Wie bekloppt sind die eigentlich?

Vor kurzem habe ich über diese neue Linke Website Agent*In geschrieben. Im Moment ist die Seite aufgrund der massiven öffentlichen Kritik an ihren Stasimethoden leider offline.

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Die Website Agent*In ist momentan leider offline

Dennoch habe ich  Seite bevor sie offline ging noch ein wenig angeschaut und ich finde man bekam dort sehr schöne Einblicke in die Gedankenwelt der radikalen Linken.

Ob man das jetzt lustig oder doch eher gruselig findet, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

Sehr interessant finde ich z.B., wie die Pick-Up-Szene beschrieben wurde:

Die Pick-Up-Szene ist eine antifeministische und dem Maskulismus nahe stehende Männer-Szene. Durch die strategische Beeinflussung von Gesprächssituationen versuchen ihre Vertreter, sexualisierte Kontakte mit Frauen, auch unabhängig von deren Willen, herzustellen.

Oh mein Gott! Männer! Und sie wollen doch tatsächlich „sexualisierte Kontakte“ zu Frauen herstellen. Furchtbar, wie können die nur? Und dann auch noch „unabhängig von deren Willen“. Da ist der Vergewaltigungsvorwurf nicht mehr fern.

Tatsächlich versucht die Pickup-Szene die größtenteils unterbewussten Mechanismen der weiblichen Partnerwahl zu verstehen und sich durch entsprechende Anpassung des eigenen Verhaltens und Aussehens für Frauen attraktiver zu machen.

Für feministisch geprägte Männer ist das natürlich schwer zu akzeptieren. Man hat ihnen eingeredet, eine Frau wäre ein gewissermaßen „heiliges“ Wesen und ihre Entscheidungen entspringen einem unergründlichen und zugleich unfehlbaren Prozess. Wenn sie nun jemand damit konfrontiert, dass Frauen oft eigentlich gar nicht wissen was sie wollen und zudem noch sehr triebhaft sein können, dann kommt ihnen dies natürlich vor wie Ketzerei.

So flüchten sie sich dann in ihre Dogmen und verteidigen ihr falsches Weltbild, als ob ihr Leben auf dem Spiel stünde. Und was für einen besseren Weg könnte es hierfür geben, als die verhassten Pickup-Artists als halbe Vergewaltiger hinzustellen?

Das Weltbild ist wieder im Lot, der Tag ist gerettet!

Bekloppte Leute, bekloppte Begriffe

Besonders witzig finde ich auch immer diese lustigen Begriffe, die die Linken sich ausdenken, um ganz normale Dinge zu beschreiben und als böse erscheinen zu lassen, die sie aus tiefstem Herzen ablehnen. Hier die merkwürdigsten Begriffe, die ich auf der Website gefunden habe:

  • „Biologismus“
  • „Heteronormativität“
  • „Familismus“

Schauen wir uns diese komischen Begriffe doch einmal genauer an.

Biologismus

Man kann menschliches Verhalten oft über die Biologie erklären und manchmal kann man dabei auch über das Ziel hinaus schießen. Der Mensch hat etwas tierisches in sich, er ist aber auch zu Höherem fähig und meiner Meinung nach ist sein Leben nicht zuletzt geprägt von einem Ringen zwischen diesen beiden Polen.

Von daher ist es nicht falsch, auch soziale und geistige Aspekte zu betrachten, um menschliches Verhalten zu verstehen und ein nur auf die Biologie gerichteter Ansatz ist durchaus kritikwürdig.

Was viele Linke heute aber anstreben ist eine Negation der Biologie. Alle Menschen sollen gleich sein und dazu ist man nicht nur gerne bereit, über sämtliche biologischen Unterschiede – vor allem zwischen Mann und Frau – hinweg zu sehen, man schreckt auch nicht davor zurück, Kritiker mit Kampfbegriffen wie eben dem Begriff „biologistisch“ zu brandmarken und wahre Hexenjagden mit dem Ziel der Zerstörung ihrer bürgerlichen Existenz gegen sie zu initiieren.

Heteronormativität

Also die Idee, dass Heterosexualität das Leitbild einer Gesellschaft sein sollte, da heterosexuelle Paare Kinder bekommen. Man kann da natürlich anderer Meinung sein. Dann sollte man sich aber fragen, warum wir in den vergangenen Jahrtausenden von anderen Gesellschaftsformen nicht viel gehört haben.

Ich wette da gab es durchaus ein paar. Vermutlich haben wir aber deshalb nichts mehr von ihnen gehört, weil es im Verlauf von Generationen einfach unheimlich wichtig ist, Kinder so zu erziehen, dass sie die eigene Kultur fortführen und stabile Familienverbände bilden. Fragen des sexuellen Lustgewinns sind dagegen eher von kurzfristigem Interesse und tragen nichts zum Überleben einer Zivilisation bei.

Nur weil etwas für den lächerlich kurzen Zeitraum unseres Lebens von etwa 80 Jahren oberflächlich zu funktionieren scheint, heißt das noch lange nicht, dass es auch über einen längeren Zeitraum funktioniert. Erst später zeigt sich, ob etwas eine gute Idee war, oder ob die Idee mitsamt der davon Überzeugten ausstirbt.

Hättest du vor 10000 Jahren als Häuptling eines Stammes gelebt und dein Nachbarstamm wäre plötzlich auf die glorreiche Idee gekommen, sämtliche Familienbande aufzulösen und ein System zu etablieren, in dem Sex und „Spaß“ in jeder Form wichtiger sind als die biologischen und kulturellen Aspekte der Sexualität, du hättest dir die Hände gerieben und nur noch auf den Tag gewartet, an dem du deine neuen „Untertanen“ und ihr Hab und Gut einsammeln kannst.

Familismus

Das ist der absolute Abschuss! Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: F-a-m-i-l-i-s-m-u-s!

Also die Idee, dass du von deiner Mutter geboren wurdest und dass du einen Vater hast. Teil des „Familismus“ ist diese abgefahrene und total böse wertende Idee, dass du mit diesem Vater und dieser Mutter idealerweise biologisch verwandt bist und sie sollten auch noch zusammen leben und einander treu sein, anstatt aufgeklärt und individualistisch mit ständig wechselnden Partnern in der Gegend rumzupoppen.

Und das geht noch weiter, mit diesem Familismus. Sollten deine Eltern noch weitere Kinder miteinander (ganz böse und „unmoralische“ Einschränkung) haben, dann sind das deine Geschwister.

Und es gibt ein Band zwischen dir, deinen Eltern, deinen Geschwistern, deinen eigenen Kindern, deinen Großeltern und auch der erweiterten Familie. Und diese sind dir tendenziell wichtiger als andere Menschen und idealerweise besteht zwischen euch ein größeres Vertrauensverhältnis als zu anderen Menschen.

Das ist natürlich alles übelst diskriminierend und biologistisch gegenüber den anderen 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten und selbstverständlich müssen unsere edlen linken Weltverbesserer dieses Machwerk der Reaktion zerschlagen, um uns in ein Utopia der völligen Gleichheit zu führen.

Den Spieß umdrehen

Ich finde diese Leute, die solche Ideen vertreten, ja echt schwer zu verstehen und es fällt mir ebenso schwer, mich in sie hinein zu versetzen. Ja ok, lassen wir das mit der Political Correctness.

Ich halte diese Leute für Idioten! Immer noch nicht glaubwürdig? Na gut von mir aus. Ich sag ja schon die Wahrheit. Ich bin der festen Überzeugung, dass man diesen Leuten INS HIRN GESCHISSEN HAT. Und das sicher nicht nur einmal!

Aber trotzdem will ich hier mal eine Herleitung wagen. Ich will versuchen zu den genannten und mit abstrusen Begriffen belegten Grundideen des menschlichen Daseins die „progressiven“ Gegenstücke zu finden. Die Ideen, die wir laut der Linken annehmen sollten sehen meiner Meinung nach wie folgt aus:

  • Biologismus => „Equalismus“
  • Heteronormativität => „Sexualismus“
  • Familismus => „Atomismus“

Aber schauen wir uns den Schwachsinn im Detail an.

Equalismus

Jeder ist gleich. Also nicht nur vor dem Gesetz, sondern so wirklich richtig gleich und ohne Kompromisse. Und was sich nicht gleicht, das wird gleich gemacht.

Wenn du also z.B. mal nach einem Streit mit deiner Freundin das Gefühl hast, dass ihr nicht gleich seid und es da Unterschiede zwischen Männern und Frauen geben könnte, dann streich diese biologistische Kackscheiße schnell wieder aus deinem Kopf. Sowas wird in Zukunft nicht mehr toleriert werden!

Aber keine Angst, mit der Zeit wirst du lernen solche Unterschiede komplett zu ignorieren und du wirst selbst glauben, dass sie gar nicht existieren. Du wirst glauben, dass alle „scheinbaren biologischen Unterschiede“, die du zwischen Menschen beobachtest nur eine Folge sozialer Unterdrückung sind.

Und sollte jemand mal die Dummheit besitzen eine gegenteilige Meinung zu äußern, wirst du ihn wie selbstverständlich und ohne jemals bewusst darüber nachgedacht haben zurecht weisen. Die Sache der völligen und absoluten Gleichheit geht uns schließlich alle an!

Sexualismus

Ein böser Reaktionär wie ich würde zum Thema Sexualität vermutlich so etwas sagen wie:

Wir Menschen sind vernunftbegabte Wesen und im Gegensatz zu den Tieren in der Lage, unser eigenes Handeln und unsere Triebe zu reflektieren. Deshalb können wir unsere Sexualität einem höheren Zweck wie der Fortpflanzung und dem schwierigen Aufbau eines stabilen Familienverbands unterordnen. Indem wir den Trieb einem Zweck unterordnen schaffen wir Zivilisation.

Im Kontext der linken Idee des Sexualismus ist das natürlich alles, wer hätte es erraten: Unterdrückerische Kackscheiße.

Der Trieb ist das Ziel und wenn es allen beteiligten „Spaß“ macht ist es moralisch nicht nur in Ordnung sondern ohne jeden Zweifel richtig.

Die Sexualität ist sich selbst genug und sie einem höheren Zweck unterzuordnen ist morlisch werwerflich und unterdrückerisch. Wer solche abstrusen Ideen vertritt ist aus jeder guten Gesellschaft auszusondern.

Wenn du also morgen feststellst, dass es dich sexuell unheimlich erregt, wenn alte Frauen deinen Genitalbereich mit erhitzten metallischen Gegenständen stimmulieren, dann ist das völlig in Ordnung und moralisch richtig und niemand hat das Recht, dich dafür zu kritisieren.

Und wer weiß, vielleicht machen wir aus deiner biologisch völlig nutzlosen aber hochinteressanten „Sexidee“ in 10 Jahren ja so eine Art gesellschaftliche Institution.

Atomismus

Familien gibt es nicht mehr, denn Familie kann nur funktionieren, wenn alle beteiligten bereit sind sich selbst zurück zu nehmen.

Das ist natürlich ganz übel diskriminierend, denn jeder hat ein Recht und sogar die Pflicht einen absoluten Individualismus zu leben. Dieser kompromisslose Individualismus ist gleich zu setzen mit Freiheit und eine derart „unfreie“ Institution wie die Familie muss deshalb abgeschafft werden.

Stattdessen kannst du ja eine moderne Lebensweise leben. Da die Ehe keine ernsthafte rechtliche Verbindlichkeit geniest hast du ohnehin gute Chancen, dass deine erste Ehe bald wieder geschieden wird.

Also warum danach nicht einfach die nächste Frau heiraten? Sie bringt Kinder mit, du bringst Kinder mit und schon lebt ihr das neue Ideal der Patchworkfamilie. Das ist trendig und hip.

Gut, es gibt öfters mal Konflikte und niemand weiß je so richtig, wer eigentlich zu wem gehört. Und wenn es zu einer neuen Runde im Kreislauf des geschieden werdens und wieder heiratens kommt, dann wird es noch komplizierter. Aber für den Individualismus müssen nun mal Opfer gebracht werden.

Wenn du vor lauter Patchwork irgendwann dein Vertrauen in die Menschen komplett verloren hast oder du diesen Punkt schon vor einer ersten Eheschließung erreicht hattest, ja dann bist du reif um diese großartige linke Idee des Atomismus in ihrer Vollendung zu leben: Du lebst für den Rest deines Lebens allein.

Fazit

Das sind also drei großartige linken Ideen. Will man in so einer Welt leben?

Ich nicht!

Donald Trump erklärt MS-13 und kriminellen Illegalen den Krieg

US-Präsident Trump hielt diese Woche in Brentwood, Long Island eine Rede vor amerikanischen Polizisten. In seiner Rede sichert er der Polizei die volle Unterstützung seiner Regierung zu und erklärt der von mittelamerikanischen Einwanderern gegründeten und äußerst brutalen Gang MS-13 den Krieg.

Hier die Höhepunkte seiner Rede:

Together we are going to restore safety to our streets and peace to our communities. And we are going to destroy the vile, criminal cartel MS-13 and many other gangs.

In einem intakten Staat ist es selbstverständlich, dass die Regierung Mittel und Wege findet, um Gangs und Clans aufzulösen. Am besten ist es natürlich immer, wenn man schon früh Härte zeigt, so dass solche Organisationen erst gar nicht groß werden können. Das wurde in den USA versäumt, und das wird auch heute in Europa versäumt. Man denke nur daran, wie die Regierungen Europas ihre islamistischen Gefähreder selbst dann meist nur verwalten, wenn sie in Syrien im Kampfeinsatz waren und wieder in ihr „normales“ Leben zurück kehren.

They don’t like shooting people because it’s too quick it’s too fast. I was reading one of these animals was caught and explaining they like to knive ‚em and cut ‚em and let ‚em die slowly because that way it is more painful and they enjoy watching that much more. These are animals.

Das ist genial! Trump stellt die Welt vom Kopf wieder auf die Füße. Wir haben einen Rechtsstaat und das ist gut so. Doch viele Leute haben heute im Westen vergessen, dass auch der Rechtsstaat existiert, um Opfer zu schützen und Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen.

Manche Leute haben eine inverse Moral entwickelt, nach welcher der Täter letztlich ein Opfer von Gesellschaft, Eltern, Rassismus oder von was auch immer ist. Für den Täter werden immer neue Ausreden erfunden, damit wir ja nicht so gemein sein müssen ihn seiner Tat entsprechend zu bestrafen. Denn dies würde unser Selbstbild von der eigenen moralischen Vollkommenheit zerrütten. Die Opfer werden derweil an den Rand gedrängt und verschwinden aus dem Blickfeld, während mehr und mehr Menschen das Vertrauen in den Rechtsstaat verlieren.

Das rückt Trump wieder gerade. Er prangert die moralische Verkommenheit der Mitglieder von MS-13 an, er stellt ihre gewalttätige Natur heraus und er bezeichnet sie als das, was sie sind: Tiere.

Sie sind keine armen Jungs, die durch einen tragischen Zufall des Lebens auf die schiefe Bahn gekommen sind. Sie sind keine verhinderten Künstler und sie sind auch keine Opfer des bösen Kapitalismus. Sie sind perverse, sadistische Mörder und sie müssen mit aller Härte des Rechtsstaats bestraft werden. Denn nur wenn der Staat seine Arbeit macht, können wir alle in Frieden leben.

On behalf of the American people I want to say: Thank you, thank you very much, Thank you. And I don’t think you know how much the public respects and admires you. You’re saving American lives every day and we have your backs. Believe me. We have your backs 100%. Not like the old days. Not like the old days.

Trump dankt der Polizei und versichert ihnen, dass sie die volle Unterstützung der Amerikaner haben.

Das ist wichtig, weil heute viele der Polizei in den Rücken fallen. Politiker und selbst Vorgesetzte der Polizisten mit eingeschlossen. Sie wünschen sich eine Polizei, die keinerlei Gewalt anwendet, was natürlich völlig unmöglich ist. In ihrem moralischen Wahn von einem gewaltfreien Staat arbeiten sie letztlich (oft ohne es zu wollen) den Feinden eben jenes Staates zu. Man könnte auch sagen: Sie sägen am Ast auf dem sie sitzen.

Zum Schluss bringt Trump mit dem Satz „Not like the old days.“ noch einen sehr schönen Seitenhieb auf die Obama-Regierung.

But from now on we are going to enforce our laws, protect our borders and support our police like our police have never been supported before.

Eigentlich alles selbstverständlich. Heute leider nicht mehr und um so wichtiger ist es, dass Trump es ausspricht.

We cannot tolerate as a society the spilling of innocent, young, wonderful, vibrant people. Sons and daughters. Even husbands and wives. We cannot accept this violence one day more.

Hier wieder die richtige Moral. Der Staat muss die Unschuldigen schützen. Eine einfache und allgemeingültige Wahrheit, die in der öffentlichen Diskussion heute aber kaum noch vor kommt.

It is the policy of this administration to dismantle, decimate and eradicate MS-13…

Klingt martialisch. Aber kann und darf ein Staat akzeptieren, dass sich auf seinem Territorium kriminelle Organisationen breit machen? Man muss nur nach Mexiko schauen um zu sehen, wie so was ausgeht.

I have a simple message today for every gang member and criminal alien that are threatening so violently our people: We will find you, we will arrest you, we will jail you and we will deport you.

Wenn ich als Ausländer in ein fremdes Land komme, dann bin ich dort Gast. Es wäre mir sehr unangenehm, wenn ich später feststellen würde, dass ich mich dort unbewusst daneben benommen habe. Wer sich absichtlich und so massiv daneben benimmt, der sollte das fremde Land in dem er sich aufhält ohne jede Diskussion und auf dem kürzesten Weg wieder verlassen müssen. Und natürlich sollte der Nachdruck, mit dem er zur Ausreise bewegt wird im Verhältnis zur begangenen Verfehlung stehen.

Fazit

Ich will hier nicht den Fanboy machen. Aber Trump beweist in seinen Reden immer wieder, dass er schon jetzt der wichtigste US-Präsident des 21. Jahrhunderts ist.

Spätestens seit den 60ern versuchen gewisse Leute unsere Moral neu zu definieren. Sie wollen, dass wir die einfachen und grundlegenden Wahrheiten des Lebens vergessen. Wir sollen ihre verschrobenen Ideen als wahr anerkennen und sie glauben als ob sie die einzige Wahrheit wären, die wir je gekannt haben.

Präsident Trump interessiert sich nicht für diese kaputten linksliberalen Ideen und er interessiert sich nicht für diese kaputte Moral. Und er interessiert sich auch nicht für die kaputten Idioten, die all diesen Blödsinn glauben und ausrasten, wenn ihnen jemand widerspricht.

Präsident Trump stellt sich einfach hin und sagt, was gesagt werden muss. Und genau deshalb sollten wir dankbar sein, dass es ihn gibt.

Der junge Papst

Ich schaue kein Fernsehen und bin deshalb ziemlich uninformiert über das, was dort gerade so aktuell ist. Aber zufällig bin ich auf die HBO-Serie „The Young Pope“ gestoßen:

Zwar habe ich die Serie nicht gesehen, aber der Trailer scheint arg auf Krawall gebürstet. Die Ausschnitte, die man sonst so findet sind doch ein wenig differenzierter.

Die Story lässt sich so zusammenfassen: Der amerikanische Kardinal Lenny Belardo wird mit nur 47 Jahren beim Konklave als geheimer Kompromiss zwischen konservativen und liberalen überraschend zum Papst gewählt.

Die anderen Kardinäle halten den unerfahrenen neuen Papst für einen geeigneten Spielball ihrer Intrigen und Machtspiele. Schnell stellt sich aber heraus, dass sie sich grundlegend getäuscht haben.

Lenny wurde als Kind von seinen Hippie-Eltern in ein katholisches Weisenhaus gesteckt, so dass diese ungestört ihrem hedonistischen Lebensstiel fröhnen konnten. Aufgrund seiner tief sitzenden negativen Erfahrungen mit den Auswüchsen des gesellschaftlichen Liberalismus entscheidet er nicht nur im Vatikan politisch aufzuräumen, er strebt gleich eine radikale konservative Revolution innerhalb der Katholischen Kirche an.

Ich finde das ganze im Trailer etwas stark überzeichnet und ich bin skeptisch ob die Serie insgesamt etwas taugt. Aus Zeitmangel werde ich sie mir auch nicht anschauen. Aber ich finde die Grundidee hochinteressant.

Wir leben heute in einer Gesellschaft, die von Scheidungen und kaputten Familien geprägt ist und mehr und mehr Kinder wachsen unter solchen Bedingungen auf, während das ganze von offizieller Seite zugleich schön geredet wird (Stichwort: „alternative Lebensentwürfe“).

Schon lange Frage ich mich deshalb, ob diese Kinder sich eines Tages zu sehr „unentspannten“ Erwachsenen entwickeln werden und es so zu einer Sehnsucht nach der Wiederherstellung der in den letzten 50 Jahren verloren gegangenen gesellschaftlichen Normen kommen könnte. Manche dieser geschundenen Menschen könnten sogar deutlich radikaler sein, als uns lieb ist…

Deutschland – Ein Staat vor dem inneren Zerfall?

Viel wird gerade geschrieben und diskutiert über die Verantwortung der Linken zu den bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen am Wochenende beim G20 Gipfel in Hamburg. Und es ist mehr als überfällig, dass die Verharmlosung und die staatliche Finanzierung des Linksextremismus endlich einmal ins öffentliche Bewusstsein gelangt. Aber wer dieses Ereignis oder den Linksextremismus jetzt isoliert betrachtet, der denkt zu kurz. Man muss das Geschehene im historischen Kontext betrachten und dann wird man auf einige besorgniserregende Erkenntnisse stoßen.

Wer die Bilder vom letzten Wochenende nicht kennt oder sie nochmal Revue passieren lassen möchte, dem sei dieses Video empfohlen (leider wurde das ursprüngliche Video auf Youtube gelöscht und ich musste es jetzt schon zum wiederholten Mal durch ein anderes Video ersetzen):

Es sieht erst aus wie die Vorschau zu einem neuen Hollywoodstreifen. Aber das ist vor gerade einmal einer Woche wirklich passiert. In einer deutschen Großstadt. Hier kam es nicht nur einfach nur zu Ausschreitungen. Die Polizei hatte stellenweise die Kontrolle verloren. Autos wurden angezündet. Geschäfte wurden geplündert und ganze Stadtteile verwandelten sich in rechtsfreie Räume. Der Rechtsstaat und die staatliche Ordnung waren für kurze Zeit außer Kraft gesetzt.

Hätte jemand vor 10 Jahren so etwas prophezeit, man hätte ihn für verrückt erklärt. Sowas passiert im Nahen Osten und manchmal vielleicht auch in den USA. Aber in Deutschland? In einem der stabilsten Staaten der Welt? Unmöglich!

Doch die Welt hat sich stark verändert in den letzten zehn Jahren. Und wir Menschen sind unheimlich gut darin, uns anzupassen. So gut, dass wir uns Veränderung manchmal wieder ins Bewusstsein rufen müssen, um sie überhaupt als solche wahrnehmen zu können.

Wie die letzten 10 Jahre die Welt veränderten

Vor zehn Jahren, im Jahr 2007, platzte eine Immobilienblase in den USA und es kam zu einer Weltfinanzkrise. Banken gingen pleite und um eine Kettenreaktion zu verhindern, wurden gefährdete Banken von staatlicher Seite unterstützt. Diese Maßnahmen wurden von vielen als unsozial kritisiert und noch heute verbirgt sich dahinter einiger sozialer Sprengstoff.

Kurz darauf folgte die Staatsschulden- und Eurokrise. Der griechische Staat konnte sich dank der Währungsunion seit 2004  zu bisher nicht gekannten Zinssätzen mit billigem Geld eindecken. Spätestens 2011 war dann offenbar, dass das Land weit über seine Verhältnisse gelebt hat. Um ein unkalkulierbares Auseinanderbrechen der Währungsunion zu verhindern, wurde Griechenland mit Bürgschaften gestützt. Europäisches Recht, welches einen solchen Bail-Out explizit verhindern sollte, wurde ausgehebelt. Da in erster Linie Deutschland haftet, entstanden hier zum ersten Mal auch gewisse nationale Ressentiments. Und dabei wäre selbst den Griechen mit einem geordneten Staatsbankrott besser geholfen.

Nachdem die Nation-Building-Strategie von US-Präsident George W. Bush im Irak und in Afghanistan gescheitert war, erlebten wir unter seinem Nachfolger Barak Obama einen schleichenden globalen Machtverlust der USA. Zuerst zeigte sich dies im Jahr 2011 während des „Arabischen Frühlings“. Frankreich und Großbritannien unterstützten mit Luftangriffen die aufständischen Gegner des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi. Die USA hielten sich anfangs heraus, obwohl sie die Linie ihrer Verbündeten grundsätzlich unterstützen. Nur auf Bitten Frankreichs und Großbritanniens leisteten sie später im Hintergrund Unterstützung, nachdem den ehemaligen europäischen Weltmächten die Munition ausgegangen war. Hier zeigte sich zum ersten Mal eine neue weltpolitische Zurückhaltung USA. Zugleich wurde offenbar, dass Europa für sich alleine geopolitisch nicht handlungsfähig ist.

Dies bestätigte sich 2013 erneut. Als Folge des „Arabischen Frühlings“ entstand in Teilen Nordafrikas ein politisches Vakuum und illegale Einwanderer aus ganz Afrika schafften es auf die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa. Wieder versagte Europa kläglich. Anstatt ihre Außengrenzen zu schützen, organisierten die Europäer den Weitertransport der illegalen Einwanderer auf das europäische Festland.

Als Folge des von der westlichen Presse anfangs frenetisch als „Demokratiebewegung“ gefeierten „Arabischen Frühlings“ begann im Jahr 2011 der noch heute andauernde Syrische Bürgerkrieg. Dieser Krieg wurde nicht nur zu einem Schauplatz der Konfrontation zwischen verschiedenen Großmächten. Er wurde auch zu einem Inkubator islamistischer Bewegungen. Im Jahr 2014 erfuhr die Welt zum ersten Mal von der Existenz des „Islamischen Staates“. Während al-Qaida noch im Verborgenen operierte und versuchte mit weltweiten Terroranschlägen einen islamischen Staat herbeizuführen, gingen die protagonisten des IS die Sache direkter an. Sie eroberten einfach Territorium in Syrien und dem Irak und erklärten dies zu ihrem Staatsgebiet, in dem sie eine Gewaltherrschaft nach der Scharia und dem Vorbild Mohammeds errichteten. Von al-Qaida übernahmen sie das weltweite Franchising-Konzept. So gibt es andere Islamistengruppen in Tschetschenien, Zentralafrika, Libyen und sogar auf den Philippinen, die dem Islamischen Staat die Treue geschworen haben.

Für eine Weltmacht wie die USA ist die bloße Existenz einer solchen Gruppierung natürlich eine Kriegserklärung. Unter normalen Umständen hätte man davon ausgehen müssen, dass ein solcher „Staat“ zeitnah zerstört wird. Selbst dann, wenn dazu eine breit angelegte Bodenoffensive nötig sein sollte. Schließlich ist das vom IS propagierte weltweite Kalifat eine der gefährlichsten politischen Ideen unserer Zeit und jeden Monat den dieser „Staat“ besteht wird von Sympathisanten auf der ganzen Welt als Zeichen göttlichen Beistands gedeutet.

Doch nach ihren Niederlagen in Afghanistan und dem Irak sind die USA zu einer unsicheren und wankenden Weltmacht geworden. Zukunft ungewiss.

Ebenfalls im Jahr 2014 kehrt die große Geschichte zurück in ein Europa, das sich schon am Ende derselbigen wähnte. Nach einem Putsch in der zuvor unter russischem Einfluss stehenden Ukraine kommt es zum Konflikt mit Russland in dessen Verlauf Russland die Halbinsel Krim annektiert. Krieg in Europa kann von da an nicht mehr als unmöglich gelten.

Dies sollte sich schon weniger als ein Jahr später auf schreckliche Weise bestätigen. Im Januar ermorden in Paris schwer bewaffnete und in Syrien militärisch geschulte Terroristen die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo. Im November desselben Jahres wird Paris Schauplatz eines noch größeren Verbrechens. Und wieder sind Terroristen des Islamischen Staates am Werke. In einem Nachtclub werden Besucher eines Rockkonzerts mit Sturmgewehren erschossen, während Komplizen der Terroristen zeitgleich versuchen mit ihren Sprengstoffwesten in das Stade de France einzudringen, wo zu diesem Zeitpunkt ein Fußballspiel zwischen Deutschland und Frankreich stattfindet. Glücklicherweise scheitern sie dabei und sprengen sich lediglich außerhalb des Stadions in die Luft. Dennoch sind 130 Tote und 368 Verletzte die Bilanz dieses schrecklichen Abends.

Es folgen 2016 ein Selbstmordanschlag auf den Flughafen von Brüssel, ein Anschlag mit einem LKW in Nizza mit 86 Toten und ein ähnlicher Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin mit 11 Toten. 2017 kommt es in Großbritannien zu einer Häufung von mit Transportern und Messern durchgeführten Terrorattacken. Den traurigen Höhepunkt bildet ein Selbstmordanschlag auf ein Konzert in Manchester mit 22 Toten. Als „Terrorneuerung“ des Jahres 2017 kann wohl ein Engländer gelten, der sich einen Transporter gemietet hat, um die Terroranschläge der Islamisten nachzuahmen. Sein Ziel: Aus Rache für die vorangegangenen islamistischen Terroranschläge möglichst viele Moslems zu töten.

Im Jahr 2015 ist der „Arabische Frühling“ dann auch endgültig in Deutschland angekommen. Schon in den Jahren zuvor gab es einen Strom an illegalen Einwanderern aus Nordafrika und dem Nahen Osten, die vor allem Schweden und Deutschland wegen ihres großzügigen Sozialsystems ansteuerten. Doch 2015 spitzt sich die Lage dramatisch zu. Mehr als eine Million sollen es bis Ende des Jahres werden.

Überall taucht plötzlich das Wort „Flüchtling“ auf. Es saugt alle Begriffe der Differenzierung wie Politisch Verfolgter, Asylbewerber, Kriegsflüchtling, Wirtschaftsmigrant, illegaler Einwanderer usw. in sich auf und erklärt jeden, der irgendwie über das Mittelmeer gekommen ist ohne rechtsstaatliches Verfahren und ohne Ansehen der Person zu einem bemittleidenswerten Opfer des syrischen Bürgerkriegs (oder ersatzweise eines beliebigen anderen Krieges) und macht es zu einem unumstößlichen moralischen Gebot, ihm mit allen Mitteln des Staates zu helfen. Wer hier genauer nachhaken will oder versucht zu differenzieren, der ist per Definition ein Nazi und steht außerhalb jeder anständigen Gesellschaft.

Anstatt der Vernunft zu folgen und die Grenze zu schließen entscheidet Angela Merkel im September 2015 aus Angst vor hässlichen Fernsehbildern im letzten Moment die bereits in den Startlöchern stehende Bundespolizei zurückzubeordern. Die Grenze bleibt offen. Mit den bekannten Folgen. Nur durch Grenzschließungen in Osteuropa wird der Strom der illegalen Migranten für eine Zeit lang abgeschwächt. Die deutschen Grenzen aber existieren nicht mehr.

Anfang Januar 2016 erschüttern Berichte aus der Kölner Silversternacht Deutschland un die Welt. Etwa 1000 illegale Einwanderer, vornehmlich aus Nordafrika, haben dutzende Frauen auf der Domplatte sexuell belästigt und manche sogar vergewaltigt und terrorisierten andere Besucher der Feierlichkeiten mit Feuerwerksraketen, die sie in die Menge schossen. Die Polizei war ähnlich überfordert wie beim G20 Gipfel in Hamburg.

Die Kölner Domplatte, einer des exponiertesten und öffentlichsten Orte in ganz Deutschland, wurde für eine Nacht zu einem rechtsfreien Raum.

Im Laufe des Jahres 2016 beschließt Großbritannien in einer Volksabstimmung aus der Europäischen Union auszutreten und die Amerikaner wählen mit Donald Trump einen entschiedenen Gegner der herrschenden linksliberalen Ideologie und der Globalisierung zu ihrem nächsten Präsidenten. Der Graben zwischen Links und Rechts vertieft sich in der ganzen westlichen Welt.

Ein Land driftet auseinander

Betrachtet man die bürgerkriegsähnlichen Krawalle von Hamburg im Kontext dieser Veränderungen, so markieren sie ein weiteres Eindringen der Gewalt in eine Gesellschaft, die nicht weiß, wie sie mit den Veränderungen der sie umgebenden Welt umgehen soll. Und die Gewalt sickert schon länger in ein in diese einst so friedfertige deutsche Gesellschaft. Es gibt heute Gewalt von Links, es gibt Gewalt von Rechts, es gibt Gewalt aus der Mitte (man denke an zuvor unbescholtene Familienväter, die durch Angriffe auf Flüchtlingsheime aufgefallen sind), es gibt Gewalt von Islamisten und es gibt nicht politisch motivierte Gewalt durch illegale Migranten. Die Krawalle von Hamburg haben die Messlatte aber ein gutes Stück höher gelegt. Sie geben einen Vorgeschmack darauf, was passieren könnte, wenn die Gewalt einmal eskalieren sollte und der Staat längerfristig die Kontrolle verliert.

Es ist noch nicht lange her, da sagten die ersten in Deutschland sie fühlten sich heute wie in der Weimarer Republik. Manche sagen das wegen den Wahlerfolgen der AfD, andere wiederum sagen dasselbe, aber sie sagen es wegen der physischen Gewalt, mit der die Antifa und andere linke Gruppen rechtswidrig gegen die AfD vorgehen.

Wer die Bilder aus Hamburg gesehen hat, der hat nun einen weiteren Grund, sich an die Weimarer Republik erinnert zu fühlen und ich fürchte, das war noch lange nicht das Ende. In Deutschland gibt es heute tiefliegende Konflikte, die nicht einfach von alleine wieder verschwinden werden.

Der grundlegendste Konflikt in Deutschland ist heute der zwischen Befürwortern und Gegnern von Angela Merkels Flüchtlingspolitik.

Die Befürworter sehen es als moralische Pflicht, alle armen Seelen dieser Welt in Deutschland aufzunehmen und ihnen ein Leben im Wohlstand zu ermöglichen. Schließlich haben die Deutschen und alle anderen Industrieländer die Dritte Welt jahrzehntelang ausgeplündert. Sie holen sich also nur, was ihnen zusteht. Alleine die Vorstellung, dass der Zustand dieser Länder vielleicht auch etwas mit der inneren Einstellung ihrer Bewohner zu tun haben könnte, gilt hier als völlig abwegig.

Die Gegner auf der anderen Seite können nicht glauben, was da vor ihren Augen geschieht. Wie kann es plötzlich zu einer solchen moralisch untermauerten Selbstaufgabe kommen? Ein Land, das noch zur Jahrtausendwende um Rente, Arbeit und Gerechtigkeit gestritten hat, lässt plötzlich jede finanzpolitische Vernunft fahren und agiert, als ob Geld auf Bäumen wachsen würde. Die Rente, deren Sicherheit lange angezweifelt wurde ist plötzlich kein Thema mehr. Anstatt für die Zukunft zu planen, wird das Geld in vollen Zügen zum Fenster hinausgeworfen. Aus einem Asylrecht für politisch Verfolgte wird ein Einwanderungsrecht für Jedermann – Voraussetzungen müssen die potentiellen Einwanderer keine mehr erfüllen.

Irgendwann im Jahr 2015 habe ich im FAZ-Forum im Kontext der Flüchtlingskrise einen Satz gelesen, der das mulmige Gefühl vieler Gegner kurz und prägnant auf den Punkt bringt:

Angela Merkel hat den Gesellschaftsvertrag gekündigt.

Deutschlands innere Konflikte

Die Flüchtlingspolitik ist der offensichtlichste Konflikt. Aber unter der Oberfläche gärt noch mehr:

  • Links gegen Rechts: Die Linken sehen derzeit in allem, was der von ihnen präferierten Selbstaufgabe und ihren verinnerlichten Utopien widerspricht gleich ein Zeichen für die Widerkehr des Nationalsozialismus, während die „Rechten“ sich wie in einem sich auflösenden Staat vorkommen. Beide Positionen sind miteinander nicht zu vereinen.
  • Totaler Pazifismus vs. Die Realität: Aus dem „Totalen Krieg“ der Nazis wurde der ähnlich extreme „Totale Pazifismus“ der 68er. Diese naive Position konnte nur in einer Welt funktionieren, in der die USA für die Sicherheit Deutschlands sorgten. Dies ändert sich gerade und völlige Gewaltfreiheit wird in einer sich verändernden Welt nicht mehr funktionieren. Ein neuer Weg der Vernunft muss her und er wird auf erbitterten Widerstand stoßen. Zudem besteht die Gefahr, dass die lange und sehr extreme Gewaltabstinenz irgendwann in das Gegenteil umschlägt. Hamburg sollte hier eine Warnung sein.
  • Polizeiarbeit vs. Linke Moral: Dieses Problem ist eng verwandt mit dem des Totalen Pazifismus. Die Polizei kann ihre Arbeit oft nicht richtig machen und weicht zu oft zurück. Für eine robustere Linie würde sie von ihren Vorgesetzten auch keine Unterstützung bekommen, da dies der herrschenden linken Moral widersprechen würde. Außerdem urteilen die Gerichte oft viel zu lasch und Straftäter werden viel zu früh wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Ergebnis sind dann Ereignisse wie in Köln oder Hamburg sowie diverse kaum noch zu kontrollierende Araberclans. Der Bürger verliert das Vertrauen in den Staat, was man z.B. an der Zunahme der kleinen Waffenscheine und dem massiv gestigerten Absatz von Pfefferspray sieht. Zudem stellt sich die Frage, ob viele Polizisten unter diesen Bedingungen irgendwann von ihrem Job genug haben und der Staat auf Dauer noch genug Polizeinachwuchs findet.
  • Einwanderung und Identität: Seit den Gastarbeiterabkommen der 60er verdrängt Deutschland die Frage nach der eigenen Identität. Fragen wie „Was ist deutsch?“ und „Wer sind wir?“ hat man lange lieber unter den Teppich gekehrt. Zu groß die Angst in die Nähe der unheiligen Ideologie der Nationalsozialisten zu kommen. Dies wird in dem Vielvölkerstaat, zu dem Deutschland sich gerade entwickelt, nicht mehr funktionieren. Und es werden nicht nur die ethnischen Deutschen sein, die nach einer Identität suchen. Hier schlummert ein gewaltiges Konfliktpotential.
  • Legale Einwanderer vs. Illegale Einwanderer: Viele legale und qualifizierte Einwanderer (also die, die man unter dem Begriff des Einwanderers eigentlich versteht) kamen nach Deutschland, um sich eine bessere Zukunft aufzubauen. Ein Teil von ihnen fragt sicht heute unweigerlich, in was für ein merkwürdiges Land sie da eingewandert sind und warum sie all diese illegalen Einwanderer ohne Jobs und mit miserabler Bildung mitfinanzieren sollen. Einige von ihnen haben eine etwas „robustere“ Meinung zu solchen Themen, als ihre deutschen Nachbarn.
  • Sozialstaat und Gerechtigkeit: Ein Sozialstaat ist immer ein Kompromiss, der auf dem Wohlwollen derer basiert, die ihn finanzieren. Wenige dürften etwas dagegen haben, ihren unglücklichen Landsleuten etwas von ihrem Verdienst abzugeben, so dass jeder ein menschenwürdiges Leben führen kann. Er selbst könnte ja auch einmal in eine unglückliche Lage geraten. Doch wenn immer mehr Menschen ihr gesamtes Leben vom Staat finanziert bekommen und selbst noch Millionen von Menschen aus dem Ausland „einwandern“, um in den Genuss dieser sozialen Segnungen zu kommen, dann wird das System irgendwann kollabieren. Wie in der DDR werden die Leute sich fragen, warum sie mehr als nötig arbeiten sollen. Andere arbeiten weniger oder gar nichts und ein Großteil des erwirtschafteten Geldes geht ohnehin direkt an den Staat. Zudem müssen sich gerade die Geringverdiener Fragen, ab welchem Gehalt sich ehrliche Arbeit im Vergleich zu Hartz IV überhaupt noch lohnt.
  • Mehrheitsgesellschaft vs. Islam: Die weitgehend identitäts- und willenlose deutsche Mehrheitsgesellschaft trifft heute mit dem Islam auf eine immer stärker werdende Ideologie, die genau weiß was sie will und die ihre Interessen gezielt durchsetzt. Schweinfleischverbote, Streitereien über Minarette und Schwimmbekleidung und dergleichen sind da erst der Anfang.
  • Familie vs. Gender: Die Genderpolitik sucht sich winzig kleine und gesellschaftlich unbedeutende Minderheiten und macht für sie Politik. Dies alles geht zu Lasten einer vernünftigen Familienpolitik. Und das obwohl die Ergebnisse der deutschen Familienpolitik schon lange mehr als dürftig sind. Statt sein Hauptaugenmerk auf die Förderung von Familien zu legen propagiert der Staat mehr und mehr ein Sammelsurium völlig durchgeknallter Ideen, die die eingebildeten Probleme einiger weniger radikaler Aktivisten „lösen“.

Das Besorgniserregende an diesen Konflikten ist, dass sie alle in irgendeiner Weise das „Wir“ berühren. Sie werfen die Frage auf, was diese deutsche Gesellschaft eigentlich ausmacht und was sie zusammenhält. Wer sind sie, diese Deutschen und warum gehören sie zusammen? Oder tun sie das etwa gar nicht? Die Zeit wird es zeigen.

Vermeidung statt Politik

Zu all diesen Konflikten kommt eine Politik, die vor allem darauf ausgerichtet ist, Scheindebatten zu führen und die dadurch jede parlamentarische Diskussion über echte Konflikte verhindert.

Deutschland hat heute eine Bundeskanzlerin, die das Zuschütten von Problemen als Politikstil perfektioniert hat. Die konservative Konkurrenz konnte sie als Vorsitzende der CDU schon aus historischen Gründen leicht in die Rechte Ecke stellen. Dazu gelingt es ihr immer wieder, die Konservativen in der eigenen Partei zu disziplinieren. Und schon gibt es in der Politik keine grundsätzlichen Konflikte mehr. Seit sich Angela Merkel auf diesem Wege aus allen ernsthaften politischen Konkurrenzsituationen befreit hat, kann sie schamlos jedes Thema besetzen, das gerade die meiste Zustimmung verspricht und ist nicht mehr an so lästige Dinge wie die Überzeugungen der eigenen Partei gebunden.

Das ist gut für Angela Merkel, denn so ist der Machterhalt kein Problem mehr. Entsteht eine für andere Politiker gefährliche Wechselstimmung, so vollzieht sie den Wechsel einfach selbst und bleibt trotzdem an der Macht. Das ist sehr praktisch für Angela Merkel, aber es ist brandgefährlich für Deutschland, denn es verhindert jede ernsthafte politische Debatte über die drängenden Probleme unserer Zeit.

Konflikte verschwinden nicht von alleine

Man kann gesellschaftliche Konflikte eine Zeit lang unter der Decke halten, doch man kann nicht ewig vor ihnen weglaufen. Eines Tages holen sie einen unvermeidlich wieder ein. Und was dann?

Die Homo-Ehe und wie Angela Merkel die CDU zerstört hat

Was war das für ein merkwürdiger politischer Schachzug? Wie kam es dazu, dass so kurzfristig und überraschend über die Homo-Ehe abgestimmt und sie tatsächlich beschlossen wurde?

Grüne und FDP erklärten, sie wollen nur dann eine Koalition eingehen, wenn die Homo-Ehe Bestandteil des Koalitionsvertrags wird. Diese Aussagen waren natürlich direkt an Angela Merkel gerichtet und sollten einen Wahlkampf befeuern, der gute Aussichten hätte, eine arzneirechtliche Zulassung als Schlafmittel zu erhalten.

Angela Merkel „kontert“ den Vorstoß der Linken auf die von ihr hinreichend bekannte Weise. Sie gibt dem politischen Gegner gegenüber nach und entschärft so sein Thema. Man muss davon ausgehen, dass ihre in einer Talkshow vorgetragene Meinungsänderung, wonach die Homo-Ehe eine Gewissensfrage sei, nicht Zufall, sondern kaltes Kalkül war:

Erst durch dieses Interview wurde der Weg frei, zur gestrigen Bundestagsabstimmung über die Homo-Ehe (die aus Marketinggründen schon vor einiger Zeit in das an den Gerechtigkeitssinn appelierende „Ehe für Alle“ umgemünzt worden ist). Man beachte auch, wie sie um Nachsicht bittet für die, die mit dem Thema Probleme haben.

Diese Form des Konservativen Rückzugs kennen wir schon seit vielen Jahren: Seid nachsichtig mit uns, am Ende werden wir uns eurem progressiven Utopia schon beugen, aber ein wenig Zeit müsst ihr uns noch lassen.

Bei jeder wichtigen Entscheidung gilt der Fraktionszwang. Seit Angela Merkel an der Macht ist, wurde eine solche Abstimmung blockiert. Jetzt plötzlich, wo das Nein zur Homo-Ehe einen Nachteil im Wahlkampf oder gar (Schreck!) bei der Regierungsbildung bringen könnte, wird es zur „Gewissensfrage“.

Interessanterweise hat Angela Merkel dann aber doch gegen die Homo-Ehe gestimmt:

Sie verteidigt die in den letzten Jahren erfolgte Abschaffung aller Privilegien der Ehe (die sich aus Art 6 (1) GG ableiten) und wirft den konservativen Anhängern der CDU mit Verweis auf genau diesen Grundgesetzartikel und der Aussage, dass die Ehe als leere Worthülse noch eine Sache von Mann und Frau sei, einen winzigen Borsamen hin.

Auch hier wieder Konservativer Rückzug in Reinform: Das reicht einem sehr leidensfähigen Konservativen gerade so um das eigene Gesicht zu wahren und bereitet ihn auf die Akzeptanz des kommenden progressiven Utopias vor. Mit konservativer Politik und politischem Gestaltungswillen hat dies aber nicht das Geringste zu tun.

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Merkel stimmt am 30.06.2017 im Bundestag gegen die Homo-Ehe

Das ist ein geschickter Schachzug, macht sie so doch beide Lager Glücklich. Ein Sieg der Befürworter war Aufgrund der parlamentarischen Mehrheit des Linken Lagers und einiger CDU-Abweichler ohnehin so gut wie sicher, also konnte sie gefahrlos dagegen stimmen. Die Befürworter freuen sich, dass sie ihre Abstimmung bekommen haben. Die Gegner (zumindest die gutmütigen und die naiveren) glauben sie auf ihrer Seite. Sie war ja dagegen, aber gegen den Zeitgeist kam sie nicht an.

Hier bedient sie sich unterschwellig des beliebten linken Narrativs vom nicht aufzuhaltenden „Fortschritt“, der uns Konservative dazu bewegen soll, die politischen Vorstellungen der Linken als unabwendbares Schicksal zu akzeptieren und den politischen Meinungskampf einzustellen.

Doch hier geht es nicht um Fortschritt. Hier wird eine grundlegende gesellschaftliche Institution demontiert, deren Zweck einzig die Steigerung der Zahl der (möglichst intakten) Familien und der Geburtenrate war und die schon lange vorher durch frühere „fortschrittliche Liberalisierungen“ wie die Abschaffung des Schuldprinzips in ihrer Funktion stark geschädigt wurde. Durch ihre weitere Relativierung wird man sie sicher nicht reparieren.

Es würde mich nichtmal wundern, wenn Angela Merkel auf eine Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts noch vor der Wahl spekuliert, in dem die vom Bundestag beschlossene Homo-Ehe aufgrund von Paragraph 6 Absatz 1 Grundgesetz wieder einkassiert wird:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Art 6

(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

Das ist unwahrscheinlich, aber es ist durchaus möglich. Dann hätte sie zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Sie hätte das von den Linken so innig geliebte Thema Homo-Ehe politisch bedeutungslos gemacht und könnte sich mit Verweis auf ihre Gegenstimme und ihre Rede für die Ehe als Institution von Mann und Frau wieder bei den Konservativen anbiedern. Leider sind die Leute so vergesslich und gutmütig, dass dies mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich funktionieren könnte.

Wieso die CDU nicht mehr die CDU ist

Wie aber ist so ein beschämendes Schauspiel überrhaupt möglich? Damit das passieren konnte, mussten drei Dinge zusammenkommen:

  1. Eine taktisch gewiefte Parteichefin mit einem riesigen Machtbewusstsein und ohne jede eigene politische Überzeugung.
  2. Eine Partei voller Cuckservatives, die sich nicht trauen, für ihre politischen Überzeugungen zu kämpfen und die bei jedem thematischen Sieg der Linken hoffen, dass dieses Mal das letzte Mal gewesen ist.
  3. Die Abwesenheit einer konservativen Konkurrenz, die diese Partei offensiv angeht und ihr für solch groteskes Verhalten Reihenweise konservative Wähler abnimmt, ohne sich dabei ins Rechte Eck stellen zu lassen.

Merkel will nichts verändern. Sie hat keine politische Vision und keine Überzeugungen, die sie umsetzen möchte. Sie interessiert sich nur für die Macht selbst und vielleicht erfreut sie sich auch am Taktieren und am Erringen politischer Mehrheiten.

Eine lethargische Partei und eine mit sich selbst beschäftigte Alternative ermöglichen ihr, die Linken ins Leere laufen zu lassen, indem sie ihre Themen übernimmt, oder wie jetzt geschehen, einen Schritt zur Seite macht und dem Gegner die Verwirklichung seiner Idee ermöglicht. Dadurch ist diese Idee als Wahlkampfthema schlagartig vom Tisch und der Gegner muss sich erneut auf die schwierige und zeitintensive Suche nach neuen zugkräftigen Themen begeben.

Angela Merkels Politik ist nicht Politik, sondern Anti-Politik. Sie deformiert ihre Partei und beraubt sie ihrer Identität, indem sie ihr zum Zwecke des Machterhalts immer weitere Zugeständnisse abringt und eine thematische Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner weitgehend unterbindet. Sie reduziert Politik auf die Suche nach dem kleinsten für eine Mehrheit tauglichen gemeinsamen Nenner und führt ein ganzes Land in die völlige politische Gleichgültigkeit.

Ehe bleibt Ehe

Heute hat Angela Merkel mit ihrer nach außen hin stillschweigenden Zustimmung zur Abstimmung über die „Ehe“ für Homosexuelle das letzte konservative Feigenblatt der CDU geopfert. Und das Schlimmste ist: Mehr hatte die CDU wirklich schon lange nicht mehr zu bieten. Sie hatte keine zukunftsweisenden Ideen, wie man die Scheidungsrate drücken oder Ehe und Familie wieder populärer machen könnte.

Diese Ablehnung der völligen Relativierung der einst mit gutem Grund unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung gestellten Institution Ehe war der letzte Lächerliche Rest, der ihr an konservativer Gesellschaftspolitik (falls man das denn so nennen möchte) überhaupt noch geblieben war. Eine Bankrotterklärung kann vollständiger nicht sein.

Wir Konservativen sind zu oft zurückgewichen. Wir glaubten, wenn wir dem politischen Gegener ein wenig entgegenkommen, dann werden wir schon eine Einigung finden. Und wir glaubten, dass der politische Gegner irgendwann zufrieden sein würde. Doch dies war ein Trugschluss und auch nach 50 Jahren des Entgegenkommens ist er noch lange nicht zufrieden. Genaugenommen werden die Linken niemals zufrieden sein. Sie wollen nicht weniger, als die völlige Auflösung unserer Gesellschaft. Egal ob es nun um Leistungsprinzip, moralische Grundüberzeugungen, Staatsgrenzen oder Familien geht.

Und auch wenn man sich jetzt die sporadische konservative Kritik in den Medien anschaut, sieht man das altbekannte Bild. Eins haben alle Kommentatoren gemeinsam. Sie kritisieren, aber eigentlich befinden sie sich nur in der Defensive. Sie kritisieren, aber sie greifen nicht an. Was ihnen fehlt ist eine Gegenposition, die offensiv vorgetragen und mit Zähnen und Klauen verteidigt wird.

Es ist höchste Zeit! Fangen wir also damit an:

Schutz des Ehebegriffs ins Grundgesetz!

Demolition Man: Eine entlarvende Zukunftsvision

Manchmal schaut man alte Filme an oder liest alte Artikel oder Bücher und wundert sich, ob manche Entwicklungen wirklich schon in dem Maße vorhersehbar waren, oder ob da jemand einfach nur einen Glückstreffer gelandet hat.

So geht es mir auch bei der folgenden Szene aus dem Film Demolition Man aus dem Jahre 1993. Die Story ist schnell zusammengefasst: In der Zukunft wird ein Verbrecher aus dem 20. Jahrhundert, der zur Bestrafung in einer Kühlkapsel eingefroren war, aufgetaut. Dies stellt sich schnell als großes Problem dar, da diese futuristische und weitgehend gewaltfreie Gesellschaft mit einem solchen gewalttätigen Individuum einfach nicht fertig wird. Also taut man den Polizisten auf, der diesen Chaoten damals dingfest gemacht hat.

Aber seht selbst:

Wer 1993 im Kino gesessen ist und diese Szene gesehen hat, hielt das ganze sehr wahrscheinlich für einen ziemlich überzogenen Klamauk. Die meisten fanden es vermutlich unheimlich witzig, weil es so überzogen und grotesk ist. Andere betrachteten es vielleicht sogar als eine Beleidigung ihrer Intelligenz und wunderten sich, in was für einem B-Movie sie da jetzt gelandet waren.

Heute bleibt uns das Lachen dagegen im Hals stecken. Folgende Parallelen zur heutigen Zeit springen einem ins Auge:

  • Wir sehen eine technologisch sehr fortschrittliche Zivilisation
  • Ein Fremder mit völlig anderen Wertevorstellungen kommt in diese Welt
  • Ein hypersensibler Mann weint einem Automaten (gut, bei uns ist es noch der Psychologe) etwas von einem Beziehungsproblem vor.
  • Der Automat ist genauso schädlich wie ein moderner Psychologe. Anstatt dem verweichlichten „Patienten“ die angemessene und teils auch harte Kritik zuteil werden zu lassen, die er für eine positive Veränderung dringend benötigt, bestärkt er ihn auf seinem Irrweg und lobt ihn für seine Sensibilität.
  • Der Fremde hat für diesen Mann nichts übrig als eine Mischung aus Missachtung und Verachtung.
  • Die Polizei ist nicht in der Lage, Gewalt mit Gewalt zu begegnen. Sie ist grob unfähig, Gewalt kommt in der Gedankenwelt dieser Polizisten als Möglichkeit gar nicht mehr vor und sie sind bei ihrer Arbeit unbedingt auf die Kooperation des Verbrechers angewiesen. Ganz soweit ist es bei uns zwar noch nicht, aber aus Angst vor einem Justizsystem und einer Öffentlichkeit, die sich diese weltfremde Moral längst zu eigen gemacht haben, ist die Arbeit der Polizei bereits so eingeschränkt, dass das Ergebnis letztlich nicht viel anders aussieht.
  • Alle sind empört von der Gewalt und können es nicht begreifen.

In einem Punkt war der Film allerdings äußerst unrealistisch: Die Menschen in diesem Film verstehen, dass sei ein Problem haben…

Nachtrag:

Hier ein zum Thema passendes Video aus Großbritannien:

Es ist noch nicht ganz so schlimm wie im Film, aber wir alle haben in den vergangenen Jahren erfahren, wie schnell sich die Dinge verändern können.

Der Löwe von London Bridge

Auf ihrer Terror Tour am letzten Samstag drangen die drei London Bridge Terroristen auch in das Restaurant Black & Blue ein. Dort versuchten sie mit Macheten so viele Menschen wie möglich zu töten. Zur selben Zeit hielt sich dort auch Roy Larner (47), ein Fan des britischen Fußballklubs FC Millwall, auf.

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Roy Larner

Anstatt weg zu laufen begrüßte er die „Islam, Islam!“ und „This is for Allah!“ brüllenden Angreifer mit seinem ganz eigenen Schlachtruf:

Fuck you, I’m Millwall!

Anschließend stürzte er sich, nur mit seinen Fäusten bewaffnet, auf die Angreifer. Er musste 8 Stichwunden einstecken und verlor den Kampf. Allerdings überlebte er und durch sein mutiges Eingreifen verschaffte er den anderen Gästen mehr Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Angreifer wurden kurz darauf von der Polizei erschossen.

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Roy Larner ist auf dem Weg der Besserung und bekam von seinen Kumpels bereits einen wertvollen Tipp, wie er einen Krankenhausaufenthalt beim nächsten Terroranschlag vermeiden kann.

Die britischen Medien feiern Roy Larner derweil als den Lion of London Bridge.

Das ist eine tolle Story und Roy ist ein ganz großes Vorbild an Zivilcourage. Genau solche Geschichten brauchen wir heute in einer Zeit, in der alles im Chaos versinkt und unsere Gesellschaften scheinbar immer mehr an Bindungskraft verlieren.

Was mich wundert: Warum hab ich davon nicht aus der Mainstream Presse, sondern über alternative Medien erfahren? Ist mir das nur entgangen oder wurde die Story außerhalb Großbritanniens nicht so an die große Glocke gehängt?

Allgemein lässt sich feststellen, dass Heldenverehrung ein wenig aus der Mode gekommen ist. Alles wird heute bis ins Kleinste hinterfragt, seziert und relativiert. Da bleibt für Heldengeschichten einfach nicht mehr viel Platz.

Manchmal könnte man meinen, jemand will unbedingt vermeiden, dass Terroranschläge zu stark personalisiert werden. Aber das ist natürlich reine Spekulation.

Wir, die wehrlosen Europäer

Als Reaktion auf den Terroranschlag vom Samstag mit 8 Toten und 48 Verletzten hat die britische Polizei nun einen neuen Ratschlag für Bürger, die das Pech haben, sich unverhofft und überraschend inmitten eines Terrorangriffs wiederzufinden: Run, Hide, Tell

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Verhaltensregeln der britischen Polizei bei Terrorangriffen

Auf gut Deutsch:

Renne weg, versteck dich, erzähle es der Polizei

Es wäre witzig, wenn es nicht so traurig wäre. So redet man mit Kindern. Genauso gut kann man sagen:

Wenn etwas böses passiert, renne weg, vertseck dich und erzähle es einem Erwachsenen

Als Großbritannien 1940 unter einem Premierminister mit eigener Militärerfahrung in den Zweiten Weltkrieg zog, war Run, Hide, Tell noch kein Thema (nachgespielte Szene):

Stühle und Flaschen

Wie der Spiegel berichtet, versuchten die Attentäter von London Menschen in einem Cafe mit Messern zu erstechen, teilweise gelang es den Opfern aber, sich erfolgreich zu wehren, indem sie die Angreifer mit Stühlen und Flaschen bewarfen:

London-Anschlag: Cafe-Besucher attackierten Terroristen mit Stuehlen

Viele Jahrzehnte lang lebten wir in sicheren Verhältnissen. Öffentliche Sicherheit wurde weitgehend zur Selbstverständlichkeit und wie die Erinnerung an den Krieg verblasste, so schienen zukünftige Kriege in Europa zunehmend undenkbar. Mit den Jahren schien ein Rückfall hinter diese Errungeschaften, die wir nicht zuletzt unserer fortschreitenden „kulturellen Entwicklung“ zuschrieben, immer unwahrscheinlicher, ja mit der Zeit sogar unmöglich. Manche ließen sich sogar dazu hinreißen, von einem „Ende der Geschichte“ zu fabulieren.

In diesem Klima des sorgenlosen Lebens war es für uns kein großes Problem, mehr und mehr Verantwortung für unsere finanzielle und physische Sicherheit an den Staat abzutreten. Der Sozialstaat übernahm viele Aufgaben der Familie. Wir stimmten immer schärferen Waffengesetzen zu, versprach man uns doch absolute Sicherheit und gab uns das Gefühl, durch den Verzicht auf unsere Freiheiten zu moralisch besseren Menschen zu werden. Nicht lange dauerte es und auch die Wehrpflicht war für uns nur noch ein Anachronismus. Nichts weiter als ein Überbleibsel aus einer längst vergangenen Zeit und es war höchste Zeit, dieses Kapitel endlich zu beenden und sich dem ewigen Frieden zuzuwenden. Wir legten unser Schicksal in die Hände des Staates und gaben einen Teil unserer Freiheiten wie auch unserer Verantwortung ab.

Doch wir hatten uns getäuscht. Anstatt uns zu schützen hat der Staat eine Situation geschaffen, in der er uns gar nicht mehr schützen kann. Er hat Konflikte nach Europa geholt, die wir uns vor 20 Jahren niemals hätten vorstellen können und die man damals bestenfalls aus den Nachrichten aus Israel kannte. Nie hätte man geglaubt, dass so etwas einmal in Europa möglich sein würde.

Und jetzt stehen wir da. Man versucht uns in unseren eigenen Staaten zu ermorden. Und alles was wir haben um uns zu verteidigen sind Stühle und Flaschen.

Der Zweite Verfassungszusatz

Die Amerikaner (jedenfalls die, die sich nicht als „Liberals“ bezeichnen), haben dazu eine ganz andere Einstellung. Dem Staat stehen sie grundsätzlich eher misstrauisch gegenüber und Eigenverantwortung ist für sie keine politische Vokabel, sondern schlichtweg täglich gelebte Realität.

Auch für ihre Sicherheit sorgen sie notfalls selbst. Das ist auch gar kein Problem, kann doch jeder unbescholtene Bürger weitgehend problemlos eine Waffe erwerben.

Diejenigen, die mir jetzt gleich die „amerikanischen Zustände“ und das „laxe Waffengesetz“ um die Ohren hauen wollen, möchte ich nur dezent darauf hinweisen, dass die USA leider allgemein ein Gewaltproblem haben. In Europa gibt es mit der Schweiz, Österreich und Tschechien drei Länder mit sehr liberalen Waffengesetzen und die meisten wissen nichtmal davon, weil da einfach fast nichts passiert.

Außerdem sei angemerkt, dass die Amerikaner kein „laxes“ Waffengesetz haben. Die Amerikaner haben ein Waffengesetz von Verfassungsrang, nämlichen den zweiten Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika. Und anders als praktisch jedes andere Waffengesetz der Welt, schränkt dieses Gesetz nicht ein, welche Waffen ein Bürger besitzen darf. Es macht das genaue Gegenteil.

Es verbrieft das Recht der Amerikaner Waffen zu besitzen und sie im öffentlichen Raum zu führen und verbietet dem Staat, dieses Grundrecht einzuschränken.

In Amerika werden Rechte nicht durch die Gnade eines allmächtigen Staates verliehen. In Amerika besitzt der Bürger diese Rechte schon von Geburt an. Nicht der rechtschaffene Bürger muss gegängelt werden, sondern der potentiell gefährliche und von Natur aus zur Tyrannei neigende Staat.

Dies ist die vornehmste Aufgabe der US-Verfassung und eine sehr wichtige Rolle spielt hierbei der bereits erwähnte zweite Verfassungszusatz:

2ndAmendment

Die Interpretation dieser Zeilen ist strittig und vermutlich werden die Amerikaner noch in 100 Jahren darüber streiten. Die zwei wichtigsten Interpretationen sind wie folgt:

  1. Mit der „well regulated militia“ ist eine Miliz unter staatlicher Kontrolle bzw. das Militär gemeint, folglich geht es hier nicht um privaten Waffenbesitz, sondern um Leute, die dieser „militia“ angegliedert sind (Waffengegner)
  2. Die „well-regulated militia“ ist das Militär und zum Schutz vor Tyrannei folgt aus der Bewaffnung des Staates die Bewaffnung des Bürgers. Die Begriffe „right of the people“ und „shall not be infringed“ sind zudem unmissverständlich und ginge es hier nicht um ein Individualrecht, dann hätten die Verfassungsväter sicher nicht den Begriff „right of the people“ gewählt (Waffenbefürworter)

Es ist vermutlich keine Überraschung, dass der Autor dieser Zeilen ein Anhänger der zweiten hier genannten Auslegung ist. Glücklicherweise wird diese bürgerfreundliche Auslegung auch vom Supreme Court unterstützt.

Wann immer jemand etwas von „schärferen Waffengesetzen“ in den USA erzählt, will er eigentlich sagen, dass dieser Verfassungsartikel eingeschränkt, uminterpretiert oder abgeschafft werden soll.

Die Amerikaner sind weit wehrhafter als wir Europäer und ein Terrorist wird sich seine Vorgehensweise dort sehr viel genauer überlegen als in Europa, da er dort jederzeit mit der entschiedenen Gegenwehr seiner vermeintlichen Opfer rechnen muss.

So hat jeder rechtstreue US-Bürger nicht nur die Möglichkeit, sich und seine Familie zuhause mit der eigenen Waffe zu verteidigen, er kann sogar eine Trageerlaubnis erwerben. Diese erlaubt es ihm dann auch in der Öffentlichkeit eine Waffe zu tragen und sich und andere im Ernstfall zu schützen.

Zudem ist sehr bemerkenswert, dass Fälle von Selbstverteidigung in den USA sehr viel pragmatischer abgeurteilt werden als in Europa. In den USA darf derjenige, der sich mit Gewalt gegen den Angriff eines anderen verteidigt, auf die Sympathie des Richters hoffen. So wie das in einem Staat mit einem gesunden Rechtsempfinden eben sein sollte.

Zurück nach Europa

In Europa dagegen kann Selbstverteidigung schnell zu einer Opfer-Täter-Umkehr führen und das eigentliche Opfer muss plötzlich nicht nur penible Ermittlungen erdulden, sondern es muss sich auch rechtfertigen, weil es mit dem Angreifer nicht sanft genug umgegangen ist.

Dies ist mit ein Grund, warum man in Europa bei Gewalttaten im öffentlichen Raum nicht wirklich auf die Hilfe von Fremden hoffen kann. In Europa fürchtet man sich nicht nur vor dem Gewalttäter, man fürchtet sich genau so sehr vor dem Richter, der einen gefeierten Helden mit einem Federstreich zum Straftäter machen kann. Es ist nicht wirklich verwunderlich, dass solche Zustsände den Zusammenhalt in unseren Gesellschaften erodieren.

Passend zur in Europa vorherrschenden infantilen Nanny-Staaten-Mentalität hat die EU nach dem Massaker in Paris am 13. November 2015, bei dem Islamisten mit Sprengstoffgürteln und illegalen automatischen Waffen 130 Menschen niedermetzelten, eine weitere Verschärfung der bereits sehr strengen Waffengesetze ausgearbeitet und verabschiedet:

EU-Gunban ohne Änderungen genehmigt

Als ob eine weitere Einschränkung der Freiheit der Bürger Europas irgend jemanden mit bösen Absichten davon abhalten würde, in Badewannen improvisierte Sprengstoffe herzustellen und illegale Waffen über unsere offenen Grenzen zu schmuggeln.

Man hätte diese Tragödie zum Anlass nehmen können, um die Frage aufzuwerfen, ob der Staat seine Bürger noch schützen kann. Und man hätte sich fragen können, ob ein Staat, der das nicht kann, seinen Bürgern ihr Menschenrecht auf Selbstverteidigung noch länger verweigern darf.

Zum Glück denkt nicht ganz Europa so. In Tschechien werden angesichts der steigenden Bedrohung gewichtige Stimmen laut, die eine Bewaffnung des Bügers fordern und ihn nicht als potentiellen Feind, sondern als Verbündten sehen:

Czech Gov’t: Placing Weapons in the Hands of Citizens is Best Defense Against Terror

Veränderung ist unausweichlich

Eines scheint mehr als sicher: Irgendwas muss sich in Europa in nächster Zeit ändern. Die in immer kürzeren Abständen durchgeführten Terroranschläge sorgen für ein Klima der Angst und bauen zugleich einen Veränderungsdruck auf, dem sich kein politisches System für immer entziehen kann.

Uns stehen zwei Wege offen, und einer von beiden ist mehr als beängstigend.

Wir können entweder unser Vertrauen in uns selbst zurück gewinnen und einen Weg hin zu mehr Freiheit und Eigenverantwortung wählen.

Oder wir flüchten weiter vor jeder Verantwortung und wählen den Weg, den Theresa May vor kurzem angedeutet hat, als sie eine stärkere Überwachung des Internets und einen Ausbau des Sicherheitsapparats gefordert hat. Dieser Weg führt uns noch weiter als bisher und in einem gefährlichen Maß in die Abhängigkeit eines überfürsorglichen Staates.

Im schlimmsten Fall führt er uns am Ende in die Diktatur.