Ungarn und die Macht der Medien

Seit Wochen und Monaten versuchen die Medien und insbesondere die „Welt“ uns auf ein massives Erstarken der Opposition in Ungarn vorzubereiten.

Was wurde da nicht alles versucht eine Bürgermeisterwahl zu einem Stimmungstest für das ganze Land hochzujubeln? Eine hohe Wahlbeteiligung würde Orban gefährlich werden. Eine neue Strategie der Oppositionsparteien, bei der diese sich für jeden Wahlkreis auf einen Kandidaten einigen und so nicht miteinander konkurrieren, könnte das Ende der Ära Orban einleiten.

Noch gestern hieß es da liegt sowas wie Revolution in der Luft. Sobald man eine hohe Wahlbeteiligung feststellen konnte, wurde das als Indikator für einen möglichen bevorstehenden Triumph der Opposition gedeutet.

Und heute?

Orbans Partei Fidesz hat die Wahl mit knapp 50% klar gewonnen. Weiteren knapp 20 Prozent der Ungarn ist Orban noch zu liberal, so dass sie die weiter rechts angesiedelte Partei Jobbik wählten.

Noch sind die Zahlen vorläufig, aber es sieht ganz so aus, als ob Orban besser abgeschnitten hat als 2014, als seine Partei 44,9% der Stimmen holte. Und das obwohl die Wahlbeteiligung mit ca. 70% höher ist als 2014. Damals lag sie bei nur 62%.

Und jetzt geht in der Presse natürlich das große Gejammer los. Der Spiegel schreibt dann auch folgerichtig: „Entgegen der Erwartungen siegten Orbán und seine Partei Fidesz bei der Parlamentswahl sehr deutlich – zum dritten Mal in Folge.“. Entgegen der Erwartungen der deutschen Presse müsste es korrekterweise heißen. Die Umfragen sahen Fidesz in der Nähe der 50%. Auch die Welt ist ganz vorne dabei mit einem Jammerartikel, der den Untergang der liberalen Demokratie in Europa heraufbeschwört.

Wie diese liberale Demokratie in ihrem Endstadium aussieht, das wissen wir heute. Ein Staatsgebilde, in dem jeder nach Lust und Laune hereinspazieren und sich von der einheimischen Bevölkerung, dem ehemaligen Souverän des Staates, durchfüttern und letztlich zur Schaffung von Tatsachen einbürgern lassen kann.

Jeder Einheimische, der gegen diesen Missbrauch der Demokratie aufbegehrt, wird mundtot gemacht. Wer gar seinen staatsbürgerlichen Pflichten nachkommen und die Grenzen seines Lands verteidigen will, der wird kriminalisiert und schlimmstenfalls eingesperrt. Diese Form der „Demokratie“ hofiert die Feinde des Staates und bekämpft all jene, die ihn verteidigen und bewahren wollen.

Noch interessanter aber ist wieder einmal die Macht der Medien und die Art ihres Vorgehens. Was wir hier gesehen haben ist im Grunde dasselbe wie bei der US-Präsidentschaftswahl. Angesichts der Stärke Orbans wurde die Strategie nur eben in klein gefahren.

Zuerst wird eine Sache als einzig vernünftiger Standpunkt dargestellt. Also z.B. die Wahl von Hillary Clinton oder eben die Abwahl von Orban. Nachdem das Wunschergebnis als alternativlos und vernünftig geframed wurde wird nun nach jedem auch noch so abwegigen Grund gesucht, warum die gewünschte Entscheidung auch die tatsächliche Entscheidung sein wird. Diese „Argumente“ werden dann in den Medien immer wieder einseitig rauf und runter gebetet, bis die breite Masse den Eindruck bekommt, dass es auch tatsächlich so kommen wird. Kommt es anders, dann bleibt bei der Masse zumindest noch die Überzeugung übrig, dass es so hätte kommen müssen und dass wie es tatsächlich gekommen ist ein großer Fehler war.

Wie effektiv diese Vorgehensweise ist zeigt sich auch sehr schön daran, dass selbst ich als konservativer und regierungskritischer Blogger wieder einmal darauf hereingefallen bin und mir ernsthaft Sorgen um Ungarn gemacht habe. Man kann sich vorstellen, wie wirkungsvoll diese Strategie bei weniger kritischen Zeitgenossen sein muss.

Glücklicherweise haben die Ungarn sich von den deutschen Medien nicht beeinflussen lassen und stattdessen gestern ein starkes Votum für den Erhalt und die Zukunft ihres Landes abgegeben.

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Frontalangriff auf Facebook

Jahrelang war man bei Facebook und jedem war bekannt, dass die Firma ihr Geld mit den Daten ihrer Nutzer verdient. Jeder wusste es und (fast) keinen hat’s gestört.

Wie aus heiterem Himmel ist es jetzt plötzlich ein Thema und die ganze Welt (oder zumindest die Medienwelt) scheint empört zu sein. Facebook hat Daten seiner Nutzer an eine Firma verkauft. Damit soll Facebook angeblich die US-Präsidentschaftswahl und jetzt auch noch die Volksabstimmung zum Brexit entschieden haben.

Facebook hat Daten an die Firma Cambridge Analytics herausgegeben, die in Verbindung mit der Trump-Kampagne stand. Dies ermöglichte Cambridge Analytics direkt mit den Daten zu arbeiten. Das ist ein Datenschutzsskandal, aber man kann sich drüber streiten, ob das jetzt so viel schlimmer ist als das, was Facebook mit den Daten anstellt, wenn diese im Haus bleiben und dort verarbeitet werden.

Facebook bietet seinen Werbekunden ganz offiziell die Möglichkeit, ihre Werbung genau an die Leute auszuliefern, die zur Zielgruppe gehören. Früher konnte man Targeting nur dadurch betreiben, dass man dort hin geht, wo die Zielgruppe zuhause ist. D.h. man hat seine Werbung in Zeitschriften für Kosmetik oder in Fernsehsendungen über Autos platziert. Facebook erlaubt seinen Kunden dagegen Personen direkt und viel gezielter anzusprechen. Das ist Facebooks Produkt und für jeden Werbetreibenden ist es ein ungemein verlockendes Angebot. Möglich wird dies nur dadurch, dass Facebook über seine Benutzer so ungemein viel Wissen anhäuft.

Aber ob man alleine mit Facebook jetzt die US-Präsidentschaftswahl und die Brexit-Abstimmung entscheiden kann? Das erscheint doch ziemlich weit hergeholt.

Warum dann also diese Medienhysterie?

Das Establishment hasst Facebook und es hat gute Gründe dafür. Facebook macht nämlich noch etwas ganz anderes, als nur die Daten seiner Nutzer zu sammeln. Facebook verbindet Menschen auf der ganzen Welt und schafft damit eine riesige Öffentlichkeit. Es ist nicht nur ein Konkurrent für bekannte Massenmedien, es ist selbst ein Massenmedium.

Und während andere Massenmedien von einer Redaktion und letztlich von ihren Eigentümern kontrolliert werden, gibt Facebook jedem Normalbürger irgendwo auf der Welt ein Werkzeug in die Hand, mit dem er theoretisch ein Millionenpublikum erreichen kann. Ein unverhofft virales Posting genügt.

Diese Eigenschaft von Facebook machen sich Alternative Medien schon lange zunutze und erreichen damit große Verbreitung. Und wie die vom linksliberalen Establishment kontrollierten Medien an Bedeutung verlieren, so verliert besagtes Establishment an Einfluss.

Deshalb pushen sie auch ständig dieses Narrativ von den Fake News. Natürlich gibt es Falschnachrichten, die von irgendwelchen Idioten in die Welt gesetzt werden. Aber das sind nicht die Nachrichten, vor denen sie Angst haben. Sie fürchten sich vor den Nachrichten, die wahr sind und die ihre Medien früher niemals gebracht hätte und die sie auch heute nur dann bringen, wenn sie sich sonst völlig lächerlich machen würden. Gäbe es keine Alternativen Medien, sie würden Nachrichten, die nicht ins linksliberale Weltbild passen noch immer totschweigen. Diese Nachrichten sind die wahren „Fake News“.

Vor genau diesem Hintergrund sind auch diese Attacken auf Facebook zu verstehen. Facebook ist bei all seinen Fehler und wohl auch entgegen dem Willen seiner Macher ein Vehikel der Demokratisierung. Facebook gibt denen eine Stimme, die vorher keine hatten.

Die momentan durch die Medien verbreiteten Angriffe auf Facebook sollen dem Konzern dann auch signalisieren, dies doch bitte abzustellen.

Wie wir die Mainstream-Medien schlagen können

Medien sind wichtig. Wichtiger noch als die Politik. Andrew Breitbart sagte einmal, dass die Politik das Ergebnis der Kultur ist. Wäre die heutige fehlgeleitete deutsche Politik denkbar ohne die irrationale und oft auch naive Hippie-Moral, die von vielen Deutschen leider völlig kritiklos verinnerlicht wurde?

Das ist in der Tat schwer vorstellbar.

Was aber formt die Kultur? In unserem Zeitalter sind das ohne Frage zu einem sehr großen Teil die Massenmedien.

Und genau deshalb reicht es nicht darauf zu hoffen, dass eine konservative Partei in Zukunft noch mehr Stimmen bekommt und vielleicht auch noch ein oder zwei andere Parteien wieder zur Vernunft kommen und so eine konservative parlamentarische Mehrheit entsteht, die alles wieder ins Lot bringt.

Wenn Politik und Gesellschaft dauerhaft wieder normal werden sollen, dann müssen wir die Macht der Mainstream-Medien brechen. Wir müssen ihnen reichweitenstarke konservative Medien entgegenstellen, die für einen Ausgleich in der Medienlandschaft sorgen. Und wenn ich Reichweite sage, dann denke ich an Fox News und Breitbart.

Nur so können wir die Gesellschaft dauerhaft verändern und damit die Ursache des heutigen Politalptraums beseitigen.

Das Internet ist nicht alles

Wenn wir heute in Deutschland von alternativen Medien und der Vergrößerung ihrer Reichweite sprechen, dann drehen sich die Diskussionen meist um soziale Medien und die ausufernde Zensur auf Twitter, YouTube und Facebook. Und ja das ist ein Problem. Durch die Zensur auf diesen Medien soll die Macht der Mainstream-Medien über die Meinungsbildung innerhalb unserer Gesellschaft erhalten werden – leider nicht ganz ohne Erfolg.

Doch zusehends habe ich den Eindruck, dass es sich hierbei mehr um einen Nebenkriegsschauplatz handelt und uns gar nicht klar ist, dass wir anderswo eine viel größere Macht entfalten könnten.

Selbstverständlich kann man mit YouTube und Facebook große Reichweiten erzielen (Twitter wird in Deutschland von der breiten Masse eher verschmäht). Das will ich hier nicht grundsätzlich in Abrede stellen.

Aber werden diese Medien am Ende nicht vielleicht heillos überschätzt?

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ARD tagesthemen: Politikwissenschaftler spricht von ethnischer Verwandlung

Die Moderatorin Caren Miosga befragte in der gestrigen Ausgabe der tagesthemen den politisch links eingestellten Politikwissenschaftler Yascha Mounk über die Hintergründe des Aufstiegs konservativer Gegenbewegungen zum herrschenden linken Mainstream (in den Medien gerne auch als „Populismus“ bezeichnet). Dabei fielen die folgenden Worte:

dass wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische  zu verwandeln. Das kann klappen, das wird, glaube ich, auch klappen, dabei kommt es aber natürlich auch zu vielen Verwerfungen.

Hier der Videoausschnitt dieser Aussage:

Es findet also ein „historisch einzigartiges Experiment“ statt, bei dem eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische verwandelt wird. Nicht näher bezeichnete „Verwerfungen“ müssen dabei wohl hingenommen werden. Sehr interessant diese Aussage.

Leute, die weiter rechts stehen als Yascha Mounk und für gewöhnlich nicht in den tagesthemen interviewt werden, haben für den exakt selben Sachverhalt auch den – in den Staatsmedien ebenfalls eher unerwünschten – Begriff der „Umvolkung“ geprägt. Hier gibt das Establishment zum ersten mal ganz freimütig zu, was es im Schilde führt. Keiner kann mehr sagen, dass er von nichts gewusst hätte.

Wenn man sich das ganze Interview in den Tagesthemen vom 20.02.2018 (das Interview beginnt bei 24:44) anschaut, dann stellt man fest, dass diese Aussage in einem Kontext steht, in dem es allgemein um „Populismus“ in der westlichen Welt geht.

Und diese „Prozessbeschreibung“ kann man derzeit tatsächlich auf fast alle Staaten des Westens anwenden.

Auch wenn die meisten in diesem Interview vorgetragenen Analysen dieses Politikwissenschaftlers durchaus schlüssig sind, so übersieht er doch einen entscheidenden Punkt.

Wenn die westliche Demokratie kein Instrument der Selbstbestimmung mehr ist, sondern stattdessen zu einer Horrorshow der Selbstzerstörung pervertiert wurde, die an den Wahnsinn Pol Pots oder an Mao Tse-Tungs verbrecherische „Kulturrevolution“ erinnert, dann müssen wir über weitere Gründe für den Niedergang dieses einstigen Erfolgsmodells gar nicht erst reden.

AfD gründet eigenen Newsroom

Die Welt berichtet, dass die AfD im April mit einer eigenen Redaktion in das „Nachrichtengeschäft“ einsteigen will. Zwanzig Redakteure sollen im Schichtbetrieb rund um die Uhr all jene Nachrichten recherchieren und für die sozialen Medien produzieren, die von den Mainstreammedien unter den Teppich gekehrt werden.

Außerdem soll natürlich eine Plattform geschaffen werden, auf der die AfD ihre Standpunkte verbreiten kann. Somit ist diese Initiative wohl nicht zuletzt eine Reaktion auf die mangelhafte Präsenz der AfD in den Mainstreammedien – insbesondere seit der Bundestagswahl.

Radioturm

Selbst ein TV-Studio ist eingeplant und wird in den Räumen der Bundestagsfraktion eingerichtet werden.

Besonders interessant finde ich, dass die Nachrichten von einer professionellen Redaktion nach journalistischen Standards aufbereitet werden sollen. Alternative Medien haben ja in aller Regel das Problem, nicht über große finanzielle Mittel zu verfügen und werden auch nicht von einer professionellen Redaktion, sondern von engagierten Freiwilligen in ihrer Freizeit produziert. Wie überall passieren auch dort Fehler und mangels Geld und entsprechender Recherchemöglichkeiten sind nicht alle Stories auf dem journalistischen Niveau, auf dem sie sein sollten.

Das macht uns angreifbar und die Linken haben das erkannt und nutzen das geschickt, um allen Stories aus alternativen Medien pauschal das Label „Fake News“ aufzudrücken. Der nächste Schritt dieser Diskreditierung ist dann die damit begründete Zensur in den sozialen Medien durch das maassche Zensurgesetz.

Durch diese Abwertung (der sicher alles andere als perfekten) alternativen Medien sollen diese komplett diskreditiert und so die Glaubwürdigkeit der Mainstreammedien wieder hergestellt werden. Dabei lohnt es sich gerade bei diesen angeblich so professionell hergestellten Medien genauer hinzuschauen und nach Auslassungen und in Berichte eingestreute Meinungen Ausschau zu halten.

Wenn die AfD das richtig umsetzt, dann könnte sich die Gründung dieser Redaktion als ein wahrer Geniestreich erweisen. Die AfD verfügt zwar lange nicht über das Budget der Öffentlich Rechtlichen, dank der Wahlerfolge der letzten Jahre ist sie aber ganz gut aufgestellt. Zudem hat sie juristisch und parlamentarisch völlig andere Möglichkeiten als irgendwelche Blogs, die man verhältnismäßig einfach abschalten kann.

Wenn diese Redaktion gute Arbeit leistet, dann könnte sie nicht nur den Bundestagsreden der AfD-Abgeordneten zu der ihnen aufgrund des politisch äußerst relevanten Inhalts zustehenden Aufmerksamkeit verhelfen, sie könnte zugleich eine wichtige Verifizierungs- und Filteraufgabe für die Skandalstories der kommenden Jahre übernehmen und die alternativen Medien vor Zensur und weiterer Diskreditierung schützen.

Trump und die kritische Reichweite

Trump hat viel Kritik einstecken müssen, als er in der vergangenen Woche drei Videos von durch Moslems begangene Gewalttaten auf Twitter weiterverbreitet hat.

Medien auf der ganzen Welt berichteten darüber. So auch in Großbritannien wo Trumps Retweets vor allem deshalb zu Diskussionen führten, weil die Videos ursprünglich von der Britain First Aktivistin Jayda Fransen verbreitet wurden. Als Konsequenz wurde sogar ein Arbeitsbesuch von Trump bei der britischen Premierministerin Theresa May im Januar 2018 abgesagt.

Trump auf Twitter

Ich finde es unheimlich faszinierend, welche Reichweite Trump hat. Trumps Twitterkanal folgen etwa 44 Millionen Menschen. Zum Vergleich: CNN hat nicht ganz 40 Millionen Twitter-Follower.

Aber die Follower sind natürlich nicht entscheidend. Das wirklich spannende an Trump ist, dass er durch seine hohe Relevanz in der Lage ist, den Medien Themen aufzuzwingen.

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Antonio Amadeu Stiftung versucht David Berger in die Knie zu zwingen

David Berger hat gestern einen Hilferuf gestartet. Die berüchtigte linksradikale Antonio Amadeu Stiftung versucht ihn mithilfe von gegenstandslosen Unterlassungsklagen in den finanziellen Ruin zu treiben und ihn so zur Schließung seines bekannten Blogs Philosophia Perennis (PP) zu bewegen.

David Berger

David Berger

Durch einen neuerlichen Rechtsstreit sieht David sein Blog in der Existenz bedroht. Er schreibt dazu:

Damit wird Philosophia Perennis für mich erneut zur großen finanziellen Belastung. Und mir bleibt kein anderer Weg, als meine Leser darum zu bitten, das Fortleben des Blogs durch eine großherzige Spende sicher zustellen.

Ich habe David Bergers Arbeit immer sehr bewundert. Der Mann liefert einen beeindruckenden Output an Artikeln und das schon seit über einem Jahr und alles auf ehrenamtlicher Basis. Und das obwohl er dafür auch öfters mit teuren Rechtsstreitigkeiten konfrontiert war.

Da kann man gerne mal nach seinen eigenen finanziellen Möglichkeiten etwas Spenden:

Kontodaten:

IBAN: DE04 3002 0900 0803 6812 81
BIC: CMCIDEDD
Kontoinhaber: David Berger
TARGOBANK – Stichwort: Spende PP

In den Kommentaren bei PP schlägt jemand vor, einen Hilfssfonds für Alternative Medien einzurichten. Das halte ich für eine sehr gute Idee. Eventuell könnte man das als eine Art Anti-GEZ für Alternative Medien bewerben, wie ich das einmal vorgeschlagen habe. Aber das müssen dann Blogs machen, die mehr Traffic haben als meine bescheidene Internetpräsenz hier.

Und da David mittlerweile sehr interessante Traffic-Zahlen vorzuweisen hat, wäre es vielleicht auch eine Möglichkeit über Monetarisierung nachzudenken. Auch wenn sich für eine Seite mit diesem Themenspektrum leider schwer Werbepartner finden lassen.

PI News kann hier eventuell eine Inspiration sein: Werben auf PI

Und vielleicht findet sich auch ein Experte für Onlinemonetarisierung, der hier noch ein paar gute Tipps anzubieten hat.

Es ist aufgrund des politischen Klimas leider sehr schwer, mit Alternativen Medien Geld zu verdienen. Allerdings sehe ich nichts Anrüchiges daran, wenn es funktionieren sollte. Ganz im Gegenteil. Wenn Alternative Medien eine Zukunft haben sollen, dann muss es gelingen, damit Geld zu verdienen. Ob über Spenden, freiwillige Abos, Werbung oder was auch immer.

Also besser mal ein Zeitschriftenabo kündigen und dafür das Geld regelmäßig einem geschätzten Alternativmedium zukommen lassen.

Christian Lindner ist mit der stellvertretenden Chefredakteurin von WeltN24 verheiratet

Diese Woche kann man auf diversen Quellen lesen, dass FDP-Chef Christian Lindner bereits seit 2011 mit Dagmar Rosenfeld-Lindner, der heutigen stellvertretenden Chefredakteurin von WeltN24 verheiratet ist.

Ansich ist diese Information nichts Neues, da sie schon vorher im Internet verfügbar war und hier wird auch kein großes Geheimnis aufgedeckt. Jetzt im Wahlkampf ist diese Tatsache aber nicht nur etwas, das gut zu wissen ist, sie hat auch eine gewisse Brisanz.

Die FDP ist 2013 aus dem Bundestag geflogen. Das ist für die FDP natürlich mehr als unvorteilhaft und sie muss dringend wieder zurück in den Bundestag. Sollte sie es nämlich diesmal wieder nicht in den Bundestag schaffen (wonach es nicht aussieht), dann wird sie über kurz oder lang ein existentielles Problem bekommen. Durch ihre Abwesenheit im Bundestag fehlt ihr nicht nur viel Geld, sie erhält auch weniger Aufmerksamkeit, wird als Partei weniger ernst genommen und langfristig könnte sie aufhören, zu den etablierten Parteien zu zählen. Was quasi ihrem Ende gleich käme. Zudem wurde auch bekannt, dass die FDP bzw. ihre noch immer in Liquidation befindliche Bundestagsfraktion finanzielle Probleme hat.

Eins ist für die FDP klar: Die Partei muss zurück in den Bundestag. Andernfalls sieht die Zukunft der Liberalen sehr düster aus.

Und weil dieses Ziel für die Partei so wichtig ist, dass es auf jede Stimme ankommt und weil das Establishment einen Ausputzer braucht, der die AfD möglichst klein hält schreckt man auch nicht davor zurück, in bester populistischer Manier Dinge zu fordern, die man früher niemals befürwortet hätte und die man nach der Wahl niemals umsetzen würde:

Man kann hier feststellen, dass die AfD für die FDP bei dieser Bundestagswahl auf jeden Fall einen Hauptkonkurrenten darstellt.

Und so gut es Lindner auch gelingt sich zu inszenieren, wer glaubt denn ernsthaft, dass sich die FDP nach der Bundestagswahl in diesen Punkten gegen Angela Merkel durchsetzt bzw. lieber in die Opposition geht als unter Merkels Führung das genaue Gegenteil von dem umzusetzen, was jetzt im Eifer des Wahlkampfs großspurig gefordert wird? Wie das laufen wird hat man beim Sprücheklopfer Horst Seehofer schon zur Genüge gesehen, den vor der Flüchtlingskrise viele (ich eingeschlossen) naiverweise für einen einflussreichen Landesfürsten der Union gehalten hatten.

Aber zurück zum Thema!

Auch wenn ich die Welt wegen ihres relativ offenen Kommentarbereichs und des in den Artikeln meist recht heterogenen Meinungsspektrums von allen deutschen Mainstream-Zeitungen noch am meisten schätze, so merkt man ihr doch öfters an, dass sie auch nur ein Mainstream-Produkt ist.

So hat die Welt z.B. vor kurzem das Meisterstück fertig gebracht zu berichten, dass die Flüchtlingskrise für die Deutschen politisch praktisch keine Rolle mehr spielt. Und das nur um uns dann drei Wochen später das genaue Gegenteil zu erzählen.

Jetzt kann man einwenden, dass hier nur Studien zitiert werden. Allerdings sind diese Artikel immer sehr reißerisch aufgemacht und erheben auf den ersten Blick den Anspruch, uns eine definitive Antwort zur Befindlichkeit eines ganzen Landes zu vermitteln. So dass man sich dabei oftmals fragen kann, ob hier eine Agenda verfolgt wird. Zudem wird die Methodik der Studien so gut wie nie offengelegt. Hieran kann man bei vielen Studien bereits erkennen, was ihre Ergebnisse überhaupt wert sind.

Sehr schön auch dieser Artikel: Für Populisten wird das Klima in Deutschland rauer. Der Autor zitiert eine Studie, die unter anderem sagt, dass das Vertrauen in die Institutionen des deutschen Staates ein ganz klein wenig abgenommen hat. Die Autoren sehen darin eine Trendwende. Der Autor übernimmt diese Aussage und der Artikel impliziert ja auch, dass die „Populisten“ auf dem absteigenden Ast sind.

Interessanterweise findet man im Artikel diesen Absatz:

Groß scheint aber auch die Angst vor der Zukunft zu sein. Seit der Freiheitsindex erhoben wird, haben nie so viele Befragte die Erwartung geäußert, dass Deutschland auf eine „ganz große Krise“ zusteuere. Fast jeder Zweite fürchtet sogar eine bevorstehende Katastrophe.

Wow! Das ist mal eine Aussage! Der Autor nennt zwar keine konkreten Zahlen, aber mehr als 50% der befragen Deutschen befürchtet also eine „ganz große Krise“. Und fast die Hälfte sogar eine „Katastrophe“. Bei solchen Aussagen kann man als Journalist durchaus mal das Fazit der Macher der Studie hinterfragen, anstatt sich daraus gleich noch den Titel seines Artikels zu basteln. Zudem könnte man fragen, was für Krisen die Deutschen denn heraufziehen sehen. Die Antworten wären sicher sehr interessant. Dieses Thema ist weit interessanter, als der ganze Rest des Artikels. Möglicherweise sollten die Journalisten die Bürger mal selbst befragen.

Öfters habe ich den Eindruck, dass der Bürger in eine bestimmte Richtung „beruhigt“ werden soll. Zum Glück klappt das schon lange nicht mehr so gut, wie das früher einmal geklappt hat. Viele Bürger können mittlerweile zwischen den Zeilen lesen und die Presse verschweigt nicht mehr alles wie früher. Manche Artikel scheinen da regelrecht aus der Zeit gefallen und erinnern einen an die ungute Zeit vor ein paar Jahren, als das Verschweigen ungeliebter Tatsachen in den Medien noch deutlich besser funktioniert hat.

Sehr auffällig sind auch gerade jetzt im Wahlkampf die ständigen Negativberichte über die AfD. Allen voran die Skandalberichterstattung über Alice Weidel. Auch wenn ich nicht weiß, ob die ominöse E-Mail wirklich nicht von Frau Weidel stammt und ob Frau Weidel nun eine Asylbewerberin am Finanzamt vorbei beschäftigt hat oder nicht, so weiß ich doch zwei Dinge:

  1. Wenn man lange und intensiv genug sucht, dann findet man bei jedem Dreck im Keller, mit dem man ihn politisch angreifen kann.
  2. Wenn man nichts findet oder die Suche sich als zu beschwerlich gestaltet, kann man immer noch etwas konstruieren, das zumindest für die letzten Tage vor der Wahl ersten Prüfungen und Gegendarstellungen stand hält. Danach ist es dann eh egal.

Interessant ist hier, dass man scheinbar lediglich bei der AfD nach Schmutz sucht. Für mich sieht das sehr nach einer Kampagne aus. Man darf auch nicht vergessen, dass eine Story, die kurz vor der Wahl wie eine Bombe einschlägt den Wahlausgang entscheidend beeinflussen kann. Vor diesem Hintergrund kann man diese Stories durchaus als Versuche sehen, eine solche Megastory zu kreieren.

Ich will nicht sagen, dass da etwas ist, aber im Sinne der von Politikern so gern geforderten Medienkompetenz ist es auf jeden Fall gut zu wissen, dass eine Verbindung von der redaktionellen Leitung von Welt und N24 zur FDP besteht.

Nächste Zensurmasche: Jetzt zensiert sogar schon der Domain Registrar

Als ich am Samstag vom „Verschwinden“ des Honigmann-Blogs berichtet habe, da waren einige fassungslos, wie man ein Blog nur auf einem Dienst wie WordPress.com hosten kann.

Leider ist man heute auch mit einer scheinbar unabhängigen Webpräsenz nicht mehr vor Zensur gefeit, wie der folgende Artikel von den Machern des alternativen Kurznachrichtendienstes Gab.ai zeigt:

We Are At War For A Free And Open Internet

Gab.ai hat sich zum Ziel gesetzt, eine zensurfreie Alterntative zu Twitter aufzubauen. Am ersten September 2017 wurden die Macher des Dienstes von ihrem Domain Registrar angeschrieben, weil die Postadresse der Betreiberfirma hinter der Domain nicht nachgeprüft werden konnte und deshalb schlimmstenfalls die Löschung der Domain droht. Tatsächlich war die Adresse nicht mehr aktuell und nachdem Gab.ai eine entsprechende Aktualisierung vorgenommen hatte, hätte die Sache erledigt sein können.

Aber falsch gedacht! Ein paar Tage später meldet sich die Rechtsabteilung des Domain Registrars und fordert allen Ernstes die Löschung eines spezifischen Benutzer-Postings auf Gab.ai. Andernfalls droht wieder die Löschung der Domain.

Wie aus dem Artikel hervor geht, hat Gab.ai sich entschieden, lieber ein einzelnes Posting zu löschen als die ganze Seite zu verlieren. Das ist durchaus verständlich, auch wenn den Machern bewusst ist, welchen gefährlichen Weg sie damit beschreiten.

Gab.ai kritisiert vor allem, dass sich die heutige Internetinfrastruktur in der Hand weniger Firmen befindet. So viel also zum Thema „Selbst hosten“. Nach Charlottesville scheint es hier einen Dammbruch gegeben zu haben, wurden doch einige sehr unappetitliche aber nach US-Recht legale und zum Teil schon seit den 90ern bestehende Websites einfach von ihren Webprovidern geschlossen.

Und ich glaube nicht, dass man bei Neonazi-Websites halt machen wird. Die Massenmedien und alle, die mit ihnen in Verbindung stehen sind in Panik, seit Donald Trump letztes Jahr unter Umgehung eben dieser Medien die US-Präsidentschaftwahl gewonnen hat. Die herrschende Elite hat das Internet als ihren größten Feind ausgemacht und man kann davon ausgehen, dass sie alles versuchen wird, um die Kontrolle wieder zu gewinnen.

Der Artikel von Gab.ai schließt mit Ideen für ein mögliches zukünftiges dezentrales Web 3.0. Mich erinnert das sehr stark an das Thema Filesharing in den 90ern und in den frühen 2000ern. Als die Musikindustrie den nach heutigen Maßstäben sehr primitiven Dienst Napster geschlossen hatte, kamen plötzlich alle möglichen dezentralen Dienste hoch, die weit mächtiger und schwieriger zu kontrollieren waren, als das olle Napster.

Eigentlich bin ich kein Freund des Darknets. Es ist ohnehin schon schwierig Leute zu erreichen, die wenig technikaffin sind und sonst nur die Massenmedien konsumieren. Im Darknet wird das nicht einfacher. Aber vielleicht brauchen wir wirklich eine völlig neue zensur-resistente Alternative zum bisherigen World Wide Web.

Einziger möglicher Hoffnungschimmer wäre hier vielleicht noch ein Gesetz der Trump-Regierung, welches den ersten Verfassungszusatz der USA auch im Internet offensiv durchsetzt und bestehende Monopole reguliert.

Rap-Video: Gun Owner vs. Liberal

Mich fasziniert ja immer, wie weit unsere konservativen Freunde in den USA uns in manchen Dingen voraus sind. Ein schönes Beispiel dafür ist dieses geniale Rap-Video, in dem sich ein amerikanischer Waffenbesitzer über linke Schneeflöckchen und ihr von der Realität entrücktes Weltbild lustig macht:

Leider habe bisher noch nichts Vergleichbares auf Deutsch gefunden.