ARD tagesthemen: Politikwissenschaftler spricht von ethnischer Verwandlung

Die Moderatorin Caren Miosga befragte in der gestrigen Ausgabe der tagesthemen den politisch links eingestellten Politikwissenschaftler Yascha Mounk über die Hintergründe des Aufstiegs konservativer Gegenbewegungen zum herrschenden linken Mainstream (in den Medien gerne auch als „Populismus“ bezeichnet). Dabei fielen die folgenden Worte:

dass wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische  zu verwandeln. Das kann klappen, das wird, glaube ich, auch klappen, dabei kommt es aber natürlich auch zu vielen Verwerfungen.

Hier der Videoausschnitt dieser Aussage:

Es findet also ein „historisch einzigartiges Experiment“ statt, bei dem eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische verwandelt wird. Nicht näher bezeichnete „Verwerfungen“ müssen dabei wohl hingenommen werden. Sehr interessant diese Aussage.

Leute, die weiter rechts stehen als Yascha Mounk und für gewöhnlich nicht in den tagesthemen interviewt werden, haben für den exakt selben Sachverhalt auch den – in den Staatsmedien ebenfalls eher unerwünschten – Begriff der „Umvolkung“ geprägt. Hier gibt das Establishment zum ersten mal ganz freimütig zu, was es im Schilde führt. Keiner kann mehr sagen, dass er von nichts gewusst hätte.

Wenn man sich das ganze Interview in den Tagesthemen vom 20.02.2018 (das Interview beginnt bei 24:44) anschaut, dann stellt man fest, dass diese Aussage in einem Kontext steht, in dem es allgemein um „Populismus“ in der westlichen Welt geht.

Und diese „Prozessbeschreibung“ kann man derzeit tatsächlich auf fast alle Staaten des Westens anwenden.

Auch wenn die meisten in diesem Interview vorgetragenen Analysen dieses Politikwissenschaftlers durchaus schlüssig sind, so übersieht er doch einen entscheidenden Punkt.

Wenn die westliche Demokratie kein Instrument der Selbstbestimmung mehr ist, sondern stattdessen zu einer Horrorshow der Selbstzerstörung pervertiert wurde, die an den Wahnsinn Pol Pots oder an Mao Tse-Tungs verbrecherische „Kulturrevolution“ erinnert, dann müssen wir über weitere Gründe für den Niedergang dieses einstigen Erfolgsmodells gar nicht erst reden.

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Demos in Merkeldeutschland (Ost und West)

Dieses Video von einer regierungskritischen Demo in Cottbus (Brandenburg) am 3. Februar 2018 macht gerade in den sozialen Netzwerken die Runde:

In Kandel (Rheinland-Pfalz) gab es am 28. Januar 2018 ebenfalls eine Demo:

In Cottbus haben mindestens 3000 Menschen demonstriert, in Kandel waren es mindestens 1000. Der Grund für die Demo in Cottbus war die allgemeine Migrantengewalt in der Stadt, die Demo in Kandel entzündete sich an der Ermordung der 15-jährigen Schülerin Mia im Dezember letzten Jahres durch ihren angeblich ebenfalls 15-jährigen afghanischen Exfreund.

Schön zu sehen, dass sich da etwas tut und die Leute langsam die Angst verlieren und gegen die himmelschreiende Ungerechtigkeit in diesem Land aufbegehren. Ganz besonders erfreulich ist, dass da auch im Westen langsam etwas zu passieren scheint.

Im Angesicht der aktuellen und im Moment völlig unberechenbaren Regierungskrise bin ich sehr gespannt, ob sich da dieses Jahr noch mehr tut. Die Demo-Saison hat gerade erst begonnen und ich will nicht zu optimistisch sein, aber da könnte dieses Jahr durchaus noch einiges passieren.

Wer hätte sich jemals vorstellen können, dass die Altparteien keine Regierung mehr zusammen bekommen und sich gegenseitig zerlegen, nur weil eine neue Partei mit eigentlich zu vernachlässigenden 13% der Stimmen in den Bundestag einzieht? Da hätte man früher nicht lange gefackelt, die Posten vergeben und in einem Monat hätte man eine Koalition aus der Taufe gehoben und alle hätten sich freudig die Staatsknete in die Tasche geschoben. Heute funktioniert nicht einmal mehr das.

Wir Deutschen sind zwar leider riesengroße Waschlappen, aber wenn im Hintergrund Dynamiken am Werke sind, die zu solch krassen Verwerfungen führen, dann liegt vielleicht was noch viel größeres in der Luft.

Mangelnde interkulturelle Kompetenz: Auswärtiges Amt versteht die Ungarn nicht mehr

Schockierender Artikel auf Welt Online: Auswärtiges Amt versteht die Ungarn nicht mehr: „Wir wüssten wirklich gerne, wie sie ticken“

Schon im ersten Absatz des Artikels werden wir der Problematik in ihrer ganzen, schockierenden Dimension gewahr:

Wir verstehen die Mitteleuropäer nicht mehr.“ Es klang fast wie ein Stoßseufzer, ein Anflug leiser Verzweiflung, als am Rande des deutsch-ungarischen Jugendforums in der vergangenen Woche in Berlin ein Insider des Auswärtigen Amtes die Lage schilderte. „Wir wüssten wirklich gerne, wie sie ticken, was sie eigentlich wollen“, sagte er. „Aber wir wissen es nicht mehr.“

Und es geht Schlag auf Schlag, und es wird nicht besser – ganz im Gegenteil:

Peter Ptassek, Beauftragter für Grundsatzfragen, Brexit und EU-Koordinierung, fragte die anwesenden ungarischen Politiker immer wieder: „Was ist es denn, was mitteleuropäischer oder ungarischer werden soll an der EU? Ich verstehe nicht, um welche konkreten Vorstellungen es da gehen soll.“

Ich bin schockiert und traurig! Wie konnte es nur so weit kommen?

Wie kann man sich nur so schnell so weit auseinander leben? Wie kann eine Beziehung so kaputt gehen? Man redet noch miteinander, aber immerzu redet man aneinander vorbei.

Hilfe ist unterwegs!

Aber kein Problem liebe Diplomaten, ich kann euch vielleicht weiterhelfen. Ich bin ja von Natur aus ein hilfsbereiter Mensch und ich versuch das jetzt einfach mal.

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