Trump und die kritische Reichweite

Trump hat viel Kritik einstecken müssen, als er in der vergangenen Woche drei Videos von durch Moslems begangene Gewalttaten auf Twitter weiterverbreitet hat.

Medien auf der ganzen Welt berichteten darüber. So auch in Großbritannien wo Trumps Retweets vor allem deshalb zu Diskussionen führten, weil die Videos ursprünglich von der Britain First Aktivistin Jayda Fransen verbreitet wurden. Als Konsequenz wurde sogar ein Arbeitsbesuch von Trump bei der britischen Premierministerin Theresa May im Januar 2018 abgesagt.

Trump auf Twitter

Ich finde es unheimlich faszinierend, welche Reichweite Trump hat. Trumps Twitterkanal folgen etwa 44 Millionen Menschen. Zum Vergleich: CNN hat nicht ganz 40 Millionen Twitter-Follower.

Aber die Follower sind natürlich nicht entscheidend. Das wirklich spannende an Trump ist, dass er durch seine hohe Relevanz in der Lage ist, den Medien Themen aufzuzwingen.

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Antonio Amadeu Stiftung versucht David Berger in die Knie zu zwingen

David Berger hat gestern einen Hilferuf gestartet. Die berüchtigte linksradikale Antonio Amadeu Stiftung versucht ihn mithilfe von gegenstandslosen Unterlassungsklagen in den finanziellen Ruin zu treiben und ihn so zur Schließung seines bekannten Blogs Philosophia Perennis (PP) zu bewegen.

David Berger

David Berger

Durch einen neuerlichen Rechtsstreit sieht David sein Blog in der Existenz bedroht. Er schreibt dazu:

Damit wird Philosophia Perennis für mich erneut zur großen finanziellen Belastung. Und mir bleibt kein anderer Weg, als meine Leser darum zu bitten, das Fortleben des Blogs durch eine großherzige Spende sicher zustellen.

Ich habe David Bergers Arbeit immer sehr bewundert. Der Mann liefert einen beeindruckenden Output an Artikeln und das schon seit über einem Jahr und alles auf ehrenamtlicher Basis. Und das obwohl er dafür auch öfters mit teuren Rechtsstreitigkeiten konfrontiert war.

Da kann man gerne mal nach seinen eigenen finanziellen Möglichkeiten etwas Spenden:

Kontodaten:

IBAN: DE04 3002 0900 0803 6812 81
BIC: CMCIDEDD
Kontoinhaber: David Berger
TARGOBANK – Stichwort: Spende PP

In den Kommentaren bei PP schlägt jemand vor, einen Hilfssfonds für Alternative Medien einzurichten. Das halte ich für eine sehr gute Idee. Eventuell könnte man das als eine Art Anti-GEZ für Alternative Medien bewerben, wie ich das einmal vorgeschlagen habe. Aber das müssen dann Blogs machen, die mehr Traffic haben als meine bescheidene Internetpräsenz hier.

Und da David mittlerweile sehr interessante Traffic-Zahlen vorzuweisen hat, wäre es vielleicht auch eine Möglichkeit über Monetarisierung nachzudenken. Auch wenn sich für eine Seite mit diesem Themenspektrum leider schwer Werbepartner finden lassen.

PI News kann hier eventuell eine Inspiration sein: Werben auf PI

Und vielleicht findet sich auch ein Experte für Onlinemonetarisierung, der hier noch ein paar gute Tipps anzubieten hat.

Es ist aufgrund des politischen Klimas leider sehr schwer, mit Alternativen Medien Geld zu verdienen. Allerdings sehe ich nichts Anrüchiges daran, wenn es funktionieren sollte. Ganz im Gegenteil. Wenn Alternative Medien eine Zukunft haben sollen, dann muss es gelingen, damit Geld zu verdienen. Ob über Spenden, freiwillige Abos, Werbung oder was auch immer.

Also besser mal ein Zeitschriftenabo kündigen und dafür das Geld regelmäßig einem geschätzten Alternativmedium zukommen lassen.

Christian Lindner ist mit der stellvertretenden Chefredakteurin von WeltN24 verheiratet

Diese Woche kann man auf diversen Quellen lesen, dass FDP-Chef Christian Lindner bereits seit 2011 mit Dagmar Rosenfeld-Lindner, der heutigen stellvertretenden Chefredakteurin von WeltN24 verheiratet ist.

Ansich ist diese Information nichts Neues, da sie schon vorher im Internet verfügbar war und hier wird auch kein großes Geheimnis aufgedeckt. Jetzt im Wahlkampf ist diese Tatsache aber nicht nur etwas, das gut zu wissen ist, sie hat auch eine gewisse Brisanz.

Die FDP ist 2013 aus dem Bundestag geflogen. Das ist für die FDP natürlich mehr als unvorteilhaft und sie muss dringend wieder zurück in den Bundestag. Sollte sie es nämlich diesmal wieder nicht in den Bundestag schaffen (wonach es nicht aussieht), dann wird sie über kurz oder lang ein existentielles Problem bekommen. Durch ihre Abwesenheit im Bundestag fehlt ihr nicht nur viel Geld, sie erhält auch weniger Aufmerksamkeit, wird als Partei weniger ernst genommen und langfristig könnte sie aufhören, zu den etablierten Parteien zu zählen. Was quasi ihrem Ende gleich käme. Zudem wurde auch bekannt, dass die FDP bzw. ihre noch immer in Liquidation befindliche Bundestagsfraktion finanzielle Probleme hat.

Eins ist für die FDP klar: Die Partei muss zurück in den Bundestag. Andernfalls sieht die Zukunft der Liberalen sehr düster aus.

Und weil dieses Ziel für die Partei so wichtig ist, dass es auf jede Stimme ankommt und weil das Establishment einen Ausputzer braucht, der die AfD möglichst klein hält schreckt man auch nicht davor zurück, in bester populistischer Manier Dinge zu fordern, die man früher niemals befürwortet hätte und die man nach der Wahl niemals umsetzen würde:

Man kann hier feststellen, dass die AfD für die FDP bei dieser Bundestagswahl auf jeden Fall einen Hauptkonkurrenten darstellt.

Und so gut es Lindner auch gelingt sich zu inszenieren, wer glaubt denn ernsthaft, dass sich die FDP nach der Bundestagswahl in diesen Punkten gegen Angela Merkel durchsetzt bzw. lieber in die Opposition geht als unter Merkels Führung das genaue Gegenteil von dem umzusetzen, was jetzt im Eifer des Wahlkampfs großspurig gefordert wird? Wie das laufen wird hat man beim Sprücheklopfer Horst Seehofer schon zur Genüge gesehen, den vor der Flüchtlingskrise viele (ich eingeschlossen) naiverweise für einen einflussreichen Landesfürsten der Union gehalten hatten.

Aber zurück zum Thema!

Auch wenn ich die Welt wegen ihres relativ offenen Kommentarbereichs und des in den Artikeln meist recht heterogenen Meinungsspektrums von allen deutschen Mainstream-Zeitungen noch am meisten schätze, so merkt man ihr doch öfters an, dass sie auch nur ein Mainstream-Produkt ist.

So hat die Welt z.B. vor kurzem das Meisterstück fertig gebracht zu berichten, dass die Flüchtlingskrise für die Deutschen politisch praktisch keine Rolle mehr spielt. Und das nur um uns dann drei Wochen später das genaue Gegenteil zu erzählen.

Jetzt kann man einwenden, dass hier nur Studien zitiert werden. Allerdings sind diese Artikel immer sehr reißerisch aufgemacht und erheben auf den ersten Blick den Anspruch, uns eine definitive Antwort zur Befindlichkeit eines ganzen Landes zu vermitteln. So dass man sich dabei oftmals fragen kann, ob hier eine Agenda verfolgt wird. Zudem wird die Methodik der Studien so gut wie nie offengelegt. Hieran kann man bei vielen Studien bereits erkennen, was ihre Ergebnisse überhaupt wert sind.

Sehr schön auch dieser Artikel: Für Populisten wird das Klima in Deutschland rauer. Der Autor zitiert eine Studie, die unter anderem sagt, dass das Vertrauen in die Institutionen des deutschen Staates ein ganz klein wenig abgenommen hat. Die Autoren sehen darin eine Trendwende. Der Autor übernimmt diese Aussage und der Artikel impliziert ja auch, dass die „Populisten“ auf dem absteigenden Ast sind.

Interessanterweise findet man im Artikel diesen Absatz:

Groß scheint aber auch die Angst vor der Zukunft zu sein. Seit der Freiheitsindex erhoben wird, haben nie so viele Befragte die Erwartung geäußert, dass Deutschland auf eine „ganz große Krise“ zusteuere. Fast jeder Zweite fürchtet sogar eine bevorstehende Katastrophe.

Wow! Das ist mal eine Aussage! Der Autor nennt zwar keine konkreten Zahlen, aber mehr als 50% der befragen Deutschen befürchtet also eine „ganz große Krise“. Und fast die Hälfte sogar eine „Katastrophe“. Bei solchen Aussagen kann man als Journalist durchaus mal das Fazit der Macher der Studie hinterfragen, anstatt sich daraus gleich noch den Titel seines Artikels zu basteln. Zudem könnte man fragen, was für Krisen die Deutschen denn heraufziehen sehen. Die Antworten wären sicher sehr interessant. Dieses Thema ist weit interessanter, als der ganze Rest des Artikels. Möglicherweise sollten die Journalisten die Bürger mal selbst befragen.

Öfters habe ich den Eindruck, dass der Bürger in eine bestimmte Richtung „beruhigt“ werden soll. Zum Glück klappt das schon lange nicht mehr so gut, wie das früher einmal geklappt hat. Viele Bürger können mittlerweile zwischen den Zeilen lesen und die Presse verschweigt nicht mehr alles wie früher. Manche Artikel scheinen da regelrecht aus der Zeit gefallen und erinnern einen an die ungute Zeit vor ein paar Jahren, als das Verschweigen ungeliebter Tatsachen in den Medien noch deutlich besser funktioniert hat.

Sehr auffällig sind auch gerade jetzt im Wahlkampf die ständigen Negativberichte über die AfD. Allen voran die Skandalberichterstattung über Alice Weidel. Auch wenn ich nicht weiß, ob die ominöse E-Mail wirklich nicht von Frau Weidel stammt und ob Frau Weidel nun eine Asylbewerberin am Finanzamt vorbei beschäftigt hat oder nicht, so weiß ich doch zwei Dinge:

  1. Wenn man lange und intensiv genug sucht, dann findet man bei jedem Dreck im Keller, mit dem man ihn politisch angreifen kann.
  2. Wenn man nichts findet oder die Suche sich als zu beschwerlich gestaltet, kann man immer noch etwas konstruieren, das zumindest für die letzten Tage vor der Wahl ersten Prüfungen und Gegendarstellungen stand hält. Danach ist es dann eh egal.

Interessant ist hier, dass man scheinbar lediglich bei der AfD nach Schmutz sucht. Für mich sieht das sehr nach einer Kampagne aus. Man darf auch nicht vergessen, dass eine Story, die kurz vor der Wahl wie eine Bombe einschlägt den Wahlausgang entscheidend beeinflussen kann. Vor diesem Hintergrund kann man diese Stories durchaus als Versuche sehen, eine solche Megastory zu kreieren.

Ich will nicht sagen, dass da etwas ist, aber im Sinne der von Politikern so gern geforderten Medienkompetenz ist es auf jeden Fall gut zu wissen, dass eine Verbindung von der redaktionellen Leitung von Welt und N24 zur FDP besteht.

Nächste Zensurmasche: Jetzt zensiert sogar schon der Domain Registrar

Als ich am Samstag vom „Verschwinden“ des Honigmann-Blogs berichtet habe, da waren einige fassungslos, wie man ein Blog nur auf einem Dienst wie WordPress.com hosten kann.

Leider ist man heute auch mit einer scheinbar unabhängigen Webpräsenz nicht mehr vor Zensur gefeit, wie der folgende Artikel von den Machern des alternativen Kurznachrichtendienstes Gab.ai zeigt:

We Are At War For A Free And Open Internet

Gab.ai hat sich zum Ziel gesetzt, eine zensurfreie Alterntative zu Twitter aufzubauen. Am ersten September 2017 wurden die Macher des Dienstes von ihrem Domain Registrar angeschrieben, weil die Postadresse der Betreiberfirma hinter der Domain nicht nachgeprüft werden konnte und deshalb schlimmstenfalls die Löschung der Domain droht. Tatsächlich war die Adresse nicht mehr aktuell und nachdem Gab.ai eine entsprechende Aktualisierung vorgenommen hatte, hätte die Sache erledigt sein können.

Aber falsch gedacht! Ein paar Tage später meldet sich die Rechtsabteilung des Domain Registrars und fordert allen Ernstes die Löschung eines spezifischen Benutzer-Postings auf Gab.ai. Andernfalls droht wieder die Löschung der Domain.

Wie aus dem Artikel hervor geht, hat Gab.ai sich entschieden, lieber ein einzelnes Posting zu löschen als die ganze Seite zu verlieren. Das ist durchaus verständlich, auch wenn den Machern bewusst ist, welchen gefährlichen Weg sie damit beschreiten.

Gab.ai kritisiert vor allem, dass sich die heutige Internetinfrastruktur in der Hand weniger Firmen befindet. So viel also zum Thema „Selbst hosten“. Nach Charlottesville scheint es hier einen Dammbruch gegeben zu haben, wurden doch einige sehr unappetitliche aber nach US-Recht legale und zum Teil schon seit den 90ern bestehende Websites einfach von ihren Webprovidern geschlossen.

Und ich glaube nicht, dass man bei Neonazi-Websites halt machen wird. Die Massenmedien und alle, die mit ihnen in Verbindung stehen sind in Panik, seit Donald Trump letztes Jahr unter Umgehung eben dieser Medien die US-Präsidentschaftwahl gewonnen hat. Die herrschende Elite hat das Internet als ihren größten Feind ausgemacht und man kann davon ausgehen, dass sie alles versuchen wird, um die Kontrolle wieder zu gewinnen.

Der Artikel von Gab.ai schließt mit Ideen für ein mögliches zukünftiges dezentrales Web 3.0. Mich erinnert das sehr stark an das Thema Filesharing in den 90ern und in den frühen 2000ern. Als die Musikindustrie den nach heutigen Maßstäben sehr primitiven Dienst Napster geschlossen hatte, kamen plötzlich alle möglichen dezentralen Dienste hoch, die weit mächtiger und schwieriger zu kontrollieren waren, als das olle Napster.

Eigentlich bin ich kein Freund des Darknets. Es ist ohnehin schon schwierig Leute zu erreichen, die wenig technikaffin sind und sonst nur die Massenmedien konsumieren. Im Darknet wird das nicht einfacher. Aber vielleicht brauchen wir wirklich eine völlig neue zensur-resistente Alternative zum bisherigen World Wide Web.

Einziger möglicher Hoffnungschimmer wäre hier vielleicht noch ein Gesetz der Trump-Regierung, welches den ersten Verfassungszusatz der USA auch im Internet offensiv durchsetzt und bestehende Monopole reguliert.

Rap-Video: Gun Owner vs. Liberal

Mich fasziniert ja immer, wie weit unsere konservativen Freunde in den USA uns in manchen Dingen voraus sind. Ein schönes Beispiel dafür ist dieses geniale Rap-Video, in dem sich ein amerikanischer Waffenbesitzer über linke Schneeflöckchen und ihr von der Realität entrücktes Weltbild lustig macht:

Leider habe bisher noch nichts Vergleichbares auf Deutsch gefunden.

WordPress.com suspendiert das Blog vom Honigmann

Als ich letzte Woche davon erfahren habe, dass Conservo aus seinem WordPress.com Account ausgesperrt worden ist, da war ich noch stark am Zweifeln, ob es sich hierbei wirklich um Zensur handelt. Ein technisches Problem erschien mir aufgrund von Automattics (der Betreiberfirma hinter WordPress.com) bisheriger Unterstützung für Redefreiheit weit wahrscheinlicher.

Heute morgen musste ich leider feststellen, dass das kritische Blog vom Honigmann auf WordPress.com gesperrt ist:

honigmann-gesperrt

Auch wenn die Hintergründe unbekannt sind, so kann man jetzt wohl doch davon ausgehen, dass WordPress.com kritische Blogs sperrt.

Man kann zudem schwer annehmen, dass der Anlass dafür die in 3 Wochen stattfindende Bundestagswahl ist. Spätestens die Ereignisse von Charlottesville dürften hier mit zu einem Abrücken von der bisherigen Policy geführt haben. Von nun an kann WordPress.com jedenfalls nicht mehr als eine freie Plattform betrachtet werden.

Das Schlüsselkindblog und Philosophia Perennis werden ebenfalls auf WordPress.com gehostet und beide Blogs sind glücklicherweise noch online. Fragt sich nur, ob das im Laufe dieses Wahlkampfs so bleiben wird. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass noch weitere populäre Blogs gesperrt werden.

Ich empfand WordPress.com immer als eine tolle Plattform, die es einem ermöglicht, sich auf das Schreiben und auf die Kommunikation mit anderen Bloggern zu konzentrieren.

Sieht so aus, als müsste man sich langsam nach selbst gehosteten Alternativen in anderen Ländern als den USA umsehen…

Einfachheit ist alles

Erst vor kurzem hatte ich ein sehr interessantes Erlebnis. Ich zeigte einem Bekannten, den ich sehr schätze, einen Artikel einer schweizerischen Zeitung, den ich für sehr gelungen halte und der so etwa auf FAZ-Niveau angesiedelt war.

Nach wenigen Absätzen gab er auf und gestand mir, dass er sonst nur eine bekannte Boulevardzeitung liest. Zudem beklagte er sich, dass heute selbst in seinem Lieblingsmedium zu viele Fremdwörter und zu viel Englisch vorkommen.

Nur damit ich nicht falsch verstanden werde: Mein Bekannter ist nicht irgendwie beschränkt. Er ist ein lebenserfahrener, bodenständiger und grundsätzlich konservativ eingestellter Mann. Und er ist erfrischend antiintellektuell.

Für mich war das wie eine gut gemeinte Ohrfeige. So toll ich es finde, dass wir heute so großartige Blogs haben und dass sich Leute wie Götz Kubitscheck und viele andere daran machen einen neuen konservativen Intellektualismus zu schaffen, so leicht fällt es uns, die wir eine wie auch immer geartete höhere Bildung erfahren haben den kleinen Mann auf der Straße aus den Augen zu verlieren.

Es spielt keine Rolle, ob du ein Philosoph, ein Ingenieur, ein Grafikdesigner, ein Metzger oder ein Mechaniker bist. Wenn du konservativ fühlst dann spürst du, dass hier im Westen schon seit langem gewaltig etwas nicht stimmt. Du spürst, dass die Gesellschaft nicht mehr tut was sie tun sollte und dass sie nicht mehr die Ziele verfolgt, die sie eigentlich verfolgen sollte. Und nicht einem von uns fällt es leicht für dieses Ungeheuerliche die richtigen Worte zu finden.

Und dann just an diesem Tag sehe ich auf Return of Kings diesen eher unscheinbaren Artikel:

How “Being Nice” Creates Serious Problems For Men

Tatsächlich habe ich ihn nach dem Überfliegen des Titels unter „Lebenshilfe“ eingeordnet und fand ihn wenig ansprechend. Fast hätte ich ihn nicht angelickt. Aber glücklicherweise habe ich es doch getan.

Und ich finde ihn einfach großartig! Man kann viel schreiben über Kulturmarxismus und man kann viel darüber philosophieren was wohl die Ursachen für den Niedergang des Westens sind, den wir heute alle mit Schrecken beobachten.

Doch Michael Sebastian wählt in seinem Artikel einen anderen, einen viel einfacheren Weg. Statt von Kulturmarxismus schreibt er vom Drang unbedingt zu allen nett zu sein.

Es ist der Drang nett zu sein, der dafür sorgt, dass viele Männer heute bei Frauen nicht mehr ankommen. Es ist der Drang nett zu sein, der dafür sorgt, dass die Staaten des Westens von Glücksrittern aus der Dritten Welt überrannt werden. Es ist der Drang nett zu sein, der unsere Religion und die moralischen Grundfeste unserer Gesellschaft von innen ausgehöhlt hat.

Wir sind schlichtweg zu nett geworden. Wir sind so nett geworden, dass wir alles mit uns machen lassen. Wir werden so lange nett sein, bis von uns nichts mehr übrig ist.

Es ist so einfach!

Nun haben die tiefgründigen Analyseartikel natürlich noch ihre Daseinsberechtigung. Sie sind unser Denkprozess. Und das Ergebnis dieses Denkprozesses müssen selbstverständlich Lösungen sein.

Doch sie können nur der Weg sein und nicht das Ziel. Es spielt keine Rolle, ob wir die besten und tiefgründigsten Analysen schreiben und daraus die tollsten Lösungen aufzeigen.

Die wahre Herausforderung ist beides so zu verpacken, dass auch der Mann auf der Straße es versteht.

Conservo auf WordPress.com möglicherweise gesperrt

Peter Helmes, der Betreiber des bekannten konservativen Blogs Conservo berichtet auf Facebook, dass er seit letzten Freitag von der Admin-Seite seines Blogs ausgesperrt ist und deshalb keine neuen Aritkel mehr veröffentlichen kann:

conservo-sperrung.png

Bisher war WordPress.com immer als eine Plattform bekannt, die die Meinungsfreiheit hoch hält und sich lieber in einem ganzen Land sperren lässt, als dass einzelne Blogs zensiert werden. Außerdem hat die Betreiberfirma Automattic keine Niederlassung in Deutschland und sollte deshalb vor der Zensurwut des deutschen Staates sicher sein.

Da das Blog online und scheinbar unverändert ist kann man wohl davon ausgehen, dass kein Angriff von Antifa-Hackern stattgefunden hat. Trotzdem sollte jeder Blogger prüfen, ob seine Passwörter sicher genug sind und er sollte regelmäßig ein Backup seiner Inhalte machen. Im schlimmsten Fall können sonst auf einen Schlag ganze Blogs und hunderte von Artikeln aus dem Internet verschwinden.

Es ist ja schon lange zu erwarten, dass vor der Bundestagswahl in Deutschland eine Zensurwelle auf Twitter und Facebook einsetzt. Für WordPress.com hatte ich diesbezüglich aber nicht mit Problemen gerechnet. Sollte dies wirklich ein Fall von Zensur sein, müssten wir endgültig eigene Infrastruktur aufbauen.

Ich kann mich allerdings erinnnern, dass ich auf WordPress.com auch schon einmal für einen Tag Probleme mit dem Login hatte. Hoffen wir mal, dass es bei Peter Helmes ein ähnliches Problem ist und uns nicht noch eine Welle von Accountsperrungen auf WordPress.com ins Haus steht.

Steve Bannon zieht für Trump in den Krieg

steve-bannon

Steve Bannon (Gage Skidmore/Flickr)

Nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus wird Steve Bannon in der Presse zitiert mit Aussagen wie:

I’m Going to War for Trump

oder:

The Trump presidency that we fought for, and won, is over. We still have a huge movement, and we will make something of this Trump presidency. But that presidency is over. It’ll be something else. And there’ll be all kinds of fights, and there’ll be good days and bad days, but that presidency is over.

Interessanterweise berichtet Breitbart gleichzeitig von einem Treffen Bannons mit der Familie Mercer. Oberhaupt der Mercer-Familie ist der 71-jährige Robert Mercer, ein konservativer Milliardär, der Breitbart und weitere konservative Projekte finanziell großzügig unterstützt.

Ebenfalls gilt jetzt als bestätigt, dass Bannon zu Breitbart zurückkehrt. Nach wie vor wird behauptet, dass Bannon freiwillig gegangen ist. Ich glaube zu solchen Aussagen muss sich jeder selbst seine Meinung bilden.

Ich will hier auch gar nicht darüber spekulieren, was da möglicherweise vorgefallen ist. Mit Sicherheit kann man wohl nur sagen, dass es im Weißen Haus massive Auseinandersetzungen über den Kurs der US-Regierung gibt und Steve Bannon letztlich unterlegen ist. Da er weiter für Trump kämpfen will, gibt es wohl kein böses Blut zwischen den beiden, was durchaus bemerkenswert ist.

Steve Bannon sagt selbst, dass es von nun an eine andere Trump-Präsidentschaft geben wird. Ein wenig tue ich mich schwer damit, mir diese vorzustellen. Sehr wahrscheinlich werden jetzt andere Berater mehr an Einfluss gewinnen. Allerdings wird man wohl auch nicht befürchten müssen, dass Trump zu einem zweiten Jeb Bush mutiert.

Erst letzte Woche hat Bannon ohne Absprache verkündet, dass ein Krieg mit Nordkorea ausgeschlossen ist und China ohnehin das viel größere (nicht-militärische) Problem für die USA darstellt. Trump war nicht sehr erfreut über diese eigenmächtige Aussage. Was ja auch sehr verständlich ist, schließlich torpediert Bannon damit die Drohkulisse, die Trump gerade erst gegenüber Nordkorea aufgebaut hat und die Kim Jong Un – zumindest vorerst – zum Einlenken gebracht hat. So gesehen kann man wohl davon ausgehen, dass Trump Trump bleiben wird, auch wenn sich manche Schwerpunkte seiner Politik verschieben werden.

Insgesamt bin ich sehr gespannt was da als nächstes passieren wird, allerdings überwiegt bei mir momentan die Freude darüber, dass Steve Bannon wieder ins Medienbusiness zurück kehrt. Er hat Breitbart zu der Medienmaschine gemacht, die es heute ist und er hatte entscheidenden Anteil an Trumps Wahlsieg.

Zudem glaube ich, dass er schon lange einen Plan-B in der Tasche hat und ich wüsste zu gerne wie er aussieht. Sollte Robert Mercer sich großzügig zeigen, dann sind da sicher einige Dinge möglich. Nach Trumps Wahlsieg lief es bei Breitbart ja nicht mehr so richtig. Linke Gruppen haben Breitbarts Werbegeschäft großen Schaden zugefügt und die angekündigte Expansion nach Europa im Superwahljahr 2017 war ein einziger Rohrkrepierer.

Wenn es einer richten kann, dann Steve Bannon und vielleicht kann er Trump von außen sogar mehr nützen als von innerhalb des Weißen Hauses.

Welcome back, Steve!

Konservative Medien in den USA

Wenn ich über den großen Teich schaue und sehe was für konservative Medien es dort gibt und was für eine Reichweite sie haben, dann werde ich immer ganz neidisch.

Auch hier in Europa sieht man dank des Internets ein Wachstum neuer alternativer Medien. Der Vorteil der Amerikaner ist aber, dass sie uns zeitlich weit voraus sind. Während in den USA schon in den 80ern die ersten konservativen Medien als Gegenbewegung  zu den immer weiter nach links driftenden Mainstreammedien aufgekommen sind, sind die frühesten Anfänge dieses Phänomens in Europa erst seit den 2000er Jahren zu beobachten.

Warum das so ist? Es hat sicher viel mit der Weite des Landes, der niedrigen Bevölkerungsdichte und einer Kultur der staatlichen Nichteinmischung zu tun. In Amerika ist Raum für alle möglichen konservativen Subkulturen, von ländlich geprägten Rednecks bis hin zu evangelikalen Christen. Heimunterreicht ist nicht nur erlaubt, sondern auch recht beliebt. Eltern haben dadurch die Möglichkeit, ihre Kinder vor einer staatliche Zwangserziehung zu schützen und sie nach den eigenen Werten großzuziehen.

Die USA sind ein derart freies Land, dass sogar eine Subkultur, die die Moderne so schroff zurückweist wie die Amish dort eine dauerhafte Heimat gefunden hat.

Was aber hat dieses großartige Land nun konkret an konservativen Medien hervorgebracht?

Die Rush Limbaugh Show

Ein solcher Artikel kann nicht geschrieben werden, ohne dass der Name eines Mannes fällt: Rush Limbaugh. In Europa kennen ihn nur wenige, aber in den USA ist er eine Ikone der Konservativen. Und das nicht ohne Grund.

Schon als Teenager hatte Rush eine Leidenschaft für’s Radio. Seine Eltern wollten, dass er studiert, doch hielt er es auf dem College nicht lange aus und so brach er sein Studium sehr schnell wieder ab und wurde Disk Jockey.

Diesen Beruf übte er für den größten Teil der 70er aus, bevor er 1979 einen Marketingjob bei einem Baseball-Team annahm. Fünf Jahre später kehrte er mit seiner eigenen Sendung bei einem Sender in Kalifornien als politischer Kommentator ins Radio zurück.

ABC Radio war auf Rush Limbaughs Radiosendung in Kalifornien aufmerksam geworden und beschloss mit ihm ein eigens auf ihn zugeschnittenes und landesweit ausgestrahltes Format zu produzieren: Die Rush Limbaugh Show. Am 1. August 1988 war es soweit. Seit diesem Tag können Rush’s bissigen politischen Kommentare und seine schonungslose Kritik an allen linken Ideen überall in den USA empfangen werden.

Rush Limbaugh erreicht mit seinem Radioprogramm heute mehr als 13 Millionen Hörer pro Woche. Das macht sein Programm zur meistgehörten Sprachradiosendung der USA.

In den letzten knapp 30 Jahren hat Rush Limbaugh in den USA unzählige Menschen dazu ermutigt, die von den Mainstream-Medien ständig als alternativlos propagierten Ideen zu hinterfragen und er hat viele andere spätere konservative Medienschaffende inspiriert. Auch finanziell hat es sich für ihn ausgezahlt. Laut Wikipedia verfügt er heute über ein Vermögen von 500 Millionen US-Dollar.

Hier ein Ausschnitt aus einer von Rush’s Sendungen. Er erklärt, warum so viele Menschen linke Parteien Wählen und warum linke Politiker und Ideen vielen so attraktiv erscheinen:

Wenn du wie ich in einem Land aufgewachsen bist, in dem es in deiner Jugend und deinen frühen Jahren als Erwachsener nicht eine Gegenstimme zum linksliberalen Mainstream gab und wenn dir konservative Ideen für eine sehr lange Zeit in deinem Leben undenkbar erschienen und dir schlicht die Worte fehlten um auszudrücken, was du wirklich denkst, dann kannst vielleicht auch erahnen, wie wichtig jemand wie Rush Limbaugh für viele konservative Amerikaner gewesen sein muss.

Heute im Internetzeitalter kann man Rush natürlich auch außerhalb der USA problemlos und zeitlich ungebunden empfangen: Die Rush Limbaugh Show auf Youtube

Der Drudge Report

Wenn man sich den die Webseite des Drudge Reports heute ansieht, dann ist die Seite nur eine absichtlich möglichst einfach gestylte Linksammlung. Man könnte fast sagen, die Seite sieht ein wenig billig aus.

Faszinierend daran ist aber, dass Matt Drudge als einer der ersten das Internet nutzte, um Bürgerjournalismus abseits des Mainstreams zu machen. Matt Drudge startete sein Angebot ursprünglich 1995 als E-Mail-Newsletter, den er aus seiner Privatwohnung heraus betrieb. Seine guten Kontakte zu zahlreichen Medieninsidern erlaubten es ihm, zahlreiche Newsstories noch vor den großen Medienhäusern öffentlich zu machen. Und dabei hatte er nur primitivste Mittel wie einen E-Mail-Verteiler und kostenlosen Webspace seines Internetproviders (das waren damals so ca. 5 Megabyte ohne PHP, WordPress etc.) zur Verfügung.

Sein größter Erfolg war die Lewinsky-Affäre, die er Anfang 1998 ins Rollen brachte. Häppchenweise fütterte er seine Leser und die Medien mit immer neuen Details zu Bill Clintons sexuellen Verfehlungen. Die Affäre beschäftigte die amerikanische Öffentlichkeit und die Welt für mehr als ein Jahr und bescherte Bill Clinton ein Amtsenthebungsverfahren, das für diesen nach langem Ringen noch einmal glimpflich ausgegangen ist.

Fox News

Fox News ist das genaue Gegenteil des Drudge Reports. Fox News ist ein konservativer Fernsehnachrichtensender, der in den ganzen USA empfangen werden kann. Sendebeginn war der 7. Oktober 1996 und gegründet wurde der Sender vom amerikanisch-australischen Medienmogul und Milliardär Rupert Murdoch. Fox News hatte also nicht nur viel Geld, sondern auch viel Zeit um sich in der amerikanischen Medienlandschaft zu etablieren.

Auch wenn Fox News über die Jahre von linker Seite immer wieder Kritik einstecken musste, so hat es sich doch unbestreitbar zu einem der größten Fernsehsender der USA entwickelt.

Am Beispiel von Fox News sieht man auch sehr schön, wie manche amerikanische Milliardäre konservative Medien unterstützen oder sogar selbst aufbauen. Ideal ist es natürlich, wenn es ihnen dann auch noch gelingt, daraus ein gigantisches Business zu machen. Denn nur dann ist die Sache auch wirklich nachhaltig.

Breitbart

Seit dem amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf hat wohl jeder politisch Interessierte schon einmal von der Website „Breitbart“ gehört. Breitbart ist eine Newsseite, die von den Benutzerzahlen, der Aktualität und der Menge der Nachrichten auf dem selben Level wie die ganz großen Nachrichtenseiten der USA mitspielt.

Die heutige Nachrichtenseite Breitbart.com geht aus investigativen Spartenwebseiten mit Namen wie „Big Government“, „Big Journalism“ und „Big Hollywood“ hervor, die sich vornehmlich mit Skandalen der Regierung und des Journalismus beschäftigt hatten. Gegründet wurden diese Websites vom leider schon 2012 im Alter von nur 43 Jahren verstorbenen Journalisten Andrew Breitbart. Interessanterweise stand Andrew Breitbart in jungen Jahren eher links. Nicht zuletzt unter dem Eindruck von Rush Limbaughs Radiosendung änderte er mit den Jahren aber seine Meinung und wurde zu einem konservativen Aktivisten. Wer mehr über Andrew erfahren möchte, dem sei meine Besprechung seines autobiographischen Buches „Righteous Indignation“ ans Herz gelegt.

Im Präsidentschaftswahlkampf war Breitbart.com das Sprachrohr der Trump-Anhänger und auch ideologisch steht die Seite dem amtierenden US-Präsidenten sehr nahe. Der heutige Trump-Berater Steve Bannon hat Breitbart.com seit dem Tod Andrew Breitbarts und bis zu Trumps Sieg bei der Präsidentschaftswahl geleitet.

Das für mich beeindruckende an Breitbart war immer, dass es ihnen gelungen ist, so eine große Seite größtenteils über Werbung zu finanzieren und aufzubauen. Allerdings gelang dies auch nur deshalb, weil Breitbart die Werbeplätze nicht direkt an Werbekunden, sondern an Werbenetzwerke (z.B. Google AdSense) verkauft hat. Diese Strategie scheint jetzt nicht mehr aufzugehen, da linke Breitbartgegner sich direkt an die Werbekunden wenden, um diese vom Schalten weiterer Werbung auf Breitbart abzuhalten.

Direkt nach der Präsidentschaftswahl plante Breitbart für 2017 eine Expansion nach Frankreich und Deutschland. Im Moment sieht es leider so aus, als ob dieses Unterfangen aus Geldmangel auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Zu gerne würde ich sehen, wie sich eine Website mit den Ressourcen Breitbarts mit dem europäischen linksliberalen Mainstream anlegt.

Bis auf weiteres wird das aber wohl ein Traum bleiben. Hier in Europa wäre das auf absehbare Zeit sowieso ein Zuschussgeschäft, da es hier noch viel schwieriger ist, Werbeplätze auf nichtlinken Seiten zu verkaufen als in den USA.

Weitere Infos

Natürlich ist das hier nur eine kleine Auswahl an konservativen US-Medien, die ich für besonders interessant und inspirierend halte.

Eine recht umfangreiche Sammlung mit Links zu weiteren konservativen US-Medien gibt es bei Conservapedia.com