Hagen Grell wurde von YouTube gesperrt

Der bekannte konservative YouTuber Hagen Grell wurde von YouTube wegen Kritik an der Antifa, „Hassrede“ und „Cybermobbing“ für 14 Tage gesperrt. Gut möglich, dass sein Kanal dauerhaft gelöscht wird.

Aber hört selbst, was Hagen zu sagen hat:

Hier Hagens diesbezügliches Posting auf seinem Blog:

http://hagengrell.de/wp/2017/11/14/hagen-grell-wurde-gesperrt-auf-youtube/

Hagen bittet alle seine YouTube-Abonnenten, sich für seinen Newsletter anzumelden. Dies ermöglicht euch, unabhängig von YouTubes künftigen Zensurmaßnahmen weiterhin von neuen Videos zu erfahren – selbst dann, wenn diese in Zukunft auf einer anderen Plattform erscheinen sollten.

Als zeitweiligen Ersatz für seinen gesperrten Kanal hat Hagen den neuen YouTube-Kanal Hagens HirnTicker eingerichtet. Es wird sich zeigen wie lange dieser Kanal Bestand haben wird.

Ebenfalls sehr interessant ist dieses Video von Martin Sellner, in dem er sich mit der Sperrung von Hagens Kanal und der allgemeinen Situation deutschsprachiger konservativer YouTube-Kanäle auseinandersetzt:

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Du bist ok, so wie du bist

Mit ihrer Identitäts- und Einwanderungspolitik spalten die Linken die Gesellschaften des Westens.

In Amerika hat sich jetzt jemand einen genialen Slogan einfallen lassen, der diesem Kulturkampf eine völlig neue Richtung geben könnte:

It's OK to be white

Einfach genial! Besser kann man die Linken nicht mit ihren eigenen Waffen schlagen. Dieser Slogan biedert sich der linken Sozialpädagogendenke an, um sie zugleich ad absurdum zu führen und ihre Doppelmoral schonungslos zu entlarven.

Alles ist für die Linken wünschenswert und in Ordnung, so lange es mit irgend einer Minderheit in Verbindung steht. Alles andere aber lehnen sie aus tiefstem Herzen ab und machen es gerne auf latente Weise verächtlich.

Sehr schön finde ich auch, wie man dieses einfache Muster auf andere Themen übertragen kann.

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Pariser Erklärung: Manifest für ein konservatives Europa

Europa aus dem Weltraum bei Nacht

Zehn konservative Intellektuelle aus verschiedenen Ländern Europas haben mit der Pariser Erklärung ein Manifest veröffentlicht, welches das heutige dekadente Europa kritisiert und ihm den Gegenentwurf eines neuen, konservativen Europas gegenüber stellt.

Die Autoren vertreten die folgenden Kernthesen:

  1. Europa ist unsere unersetzliche Heimat, Kultur und Zivilisation
  2. Europa wird bedroht von einem falschen Verständnis seiner selbst. Das falsche Europa sieht sich als Erfüllung unserer Zivilisation, beraubt uns aber in Wirklichkeit unserer Heimat und unserer Gemeinschaft.
  3. Die Schirmherren des falschen Europas glauben an einen unaufhaltbaren Fortschritt und an eine utopische Zukunft. Sie zerstören die christlichen Traditionen Europas und biedern sich Muslimen an, in der Hoffnung, dass diese ihre utopischen Visionen teilen. Im Namen von Freiheit und Toleranz unterdrücken sie unsere Meinungsfreiheit.
  4. Das wahre Europa ist in Gefahr. Nicht durch Russland oder Muslime, sondern durch die Aushöhlung seiner selbst und die falsche Vorstellung davon, was Europa eigentlich ist.
  5. Das wahre Europa braucht unsere aktive Teilnahme und unsere Solidarität. Der Geist des Fortschritts ist geboren aus der Liebe und der Treue zu unseren Heimatländern.
  6. Wir sind keine passiven Subjekte unter der Herrschaft von Despoten, wir übernehmen Verantwortung für unsere Gemeinschaft. Wir selbst sind die Autoren unserer gemeinsamen Geschichte.
  7. Das wahre Europa ist eine Gemeinschaft von Nationen. Wir haben unsere eigenen Sprachen, Traditionen und Grenzen. Trotzdem haben wir immer unsere gegenseitige Zusammengehörigkeit anerkannt.
  8. Wir unterstützen keine auferlegte, erzwungene Einheit.
  9. Das wahre Europa ist geprägt durch das Christentum.
  10. Das Christentum nährt Europa. Das wahre Europa bekräftigt die gleiche Würde eines jeden Individuums, unabhängig von Geschlecht, Rang oder Volkszugehörigkeit. Das Christentum ist die Basis für die Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Mit Hingabe setzen wir uns ein für unsere Ehepartner und unsere Kinder.
  11. Wir stützen uns auf die großen kulturellen Leistungen und die Tugenden der Antike.
  12. Von 1945 bis 1989 wurde in Europa viel erreicht. Doch wir können es nur bewahren, wenn wir uns auf uns selbst und unsere Traditionen zurückbesinnen, anstatt wie die Vertreter des falschen Europas uns selbst und alles Eigene zu verleugnen.
  13. Durch die Konstruktion eines falschen Christentums der „universellen Menschenrechte“ durch die Protagonisten des falschen Europa verlieren wir unsere Heimat.
  14. Die „Freiheit“ der 68er ist eine falsche Freiheit, die moralische Übertretungen zu Tugenden umdeutet und die sich in Europa immer weiter durchsetzt.
  15. Die falsche Freiheit der 68er löst unsere Gesellschaft und unsere Familien auf und konfrontiert die jungen Europäer mit einem gesellschaftlichen Trümmerhaufen.
  16. Während Europa moralisch völlig dereguliert wurde, wird das Wirtschaftsleben exzessiv reguliert und die Meinungsfreiheit wird immer weiter eingeschränkt.
  17. Das falsche Europa opfert sich selbst, um den Multikulturalismus zu verwirklichen, der erwiesenermaßen nicht funktioniert und nicht funktionieren kann.
  18. In einer Art verquerem Überlegenheitsdenken glauben die Vertreter des falschen Europa, die Migranten würden sich unserer „überlegenen“ linksliberalen Lebensweise anpassen.
  19. Die Technokratie des falschen Europas und ihr Glaube an die Globalisierung sind eine Bedrohung für unsere Demokratie.
  20. Das falsche Europa hält sich für so stark doch es ist schwach, weil seine falschen Ideen es von innen heraus schwächen.
  21. Eine Kultur der Ablehnung des Eigenen hat sich verfestigt.
  22. Die Elite des falschen Europas ist Arrogant.
  23. Wir müssen die Tyrannei des falschen Europas abschütteln. Es gibt eine Alternative.
  24. Die Arbeit an einer Erneuerung beginnt mit theologischer Selbsterkenntnis. Die universalistischen und universalisierenden Anmaßungen des falschen Europa sind eine Ersatzreligion – inklusive Glaubensbekenntnis und Kirchenbann.
  25. Wir müssen die Hoheit über die Sprache zurückgewinnen.
  26. Wir brauchen verantwortungsvolle Staatsmänner.
  27. Wir müssen nationale Einheit und Solidarität erneuern.
  28. Nur Imperien können multikulturell sein, und Europa wird ein Imperium werden, wenn wir es nicht schaffen, Solidarität und staatsbürgerliche Einheit zu den Kriterien für Strategien der Assimilation und Migrationspolitik zu machen.
  29. Viele halten Europa fälschlicherweise nur durch die Kontroverse über Migration erschüttert. In Wahrheit ist dies aber nur eine einzige Dimension eines viel generelleren sozialen Zerfalls, dessen Dynamik unbedingt umgekehrt werden muß.
  30. Wir müssen die moralische Kultur wiederherstellen.
  31. Märkte müssen nach sozialen Gesichtspunkten ausgestaltet werden.
  32. Erziehung muß reformiert werden.
  33. Ehe und Familie sind essentiell.
  34. Die Auseinandersetzung mit dem Populismus sollte angenommen werden.
  35. Unsere Zukunft ist das wahre Europa.

Klingt im großen und ganzen sehr vernünftig. Gegenüber aktuellen „populistischen“ Strömungen scheinen die Autoren etwas skeptisch zu sein

Allerdings gebe ich ihnen insofern Recht, als dass da oft leider der Europabezug tatsächlich etwas wenig ausgearbeitet ist. Dabei bietet uns doch gerade die aktuelle Krise in Europa die Möglichkeit, enger mit denen zusammenzurücken, die ebenfalls für das wahre Europa und für echte europäische Werte streiten.

Auf einmal haben sie Angst

Seit der Bundestagswahl am 24. September versuchen die Altparteien die Scherben zusammenzukehren. Und auch wenn die Parteien noch ihre Wunden lecken, so muss doch trotzdem zügig eine neue Regierung her. Die SPD hat schon am Wahlabend beschlossen in die Opposition zu gehen um wieder herauszufinden, wofür sie steht und warum sie eigentlich irgend jemand wählen sollte. Somit bleibt als einzig mögliche Koalition ein ideologisches Frankensteinbündnis von CDU/CSU, FDP und Grünen, das aus Angst vor Neuwahlen mit Ach und Krach erzwungen werden soll.

Und mitten in dieser ohnehin fragilien Situation legt die CSU unter ihrem wankenden Vorsitzenden Horst Seehofer doch tatsächlich einen Zehn-Punkte-Plan vor, der die Union wieder zu einer konservativen Partei machen soll.

Mit dieser Kehrtwende beweist die CSU, wie kaputt unser politisches System doch ist. CDU und CSU waren bis ins Jahr 2002 unzweifelhaft konservative Parteien. Erst mit der Übernahme des Parteivorsitzes durch Angela Merkel sollte sich das mit den Jahren nach und nach ändern.

Vielleicht doch mal wieder konservativ

Anfang 2013 gründete sich mit der AfD dann eine neue konservative Kraft in Deutschland. Diese Partei schaffte es nach nur sechs Monaten auf Anhieb beinahe in den Bundestag einzuziehen. Keine Partei überspringt in Deutschland einfach so die Fünfprozenthürde. Und genausowenig erringt eine Partei sechs Monate nach ihrer Gründung bei einer Bundestagswahl einfach mal so 4,7% aller abgegebenen Stimmen. Sowas passiert einfach nicht. Wenn es aber doch passiert, dann weiß man, dass da etwas größeres dahinter stehen muss.

Seit 2014 ist die AfD – teils zweistellig und manchmal sogar deutlich zweistellig – in jeden Landtag eingezogen, der gerade neu gewählt wurde. Und in dieser Zeit fiel der CSU nichts besseres ein, als den Linkskurs von Angela Merkel weiter mitzutragen. Von einer Rückbesinnung auf eine konservative Politik keine Spur.

2015 schaffte Angela Merkel ohne jede demokratische Legitimation die Grenzen der Bundesrepublik Deutschland praktisch ab und verwandelte das Land endgültig in ein Paradies für Wirtschaftsflüchtlinge aus der ganzen Welt. Eine derartige linksradikale Politik hätte man zuvor selbst einer hypothetischen Koalition aus Linkspartei und Grünen kaum zugetraut.

Reaktion der CSU? Sie drohte mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Bruch der Koalition und forderte eine Obergrenze. Wann immer sie aber feststellen musste, dass Angela Merkel nicht nachgibt, zog die CSU ihre zuvor brachial vorgetragenen Drohungen einfach wieder zurück und fügte sich stillschweigend in ihr Schicksal. Nur um das Spiel später wieder von Neuem zu beginnen und wieder zum selben Ergebnis zu kommen.

Und jetzt, nach der Bundestagswahl 2017, bei der die CSU vom Wähler ordentlich gerupft wurde, fällt einem in der CSU plötzlich auf, dass konservative Ideen wieder in sind und man vielleicht doch wieder eine konservative Partei sein sollte.

Was wäre passiert, wenn die AfD bei der Bundestagswahl nur 6% erhalten hätte? Würde man dann auch wieder konservativ sein wollen?

Höchtswahrscheinlich nicht. Denn woher kommt denn dieser plötzliche Meinungswandel?

Die CSU hat massiv an Stimmen eingebüßt und sie hat in Bayern weniger als 40% der Zweitstimmen erhalten. Sie gewann zwar alle Direktmandate, dafür ist aufgrund des schlechten Gesamtergebnisses aber kein einziger ihrer Kandidaten über die Landesliste in den Bundestag eingezogen.

Zweitstimmen Bundestagswahl 2017 in Bayern

Und dann wird im Herbst 2018 auch noch ein neuer Landtag gewählt. Jetzt haben die Landtagsabgeordneten der CSU natürlich allen Grund sehr nervös zu sein. Wenn sie die Kurve nicht kriegen und die AfD wieder so stark oder noch stärker abschneidet, dann sind viele ihren Job los.

Und nur genau darum geht es – leider. Als die CSU immer weniger konservativ wurde und sogar Dinge mitgetragen hat, die völlig gegen die Überzeugungen ihrer Mitglieder und Wähler waren, da hat das keinen gestört. Jetzt aber, wo viele Abgeordnete ihren Job und die Partei viel Geld verlieren könnte, da erkennt man plötzlich ein Problem und versucht Lösungen dafür zu finden.

Die CSU stört sich nicht daran, dass sie ihre originäre Politik nicht umsetzen kann, denn dann hätte sie schon viel früher ein Problem feststellen müssen. Die CSU stört sich daran, dass sie von den Fleischtrögen verdrängt werden könnte.

Das ist kein reines CSU-Problem. Es ist ein Problem unseres demokratischen Systems. Wird man als Abgeordneter in einen Landtag oder in den Bundestag gewählt, dann kann man davon ausgehen, für die nächsten Jahre ca. plus-minus 10.000 Euro pro Monat zu verdienen. Das ist eine hübsche Summe, die die wenigsten in ihrem richtigen Beruf (sofern sie überhaupt einen haben) jemals verdienen werden. So einen Job möchte man natürlich behalten. Für so ein Gehalt opfert man dann zur Not auch mal die politische Überzeugung.

Wer aber Politik macht, der sollte das in erster Linie aus Überzeugung tun. Unser System setzt hier völlig falsche Anreize. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn viele Politik mittlerweile als Geschäft betreiben.

Mit der Zeit hat sich eine Kaste der Berufspolitiker etabliert. Diese Berufspolitiker gehen nicht von ihren eigenen Überzeugungen aus und versuchen diese an den Wähler zu bringen. Sie gehen den umgekehrten Weg. Sie suchen stattdessen nach denjenigen Überzeugungen, die sich im Moment am besten verkaufen und die ihnen bei der nächsten Wahl den größtmöglichen Gewinn versprechen.

Die CSU sagt, konservativ wäre wieder sexy. Damit hat sie hoffentlich Recht. Als Demokrat hätte ich von ihr aber erwartet, dass sie auch dann konservativ gewesen wäre, als es eben nicht sexy war.

Gerechtigkeit für Erika Steinbach

Erinnert ihr euch noch, wie schäbig man mit Erika Steinbach umgegangen ist?

Nachdem die Union komplett nach Links gerutscht war und niemand in der Partei mehr das Rückgrat hatte Merkels Politik öffentlich zu kritisieren, war sie die letzte konservative Abgeordnete der CDU. Während andere ihre konservative Meinung höchstens noch im Hinterzimmer zur Schau stellten, blieb sie ihren Prinzipien immer treu. Völlig richtig sagte sie dann auch, dass sich die CDU verändert hat, während ihr eigener Standpunkt heute noch derselbe ist, der er immer gewesen war.

Anstatt sich um einen gemütlichen Platz auf der Landesliste zu sorgen kritisierte sie die Regierung öffentlich in den Medien und im Bundestag.

Nachdem man sie schon lange nicht mehr ernst genommen hatte und sie in der eigenen Partei mehr toleriert als geschätzt wurde, trat sie Anfang 2017 aus Protest gegen Angela Merkels Flüchtlingspolitik aus der CDU aus und kündigte ihr Engagement für die AfD im Bundestagswahlkampf 2017 an, ohne aber in die Partei eintreten zu wollen.

Daraufhin hat man dann im Bundestag eigens für die nun fraktions- und parteilose Abgeordnete einen Stuhl in der hintersten Reihe montiert. Nach 26 Jahren, in denen sie für die CDU im Bundestag als Abgeordnete tätig gewesen war, behandelte man sie für den Rest der Legislaturperiode nun wie eine Aussätzige.

Erika Steinbachs einsamer Stuhl im Bundestag

Erika Steinbach einsam im Bundestag

Ebenfalls sehr bezeichnend ist dieses Video von Frau Steinbachs letzter Rede im Bundestag:

Als sie erwähnt, dass das hier ihre letzte Rede vor dem Parlament ist fängt eine ganze Gruppe von Abgeordneten an zu klatschen (das dürften wohl die Grünen sein). Nach dem Ende ihrer Rede wird sie von Bundestagspräsident Lammert ermahnt und eine Reaktion wird ihr barsch verweigert.

Frau Steinbach hatte mit Verweis auf das Bekenntnis der Union zur Ehe als Bund zwischen Mann und Frau im CDU-Programm kritisiert, dass für die Entscheidung über die Homo-Ehe der Fraktionszwang aufgehoben wurde. Lammert staucht sie deshalb mit Verweis auf die im Grundgesetz verbriefte Gewissensfreiheit der Abgeordneten in einer sehr oberlehrerhaften Weise zusammen. Erst mag es so scheinen, als ob Lammer Recht hätte.

Doch zum Hintergrund muss man wissen, dass normalerweise bei allen wichtigen Entscheidungen der Fraktionszwang gilt. Eine solche Verletzung des Grundgesetzes ist also gänige Praxis. Die CDU hatte bis zu diesem Tag eine Abstimmung zum Thema Homo-Ehe gemäß ihres Programms verhindert. Angela Merkel lies den Fraktionszwang nur deshalb aufheben, weil sie wollte, dass der Antrag auf die Einführung der Homo-Ehe positiv beschieden wird. Der Verweis auf die Gewissensfreiheit erlaubte ihr selbst dagegen zu stimmen, den Antrag aber gleichzeitig mit einer sicheren Mehrheit durch das Parlament zu bekommen. So konnte sie hinterher allen Konservativen erzählen, dass sie doch auch auf ihrer Seite steht, hat aber ein gefährliches Wahlkampfthema aus der Welt geschafft, noch bevor die SPD daraus politisches Kapital schlagen konnte.

Hier ging es um politisches Kalkül und um nichts anderes. Lammert weiß das und Lammert hat sich die vorausgegangenen 4 Jahre auch nicht gerade als Vorkämpfer für die Abschaffung des Fraktionszwangs hervor getan. Hier eine solche Belehrung vom Stapel zu lassen ist an Heuchelei nicht zu überbieten.

Ich habe Frau Steinbach immer sehr bewundert. Und wenn ich so zurückblicke, dann wird mir klar, dass sie die letzte Abgeordnete war, die mich im Bundestag noch repräsentiert hatte. Entsprechend war ich wenig erfreut über das, was da geschehen war.

Sicher haben viele Abgeordnete ab und zu den Blick über diesen einsamen Platz in der letzten Reihe schweifen lassen und dabei den Tag herbeigesehnt, an dem diese für sie so nervige Frau nicht mehr Teil des Bundestags sein würde. Und es waren bestimmt nicht nur die Abgeordneten der Grünen. Gerade auch bei der Union dürften sich einige schon darauf gefreut haben, bald nicht mehr an das erinnert zu werden, für das sie früher einmal gestanden haben und das sie heute so vehement von sich weisen. Bald schon würden sie behaupten können, dass sie schon immer da gestanden hätten, wo sie heute stehen. Und niemand würde ihnen widersprechen.

Doch manchmal kommt es anders als man denkt!

Am 24. September 2017 haben wir alle gemeinsam etwas großartiges getan. Wir haben für Gerechtigkeit gesorgt. Wir haben dafür gesorgt, dass die letzte konservative Abgeordnete des Deutschen Bundestags nicht aus dem Amt scheidet, ohne dass jemand ihre Nachfolge antritt.

Jeder Abgeordnete des Bundestags, der sich schon freute, dass nun nichts und niemand mehr an die Werte erinnern würde, die hier einst nicht nur vertreten wurden, sondern die über lange Jahre wichtige Grundsätze der Politik waren, sollte an diesem Tag eine sehr unangenehme Überraschung erleben.

Als Ersatz für Frau Steinbach haben wir keinen einzelnen Abgeordneten und keine einzelne Abgeordnete in das neue Parlament gewählt. Wir haben eine ganze Fraktion mit sage und schreibe 93 Mitgliedern in den 19. Bundestag entsandt:

AfD Bundestagsfraktion

Wenn das keine Gerechtigkeit ist!

Rap-Video: Gun Owner vs. Liberal

Mich fasziniert ja immer, wie weit unsere konservativen Freunde in den USA uns in manchen Dingen voraus sind. Ein schönes Beispiel dafür ist dieses geniale Rap-Video, in dem sich ein amerikanischer Waffenbesitzer über linke Schneeflöckchen und ihr von der Realität entrücktes Weltbild lustig macht:

Leider habe bisher noch nichts Vergleichbares auf Deutsch gefunden.

Einfachheit ist alles

Erst vor kurzem hatte ich ein sehr interessantes Erlebnis. Ich zeigte einem Bekannten, den ich sehr schätze, einen Artikel einer schweizerischen Zeitung, den ich für sehr gelungen halte und der so etwa auf FAZ-Niveau angesiedelt war.

Nach wenigen Absätzen gab er auf und gestand mir, dass er sonst nur eine bekannte Boulevardzeitung liest. Zudem beklagte er sich, dass heute selbst in seinem Lieblingsmedium zu viele Fremdwörter und zu viel Englisch vorkommen.

Nur damit ich nicht falsch verstanden werde: Mein Bekannter ist nicht irgendwie beschränkt. Er ist ein lebenserfahrener, bodenständiger und grundsätzlich konservativ eingestellter Mann. Und er ist erfrischend antiintellektuell.

Für mich war das wie eine gut gemeinte Ohrfeige. So toll ich es finde, dass wir heute so großartige Blogs haben und dass sich Leute wie Götz Kubitscheck und viele andere daran machen einen neuen konservativen Intellektualismus zu schaffen, so leicht fällt es uns, die wir eine wie auch immer geartete höhere Bildung erfahren haben den kleinen Mann auf der Straße aus den Augen zu verlieren.

Es spielt keine Rolle, ob du ein Philosoph, ein Ingenieur, ein Grafikdesigner, ein Metzger oder ein Mechaniker bist. Wenn du konservativ fühlst dann spürst du, dass hier im Westen schon seit langem gewaltig etwas nicht stimmt. Du spürst, dass die Gesellschaft nicht mehr tut was sie tun sollte und dass sie nicht mehr die Ziele verfolgt, die sie eigentlich verfolgen sollte. Und nicht einem von uns fällt es leicht für dieses Ungeheuerliche die richtigen Worte zu finden.

Und dann just an diesem Tag sehe ich auf Return of Kings diesen eher unscheinbaren Artikel:

How “Being Nice” Creates Serious Problems For Men

Tatsächlich habe ich ihn nach dem Überfliegen des Titels unter „Lebenshilfe“ eingeordnet und fand ihn wenig ansprechend. Fast hätte ich ihn nicht angelickt. Aber glücklicherweise habe ich es doch getan.

Und ich finde ihn einfach großartig! Man kann viel schreiben über Kulturmarxismus und man kann viel darüber philosophieren was wohl die Ursachen für den Niedergang des Westens sind, den wir heute alle mit Schrecken beobachten.

Doch Michael Sebastian wählt in seinem Artikel einen anderen, einen viel einfacheren Weg. Statt von Kulturmarxismus schreibt er vom Drang unbedingt zu allen nett zu sein.

Es ist der Drang nett zu sein, der dafür sorgt, dass viele Männer heute bei Frauen nicht mehr ankommen. Es ist der Drang nett zu sein, der dafür sorgt, dass die Staaten des Westens von Glücksrittern aus der Dritten Welt überrannt werden. Es ist der Drang nett zu sein, der unsere Religion und die moralischen Grundfeste unserer Gesellschaft von innen ausgehöhlt hat.

Wir sind schlichtweg zu nett geworden. Wir sind so nett geworden, dass wir alles mit uns machen lassen. Wir werden so lange nett sein, bis von uns nichts mehr übrig ist.

Es ist so einfach!

Nun haben die tiefgründigen Analyseartikel natürlich noch ihre Daseinsberechtigung. Sie sind unser Denkprozess. Und das Ergebnis dieses Denkprozesses müssen selbstverständlich Lösungen sein.

Doch sie können nur der Weg sein und nicht das Ziel. Es spielt keine Rolle, ob wir die besten und tiefgründigsten Analysen schreiben und daraus die tollsten Lösungen aufzeigen.

Die wahre Herausforderung ist beides so zu verpacken, dass auch der Mann auf der Straße es versteht.

Conservo auf WordPress.com möglicherweise gesperrt

Peter Helmes, der Betreiber des bekannten konservativen Blogs Conservo berichtet auf Facebook, dass er seit letzten Freitag von der Admin-Seite seines Blogs ausgesperrt ist und deshalb keine neuen Aritkel mehr veröffentlichen kann:

conservo-sperrung.png

Bisher war WordPress.com immer als eine Plattform bekannt, die die Meinungsfreiheit hoch hält und sich lieber in einem ganzen Land sperren lässt, als dass einzelne Blogs zensiert werden. Außerdem hat die Betreiberfirma Automattic keine Niederlassung in Deutschland und sollte deshalb vor der Zensurwut des deutschen Staates sicher sein.

Da das Blog online und scheinbar unverändert ist kann man wohl davon ausgehen, dass kein Angriff von Antifa-Hackern stattgefunden hat. Trotzdem sollte jeder Blogger prüfen, ob seine Passwörter sicher genug sind und er sollte regelmäßig ein Backup seiner Inhalte machen. Im schlimmsten Fall können sonst auf einen Schlag ganze Blogs und hunderte von Artikeln aus dem Internet verschwinden.

Es ist ja schon lange zu erwarten, dass vor der Bundestagswahl in Deutschland eine Zensurwelle auf Twitter und Facebook einsetzt. Für WordPress.com hatte ich diesbezüglich aber nicht mit Problemen gerechnet. Sollte dies wirklich ein Fall von Zensur sein, müssten wir endgültig eigene Infrastruktur aufbauen.

Ich kann mich allerdings erinnnern, dass ich auf WordPress.com auch schon einmal für einen Tag Probleme mit dem Login hatte. Hoffen wir mal, dass es bei Peter Helmes ein ähnliches Problem ist und uns nicht noch eine Welle von Accountsperrungen auf WordPress.com ins Haus steht.

Steve Bannon zieht für Trump in den Krieg

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Steve Bannon (Gage Skidmore/Flickr)

Nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus wird Steve Bannon in der Presse zitiert mit Aussagen wie:

I’m Going to War for Trump

oder:

The Trump presidency that we fought for, and won, is over. We still have a huge movement, and we will make something of this Trump presidency. But that presidency is over. It’ll be something else. And there’ll be all kinds of fights, and there’ll be good days and bad days, but that presidency is over.

Interessanterweise berichtet Breitbart gleichzeitig von einem Treffen Bannons mit der Familie Mercer. Oberhaupt der Mercer-Familie ist der 71-jährige Robert Mercer, ein konservativer Milliardär, der Breitbart und weitere konservative Projekte finanziell großzügig unterstützt.

Ebenfalls gilt jetzt als bestätigt, dass Bannon zu Breitbart zurückkehrt. Nach wie vor wird behauptet, dass Bannon freiwillig gegangen ist. Ich glaube zu solchen Aussagen muss sich jeder selbst seine Meinung bilden.

Ich will hier auch gar nicht darüber spekulieren, was da möglicherweise vorgefallen ist. Mit Sicherheit kann man wohl nur sagen, dass es im Weißen Haus massive Auseinandersetzungen über den Kurs der US-Regierung gibt und Steve Bannon letztlich unterlegen ist. Da er weiter für Trump kämpfen will, gibt es wohl kein böses Blut zwischen den beiden, was durchaus bemerkenswert ist.

Steve Bannon sagt selbst, dass es von nun an eine andere Trump-Präsidentschaft geben wird. Ein wenig tue ich mich schwer damit, mir diese vorzustellen. Sehr wahrscheinlich werden jetzt andere Berater mehr an Einfluss gewinnen. Allerdings wird man wohl auch nicht befürchten müssen, dass Trump zu einem zweiten Jeb Bush mutiert.

Erst letzte Woche hat Bannon ohne Absprache verkündet, dass ein Krieg mit Nordkorea ausgeschlossen ist und China ohnehin das viel größere (nicht-militärische) Problem für die USA darstellt. Trump war nicht sehr erfreut über diese eigenmächtige Aussage. Was ja auch sehr verständlich ist, schließlich torpediert Bannon damit die Drohkulisse, die Trump gerade erst gegenüber Nordkorea aufgebaut hat und die Kim Jong Un – zumindest vorerst – zum Einlenken gebracht hat. So gesehen kann man wohl davon ausgehen, dass Trump Trump bleiben wird, auch wenn sich manche Schwerpunkte seiner Politik verschieben werden.

Insgesamt bin ich sehr gespannt was da als nächstes passieren wird, allerdings überwiegt bei mir momentan die Freude darüber, dass Steve Bannon wieder ins Medienbusiness zurück kehrt. Er hat Breitbart zu der Medienmaschine gemacht, die es heute ist und er hatte entscheidenden Anteil an Trumps Wahlsieg.

Zudem glaube ich, dass er schon lange einen Plan-B in der Tasche hat und ich wüsste zu gerne wie er aussieht. Sollte Robert Mercer sich großzügig zeigen, dann sind da sicher einige Dinge möglich. Nach Trumps Wahlsieg lief es bei Breitbart ja nicht mehr so richtig. Linke Gruppen haben Breitbarts Werbegeschäft großen Schaden zugefügt und die angekündigte Expansion nach Europa im Superwahljahr 2017 war ein einziger Rohrkrepierer.

Wenn es einer richten kann, dann Steve Bannon und vielleicht kann er Trump von außen sogar mehr nützen als von innerhalb des Weißen Hauses.

Welcome back, Steve!

Google feuert den Autor des antifeministischen Memos

Gestern machte der Google-Entwickler und promovierte Harvard-Absolvent James Damore weltweite Schlagzeilen mit einem antifeministischen Memo, welches er im Firmennetzwerk von Google verbreitet hatte. Heute ist er bereits gefeuert.

In seinem umstrittenen Artikel kritisierte er nicht nur Googles „Diversity-Politik“, er prangert auch eine Atmosphäre der Angst an, in der konservativ eingestellte Mitarbeiter lieber den Mund halten, weil sie sonst um ihren Job fürchten müssen.

Sehr bezeichnend finde ich die geleakte E-Mail von Google Chef Sundar Pichai:

Subject: Our words matter

This has been a very difficult few days. I wanted to provide an update on the memo that was circulated over this past week.

First, let me say that we strongly support the right of Googlers to express themselves, and much of what was in that memo is fair to debate, regardless of whether a vast majority of Googlers disagree with it. However, portions of the memo violate our Code of Conduct and cross the line by advancing harmful gender stereotypes in our workplace. Our job is to build great products for users that make a difference in their lives. To suggest a group of our colleagues have traits that make them less biologically suited to that work is offensive and not OK. It is contrary to our basic values and our Code of Conduct, which expects “each Googler to do their utmost to create a workplace culture that is free of harassment, intimidation, bias and unlawful discrimination.”

The memo has clearly impacted our co-workers, some of whom are hurting and feel judged based on their gender. Our co-workers shouldn’t have to worry that each time they open their mouths to speak in a meeting, they have to prove that they are not like the memo states, being “agreeable” rather than “assertive,” showing a “lower stress tolerance,” or being “neurotic.”

At the same time, there are co-workers who are questioning whether they can safely express their views in the workplace (especially those with a minority viewpoint). They too feel under threat, and that is also not OK. People must feel free to express dissent. So to be clear again, many points raised in the memo — such as the portions criticizing Google’s trainings, questioning the role of ideology in the workplace, and debating whether programs for women and underserved groups are sufficiently open to all — are important topics. The author had a right to express their views on those topics — we encourage an environment in which people can do this and it remains our policy to not take action against anyone for prompting these discussions.

The past few days have been very difficult for many at the company, and we need to find a way to debate issues on which we might disagree — while doing so in line with our Code of Conduct. I’d encourage each of you to make an effort over the coming days to reach out to those who might have different perspectives from your own. I will be doing the same.

I have been on work related travel in Africa and Europe the past couple of weeks and had just started my family vacation here this week. I have decided to return tomorrow as clearly there’s a lot more to discuss as a group — including how we create a more inclusive environment for all.

So please join me, along with members of the leadership team at a town hall on Thursday. Check your calendar soon for details.

— Sundar

Er versucht beiden Seiten gerecht zu werden und gesteht ein, dass sich auch Leute mit einer anderen Meinung „sicher“ fühlen und ihre Bedenken äußern können sollen. Gleichzeitig feuert er mit Verweis auf Googles Verhaltenskodex den Mitarbeiter, der es gewagt hat, nicht-linke Gedanken zu äußern. Da werden sich seine konservativ eingestellten Kollegen jetzt garantiert sehr viel besser fühlen.

Mich erinnert diese Sache sehr stark an den Fall Brendan Eich. Eich hat in den 90ern die Programmiersprache JavaScript erfunden, die heute auf so gut wie jeder Webseite zum Einsatz kommt. Ende März 2014 wurde er zum CEO der Mozilla Foundation (der gemeinnützigen Stiftung hinter dem Webbrowser Firefox) befördert.

Jemand konnte ihn nicht leiden und veröffentlichte Informationen darüber, dass er 2008 eintausend US-Dollar an eine Organisation gespendet hatte, die sich für den Schutz der Ehe und gegen die Einführung einer „Homo-Ehe“ in Kalifornien eingesetzt hatte. Ein Teil der links-grün bewegten Angestellten der Mozilla Foundation veranstaltete wegen dieser Spende, die eigentlich niemanden etwas angeht, einen riesigen Aufstand und Eich musste nach nicht einmal zwei Wochen als CEO wieder zurücktreten.

Das ist genau diese totalitäre Einstellung, die James Damore in seinem Artikel kritisiert hat und die im Silicon Valley wohl sehr extrem ausgeprägt sein muss.

Jemand äußert lediglich seine vom linken Weltbild abweichende Meinung und schon kriechen diese linksextremen Demokratiefeinde aus ihren Löchern und versuchen den Dissedenten moralisch fertig zu machen. Und das nur weil er es gewagt hat, von seinen demokratischen Grundrechten Gebrauch zu machen.