Die Vergewaltigung von Tulln und der Journalismus

Am 25. April lauerten drei Asylbewerber in der Nähe einer Asylunterkunft im österreichischen Tulln einer 15-Jährigen Einheimischen auf. Sie brachten sie auf einen nahegelegenen Sportplatz und vergewaltigten sie mehrmals.

Nachdem anfänglich versucht wurde den Fall zu vertuschen, schlägt er nun hohe Wellen und die Stadt Tulln weigert sich jetzt sogar, weitere Asylbewerber aufzunehmen.

Die Krone hat mittlerweile ein bewegendes und äußerst lesenswertes Interview mit dem Opfer veröffentlicht. Dieses Interview ist wirklich außergewöhnlich und ich empfehle jedem es zu lesen und es ein wenig auf sich wirken zu lassen, bevor er hier weiter liest:

15 Jährige: „Sie haben mein Leben zerstört“ – Missbrauch in Tulln

Die Rolle des Journalismus

Ich weiß nicht, wie es euch bei der Lektüre dieses Interviews geht. In mir löst dieser Artikel starke Emotionen aus.

Wir wissen alle, dass derartige Verbrechen ständig vertuscht werden. Wir wisssen, dass die Presse – wo immer möglich – Informationen zurückhält, die nicht ins herrschende Narrativ passen. Wir wissen, dass die politische und mediale Elite, wie auch ein großer Teil der Bevölkerung Westeuropas, schlichtweg den Verstand verloren haben. Und das vielleicht Schlimmste ist: Wir haben uns daran gewöhnt.

Doch das hier ist anders. Ich spüre eine große Wut! Ich bin wütend auf diesen primitiven Abschaum, der dieses furchtbare Verbrechen begangen hat. Doch noch viel wütender bin auch auf diejenigen, die zahllose ähnliche Verbrechen vertuscht haben und die solche Verbrechen auch in Zukunft vertuschen werden, wenn sie denn irgendeine Chance sehen, damit davon zu kommen.

Aber da ist noch etwas Anderes. Ich spüre einen Hauch von Normalität, so verrückt das auch klingen mag. Die Presse macht ausnahmsweise mal ihre Arbeit und es ist als würde ein Hauch von Normalität in unsere verrückt gewordene Welt eindringen. Und obwohl wir uns an soviel Irrsinn gewöhnt haben, wird mir plötzlich wieder mit voller Wucht bewusst, wie Wahnsinnig diese Welt ist, in der wir heute leben.

Da sitzen Leute in den Redaktionsstuben, die machen aus jedem dummen Spruch, der irgendeinem geistig unterbelichteten Promi durch die Mundwinkel entwichen ist, eine Sensationsstory.

Doch wenn solch eine schreckliche Sache passiert, wenn jemandem aus unserer Mitte ein solch abscheuliches Verbrechen widerfährt, dann fragen sie sich, ob sie wohl damit davon kommen, wenn sie die Story einfach unter den Tisch fallen lassen. Oder sie machen eine möglichst kleine Meldung der Art „Frau von 3 Männern Vergewaltig“ daraus, die nur das Allernötigste an Information enthält und hoffen, dass die Geschichte damit erledigt ist.

Diese Leute verweigern den Informationsauftrag, den sie ihren Lesern gegenüber haben und sie beschädigen das Ansehen des Journalismus.

Als inoffizielle Vierte Gewalt im Staate ist es zudem ihre Aufgabe, Missstände aufzuzeigen und somit zur demokratischen Willensbildung beizutragen. Auch in diesem Punkt sind sie eine Schande für ihren Berufsstand.

Anstatt ihre Aufgabe zu erfüllen und als Kontrollorgan der Regierung und als Anwalt der Wahrheit aufzutreten machen sie sich zu Komplizen der Mächtigen. Unter dem Vorwand, „Rassismus“ zu verhindern helfen sie fleißig dabei mit, jede Diskussion über eine katastrophale Asyl- und Einwanderungspolitik zu unterdrücken.

Viel schlimmer aber noch wiegt, was sie den Opfern antun. Statt diesen (sofern gewünscht) eine Stimme zu geben, relativieren sie die an ihnen begangenen Verbrechen zu Nichtigkeiten und suggerieren ihnen, dass sie das an ihnen begangene Unrecht am besten vergessen und gar nicht erst darüber reden sollten. Damit stellen sie sich auf die Seite des Unrechts und berauben die Opfer ihrer Würde.

Es ist sehr zu begrüßen, dass die Krone hier einen anderen Weg einschlägt und dem Opfer dieses abscheulichen Verbrechens eine Stimme gibt und die Öffentlichkeit an diesem furchtbaren Schicksal teilhaben lässt.

Es erinnert uns aber auch auf schmerzliche Weise daran, dass dies leider keine Selbstverständlichkeit ist. Man möchte an das Gewissen aller Journalisten appelieren, es der Krone in Zukunft gleich zu tun und ihre verdammte Arbeit zu machen. Doch leider wirkt schon der bloße Gedanke nur allzu naiv…

Der Hexenhammer und die moderne Hexenverfolgung

Der Abgeordnete Dr. Rainer Podeswa (AfD) hielt am 11. Mai 2017 im Landtag von Stuttgart eine Rede über den Klimawandel und sorgte damit für großes Aufsehen.

In seiner Rede vergleicht der Abgeordnete die oftmals sehr überzogene Angst der Klimabesorgten vor dem nahenden Weltuntergang mit der mittelalterlichen Hexenverfolgung (für die u.a. auch das Klima ein Anlass war).

Die Idee an sich finde ich sehr gut und dieser Vergleich ist als rhetorische Übertreibung alles andere als unpassend. Die Rede selbst ist in meinen Augen aber leider nicht besonders gut gelungen und es gibt Leute, die so etwas rhetorisch deutlich besser rüber bringen können.

Dennoch gibt es hier überhaupt keinen Spielraum, um diesen Herrn misszuverstehen. Es geht klar aus der Rede hervor, worauf er anspielt. Ihm jetzt zu unterstellen er wolle „Hexen“ verbrennen ist an Niedertracht nicht zu überbieten.

Genau das ist aber geschehen. Eine Kostprobe:

hexenhammer-focus

hexenhammer-derwesten

Am „besten“ war wohl der Titel der Welt: „AfD-Politiker empfiehlt Frauenverbrennung zur Klima-Rettung“. Aufgrund vieler Beschwerden hat die Welt ihren Titel aber wieder entschärft, bei Google ist der Originalwortlaut noch zu finden. Eine schöne Übersicht mit weiteren Bildern gibt es bei Über Medien.

T-Online ist einsichtig und veröffentlicht sogar eine Entschuldigung: Was bei uns gestern falsch gelaufen ist. Dort behauptet man nur eine DPA-Meldung übernommen zu haben und gibt sogar zu diese nicht geprüft zu haben.

Man könnte jetzt gehässig sein und anmerken, dass die Lügenpressevorwürfe wohl ihre Spuren hinterlassen haben, aber ehrlich gesagt nötigt mir diese Entschuldigung auch ein wenig Respekt ab. Soviel Ehrlichkeit hat man von Seiten der Medien lange nicht mehr erlebt und die hier zur Schau gestellte Demut ist ein schöner Kontrast zur rechthaberischen Arroganz, die man aus dieser Ecke sonst so gewohnt ist. Daran können sich gerne weitere Zeitungen ein Beispiel nehmen.

Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?

Aber kennen wir diesen Mechanismus nicht schon seit langem? Haben wir nicht in der Vergangenheit schon miterlebt, wie sich jemand ungeschickt geäußert hat und man einen „gefährlichen“ Begriff aus einer Ausage herausgegriffen hat? Und wurde dieser Begriff dann nicht verwendet, um dem Opfer dieser Verleumdung eine völlig neue Kernaussage unterzuschieben, die nichts mit dem tatsächlich Gesagten zu tun hatte? Ja genau, ich erinnere mich. Und als dann die Bühne hergerichtet war folgte der Hauptakt: Das mediale Dauerfeuer!

Was wir hier beobachtet haben ist nichts anderes als das Drehbuch für eine mediale Hinrichtung. Und ich möchte hier nur ein Beispiel anführen, ihr findet sicher mit Leichtigkeit noch mehr.

Erinnert ihr euch noch an Eva Herman? Sie war von 1989 bis 2006 Nachrichtensprecherin der Tagesschau. Aber sie war noch viel mehr. Für eine ganze Generation war sie quasi das Gesicht dieser Sendung. Aber selbst das sollte ihr nicht helfen.

Im Jahr 2006 veröffentlichte sie ihr Buch „Das Eva-Prinzip“ und 2007 legte sie nach mit „Das Prinzip Arche Noah“. In ihren Büchern kritisiert sie den Feminismus, weil er völlig unrealistische Erwartungen an die Frauen stellt und macht den Feminismus und die 68er verantwortlich für den kommenden demographischen Untergang Deutschlands.

Sie tingelte durch die Talkshows der Republik und wurde dort der medialen Meute zum Fraß vorgeworfen. Alleine musste sie gegen 4-6 andere Talkshowgäste und den Moderator andiskutieren.

Bei der Vorstellung ihres zweiten Buches fiel diese folgenschwere Aussage:

„Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch ’ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er-Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das – alles, was wir an Werten hatten – …; es war ’ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle. Aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben…“

Eva Herman hätte wissen müssen wie gefährlich das ist. Es war nicht besonders Klug, das Thema Nationalsozialismus überhaupt anzusprechen. Um die 68er und ihre kaputten Ideen von Gesellschaft und Familie zu kritisieren ist das auch völlig unnötig. Das klassische Familenbild wurde und wird zu allen Zeiten und überall auf der Welt gelebt. Schlicht und einfach weil es funktioniert. Und was nicht funktioniert, sehen wir jeden Tag.

Leider hatte Eva Herman es ihren Gegnern durch diesen Fehler unnötig einfach gemacht. Und so kam es wie es kommen musste:

„Eva Herman lobt Hitlers Familienpolitik“ – Bild am Sonntag 9. September 2007

„Es war eine grausame Zeit, er war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle. Aber es ist eben das, was gut war, das sind Werte, Kinder, Mütter, Familie, Zusammenhalt – das wurde abgeschafft, es durfte nichts mehr stehen bleiben.“

So etwas ist kein Versehen, das ist pure Bösartigkeit. Eva Herman versuchte noch sich zu wehren und diese „Fehlinterpretation“ aus der Welt zu schaffen. Aber alle Rhetorik und alle Erklärungen halfen nichts mehr. Der Bann war gesprochen.

Die Frau, die für die Familie eintrat und gegen eine kalte und selbstvergessene Gesellschaft, welche die Familie bedingungslos der Wirtschaft unterordnet war zu einer Aussätzigen geworden. Die Medien inszenierten sie als eine heimliche Bewunderin der Nazis und entsorgten die klassische Familie gleich mit in der Naziecke. Es war eine Warnung an alle!

The times they are changing

Die Hexenhammer-Affäre von Stuttgart hat gezeigt, dass die alten Reflexe noch vorhanden sind. Nur sie funktionieren nicht mehr.

Die Medien und die Linken haben nicht mehr die Macht, die sie noch vor 10 Jahren hatten. Zwar sind die Mechanismen der Macht noch vorhanden, aber sie stumpfen in allen Bereichen zusehends ab.

Und ist das nicht eine großartige Nachricht?

Warum es richtig ist, konservativ zu sein

Der Youtube-Channel PragerU fasziniert mich, seit ich ihn das erste mal gefunden habe. Betrieben wird dieser Channel von einem amerikanischen Konservativen namens Dennis Prager.

Das Format der Videos ist einfach und schnell erklärt:

  • Fünf Minuten
  • Ein konservatives Thema
  • Ein Sprecher
  • Dynamische Animationen, die das Gesagte lebendig werden lassen

Das Video „Why the Right is Right“ (wie alle PragerU-Videos leider nur auf Englisch verfügbar) ist ein sehr schöner Einstieg:

Buchbesprechung: Righteous Indignation

Das hier vorliegende Buch von Andrew Breitbart trägt den Titel „Righteous Indignation“ (zu deutsch: Gerechte Empörung). Breitbart war ein amerikanischer Journalist und Gründer von mehreren konservativen Nachrichtenwebsites, die mittlerweile in www.breitbart.com aufgegangen sind. Er verstarb 2012 im Alter von nur 43 Jahren an einem Herzinfarkt.

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Das Buch ist teiles Autobiographie, teils eine Anleitung für Konservative, die sich fragen, wie sie in der politischen Auseinandersetzung gegen scheinbar übermächtige linksliberale Gegner bestehen können.

Da die amerikanische Innenpolitik im Buch öfters thematisiert wird, ist es für europäische Leser stellenweise ein wenig zäh zu lesen und ein paar Sachverhalte lohnt es sich auch durchaus während des Lesens im Internet nachzuschlagen. Dafür belohnt der Autor uns aber mit immens interessanten und lehrreichen Einblicken in sein Leben und seine politische Entwicklung.

Die Anfänge

Breitbart wuchs auf in Los Angeles als Sohn eines Restaurantbesitzers und einer Bankangestellten. Seine Eltern führten ein bürgerlich-bodenständiges Leben, pflegten konservative Grundüberzeugungen und waren Anhänger der Republikaner.

Als Jugendlicher entfernte Breitbart sich von den Werten seiner Eltern. Er hatte in Jungen Jahrne viele Kontakte zur Hollywood-Schickeria, obwohl er aufgrund seiner Herkunft und der sozialen Stellung seiner Eltern nicht wirklich dazu gehörte und wuchs so zwischen zwei Welten auf. So kam er in Kontakt mit linksliberal eingestellten Bekanntschaften und zu ihren in Bezug auf seinen familiären Hintergrund „revolutionären“ Ideen.

Nach der Highschool entschied er sich für ein Studium im Fach „American Studies“ an einer für ihre Parties berüchtigten linksliberalen Universität. Er tauchte ein in eine Welt aus Parties, Sex und Alkohol und schaffte sein Studium nur mit Ach und Krach und durch die wiederholte und großzügige finanzielle Unterstützung seiner Eltern.

Erst als seine Eltern ihm nach dem Studium den Geldhahn zudrehten, wurde er gezwungen, zum ersten Mal echte Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Er blieb zwar in den meisten seiner Ansichten ein Linker, doch langsam begann er sich für konservatives Radio und für die Bücher konservativer Autoren zu interessieren. Dabei wurde ihm auch immer mehr klar, wie groß schon in den 80ern der Teil des Meinungsspektrums war, der in den Mainstreammedien entweder keinen Platz fand oder nur als Negativbeispiel herhalten durfte.

Besonders interessant aus europäischer Perspektive ist hier, dass es in den USA immer schon relativ starke konservative Alternativmedien gab. Breitbart bezeichnte sie als den „konservativen Untergrund“. Lange bevor das Internet irgendeine Relevanz erlangte, begannen konservative Journalisten in den USA Radiosendungen abseits des linksliberalen Mainstreams zu produzieren. Der erfolgreichste von ihnen ist Rush Limbaugh, der seit 1988 eine landesweite Radio Show betreibt, die auch heute noch auf Sendung ist und mittlerweile natürlich auch als Podcast gehört werden kann.

Entwicklung einer Newsstory

Als das Internet mitte der Neunziger langsam benutzbar wurde, tauchte Breitbart (zu der Zeit bereits ein News Junkie) in die Welt der politischen Newsgroups ab. Dort war er fasziniert von einer Vielfalt an Meinungen, wie sie in den Mainstreammedien undenkbar war. Hier stieß er auch auf den Drudge Report, einen von Matt Drudge herausgegebenen wöchentlichen Newsletter mit meist wild zusammengewürfelten Nachrichten. Für seine Zeit war der Drudge Report revolutionär und wurde im ganzen Land bekannt, als er die Story über die sexuellen Verfehlungen des amtierenden Präsidenten Bill Clinton ans Licht der Öffentlichkeit brachte.

Anhand dieser Story zeigt Breitbart auf, wie man eine Story mit maximalem Effekt in der Medienlandschaft platziert. Anstatt alle seine Informationen auf einen Schlag in einer großen Story zu veröffentlichen, brachte Drudge die Story häppchenweise heraus. Erst brachte er die Geschichte einer einzigen Frau, die einen sexuellen Übergriff Bill Clintons an ihr bezeugte.

Dies gab Clinton, seinen Beratern und den Medien (Breitbart bezeichnet sie wegen ihrer linksliberalen Ausrichtung als den Democrat Media Complex) die Gelegenheit, eine Verteidigung gegen diese eine Story zu veröffentlichen. In so einem Fall wird dann meist die Geschichte in einen vorteilhaften Kontext gerückt, die Integrität der jeweiligen Person angezweifelt, ihr werden unlautere Motive unterstellt oder das ganze wird zu einem einmaligen Missverständnis erklärt. Oft wird zur Verteidigung eine Kombination aus all diesen Dingen verwendet.

Das funktioniert so lange, wie der Angegriffene weiß, was alles gegen ihn vorliegt. In diesem Fall hatte Drudge die Clintons aus der Deckung gelockt. Sie hatten eine Verteidigung ausgearbeitet und sich öffentlich auf eine Erklärung festgelegt, die Bill Clinton in einem möglichst guten Licht dastehen lässt. Doch wussten sie nicht, dass sie bisher nur die Spitze des Eisbergs gesehen hatten. Alles was Drudge jetzt tun musste, war einen Bericht einer weiteren Frau zu veröffentlichen, die Bill Clinton ebenfalls eines sexuellen Übergriffs bezichtigte. Mit einem Mal waren Clinton und sein Team vor dem ganzen Land der Lüge überführt und mussten hastig eine weitere Erklärung aus dem Hut zaubern, die die neue Faktenlage Lage erklärt.

Dieses Spiel trieb Drudge bis er letztlich die Details zur Affäre mit Monica Lewinsky und Bill Clintons Vorliebe für Zigarrensexspiele veröffentlichte. Während dieses Katz-und-Maus-Spiels wurde die Story um Bill Clintons Verfehlungen von immer mehr Medien aufgegriffen und zog immer weitere Kreise. Letztlich konnten auch die Medien, die am treuesten zu Clinton standen, nicht mehr anders und machten die Clinton Story zur Nummer Eins in ihrer Berichterstattung.

Breitbart verwendete dieselbe Technik als er für Adriana Huffington arbeitete und auch später als er mit seinen eigenen Websites den ACORN-Skandal und den Weiner-Skandal publik machte.

Breitbarts Theorie

Während seines konservativen Erwachens und während seiner journalistischen Arbeit kam Breitbart immer wieder mit den Mainstreammedien in Kontakt. Er sah wie sie ihre linksliberale Agenda vorantreiben und konservative Meinungen mit unlauteren Mitteln mehr und mehr ins Abseits drängen. Dabei inszenieren sie sich zugleich als die Hüter der objektiven Wahrheit, während sie konservativen Standpunkten jegliche Legitimität entziehen.

Andrew Breitbart hatte seine eigene Theorie, wie es so weit kommen konnte: Seiner Ansicht nach scheiterte der Marxismus 1917, weil die Arbeiter sich im ersten Weltkrieg gegenseitig abschlachteten, anstatt die von Marx prophezeite Weltrevolution in die Tat umzusetzen. Dadurch war der Marxismus seiner Meinung nach überprüfbar widerlegt. Lediglich in Russland entstand ein marxistisches Regime, welches aber schon bald darauf seine Bürger mit Gewalt unterdrücken sollte.

Daraufhin fanden sich in der Frankfurter Schule Marxisten zusammen, die ihrer Ideologie doch noch zum Sieg verhelfen wollten. Sie glaubten Marx Prophezeihung hätte sich nur deshalb nicht erfüllt, weil die Arbeiter selbst ein Produkt des kapitalistischen Systems sind. Daraufhin ersannen sie die „Kritischen Theorie“. Diese Theorie ist letztlich nichts anderes als eine Radikalkritik an allen bestehenden gesellschaftlichen Normen und Institutionen. Ihr Ziel war es die als Revolutionshindernis ausgemachte und auf der Judeo-Christlichen Moral beruhende Gesellschaft zu zerstören.

In den 30ern flohen die Marxisten der Frankfurter Schule vor den Nazis in die USA. Dort verbreiteten sie ihre Ideen an amerikanischen Universitäten und fanden neue Verbündete. Da es den Arbeitern der USA viel zu gut ging, als dass sie jemals rebellieren würden, isolierten die Mitglieder der Frankfurter Schule andere Gesellschaftsgruppen, die ihnen als Machtbasis dienen könnten. Ihre Wahl fiel auf Frauen, sowie sexuelle und ethnische Minderheiten.

Schon seit den 20ern kursierte in marxistischen Kreisen Ideen, die damals gültige Sexualmoral zu untergraben und durch eine „Anything goes“ Einstellung zu ersetzen. Damit scheiterten sie immer wieder. In den 60ern jedoch war ihre Stunde gekommen. Eine Generation, die unter wohlbehüteten Umständen groß geworden war und niemals um ihre Existenz oder die ihres Landes kämpfen musste, war leicht zu begeistern für ihre Idee von bindungs- und gedankenloser Sexualität. „Make Love, Not War“ wurde zu einem Slogan, mit dem zugleich gegen den Krieg in Vietnam wie auch gegen Ehe, Sexualmoral und gegen die herrschende Gesellschaftsordnung protestiert wurde.

Herbert Marcuse forderte zu dieser Zeit unter dem Schlagwort der „repressiven Toleranz“ alle in der Gesellschaft dominierenden Ideen zu brandmarken und gleichzeitig alle damals tabuisierten Ideen zu fördern. Die Idee der heutigen Political Correctness war geboren.

Während die Philosophen der Frankfurter Schule die intellektuelle Vorarbeit leisteten und das System von außen bekämpften, setzte ein Mann namens Saul Alinsky ihre Ideen in die Praxis um. Mit all den Freiheiten, die die Verfassung der Vereinigten Staaten ihren Bürgern zugesteht, sah er wenig Anlass das System von außen zu bekämpfen. Stattdessen ersann er Taktiken, um es von innen heraus zu zerstören.

Er legte großen Wert darauf, die Menschen dort abzuholen, wo sie eben waren. Es gelang ihm die Ideen der Frankfurter Schule in eine Sprache zu übersetzen, die auch seine nicht akademisch gebildeten Anhänger verstanden und er sah sich an keine moralischen Regeln gebunden, sondern war bereit alles zu tun was nötig war um zu gewinnen. Ohne mit der Wimper zu zucken gab er sich als Konservativer aus oder nutzte konservative Argumente und Zitate und verkehrte sie dann ins Gegenteil. Alles war im recht, wenn es nur seiner Agenda nützte. Breitbart argumentiert, dass Alinsky und seine Taktiken letztlich der Erfolgsfaktor für die heutige Dominanz linksliberaler Ideen waren.

Regeln für die politische Auseinandersetzung

In seinem Buch „Rules for Radicals“ gab Alinsky seinen Anhängern die folgenden 13 Handlungsanweisungen mit auf den Weg, um politische Auseinandersetzungen zu gewinnen:

Alinskys Regeln:

  1. Macht liegt nicht nur in dem, was du hast, sondern auch in dem, wovon der
    Gegner glaubt, dass du es besitzt
  2. Verlasse niemals den Erfahrungshorizont deiner Leute
  3. Verlasse den Erfahrungshorizont deiner Gegner, wann immer sich die
    Gelegenheit bietet
  4. Zwinge den Gegner nach seinen eigenen Regeln zu handeln
  5. Spott ist die mächtigste Waffe
  6. Eine gute Taktik ist eine, an der deine Anhänger Freude haben
  7. Eine Taktik, die über einen zu langen Zeitraum angewandt wird, verläuft sich
  8. Halte den Druck auf den Gegner aufrecht
  9. Die Drohung flößt meist mehr Furcht ein als die Sache, mit der gedroht wird
  10. Die operative Grundlage aller Taktiken ist die Schaffung einer Abteilung Attacke, welche permanent Druck auf den Gegner ausübt
  11. Wenn man einen Negativabdruck hart und tief genug drückt, wird er zu einem Positiv. Gewalt von der Gegenseite kann dir Sympathiepunkte bringen, weil die Öffentlichkeit sich zum Unterlegenen hingezogen fühlt.
  12. Für jeden Angriff muss man auch eine konstruktive Alternative bereithalten. Lasse nicht zu, dass der Gegner gewinnt, weil du keine pragmatische Lösung bieten kannst.
  13. Wähle ein Ziel aus, halte es fest, personalisiere und polarisiere es. Greife Menschen und Institutionen direkt an.

Breitbart demonstriert, dass diese Regeln auch heute noch von den Medien und von der Linken insgesamt verwendet werden und gibt dem Leser seine eigenen Regeln mit, die er erarbeitet hat, um als Konservativer bestehen zu können:

  1. Schrecke nicht vor dem Territorium des Gegners zurück
  2. Stelle die Linken als das bloß, was sie sind – in ihren eigenen Worten
  3. Gib deine Geheimnisse preis, so dass man sie nicht gegen dich verwenden kann
  4. Erlaube dem Medienkomplex nicht, dich in seiner PC Terminilogie zu
    charakterisieren und so ihr Narrativ aufzubauen
  5. Steuere deine Story und lasse nicht zu, dass der Medienkomplex sie steuert
  6. Verbreitung ist alles. Wenn du ein wichtige Story oder einen wichtigen Artikel hast, poche nicht auf dein Urheberrecht und denke nicht daran, wie du deiner Seite damit am meisten nützen kannst. Lass andere mit daran profitieren und konzentriere dich auf die Verbreitung. Am Ende wirst du so am meisten gewinnen.
  7. Nutze die Sozialen Medien
  8. Gib nicht vor mehr zu wissen, als du tatsächlich weißt
  9. Erlaube ihnen nicht vorzugeben, mehr zu wissen als sie tatsächlich
    wissen
  10. Spott ist die mächtigste Waffe
  11. Erlaube ihnen nicht, ihre eigenen Regeln zu ignorieren
  12. Die Wahrheit ist nicht gemein. Sie ist die Wahrheit.
  13. Glaube an die Macht der Hoffnung

Diese Regeln sind sehr interessant und es scheint sehr lohnenswert, sich in Zukunft genauer mit ihnen zu beschäftigen und herauszufinden, wie hoch ihr praktischer Wert tatsächlich ist.

Fazit

„Righteous Indignation“ ist ein Buch, das mich anfangs ein wenig abgeschreckt hat, da es vornehmlich für ein amerikanisches Publikum geschrieben wurde und sich hauptsächlich mit der amerikanischen Innenpolitik beschäftigt. Doch unter dieser Oberfläche liegen Ideen und Einsichten, die mich letztlich mitgerissen haben. Breitbarts Welt waren die Vereinigten Staaten, aber seine Ideen und sein Leben haben in Europa dieselbe Relevanz.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Buch sind für mich Breitbarts Regeln für die politische Auseinandersetzung und seine Analyse der Vorgehensweise des politischen Gegners. Wie Breitbart selbst sagt, haben sich Konservative viel zu lange darauf verlassen, dass die Leute sich letztlich mit guten Argumenten und mit Vernunft überzeugen lassen. Dabei haben sie übersehen, dass der politische Gegner mit ganz anderen Methoden arbeitet. Die Linken haben zuerst den Kulturkampf gewonnen. Erst dann haben sie angefangen Wahlen zu gewinnen und nur aufgrund dieser „Vorarbeit“ sind sie heute so stark. Breitbart sah seine Lebensaufgabe darin, den Kampf um die Medien zu gewinnen. Er glaubte, dass sie der Schlüssel sind, um letztlich den Kulturkampf zu gewinnen und so eine Änderung des politischen Klimas herbei zu führen.

Jeder Konservative, der des Englischen mächtig ist und sich schon länger wundert, wie konservative Ideen in den westlichen Gesellschaften in den letzten 50 Jahren so derart an den Rand gedrückt und tabuisiert werden konnte, sollte dieses Buch gelesen haben.

Was ist nur beim Spiegel los?

Der Spiegel macht mich fertig! Schon wieder ein guter Artikel auf SPON! Diesmal interviewen sie einen Professor aus Texas, der schon vor der Wahl Stellung für Donald Trump bezogen hat und der mit ein paar durchaus interessanten Punkten glänzen kann.

Was ist da los? Gibt es etwa neuerdings eine reaktionäre Splittergruppe innerhalb der SPON-Redaktion, die mit subversiven Methoden eine Abkehr von der Meinungsmache und eine Rückkehr zum Journalismus durchzusetzen versucht? Wird SPON vielleicht schon bald ein breites Meinungsspekturm abbilden, in dem alle in einer Demokratie legitimen Standpunkte eine Stimme bekommen? Wird vielleicht sogar sowas wie eine Debattenkultur auf SPON zu bestaunen sein? Naja, genug geträumt!

Und man darf natürlich auch nicht übersehen, dass Sibylle Berg alles tut, um das Niveau der Debatte weiter abzusenken. Nun ist die Gute ja noch nie durch zusammenhängende Sätze, logische Schlussfolgerungen oder gar geistige Brillianz aufgefallen. Aber beim neusten Beitrag aus ihrer Kolumne muss man sich langsam fragen, ob sie, bestärkt durch all ihre mäßigen und in der Vergangenheit trotzdem von der SPON-Redaktion akzeptierten Texte, langsam dazu übergeht, ihre Katze für einen Nachmittag auf die Tastatur zu setzen und das Ergebnis anschließend von ihrem Lektor in Form bringen zu lassen.

Spiegel Interview mit Tuvia Tenenbom

Ein lesenswerter Artikel bei Spiegel Online. Das hat Seltenheitswert! Der Spiegel hat Tuvia Tenenbom interviewt, einen amerikanisch-jüdischen Schriftsteller, der mit „Allein unter Flüchtlingen“ ein Buch über die Flüchtlingskrise verfasst hat.

Tenenbom ist mir schon mit seinem Buch „Allein unter Deutschen“ positiv aufgefallen. Tenenbom hat dafür im Jahr 2010 Deutschland bereist und sich mit dem Land und seinen Leuten auseinandergesetzt. Beeindruckend daran war, dass er wirklich mit allen geredet hat. Mit linksradikalen Aktivisten, die überall Nazis sehen, mit Leuten aus der Mitte der Gesellschaft aber genauso auch mit tatsächlichen Nazis irgendwo in der Provinz, denen gegenüber er sich als deutschstämmiger Amerikaner ausgab.

Obwohl er häufig und hart gewertet hatte, fühlte sein Stil sich irgendwie ungewohnt an. Denn anders als die meisten deutschen Journalisten war er dabei niemals herablassend oder hat sich selbst gar auf einen erhöhten moralischen Standpunkt gestellt. Er hatte seine Meinung aber er blieb nüchtern und wollte keinen missionieren. Schon im Jahr 2010 stellte er fest, dass sehr viele Deutsche, wenn man sie zu einem politischen Thema befragt, interessanterweise schlichtweg dieselbe Meinung artikulieren. Und schon damals warf er die Vermutung in den Raum, dass mit diesem Land etwas nicht stimmen kann.

Nun hat er ein neues Buch geschrieben und wieder geht es um Deutschland. Hier seine besten Zitate aus dem Interview:

Es gibt keinen Journalismus mehr, vor allem in Deutschland nicht. Stattdessen gibt es Aktivismus. Journalisten berichten nicht mehr, was geschieht, sondern was wir denken sollen. Carolin Emcke, die 2016 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bekommen hat, ist eine Aktivistin, keine Journalistin. Sie predigt.

Gefragt, ob es nicht elementar ist für Journalisten, gegen „Hass“ anzukämpfen:

Nein. Das kann man im Privatleben praktizieren, aber nicht im Journalismus. Wenn ich Juwelier bin und Ihnen einen Diamanten verkaufe, tue ich das auch nicht nur dann, wenn Sie das glauben, was ich glaube. Die Aufgabe eines Journalisten ist es nicht, zu den Massen zu predigen. Der Juwelier soll Ihnen verkaufen, was Sie wollen, und der Journalist soll Ihnen die Wahrheit sagen. Mehr nicht.

Und auf die Frage hin, wie er Deutschland heute erlebt:

Wir haben hier den wirklich extremen Fall eines Landes, das kein Einwanderungsland war und plötzlich entschieden hat, eines zu sein. Durch die Straßen zu laufen und so viele Menschen Arabisch sprechen zu hören: Das ist schon eine extreme Veränderung. Der ganze Westen bewegt sich in eine Richtung – Gott weiß wohin -, doch Deutschland bewegt sich zehnmal so schnell.

Der Rest des Interviews ist ebenfalls sehr lesenswert.

GEZ für alternative Medien

Momentan zahlt jeder Haushalt in Deutschland monatlich zwangsweise 17,50 Euro an die GEZ. Damit finanziert der Bürger dann, ob er will oder nicht, eine breitgefächerte Vollversorgung, bestehend aus Sport, Unterhaltung und Nachrichten.

10euro

Mehrwert für den Bürger

Die Nachrichten lohnen sich für den Bürger dabei besonders, ist er durch sie doch immer bestens im Bilde über die Meinung seiner Regierung. Und auch bei der eigenen Meinungsbildung lässt sich dank der Öffentlich Rechtlichen viel Zeit sparen, wird der Bürger doch durch dezente Hinweise wie den dramaturgischen Aufbau der Beiträge, die Betonung des Gesagten und das geschickte Einstreuen dezenter moralischer Andeutungen an die richtige Bewertung eines Sachverhalts stests sanft und wohlwollend herangeführt.

Was tun?

Aber Spaß beiseite! Wir haben in den meisten Ländern Europas ein solches durch Zwangsabgaben finanzierte Öffentlich Rechtliche Rundfunksystem. Diese Medienhäuser sind ein Magnet für linke Journalisten und Filmemacher und sie senden Nachrichten, die auf viele leider weit seriöser wirken als sie wirklich sind. Man denke nur an die anfänglichen Versuche die Ereignisse der Kölner Silvesternacht zu vertuschen oder vor kurzem die Bemerkung der ARD, der Mord an einer Freiburger Studentin wäre nur von „regionalem Interesse“. Dies sind keine zufälligen Pannen. Hier entlarft sich ein System, welches ein gewisses Narrativ vermitteln möchte und welches Informationen, die dort nicht hineinpassen, bei Gelegenheit jederzeit nur zu gerne unter den Tisch fallen lässt.

Wie gerne würde man sich da doch die 17,50 Euro im Monat sparen. Aber alle Klagen der Vergangenheit waren erfolglos und haben gezeigt, dass man gegen dieses System kurzfristig nicht ankommt. Die Richter wissen wohl um die staatstragende Bedeutung dieses zwangsfinanzierten Medienimperiums und keine Begründung ist ihnen zu lächerlich, wenn es darum geht es am Leben zu halten.

Was also tun? Man kann natürlich die Zahlung verweigern und es auf eine Klage ankommen lassen. Oder man zahlt nur unregelmäßig und klopft das Mahnwesen der GEZ auf Schwachstellen ab und macht sich einen Spaß daraus. Nach Medienberichten sollen das wohl auch immer mehr Menschen tun. Aber was ändert das?

Ihre Schwachstelle

Letztlich interessiert die ÖR ein Gebührenboykott nicht wirklich. Sicher wären sie erledigt, wenn auf einmal keiner mehr zahlen würde. Aber wie wahrscheinlich ist das? Irgendjemand wird immer seine GEZ-Gebühr bezahlen und irgendjemand wird auch immer den Spiegel kaufen, auch wenn sich die Auflage momentan im Sinkflug befindet.

Die Schwachstelle der Öffentlich Rechtlichen und auch der privaten Mainstreammedien liegt ganz wo anders. Ihre größte Furcht ist, dass sie eine Konkurrenz bekommen, die ihr Weltbild herausfordert und Zweifel an ihrem sorgsam gehegten Narrativ sät. Ihre Furcht ist die Deutungshoheit zu verlieren und keine Kontrolle mehr darüber zu haben, was ein Großteil der Menschen denkt. Deshalb haben sie den Kampfbegriff „Fake News“ erfunden und deshalb hat die Regierung so große Angst vor den Sozialen Medien, dass sie mit Hochdruck an einem entsprechenden Zensurgesetz arbeitet.

Und die Konkurrenz ist da! In den USA ist es der konservativen Nachrichtenseite Breitbart gegen alle Widerstände des Establishments gelungen, zu einem Big Player im Nachrichtengeschäft mit derzeit knapp 100 Millionen Page Views pro Monat aufzusteigen: Breitbart Traffic Ranking

In Europa stehen uns dagegen primär eine Reihe von Blogs oder Zeitungen wie die Junge Freiheit und natürlich die Sozialen Medien als alternative Medien zur Verfügung.

Es geht um’s Geld

Das größte Problem alternativer Medien ist die Finanzierung. Breitbart ist hauptsächlich deshalb so erfolgreich, weil sie Werbenetzwerke genutzt haben. Diese Dienstleister verkaufen Werbeplätze und Traffic und der Werbekunde weiß meist gar nicht, wo genau geworben wird. Das hat Breitbart sicher sehr geholfen, da es im derzeitigen politischen Klima nicht unbedingt leicht ist, Werbeplätze auf konservativen Webseiten direkt zu verkaufen. Natürlich haben linke Aktivisten diese Schwachstelle längst erkannt und schwärzen Breitbart bei den Werbekunden an. Dadurch versuchen sie diese dazu zu bringen, Breitbart bei ihrem Werbedienstleister auf eine schwarze Liste zu setzen, so dass ihre Werbung nicht mehr bei Breitbart erscheint. Leider nicht ganz ohne Erfolg.

Dasselbe Spiel treiben linke Aktivisten auch in Deutschland. Ende letzten Jahres verwendeten sie die gleiche Vorgehensweise gegen die Blogs „Achse des Guten“ und „Tichys Einblick“, welche sich ebenfalls über Werbenetzwerke finanzierten.

Man sieht also, es geht um’s Geld! Während die ÖR aus einem Topf von ca 8 Milliarden Euro im Jahr schöpfen und ständig neue Sender und Formate aus der Taufe heben müssen, um die Kohle irgendwie wieder los zu werden, sind die meisten alternativen Medien chronisch unterfinanziert oder werden gleich komplett unentgeltlich von Freiwilligen betrieben.

Nun kommt man um die zwangsweise Mitfinanzierung des Staatlichen Rundfunks leider nicht herum. Aber wenn man schon Geld zum Fenster raus wirft, warum dann nicht noch ein paar Euro extra in die Hand nehmen und etwas Gutes damit tun?

Angenommen, jeder von uns, also jeder, der regelmäßig alternative Medien konsumiert, würde sich seine eigene GEZ-Gebühr schaffen. D.h. zusätzlich zu den 17,50 Euro die eh futsch sind, nehme ich jeden Monat nochmal 10 Euro und Spende sie per Dauerauftrag an ein Blog meiner Wahl! Unsere eigene freiwillige „GEZ“. Was könnten wir nicht alles bewegen?

Viele Blogs akzeptieren Spenden und freuen sich immer, wenn ihre Arbeit honoriert wird und sicher würden sie ihr Angebot nur zu gerne ausbauen, wenn sie denn das Geld dazu hätten.

Wir geben soviel Geld für Blödsinn aus, den wir nicht brauchen. Und da rede ich noch nicht einmal von den ÖR. Wäre es da nicht großartig auch mal etwas für Dinge auszugeben, die wirklich wichtig sind? Und was sind schon 10 Euro? Wenn wir wollen, dass es hier wieder mehr Pressefreiheit und Meinungsvielfalt gibt, dann müssen wir dafür einen Markt schaffen.

Triff sie da, wo es weh tut

Wenn du dich also das nächste Mal aufregst. Wenn du die Abbuchung der GEZ auf deinem Kontoauszug siehst oder wenn du eine Rechnung dieses Vereins in deinem Briefkasten findest. Wenn du bei jemand zu Besuch bist, der sich die ÖR Nachrichten reinzieht und auch den größten Stuss für bare Münze nimmt. Wenn dir jemand von der letzten Ausgabe der heute Show erzählt oder vom letzten „Coup“ dieses Böhmermann-Clowns, den du mit deinen GEZ-Gebühren durchfüttern musst.

Wenn du das nächste mal die Faust in der Tasche ballst und dir der Kopf rot anläuft, denke daran: Du kannst etwas verändern!

Du kannst dir ein gut gemachtes Blog suchen und es unterstützen. Oder du abonnierst dir die Zeitschrift, deren Website du regelmäßig aufsuchst. Du kannst dir eine Seite suchen, die deine Meinung vertritt und deren Macher gute Arbeit leisten und du kannst sie dafür honorieren. Put your money, where your mouth is!

Übersicht alternativer Medien

Wer aufgewachsen ist im Glauben, das Zwangsgebührenfernsehen wäre der Inbegriff seriöser Information, wer irgendwann diesen ständig präsenten moralisierenden Unterton nicht nur bemerkt hat, sondern seiner überdrüssig geworden ist, wer gelernt hat, zwischen den Zeilen zu lesen, ja so jemand will sich nicht mehr nur aus den „Qualitätserzeugnissen“ der etablierten Presse informieren.

So jemand will seinen eigenen Verstand gebrauchen und sich mit einer durchaus kritischen Grundhaltung aus allen öffentlich zugänglichen Quellen informieren.

Leider ist mir (abgesehen vielleicht von irgendwelchen linken Watchblogs) noch nirgends eine brauchbare Liste alternativer Medien über den Weg gelaufen. Deshalb habe ich kurzerhand selbst eine solche Liste zusammengestellt und werde sie in Zukunft öfters mal um neue Links ergänzen. Wenn ihr weitere interessante Websites für mich habt, schreibt bitte einfach einen Kommentar zu diesem Artikel.

Deutsch

PI-News – Politisch unkorrekte Nachrichten und Islamkritik

Quotenqueen – Politisch unkorrekte Nachrichten und interessante Netzfunde

Philosophia Perennis – David Bergers kritisches Nachrichten- und Debattenmagazin

Achse des Guten – Henryk Borders Medienprojekt für freie Meinungsäußerung abseits des Mainstreams mit regelmäßigen Beiträgen zahlreicher Journalisten.

Tichys Einblick – Sehr „seriös“ aufgemachtes liberal-konservatives Magazin. Eine Art konservative FAZ.

Sezession – Rechtsintellektuelles Magazin von Götz Kubitscheck

Junge Freiheit – Deutschlands größte konservative Wochenzeitung und das Urgestein unter den konservativen deutschsprachigen Publikationen schlechthin.

Freie Welt – Konservative Internetzeitung von Sven von Storch, dem Mann von Beatrix von Storch (AfD)

Das Männermagazin – Antifeministisches Magazin eines ehemaligen NVA-Offiziers, der sich selbst als den größten (erfolgreichen) Unterhaltspreller in ganz Deutschland bezeichnet (und als solcher auch in Talkshows unterwegs war). Oftmals sehr vulgär aber stellenweise sehr witzig zu lesen.

Danisch – Gedanken eines Informatikers. Danisch bloggt oft über Medien, Meinungsfreiheit, Gender, Feminismus etc.

Epoch Times – Von chinesischen Dissidenten gegründete Zeitung. Ihre Hauptaufgabe sieht diese Zeitung darin, unzensierte Nachrichten aus und über China weltweit zu verbreiten. Neben dem Schwerpunkt China ist die Epoch Times eine vollständige Zeitung und die deutsche Ausgabe berichtet ausführlich über Deutschland und die Welt.

Unzensuriert.de und Unzensuriert.at – Die bundesdeutsche und die österreicherische Ausgabe der bekannten österreicherischen Nachrichtenseite Unzensuriert.at

Subreddit Redefreiheit – Deutschsprachige Reddit-Gruppe, die sich der Meinungsfreiheit verschrieben hat

AfD TV – Youtube-Kanal der Partei Alternative für Deutschland

FPÖ TV – Youtube-Kanal der Freiheitlichen Partei Österreichs

SVP Youtube-Kanal – Youtube-Kanal der Schweizerischen Volkspartei

Nicolaus Fests Videokommentare – Der freie Publizist Nicolaus Fest kommentiert wöchentlich das politische Geschehen in Deutschland

MORGENGAGAZIN – Politisch unkorrektes Satiremagazin

Rote Pille Blog – Sehr gut gemachtes und vollständiges deutschsprachiges Red Pill Blog

Englisch

Breitbart – Amerikas größte konservative Nachrichtenseite

Return of Kings – Die vermutlich beste Seite zu den Themen Red Pill und Neomaskulinismus. Besonders zu empfehlen ist die Liste der besten bisher veröffentlichten Artikel.

Art of Manliness – Männermagazin mit traditionellem Rollenbild und ohne Genderbullshit

Subreddit TheRedPill – Reddit-Gruppe zum Thema Red Pill

The Rationale Male – Red Pill Seite von Rollo Tomassi. Der Fokus dieses Blogs liegt darauf, dem von Feminismus, Hollywood-Liebesschnulzen und linksliberalem Blödsinn indoktrinierten westlichen Mann einen schmerzhaften aber realistischen Blick auf die Geschlechterbeziehungen zu verschaffen.

Rebel Media – Youtube-Kanal mit konservativen Nachrichten, politischen Kommentaren und Aktivismus. Besonders interessant sind Aktionen, bei denen Linke von einem Reporter zur Rede gestellt und mit den Ungereimtheiten ihres eigenen Weltbilds und ihrer Doppelmoral konfrontiert werden.

PragerU – Viele Videos die jeweils eine konservative Idee in ca. 5 Minuten transportieren. Sehr gutes Format, moderne Präsentation und perfekt für eine Generation, in der die meisten nur noch eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne haben.

Ein Tag der Angst!

Wahnsinn! Was für ein Tag! Ich bin immer noch dabei zu verarbeiten, was heute passiert ist.

Spiegel Online

Heute morgen diese Story auf Spiegel Online. Und was für eine Story! Die Seite wochenblick.at hat berichtet, Merkels Masseneinwanderung wäre eine planmäßige Aktion mit festgesetzten Einwanderungszielen bis 2060. Was da nun genau dran ist, das will ich hier nicht diskutieren. Aber das unglaubliche daran: Der Spiegel bringt eine „Aufklärungsstory“ als Reaktion zu dieser Story. Dort zitiert er alternative Medien, die er nur zu gerne pauschal als Fake News abkanzeln möchte und bringt sogar noch einen Screenshot der Seite. Meines Wissens ist sowas in dieser Form noch nie zuvor passiert.

Bis 2010 und auch noch darüber hinaus wurde man schon für die geringste und noch so differenzierte Erwähnung von Problemen, die es mit bestimmten Migrantengruppen gibt zum Nazi erklärt. Die Strategie der Medien damals bestand darin, unliebsame Diskussionen umgehend und noch bevor sie sich richtig entwicklen konnten durch Diffamierung und Eskalation in die rechte Ecke zu schieben und sie so effektiv gar nicht erst stattfinden zu lassen.

Und jetzt das hier:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-nein-die-kanzlerin-hat-keinen-geheimen-fluechtlingsplan-a-1138529.html

Der Spiegel hat so große Angst – und man muss es wirklich Angst nennen – dass er auf Nachrichten der als Fake News gebrandmarkten Konkurrenz aus dem Netz direkt eine Reaktion veröffentlicht. Früher hätte man so etwas totgeschwiegen. Und es nur in kleinen Häppchen und Stück für Stück zugegeben, wenn man unter massiven Druck geraten wäre. Aber jetzt kommt direkt ein Gegenangriff. Das zeigt, dass das Meinungsmonopol der Presse gewaltig am Wanken ist. Sie haben nicht mehr die uneingeschränkte Macht zu bestimmen, welche News-Stories verbreitet werden und welche nicht.

Pressekonferenz mit Maas

Und dann heute Nachmittag der zweite Knaller des Tages! Der deutsche Justizminister Maas hat einen Gesetzentwurf vorgestellt, der Strafen von bis zu 50 Millionen Euro für Firmen wie Facebook vorsieht, falls sie „Hasskommentare“ nicht schnell genug löschen:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/facebook-heiko-maas-stellt-gesetz-gegen-hasskriminalitaet-vor-a-1138637.html

Als es 2009 im Iran und 2011 in Nordafrika zu Aufständen kam, da wunderte ich mich, wie soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter dort so eine große Rolle spielen konnten. Für mich war das nur eine dämliche Spielerei, wo manche ihren Narzissmus ausleben und sich selbst in Szene setzen. Nie wäre ich darauf gekommen, dass diese Medien eine solche politische Sprengkraft entwickeln könnten.

Und heute, keine 10 Jahre danach, hat die deutsche Regierung ein ähnliches Problem, wie die Diktatoren von damals. Da hat das Volk doch plötzlich ein Ventil gefunden, um seine Meinungen ungefiltert mit anderen zu teilen. Und verzweifelt versucht die Regierung die Büchse der Pandora wieder zu schließen und schreckt dabei selbst vor so lächerlich hohen Strafen nicht zurück. Was haben wir doch damals gelacht, als arabische Diktatoren in ihren Ländern die Handynetze lahmgelegt haben. Genützt hat es ihnen nichts.

Fähige Politiker würden sich fragen, woher denn die ganze Unzufriedenheit kommt, anstatt panisch nach Zensurmöglichkeiten zu suchen – speziell in einer Demokratie. Und sie würden sich fragen, was sie falsch gemacht haben. Herr Maas demonstriert hier nicht zum ersten Mal, wie er diesbezüglich zu bewerten ist.

Und eins wissen wir seit heute mit Gewissheit über unsere Elite aus Medien und Politik: Sie haben Angst!