Ideen sie pushen und welche Ideen sie aus ideologischen Gründen niederschreiben.

Dieser Artikel macht da keine Ausnahme.

Er will Regierung und Staat wie ein Unternehmen führen, straff, effizient, natürlich mit ihm als Chef, doch er fordert auch direkte Demokratie mit starker Bürgerbeteiligung. Er polemisiert gegen Angela Merkels Flüchtlingspolitik, gegen Migranten, gegen den Euro, dann wiederum plädiert er für eine gemeinsame europäische Sicherheitspolitik und lobt die Freizügigkeit von Personen, Waren und Kapital in der EU. Babis‘ Schlussappell lautet: „Jetzt oder nie! Wir haben die letzte Chance, das korrupte System zu besiegen!“

Ob man einen Staat wie ein Unternehmen führen kann und sollte, darüber kann man sicher trefflich streiten. Der Rest erscheint mir aber doch mehr als vernünftig.

Direkte Demokratie, Bürgerbeteiligung, keine illegale Einwanderung unter dem Label „Flüchtlingspolitik“, Kritik an der gut gewollten aber schlecht gemachten Gemeinschaftswährung Euro (auch wenn wir hier leider keine Details erfahren), eine europäische Sicherheitspolitik und ein Lob für die offenen Grenzen innerhalb Europas.

Alles Dinge, mit denen ich mich voll und ganz identifizieren kann.

Besonders interessant ist aber wie der Spiegel diesen Satz formuliert:

Er polemisiert gegen Angela Merkels Flüchtlingspolitik, gegen Migranten, gegen den Euro, dann wiederum plädiert er für eine gemeinsame europäische Sicherheitspolitik und lobt die Freizügigkeit von Personen, Waren und Kapital in der EU.

Babis „polemisiert“ also gegen die Dinge, die dem linken Mainstream heilig sind. Also Angela Merkels „Flüchtlingspolitik“, „Migranten“ (Euphemismus für illegale Einwanderer) und den Euro (eine tolle Idee, die in der Praxis einige Probleme verursacht, über die man nicht sprechen möchte).

Ganz überrascht ist man dann, wenn der politische Gegner Dinge gut findet, die man selbst auch unterstützt. Diese Überraschung drückt man aus mit der Wendung „dann wiederum plädiert er für…“. Unglaublich, der böse Populist findet Dinge gut, für die die EU ursprünglich einmal gestanden hat, bevor das Memo kam, dass ab sofort auch illegale Einwanderung zum Wertekanon der EU gehört und man das als „Europäer“ gefälligst gut finden muss.

Auch sehr gut gefällt mir folgender Absatz:

Tschechien geht es gut – doch der Frust ist groß

Dass seine Parolen trotzdem auf so große Resonanz stoßen, erklärt der Politologe Miroslav Mares von der Universität Brünn so: „Es gibt in der Gesellschaft eine verbreitete irrationale Verdrossenheit. In Euroskeptizimus, prorussische Sympathien und Angst vor Flüchtlingen mischt sich das Gefühl vieler Menschen, sie würden von der Elite nicht respektiert. Deshalb wollen viele die politische Klasse pauschal bestrafen.“

Tschechien geht es gut, trotzdem wählen viele aus einer „irrationalen Verdrossenheit“ heraus einen bösen Populisten. Diese Denkweise kennen wir doch irgendwoher. Für mich klingt das immer wie: „Der Pöbel hat Brot und Spiele, trotzdem rebelliert er gegen uns. Was stimmt nicht mit denen?“.

Diese Leute entlarven sich selbst. Nicht nur ist ihr Denken durch und durch elitär, auch scheinen sie zu glauben, dass es im Leben nichts weiter gibt als materiellen Wohlstand. Die Vorstellung, dass vielen Menschen im Moment andere Dinge wichtiger sind als Geld, die muss ihnen wohl vollkommen fremd sein.

Und wenn viele Bürger das Gefühl haben, dass sie von der politischen Elite nicht respektiert werden, ist das dann für einen demokratischen Staat nicht ein großes Problem? Sollte man sich da nicht fragen, was in so einem Staat falsch läuft und ob die Regierung noch die vertritt, die sie vertreten sollte?

Sehr merkwürdig ist dann auch diese Feststellung:

Mit Babis an der Spitze würde in Tschechien antieuropäischer Populismus an Einfluss gewinnen, warnt auch der Politologe Milan Znoj von der Karls-Universität Prag. Einen ähnlichen Weg wie Orbáns Ungarn oder Kaczynskis Polen, so Znoj, werde sein Land aber eher nicht einschlagen: „Wir haben zum Beispiel einfach nicht die nationalistischen Tradition Polens oder Ungarns.“

Auch wenn man sich hier auf einen tschechischen Politologen beruft, diese Aussage entspricht exakt der Linie des Spiegels.

Und obwohl ich Herrn Babis nicht näher kenne, so scheint er gemäß den Informationen dieses Artikels doch sehr proeuropäisch eingestellt zu sein. Er macht den Eindruck als wäre er ein Verfechter eines geeinten Europas mit offenen Binnengrenzen, in dem wir Europäer gemeinsam daran arbeiten, eine friedliche Zukunft für unseren Kontinent und für unsere Kinder zu schaffen.

Nicht nur haben wir damit mehr als genug zu tun, es ist auch in keinster Weise ersichtlich, warum wir parallel zu dieser monumentalen historischen Aufgabe plötzlich „Einwanderer“ aus der dritten Welt auf unserem Kontinent „integrieren“ und somit weiteres Konfliktpotential importieren sollten.

Wer die Geschichte Europas kennt, der weiß, wie instabil unser Kontinent sein kann und der weiß gerade deshalb den Frieden und die Freiheit, die wir in den letzten 27 Jahren genossen haben, zu schätzen.

Von daher kann ich – zumindest anhand dieser Informationen – überhaupt nicht nachvollziehen, was an Andrej Babis „antieuropäisch“ sein soll.

Liebe Spiegel-Redaktion, wenn ihr die „Populisten“ wirklich verstehen wollt, dann müsst ihr endlich heraus kommen, aus euren linksliberalen Echokammern und akzeptieren, dass es noch andere Sichtweisen gibt als die eure. Andernfalls werdet ihr auch in Zukunft nur im Trüben stochern!

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Pariser Erklärung: Manifest für ein konservatives Europa

Europa aus dem Weltraum bei Nacht

Zehn konservative Intellektuelle aus verschiedenen Ländern Europas haben mit der Pariser Erklärung ein Manifest veröffentlicht, welches das heutige dekadente Europa kritisiert und ihm den Gegenentwurf eines neuen, konservativen Europas gegenüber stellt.

Die Autoren vertreten die folgenden Kernthesen:

  1. Europa ist unsere unersetzliche Heimat, Kultur und Zivilisation
  2. Europa wird bedroht von einem falschen Verständnis seiner selbst. Das falsche Europa sieht sich als Erfüllung unserer Zivilisation, beraubt uns aber in Wirklichkeit unserer Heimat und unserer Gemeinschaft.
  3. Die Schirmherren des falschen Europas glauben an einen unaufhaltbaren Fortschritt und an eine utopische Zukunft. Sie zerstören die christlichen Traditionen Europas und biedern sich Muslimen an, in der Hoffnung, dass diese ihre utopischen Visionen teilen. Im Namen von Freiheit und Toleranz unterdrücken sie unsere Meinungsfreiheit.
  4. Das wahre Europa ist in Gefahr. Nicht durch Russland oder Muslime, sondern durch die Aushöhlung seiner selbst und die falsche Vorstellung davon, was Europa eigentlich ist.
  5. Das wahre Europa braucht unsere aktive Teilnahme und unsere Solidarität. Der Geist des Fortschritts ist geboren aus der Liebe und der Treue zu unseren Heimatländern.
  6. Wir sind keine passiven Subjekte unter der Herrschaft von Despoten, wir übernehmen Verantwortung für unsere Gemeinschaft. Wir selbst sind die Autoren unserer gemeinsamen Geschichte.
  7. Das wahre Europa ist eine Gemeinschaft von Nationen. Wir haben unsere eigenen Sprachen, Traditionen und Grenzen. Trotzdem haben wir immer unsere gegenseitige Zusammengehörigkeit anerkannt.
  8. Wir unterstützen keine auferlegte, erzwungene Einheit.
  9. Das wahre Europa ist geprägt durch das Christentum.
  10. Das Christentum nährt Europa. Das wahre Europa bekräftigt die gleiche Würde eines jeden Individuums, unabhängig von Geschlecht, Rang oder Volkszugehörigkeit. Das Christentum ist die Basis für die Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Mit Hingabe setzen wir uns ein für unsere Ehepartner und unsere Kinder.
  11. Wir stützen uns auf die großen kulturellen Leistungen und die Tugenden der Antike.
  12. Von 1945 bis 1989 wurde in Europa viel erreicht. Doch wir können es nur bewahren, wenn wir uns auf uns selbst und unsere Traditionen zurückbesinnen, anstatt wie die Vertreter des falschen Europas uns selbst und alles Eigene zu verleugnen.
  13. Durch die Konstruktion eines falschen Christentums der „universellen Menschenrechte“ durch die Protagonisten des falschen Europa verlieren wir unsere Heimat.
  14. Die „Freiheit“ der 68er ist eine falsche Freiheit, die moralische Übertretungen zu Tugenden umdeutet und die sich in Europa immer weiter durchsetzt.
  15. Die falsche Freiheit der 68er löst unsere Gesellschaft und unsere Familien auf und konfrontiert die jungen Europäer mit einem gesellschaftlichen Trümmerhaufen.
  16. Während Europa moralisch völlig dereguliert wurde, wird das Wirtschaftsleben exzessiv reguliert und die Meinungsfreiheit wird immer weiter eingeschränkt.
  17. Das falsche Europa opfert sich selbst, um den Multikulturalismus zu verwirklichen, der erwiesenermaßen nicht funktioniert und nicht funktionieren kann.
  18. In einer Art verquerem Überlegenheitsdenken glauben die Vertreter des falschen Europa, die Migranten würden sich unserer „überlegenen“ linksliberalen Lebensweise anpassen.
  19. Die Technokratie des falschen Europas und ihr Glaube an die Globalisierung sind eine Bedrohung für unsere Demokratie.
  20. Das falsche Europa hält sich für so stark doch es ist schwach, weil seine falschen Ideen es von innen heraus schwächen.
  21. Eine Kultur der Ablehnung des Eigenen hat sich verfestigt.
  22. Die Elite des falschen Europas ist Arrogant.
  23. Wir müssen die Tyrannei des falschen Europas abschütteln. Es gibt eine Alternative.
  24. Die Arbeit an einer Erneuerung beginnt mit theologischer Selbsterkenntnis. Die universalistischen und universalisierenden Anmaßungen des falschen Europa sind eine Ersatzreligion – inklusive Glaubensbekenntnis und Kirchenbann.
  25. Wir müssen die Hoheit über die Sprache zurückgewinnen.
  26. Wir brauchen verantwortungsvolle Staatsmänner.
  27. Wir müssen nationale Einheit und Solidarität erneuern.
  28. Nur Imperien können multikulturell sein, und Europa wird ein Imperium werden, wenn wir es nicht schaffen, Solidarität und staatsbürgerliche Einheit zu den Kriterien für Strategien der Assimilation und Migrationspolitik zu machen.
  29. Viele halten Europa fälschlicherweise nur durch die Kontroverse über Migration erschüttert. In Wahrheit ist dies aber nur eine einzige Dimension eines viel generelleren sozialen Zerfalls, dessen Dynamik unbedingt umgekehrt werden muß.
  30. Wir müssen die moralische Kultur wiederherstellen.
  31. Märkte müssen nach sozialen Gesichtspunkten ausgestaltet werden.
  32. Erziehung muß reformiert werden.
  33. Ehe und Familie sind essentiell.
  34. Die Auseinandersetzung mit dem Populismus sollte angenommen werden.
  35. Unsere Zukunft ist das wahre Europa.

Klingt im großen und ganzen sehr vernünftig. Gegenüber aktuellen „populistischen“ Strömungen scheinen die Autoren etwas skeptisch zu sein

Allerdings gebe ich ihnen insofern Recht, als dass da oft leider der Europabezug tatsächlich etwas wenig ausgearbeitet ist. Dabei bietet uns doch gerade die aktuelle Krise in Europa die Möglichkeit, enger mit denen zusammenzurücken, die ebenfalls für das wahre Europa und für echte europäische Werte streiten.

EU fordert „innovative Barrieren“ für Städte

Nachdem die EU mitsamt ihren wichtigsten Mitgliedsstaaten Schengen in den Sand gesetzt und beim Schutz unserer europäischen Außengrenzen phänomenal versagt hat, macht man sich in der Zentrale des Irrsinns nun Gedanken, wie man das entstehende Chaos in Europa in Zukunft verwalten kann. Laut Welt fordert die EU-Kommission dazu nun „innovative Barrieren“, um unsere Städte vor Terrorattacken zu schützen.

Diese sollen uns vor Terror schützen, ohne den „offenen Charakter“ unserer Städte zu verändern. Dabei dürfte es wohl primär um den Schutz vor außer Kontrolle geratenen Allahu-Akbar-LKWs gehen.

Schön auch, dass endlich mal die Bedrohungen für unseren Zugverkehr mehr ins Bewusstsein rücken. Die EU hat das Problem erkannt und arbeitet an Risikobewertungen:

Sorge bereitet Brüssel auch die Sicherheit von Zügen: „Züge sind ein Hochrisikoziel, weil die gesamte Infrastruktur von ihrer Natur her offen ist“, schreibt die Kommissionsbehörde. Man arbeite darum „an weiteren Maßnahmen um die Sicherheit von Zugpassagieren zu verbessern“. Außerdem soll eine gemeinsame Risikobewertung vorgenommen werden. Weitere konkrete Schritte auf europäischer Ebene schlägt Brüssel derzeit aber nicht vor.

Na dann können wir ja wieder beruhigt Zug fahren.

Aber mal im Ernst: Züge sind in der Tat extrem gefährdet. Diverse Linksextreme Gruppen haben ja schon vor Jahrzehnten „erforscht“, wie man den Bahnverkehr am besten sabotieren kann und ihre im wahrsten Sinne bahnbrechenden Erkenntnisse für ihre Gesinnungsgenossen dokumentiert. Nicht auszudenken was los wäre, wenn eine Gruppe Islamisten mehrere Züge entgleisen lässt. Hunderte Tote wären vermutlich die Folge. Und wir können nur hoffen, dass die Geheimdienste die Terroristen rechtzeitig abfangen. Direkt schützen kann man tausende Kilometer Gleise schließlich kaum.

Aber mit ein wenig Kenntnis von Politik und Geschichte hätte man das auch alles vorher wissen können.

Jeder Staat hat Grenzen. Hat er keine Außengrenzen, dann verlaufen sie halt im Innern.

Die Farce mit dem Tag der Deutschen Einheit

Hattet ihr auch schon einmal das Gefühl, dass mit diesem Nationalfeiertag etwas nicht stimmt?

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1989 gab es noch Grund zur Freude

Mir wurde das so richtig bewusst am 3. Oktober 2010. Noch gut kann ich mich daran erinnern, wie ich im Radio von der Rede des damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff hörte. Von dieser Rede ist nur ein einziger Satz relevant, aber der hat es in sich:

Der Islam gehört zu Deutschland.

Und das ausgerechnet am Nationalfeiertag! Ich war geschockt und wütend, als ich das gehört hatte. Zum ersten Mal habe ich so richtig angefangen mir um diesen Tag der Einheit meine Gedanken zu machen. Da wurde mir klar, wie wenig sich die Politik bisher wirklich um die Einheit gekümmert hat.

Deutschland war 40 Jahre lang geteilt und beide Teile Deutschlands waren 28 Jahre lang von der Mauer voneinander abgeriegelt. Gleichzeitig wurde den Deutschen im  Osten der Kommunismus aufgezwungen. Familien wurden zerrissen und eine Zeit lang gab es zwei deutsche Staaten mit völlig gegensätzlicher politischer Ausrichtung. Selbst ein Bruderkrieg war zur Zeit des Kalten Krieges für lange Zeit eine reale Möglichkeit.

Dies hat tiefe Spuren in der Seele unserer Nation hinterlassen.

Hätte man sich da nach der Wiedervereinigung nicht irgendwas einfallen lassen müssen, um wieder ein echtes Gefühl von Gemeinschaft zwischen Ossis und Wessis zu schaffen? Und hätte man sich nicht viel eingehender mit der Frage beschäftigen müssen, in wie weit diese Annäherung schon geglückt ist? Abgesehen von gelegentlichen und oberflächlichen Umfragen zum Thema ist da nie viel passiert.

Die Deutsche Wiedervereinigung ist man ähnlich angegangen wie die Vereinigung Europas. Man schafft eine gemeinsame Währung und glaubt, dass das Ganze schon irgendwie zusammenwachsen wird. Und die Gleichen, die sich seit dem Brexit-Votum über den Zerfall der EU wundern, wundern sich seit dem 24. September nun über das starke Abschneiden der AfD in den neuen Bundesländern.

Und dann 2010 diese furchtbare Rede. Ausgerechnet am Tag der Deutschen Einheit will dieser Hinterzimmerpräsident uns diese furchtbare und mittelalterliche Religion aufzwingen. Der Islam aber gehört weder zu Deutschland noch zu Europa.

Als ich diesen Stuss aus Christian Wulffs Mund hörte, da war mir klar, es geht der Elite dieses Landes überhaupt nicht mehr darum, die Einheit der Deutschen in irgendeiner Weise zu fördern. Es ist schlichtweg kein Interesse vorhanden.

Es interessiert niemanden dort oben, ob dieses Land die Wunden von 40 Jahren der Teilung verschmerzt hat und ob wir wirklich wieder ein Volk sind. Die Elite interessiert sich auch nicht für den dieser Tage so viel gescholtenen ostdeutschen Mann, es sei denn, er wählt die falsche Partei.

Aber auch dann interessiert sie nur, wie sie ihn wieder zur Wahl einer „richtigen“ Partei motivieren kann. Scheitert er im Leben, so wird er als Verlierer dargestellt, der für sein Scheitern allein verantwortlich ist. Der Gedanke, dass mit unserer Gesellschaft vielleicht etwas nicht stimmen könnte, wenn sie die Ihrigen in großer Zahl zurück lässt, würde diesen Leuten niemals kommen.

Die Elite interessiert sich auch nicht für die vielen sterbenden Dörfer im Osten. Und wie Dansich sehr treffend analysiert hat, interessiert sich die Elite nicht einmal für die Demokratie, für die sie immer behauptet so heldenhaft einzustehen. Überhaupt ist ein Interesse der Elite am Wohlergehen unseres Landes und seiner Bürger nicht feststellbar.

Die Elite interessiert sich lediglich für ihren Machterhalt und aus Gründen, die sich mir bis heute nicht wirklich erschließen, verfolgt sie unablässig das Ziel, Deutschland in einen Vielvölkerstaat zu verwandeln.

Fast scheint es, als wäre es hierzu manchmal auch ganz zweckdienlich Ossis und Wessis gegeneinander auszuspielen. Auf der einen Seite der „dumme“ und „rückständige“ Ossi, auf der anderen Seite der „moderne“ und „moralisch erhabene“ Wessi, der dem Ossi durch seine jahrelang trainierte Fähigkeit zur völligen Selbstaufgabe den Weg in die Zukunft weißt.

Am Tag der Deutschen Einheit feiert sich eine Nation, zu der man sich so wirklich eigentlich gar nicht bekennen darf und die von ihrer Elite und einem großen Teil der Linken überhaupt nicht gewollt ist. Entsprechend geht es wenig festlich zu und vom Geist von 1989 ist nichts zu spüren.

Die meisten Bürger feiern statt der Einheit einen zusätzlichen freien Tag, während die Elite den Tag missbraucht um uns in Anlehnung an George Orwells 1984 zu erzählen, dass Deutschland ein Vielvölkerstaat ist und dass es dies schon immer gewesen ist.

Der Tag der Deutschen Einheit ist seiner heutigen Form schizophren und eine einzige Farce.

Radikal feminin

Vor Kurzem ist das neue Blog radikal feminin an den Start gegangen. Dieses Blog ist ein Blog von Frauen für Frauen. Die Autorinnen stellen sich dem Genderwahn und dem Feminismus entgegen weil sie erkannt haben, dass Feminismus und Karriere sie nicht glücklich machen.

Die Co-Gründerin Franziska verrät im Gespräch mit Martin Sellner was ihre Beweggründe sind:

Ich finde das ist ein tolles Projekt. Der Feminismus hat uns allen – Männern wie Frauen – geschadet. Er hat Generationen von Frauen erzählt, dass sie als Mütter nichts wert wären. Er hat ihnen erzählt, dass sie nur dann etwas wert sind, wenn sie mit uns Männern in der Arbeitswelt konkurrieren und dass sie uns am besten noch überflügeln sollten. Als ob ein signifikater Teil der Männer behaupten könnte, dass seine reine (und oft mehr oder weniger stupide) Erwerbsarbeit mehr wert wäre als die Arbeit einer Frau, die drei Kinder zur Welt bringt und sie (zusammen mit ihrem Mann) zu gesunden und geistig wie moralisch gefestigten Erwachsenen erzieht.

Im Grunde ist der Feminismus frauenfeindlich. Er erzählt den Frauen, dass alles Weibliche schlecht ist. Er erzählt ihnen, dass nur männliche Eigenschaften gut sind und dass die Frauen sich deshalb anstrengen sollten, um wie Männer zu werden.

Das Ergebnis ist eine Gesellschaft, die von bedeutungslosem Sex mit ständig wechselnden Partnern und entsprechend vielen kaputten Beziehungen und beziehungsunfähigen Individuen geprägt ist. Der Feminismus hat Männer und  Frauen voneinander entfremdet. Und wenn wir die 30 oder die 40 überschreiten, dann wird vielen von uns langsam klar, dass etwas nicht stimmt in unserem Leben. Für viele ist es dann schon zu spät und ihnen wird mit der Zeit bewusst, dass das mit dem Traum von der Familie nichts mehr wird.

Männer und Frauen aber wurden geschaffen, um einander zu ergänzen und gemeinsam starke Familien und eine funktionierende Gesellschaft zu schaffen und am Laufen zu halten.

Es ist schön zu sehen, dass es jetzt auch Frauen gibt, die diese Misstände offen benennen und nach Lösungen suchen. Wir dürfen uns nicht gegeneinander aufhetzen lassen. Das hat der Feminismus schon viel zu lange getan.

Nur gemeinsam werden wir die Fehler der Vergangenheit korrigieren und eine Gesellschaft schaffen können, in der Männer und Frauen wieder miteinander und nicht mehr gegeneinander arbeiten.

Multikulti und der Vielvölkerstaat

Was uns heute als „Multikulti“ verkauft wird ist in Wirklichkeit ein alter Bekannter. Wir kennen ihn aus der Sowjetunion, aus Jugoslawien und aus dem Libanon.

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Flagge Jugoslawiens

Die Rede ist vom „Vielvölkerstaat“. Er ist ein meist sehr konfliktreiches und oft auch labiles Gebilde. Verschiedene Völker leben in ihm und ein gemeinsames Narrativ soll Zusammengehörigkeit stiften, wo eigentlich keine ist. Zu diesem Zweck wird oft auch das Zusammengehörigkeitsgefühl einzelner Völker durch Gesetzes und Propaganda untergraben. Nichts soll dem staatstragenden Narrativ entgegen stehen.

Nicht selten verfügt ein solcher Staat über einen mächtigen Geheimdienst, der die Konflikte zwischen den Volksgruppen untereinander und zwischen einzelnen Volksgruppen und der Zentralgewalt unterdrücken soll.

Jeder, der Augen im Kopf hat, kann sehen, dass die Staaten Westeuropas sich heute mit einem irren und noch vor 20 Jahren undenkbaren Tempo zu genau solchen Vielvölkerstaaten entwickeln. Deshalb ist es ungeheuer wichtig, dass wir uns mit den Vielvölkerstaaten der Vergangenheit beschäftigen. Vieles was damals passiert ist, ist heute schon in der ein oder anderen Form passiert oder wird noch passieren.

Auch wenn wir die Zukunft nicht vorhersehen können, so ist doch absehbar, dass unserem Kontinent (wieder einmal) stürmische Zeiten bevorstehen.

Dankbarerweise hat die Blaue Narzisse heute einen sehr lesenswerten und informativen Artikel zu Jugoslawien und dem langen Scheitern dieses Vielvölkerstaats veröffentlicht, den ich euch hier empfehlen möchte.

Mit diesem Thema werde ich mich hier in Zukunft leider noch öfters beschäftigen müssen…

Warum viele im Westen den islamischen Terror nicht begreifen können

Seit den schicksalhaften Terroranschlägen in Frankreich im Jahr 2015 befindet sich das vor wenigen Jahren noch so friedliche Europa in einem Zustand der latenten Gefahr. Die politische Elite und ein großer Teil der Europäer können oder wollen nicht begreifen, was da geschieht. Aber woran liegt das eigentlich?

Erschießung eines großen Teils der Redaktion von Charlie Hebdo, Massaker im Bataclan, Selbstmordanschlag auf den Flughafen von Brüssel, LKW-Anschlag von Nizza, LKW-Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin, diverse „kleinere“ Anschläge mit LKWs und Transportern, Selbstmordanschlag auf ein Popkonzert in Manchester, Van-Anschlag in Spanien, Messerattacken in Finnland und so weiter und so fort. Das waren jetzt nur die „wichtigsten“ islamischen Terroranschläge in Europa seit dem Beginn dieser „Anschlagsserie“ im Januar 2015.

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Opfer des Selbstmordanschlags von Manchester am 22.05.2017 mit 22 Toten

Und immer hören wir die gleichen inhaltslosen Erklärungen, derer wir schon lange überdrüssig sind. Geheucheltes Mitleid für die Opfer, vorgespielte Fassungslosigkeit und der Aufruf, unser Leben nicht zu ändern und den Terror so durch unsere friedfertige und im wahrsten Wortsinne grenzenlose Opferbereitschaft zu besiegen.

Westliche Erklärungsversuche

Wir alle brauchen Erklärungen. Wir alle versuchen die Ereignisse, die wir in unserem Leben und in der Welt sehen einzuordnen und in ein in sich konsistentes Bezugssystem zu bringen.

Und was tun die meisten von uns, wenn sie versuchen diese Anschläge zu erklären? Sie suchen sich eine Erklärung, die in ihr eigenes Bezugssystem passt.

Und so werden die Attentäter laut dem gängigsten Erklärungsmuster als Verlierer bezeichnet. Als Feiglinge. Als Wahnsinnige.

Allen diesen Bezeichnungen ist eine Sache gemein: Sie sind schlicht weg nicht wahr.

Natürlich bedienen wir uns gerne solch einfacher Erklärungen. Indem wir den Feind mit negativen Attributen belegen machen wir uns das Leben so vieleinfacher. Aber wir betrügen uns auch selbst um die Chance, ihn zu verstehen. Und wie will man einen Feind bezwingen, den man nicht versteht?

Sind diese Leute Verlierer im Kontext unserer Gesellschaft? Es sind sicher ein paar darunter. Doch hat die Vergangenheit gezeigt, dass viele Attentäter sehr gebildet sind. Die für das E-Technikstudium eingeschriebenen Terroristen von 9/11 sind hier nur das prominenteste Beispiel.

Ist jemand feige, der sich selbst willentlich in die Luft sprengt? Wohl kaum. Ist er verrückt? Nach unseren Maßstäben definitv! Aber unsere Maßstäbe sind relativ und genau darum geht es in diesem Artikel.

Aber zuerst müssen wir ein wenig weiter ausholen.

Das Urproblem des Menschen

Wir alle wurden unverhofft in diese Welt geworfen. Wir lernen mit den Jahren unseres Lebens mehr und mehr wie sie funktioniert und versuchen zugleich ihr den Grund ihres Seins abzuringen.

Und auch wenn auch so oft alles so relativ erscheint, so gibt es doch einen Bezugspunkt, der für uns alle absolut ist. Das ist der Tod.

Egal ob einer arm oder reich ist. Ob sein Leben eine großartige Erfolgsgeschichte ist oder eine Geschichte des Scheiterns. Der Tod ist die einzige Gewissheit, die wir in dieser Welt haben und er ist zugleich die eine Sache, die so furchteinflößend ist, wie keine Zweite.

Egal welche Werte eine Gesellschaft auch immer vertreten mag. Im Grunde suchen sie alle nach einer Antwort für dieses Problem. In ihrem Kern ist jede Gesellschaft der Versuch der Auseinandersetzung mit unserer Sterblichkeit.

Manche Gesellschaftsmodelle akzeptieren den Tod. Manche leugnen und verdrängen ihn. Und wieder andere empfangen ihn mit offenen Armen.

Doch sie alle ringen mit ihm.

Was wir im Westen Glauben

Wenn wir nun unsere Feinde verstehen wollen, so müssen wir zuerst einmal uns selbst verstehen.

Die Vergangenheit

In den letzten fünfzehnhundert Jahren gab es im Westen drei vorherrschende Ideen zur „Überwindung“ des Todes:

  • Das Christentum
  • Das Weiterleben in den eigenen Nachkommen
  • Unsterblichkeit durch den Erwerb von Ruhm
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Jesus Christus opfert sich am Kreuz

Das Christentum war für lange Zeit die vorherrschende und unangefochtene Religion des Westens. Und so glaubten die Menschen also, dass der Tod durch Jesus Christus für uns am Kreuz überwunden wurde und sie glaubten an das vom Christentum versprochene ewige Leben nach dem Tod.

Freilich würde es nur denen zuteil werden, die sich zumindest zu einem guten Teil an die Gebote der Bibel halten. Diese stellten so etwas wie einen verpflichtenden moralischen Grundkonsens dar, der zwar nicht immer eingehalten wurde, die Gesellschaften des Westens aber zumindest auf einer gemeinsamen Wertegrundlage zusammenhielt und all zu Schädliches und die Gesellschaft zersetzendes Verhalten tabuisierte.

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Weihnachtliches Familienfoto um das Jahr 1900

Zum anderen gab es die in der Kultur verankerte Idee, dass der Tod auch auf biologische Weise – also durch Fortpflanzung – überwunden werden kann. Zwar kann niemand ewig leben, doch zumindst in den eigenen Kindern ist so etwas wie ein Weiterleben möglich.

Hat man eine Familie und gelingt es einem, diese auch zusammen zu halten, so kann man viele Jahre später auf dem Sterbebett auf ein erfolgreiches Leben zurückblicken. Man hat etwas geschaffen, das einen überdauern wird und es gibt Menschen, die einem Nahe stehen und die einen betrauern werden. Außerdem kann man die im Leben geschaffenen materiellen Besitztümer an die eigenen Kinder weitergeben, hoffend, dass diese den Wohlstand der Familie mehren werden und zukünftige Generationen das Andenken an unser Leben und unsere Leistung einmal in Ehren halten werden.

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Christoph Kolumbus segelte mit den Schiffen Santa Maria, Pinta und Santa Clara nach Amerika

Zu guter Letzt bleibt zu erwähnen, dass man auch durch den Erwerb von Ruhm weiterleben kann. Eine der größten und ruhmreichsten Heldentaten der Weltgeschichte ist die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus und die Männer seiner Expedition. Kolumbus war überzeugt, dass die Erde eine Kugel ist. Auch wenn es sehr gute Anhaltspunkte dafür gab, so ist es doch ein Unterschied, ob man an etwas glaubt, oder ob man sein Leben darauf verwettet.

Genau das aber taten Kolumbus und seine Männer – und sie obsiegten. Auch wenn sie heute natürlich alle Tot sind, so wurden sie durch ihre Taten – anders als die meisten ihrer Zeitgenossen – zu einem Teil der Weltgeschichte.

Mit ihrer Entdeckung bewiesen sie, dass sie die Erde eine Kugel ist und sie läuteten zugleich eine neue Ära der Seefahrt ein. Ihr eigentliches Ziel war es, einen neuen und schnelleren Seeweg nach Indien zu finden. Tatsächlich aber fanden sie einen neuen Kontinent und legten so den Grundstein für ein Land, welches lange Zeit nach ihrem Ableben zur Führungsmacht der westliche Welt aufsteigen sollte.

Die Gegenwart

Das alles hat sich heute grundlegend geändert. Das Christentum ist förmlich kollabiert und die Kirchen begreifen sich mehrheitlich eher als spirituellen Arm des Zeitgeists (siehe z.B. Evangelischer Kirchentag), denn als Verkünder der Bibel  oder – Gott bewahre – gar einer absoluten Wahrheit.

Ganz ähnlich wie den Kirchen erging es auch der Familie. Grundlage jeder Gemeinschaft ist die Bereitschaft, seine eigenen Interessen im Zweifel den Interessen der Gemeinschaft unterzuordnen. Dies gilt natürlich ganz besonders für eine so enge Gemeinschaft wie die Familie.

Der von den 68ern propagierte radikale Individualismus stellt das Individuum über alles andere. Die Moral des Christentums wurde abgelöst durch eine Moral des „Anything goes“. Der oberste moralische Grundsatz ist, dass alles erlaubt ist, was niemand anderem schadet. Dabei werden, nicht ohne Grund, die Dinge übersehen, die niemandem individuell schaden, sondern der Gemeinschaft als ganzem. Statt die zu ehren, die sich selbst zurückhalten und ihre Triebe und Impulse einem höhren Ziel unterordnen feiern wir heute diejenigen, die sich hemmungslos ausleben und dabei ein Trümmerfeld in ihrem Leben und in unserer Gesellschaft hinterlassen.

Mit solchen moralischen Grundsätzen ist es kein Wunder, dass funktionierende Familien im Westen die Ausnahme sind und die dysfunktionale Familie und der Singlehaushalt mehr und mehr zum Normalfall werden.

Statt Ruhm suchen wir nach Ablenkung von unserem Leben. Und manche machen sich auch zum willigen Zahnrad im Getriebe einer Wirtschaftsmaschinere, die uns Ausspuckt, sobald wir nicht mehr funktionieren. Und das nur weil uns jemand einmal gesagt hat, dort könnten wir uns selbst verwirklichen.

Doch wie verhält es sich jetzt mit dem Tod? Für 1500 Jahre erinnerten Bilder und Kreuze die Menschen im Westen nicht nur an die Hinrichtung des Gründers ihrer Religion, sondern auch an die eigene Sterblichkeit. Diese ständige Erinnerung des Todes hat sich ins Gegenteil gekehrt.

Anstatt uns die eigene Vergänglichkeit vor Augen zu halten und sich mit ihr auseinander zu setzen fliehen wir vor ihr wo immer wir können. Unsere ganze Kultur ist darauf ausgerichtet, uns von der unbequemen Realität des eigenen Todes abzulenken.

Die Armut und andere Unbequemlichkeiten des Daseins konnten wir im Westen weitgehend abstreifen und wir haben uns eingerichtet in einem weitgehend sorgenfreine Leben. Mit dem Tod kann uns das naturgemäß nicht gelingen und er ist das letzte Hindernis zwischen uns und unserer Illusion einer perfekten Welt.

Doch wir haben eine andere Antwort auf ihn gefunden. Wir berauschen uns an teuren Urlaubsreisen, Computerspielen, Parties, Sex und allem, was das Leben sonst noch zu bieten hat. Wir pflegen einen Jugendkult, der jedem der es will ermöglicht, das eigene Altern auszublenden und so zu tun, als wäre die Biologie nur ein Mythos. Warum erwachsen werden, wenn man sich auch mit fortschreitendem Alter noch von anderen einreden lassen kann, wie jung man doch ist und dass man den größten Teil des Lebens noch vor sich hat? Warum sich der Realität stellen, wenn die Täuschung so viel reizvoller ist?

Doch nun trifft unsere behagliche kleine Welt auf einen radikalen Gegenentwurf.

Was die Islamisten Glauben

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Ein Islamist hat einen völlig gegensätzlichen Begriff vom Tod. Für ihn ist der Tod nichts wovor er wegläuft (oder zumindest nichst wovor er weglaufen will). Zwar fürchtet auch er sich mit Sicherheit vor dem Tod, doch für ihn ist der Tod die Erlösung von einem Leben, das nur ein Übergang ist zu seinem eigentlichen Leben im Paradies, welches er innigst herbeisehnt. Er ist nur auf dieser Welt um sich vor seinem Gott für sein wahres Leben als würdig zu erweisen. Die Angst vor dem Tod ist für ihn ein Zeichen mangelnden Glaubens und sie ist etwas das es zu überwinden gilt. Und je schneller er sie überwindet, desto besser.

Der Islamist glaubt, dass Gott zu den Juden und den Christen gesprochen und ihnen übermittelt hat, was er von ihnen erwartet. Er glaubt auch, dass Juden und Christen diese Nachricht verfälscht haben und dass die Bibel das Ergebnis dieser Verfälschung ist. Darum hat Gott seinem Glauben nach seinen Propheten Mohammed gesandt, der mit dem Koran die wahre und unabänderliche Botschaft Gottes auf der Erde verkündet hat. Wer seine Gebote befolgt, der kommt ins Paradies und wird ewig und mit allen weltlichen Freuden leben, wer sie nicht befolgt, kommt in die Hölle, wo er für alle Ewigkeit geqäult werden wird.

Deshalb glaubt er, dass jeder Mensch an seinen Gott und an den Koran glauben sollte und er verachtet alle, die es nicht tun oder die dem Koran nicht in seinem Sinne folge leisten.

Fazit

Wir sehen also, es ist nicht verwunderlich, dass viele von uns den islamischen Terror nicht verstehen können.

Der Westen versucht hier in diesem Leben ein Paradies zu schaffen. Er glaubt, wenn er den Tod nur lange genug aus seinem Bewusstsein verdrängt, wird sich das Problem schon irgendwie von selbst erledigen. Zudem ist er völlig davon überzeugt, dass dies die beste mögliche Lebensweise ist und dass jeder Mensch so leben will. Wer es nicht will, der weiß es nur noch nicht. Eine folgenschwere Fehlannahme.

Der Islamist nämlich braucht dieses irdische Paradies nicht und er verachtet es. Er glaubt dieses Leben ist nur eine Durchgangsstation an dessen Ende die Kämpfer des wahren Islam in das echte und ewige Paradies kommen. Er läuft vor dem Tod nicht davon, er läuft ihm entgegen.

C-Star im Einsatz gegen Schlepper und NGOs

Europa im Jahr 2017. Ein Projekt, das einmal gedacht war die Völker Europas zu vereinen und sogar anstrebte, zu so etwas wie den „Vereinigten Staaten von Europa“ zu werden wird, mit illegaler Einwanderung über das Mittelmeer konfrontiert.

Anstatt gemeinsam anzupacken und seine Grenzen zu schützen diskutiert dieses gescheiterte Europa, wo auf dem Kontinent man die Illegalen überall ansiedeln könnte. Ein wahrhaft vereintes Europa könnte rein von den nackten Zahlen (Bevölkerung, Wirtschaft, Bildungsstand etc.) ohne weiteres eine der bestimmenden Großmächte dieser Welt sein.

Dieses Europa hingegen ist nur deshalb kein Failed State, weil es niemals ein Staat gewesen ist. Also quasi ein Failed State by Design.

Schlepper und NGOs haben unter den Augen der wenig vereinten europäischen Staaten auf dem Mittelmeer mittlerweile einen Fährdienst für illegale Einwanderer eingerichtet. Und die einzigen, die dagegen vorzugehen versuchen sind ein paar durch Spenden finanzierte Aktivisten der Identitären Bewegung, die das Schiff C-Star gechartert haben und gerade vor der Küste Libyens (übrigens ebenfalls ein Failed State) im Einsatz sind:

Ich finde klasse was sie da tun und wer etwas an ihre Aktion Defend Europe spenden kann, der soll das bitte tun.

Aber zugleich bin ich schockiert, dass das der einzige Grenzschutz ist, den wir noch haben. Gute Nacht, Europa!

Europas Krankheit

Die Welt berichtet, dass heute Morgen etwa 200 Afrikaner die Sperranlage der auf dem afrikanischen Kontinent gelegenen spanischen Exklave Ceuta überwunden haben.

Hier Fernsehbilder der illegalen Eindringlinge, die ihren geglückten und eigentlich strafbaren Grenzübertritt frenetisch feiern:

Der Grund für die überschwängliche Freude? Diese Leute sind nicht in ein normales Land illegal eingedrungen. Denn dann hätten sie angesichts der gerade begangenen Verletzung der Grenze eines souveränen Staates nicht viel zu Lachen.

In einem normalen Land würden ihnen für die Überwindung einer meterhohen Grenzanlage Verhaftung und umgehende Abschiebung drohen. Eventuell würde der Abschiebung auch monatelange Inhaftierung vorausgehen. Bei Widerstand würde die Grenzpolizei mit Tränengas und Gummiknüppeln antworten und sie würde alles tun, um die Integrität ihrer Grenzen zu schützen.

Aber Spanien ist kein normales Land. Spanien ist ein Teil des heutigen Westeuropas.

Und so wie die anderen Staaten Westeuropas leidet offensichtlich auch Spanien an einem scheinbar unauflöslichen Dilemma. Man ist ein Staat und möchte die Aufgaben eines Staates erfüllen. Gleichzeitig fühlt man sich aber einer weltfremden Moral verpflichtet, die zu diesen Aufgaben und mittel- bis langfristig sogar zur Sicherung der eigenen Existenz in einem krassen Widerspruch steht.

Dies führt dazu, dass Spanien hier ein geradzu groteskes und sehr einseitiges Capture-the-Flag-Spiel spielt. Spanien hat zum Schutz seiner beiden afrikanischen Enklaven große Sperranlagen errichtet. Versuchen illegale Einwanderer diese Sperranlagen zu überwinden, wird die spanische Grenzpolizei mit allen Mitteln versuchen sie davon abzuhalten, auf spanisches Territorium vorzudringen.

Gelingt es diesen Individuuen aber, die Sperranlage zu überwinden, dann haben sie gewonnen. Sie werden in Asylzentren auf dem spansichen und damit auch auf dem europäischen Festland gebracht. Dort können sie in Spanien Asyl beantragen.

Da es innerhalb Europas keine Grenzen gibt und sie diese ohnehin nicht für bindend halten können sie aber auch einfach weiterreisen. Z.B. in ein Land, das von noch bekloppteren Leuten regiert wird und in dem es deshalb noch einfacher ist ohne guten Grund Asyl zu bekommen.

China expandiert in Afrika

Ein interessanter Bericht im Spiegel: China eröffnet Militärbasis in Dschibuti.

Schon länger „engagieren“ sich die Chinesen in Afrika. Während Europa und zum Teil auch die USA von einem naiven Moralismus befallen sind, nutzen die Chinesen das langsam entstehende Machtvakuum und setzen eine langfristig und klug angelegte Strategie um, die sie am Ende zur nächsten Weltmacht machen könnte.

china-flag

Der Bau eigener Flugzeugträger und konkurrenzfähiger Stealth-Flugzeuge oder etwa die aggressive Durchsetzung chinesischer Territorialansprüche sind dabei nur die prominentesten von vielen weitsichtig geplanten Schritten, die die Chinesen geduldig und diszipliniert durchexerzieren.

Willkommen in der „multipolaren“ Welt

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie viele Ende der 90er nach dem Ende des Kalten Krieges und unter der US-Regierung von Bill Clinton auf eine zukünftige „multipolare“ Welt gehofft haben. Viele Linke, aber leider auch nicht wenige Konservative glauben ja, dass der böse Ami ein übler Kriegstreiber ist und die Welt nach dem Abgang der USA als Weltmacht zu einem Utopia würde, in dem der Weltfriede ein alternativloser Dauerzustand ist. Würden die bösen Amis nämlich aufhören ständig irgendwelche Kriege anzuzetteln, dann würde es ja kein anderer mehr tun.

Die Wahrheit sieht natürlich ganz anders aus. Mangels einer globalen ordnenden Autorität, die sich zu den Staaten der Welt verhält wie ein Staat zu seinen Bürgern, herrscht zwischen Staaten immer in irgendeiner Form das Recht des Stärkeren. Heute scheint es vielen, als ob das nicht mehr der Fall wäre und die Welt auf dem Weg zu einer Art zwischenstaatlichen Rechtsstaatlichkeit wäre. Dies war aber schon immer ein Trugschluss. Tatsächlich sind die USA die Weltmacht oder auch das „Imperium“ unserer Zeit. Diese Feststellung ist völlig wertfrei.

Eine Weltmacht sorgt für eine gewisse Ordnung und verhindert durch ihre Dominanz den Ausbruch größerer Kriege. Wird eine Weltmacht herausgefordert, so kann es natürlich auch zu regionalen Kriegen kommen. Der anfangs ungehinderte Aufstieg des Islamischen Staates gibt uns einen Vorgeschmack darauf, wie es in einer Welt aussieht, in der es keine Weltmacht mehr gibt.

Seit der Mensch in der Lage ist größere Distanzen (also ganze Kontinente oder gar Weltmeere) zu überwinden, befindet sich die Welt (etwas vereinfacht gesagt) immer in einem von zwei Zuständen:

  • Es gibt eine Weltmacht, die alle anderen Staaten der Welt mehr oder weniger beherrscht. Z.B. das Römische Reich, das British Empire oder die USA nach dem Ende des kalten Krieges.
  • Es gibt mehrere Großmächte, die die Welt unter sich aufteilen und von denen jede mehr oder weniger danach strebt, Dominanz zu erlangen und zur nächsten Weltmacht zu werden. Im Kalten Krieg sahen wir auch zwei Supermächte, die beide die Welt hätten beherrschen können, die aber durch die Existenz der Atombombe bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion in einem Patt gefangen waren.

Wer sich jetzt also eine „multipolare“ Welt wünscht, der wird letztlich sehr enttäuscht sein. Denn alles was er bekommen wird ist eine neue Auseinandersetzung zwischen den bereits bekannten und möglichen neu entstehenden Großmächten.

Erste Anzeichen für das Heraufbrechen einer solchen zukünftigen Weltordnung sehen wir heute vor allem am Verhalten von Russland und China.

Putin testet die USA

Als Putin 2013 als einziger Staatschef der Welt bereit war Snowden aufzunehmen und vor dem Zugriff der USA zu schützen, da tat er das gewiss nicht aus Menschlickeit. Putin sah die Schwäche der USA unter Obama und er sah die Chance, die USA zu testen. Die Provokation glückte und die USA konnten ihn mit ihren Sanktionen bis heute nicht in die Knie zwingen. Er ging einen Schritt weiter und annektierte die Halbinsel Krim. Der Kampf mit Geheimarmeen im Osten der Ukraine war für Putin dagegen kein Selbstläufer und vor einer offenen russischen Invasion schreckt er zurück. Gleichzeitig tritt Russland in Syrien als Großmacht auf und versucht hier wieder weltpolitischen Boden gut zu machen.

Der lange Atem des Drachen

Das Vorgehen der Chinesen ist dagegen meist subtiler. Sie nutzen die Macht ihrer Wirtschaft um weltweiten Einfluss zu erlangen und modernisieren Schritt für Schritt ihr Militär. Zudem verfügt China über die mit Abstand größte Landarmee der Welt.

Noch hindern die USA die Chinesen weitgehend daran, ihre territorialen Ansprüche in Südostasien konsequent durchzusetzen. Doch auch die Chinesen sehen die Schwäche der USA und ihre stärkste Waffe ist ihre Geduld.

Quo vadis, USA?

Viel hängt jetzt davon ab, ob Donald Trump bezüglich des weltpolitischen Niedergangs der USA eine Kehrtwende einleiten will und kann oder ob er vielleicht sogar ganz bewusst auf Isolation setzt. Verlieren die USA ihren Status als Weltmacht, so wird im Großen Spiel der Geostrategen eine neue Runde anbrechen.

Wie in Europa, so macht sich auch in den USA eine Moral breit, die die geopolitischen Realitäten leugnet und die versucht, die Welt ihren naiven Wunschvorstellungen untertan zu machen.

Die entscheidende Frage wird letztlich sein, ob die Vernunft wieder die Oberhand gewinnt, oder ob die USA den Weg Westeuropas gehen.

Wer wird die neue Weltmacht?

Die USA stehen am Scheideweg und Westeuropa macht den Eindruck, sich eher von Afrikanern in Gummibooten kolonialisieren zu lassen, als dass es jemals wieder eine vernünftige geopolitische Strategie entwickeln würde.

Währenddessen bringen sich Russland und China in Position für eine Zukunft, in der die Macht der USA schon bald rapide schwinden könnte. Russland ist militärisch stark, leidet aber an einem Bevölkerungsproblem und hat zudem massive wirtschaftliche Defizite. China dagegen verfügt über eine starke Wirtschaft, das Land wird aber zugleich von massiver wirtschaftlicher Ungleichheit geprägt, die das Land in Zukunft destabilisieren könnte. Außerdem hat China aufgrund der etwas zu erfolgreichen Ein-Kind-Politik der Vergangenheit das Problem einer alternden Bevölkerung und zudem gibt es (aus als Folge der Ein-Kind-Politik) einen Männerüberschuss. China und Russland zeigen hier beide, dass Bevölkerungspolitik und Sexualmoral wichtige Stellschrauben sind, die mit über den Aufstieg oder den Fall von Zivilisationen entscheiden.

China ist im Moment für die Zukunft am besten aufgestellt, wird aber seine internen Problem lösen müssen. Die Geduld der Chinesen könnte sich am Ende auszahlen. Sie werden es mit ihrer starken Wirtschaft relativ einfach haben ihr Militär zu modernisieren. Der Aufbau der russischen Wirtschaft ist dagegen ein deutlich schwierigeres Unterfangen. Vielleicht wird am Ende auch eine Macht das Rennen machen, die bisher noch niemand auf dem Schirm hat.

Eins aber ist sicher: Die Großmächte der Welt sehen die selbstverschuldete Schwäche des Westens und sollte sie andauern, so werden sie sie gnadenlos ausnutzen. Und wer könnte es ihnen auch verdenken?