Google feuert den Autor des antifeministischen Memos

Gestern machte der Google-Entwickler und promovierte Harvard-Absolvent James Damore weltweite Schlagzeilen mit einem antifeministischen Memo, welches er im Firmennetzwerk von Google verbreitet hatte. Heute ist er bereits gefeuert.

In seinem umstrittenen Artikel kritisierte er nicht nur Googles „Diversity-Politik“, er prangert auch eine Atmosphäre der Angst an, in der konservativ eingestellte Mitarbeiter lieber den Mund halten, weil sie sonst um ihren Job fürchten müssen.

Sehr bezeichnend finde ich die geleakte E-Mail von Google Chef Sundar Pichai:

Subject: Our words matter

This has been a very difficult few days. I wanted to provide an update on the memo that was circulated over this past week.

First, let me say that we strongly support the right of Googlers to express themselves, and much of what was in that memo is fair to debate, regardless of whether a vast majority of Googlers disagree with it. However, portions of the memo violate our Code of Conduct and cross the line by advancing harmful gender stereotypes in our workplace. Our job is to build great products for users that make a difference in their lives. To suggest a group of our colleagues have traits that make them less biologically suited to that work is offensive and not OK. It is contrary to our basic values and our Code of Conduct, which expects “each Googler to do their utmost to create a workplace culture that is free of harassment, intimidation, bias and unlawful discrimination.”

The memo has clearly impacted our co-workers, some of whom are hurting and feel judged based on their gender. Our co-workers shouldn’t have to worry that each time they open their mouths to speak in a meeting, they have to prove that they are not like the memo states, being “agreeable” rather than “assertive,” showing a “lower stress tolerance,” or being “neurotic.”

At the same time, there are co-workers who are questioning whether they can safely express their views in the workplace (especially those with a minority viewpoint). They too feel under threat, and that is also not OK. People must feel free to express dissent. So to be clear again, many points raised in the memo — such as the portions criticizing Google’s trainings, questioning the role of ideology in the workplace, and debating whether programs for women and underserved groups are sufficiently open to all — are important topics. The author had a right to express their views on those topics — we encourage an environment in which people can do this and it remains our policy to not take action against anyone for prompting these discussions.

The past few days have been very difficult for many at the company, and we need to find a way to debate issues on which we might disagree — while doing so in line with our Code of Conduct. I’d encourage each of you to make an effort over the coming days to reach out to those who might have different perspectives from your own. I will be doing the same.

I have been on work related travel in Africa and Europe the past couple of weeks and had just started my family vacation here this week. I have decided to return tomorrow as clearly there’s a lot more to discuss as a group — including how we create a more inclusive environment for all.

So please join me, along with members of the leadership team at a town hall on Thursday. Check your calendar soon for details.

— Sundar

Er versucht beiden Seiten gerecht zu werden und gesteht ein, dass sich auch Leute mit einer anderen Meinung „sicher“ fühlen und ihre Bedenken äußern können sollen. Gleichzeitig feuert er mit Verweis auf Googles Verhaltenskodex den Mitarbeiter, der es gewagt hat, nicht-linke Gedanken zu äußern. Da werden sich seine konservativ eingestellten Kollegen jetzt garantiert sehr viel besser fühlen.

Mich erinnert diese Sache sehr stark an den Fall Brendan Eich. Eich hat in den 90ern die Programmiersprache JavaScript erfunden, die heute auf so gut wie jeder Webseite zum Einsatz kommt. Ende März 2014 wurde er zum CEO der Mozilla Foundation (der gemeinnützigen Stiftung hinter dem Webbrowser Firefox) befördert.

Jemand konnte ihn nicht leiden und veröffentlichte Informationen darüber, dass er 2008 eintausend US-Dollar an eine Organisation gespendet hatte, die sich für den Schutz der Ehe und gegen die Einführung einer „Homo-Ehe“ in Kalifornien eingesetzt hatte. Ein Teil der links-grün bewegten Angestellten der Mozilla Foundation veranstaltete wegen dieser Spende, die eigentlich niemanden etwas angeht, einen riesigen Aufstand und Eich musste nach nicht einmal zwei Wochen als CEO wieder zurücktreten.

Das ist genau diese totalitäre Einstellung, die James Damore in seinem Artikel kritisiert hat und die im Silicon Valley wohl sehr extrem ausgeprägt sein muss.

Jemand äußert lediglich seine vom linken Weltbild abweichende Meinung und schon kriechen diese linksextremen Demokratiefeinde aus ihren Löchern und versuchen den Dissedenten moralisch fertig zu machen. Und das nur weil er es gewagt hat, von seinen demokratischen Grundrechten Gebrauch zu machen.

Konservative Medien in den USA

Wenn ich über den großen Teich schaue und sehe was für konservative Medien es dort gibt und was für eine Reichweite sie haben, dann werde ich immer ganz neidisch.

Auch hier in Europa sieht man dank des Internets ein Wachstum neuer alternativer Medien. Der Vorteil der Amerikaner ist aber, dass sie uns zeitlich weit voraus sind. Während in den USA schon in den 80ern die ersten konservativen Medien als Gegenbewegung  zu den immer weiter nach links driftenden Mainstreammedien aufgekommen sind, sind die frühesten Anfänge dieses Phänomens in Europa erst seit den 2000er Jahren zu beobachten.

Warum das so ist? Es hat sicher viel mit der Weite des Landes, der niedrigen Bevölkerungsdichte und einer Kultur der staatlichen Nichteinmischung zu tun. In Amerika ist Raum für alle möglichen konservativen Subkulturen, von ländlich geprägten Rednecks bis hin zu evangelikalen Christen. Heimunterreicht ist nicht nur erlaubt, sondern auch recht beliebt. Eltern haben dadurch die Möglichkeit, ihre Kinder vor einer staatliche Zwangserziehung zu schützen und sie nach den eigenen Werten großzuziehen.

Die USA sind ein derart freies Land, dass sogar eine Subkultur, die die Moderne so schroff zurückweist wie die Amish dort eine dauerhafte Heimat gefunden hat.

Was aber hat dieses großartige Land nun konkret an konservativen Medien hervorgebracht?

Die Rush Limbaugh Show

Ein solcher Artikel kann nicht geschrieben werden, ohne dass der Name eines Mannes fällt: Rush Limbaugh. In Europa kennen ihn nur wenige, aber in den USA ist er eine Ikone der Konservativen. Und das nicht ohne Grund.

Schon als Teenager hatte Rush eine Leidenschaft für’s Radio. Seine Eltern wollten, dass er studiert, doch hielt er es auf dem College nicht lange aus und so brach er sein Studium sehr schnell wieder ab und wurde Disk Jockey.

Diesen Beruf übte er für den größten Teil der 70er aus, bevor er 1979 einen Marketingjob bei einem Baseball-Team annahm. Fünf Jahre später kehrte er mit seiner eigenen Sendung bei einem Sender in Kalifornien als politischer Kommentator ins Radio zurück.

ABC Radio war auf Rush Limbaughs Radiosendung in Kalifornien aufmerksam geworden und beschloss mit ihm ein eigens auf ihn zugeschnittenes und landesweit ausgestrahltes Format zu produzieren: Die Rush Limbaugh Show. Am 1. August 1988 war es soweit. Seit diesem Tag können Rush’s bissigen politischen Kommentare und seine schonungslose Kritik an allen linken Ideen überall in den USA empfangen werden.

Rush Limbaugh erreicht mit seinem Radioprogramm heute mehr als 13 Millionen Hörer pro Woche. Das macht sein Programm zur meistgehörten Sprachradiosendung der USA.

In den letzten knapp 30 Jahren hat Rush Limbaugh in den USA unzählige Menschen dazu ermutigt, die von den Mainstream-Medien ständig als alternativlos propagierten Ideen zu hinterfragen und er hat viele andere spätere konservative Medienschaffende inspiriert. Auch finanziell hat es sich für ihn ausgezahlt. Laut Wikipedia verfügt er heute über ein Vermögen von 500 Millionen US-Dollar.

Hier ein Ausschnitt aus einer von Rush’s Sendungen. Er erklärt, warum so viele Menschen linke Parteien Wählen und warum linke Politiker und Ideen vielen so attraktiv erscheinen:

Wenn du wie ich in einem Land aufgewachsen bist, in dem es in deiner Jugend und deinen frühen Jahren als Erwachsener nicht eine Gegenstimme zum linksliberalen Mainstream gab und wenn dir konservative Ideen für eine sehr lange Zeit in deinem Leben undenkbar erschienen und dir schlicht die Worte fehlten um auszudrücken, was du wirklich denkst, dann kannst vielleicht auch erahnen, wie wichtig jemand wie Rush Limbaugh für viele konservative Amerikaner gewesen sein muss.

Heute im Internetzeitalter kann man Rush natürlich auch außerhalb der USA problemlos und zeitlich ungebunden empfangen: Die Rush Limbaugh Show auf Youtube

Der Drudge Report

Wenn man sich den die Webseite des Drudge Reports heute ansieht, dann ist die Seite nur eine absichtlich möglichst einfach gestylte Linksammlung. Man könnte fast sagen, die Seite sieht ein wenig billig aus.

Faszinierend daran ist aber, dass Matt Drudge als einer der ersten das Internet nutzte, um Bürgerjournalismus abseits des Mainstreams zu machen. Matt Drudge startete sein Angebot ursprünglich 1995 als E-Mail-Newsletter, den er aus seiner Privatwohnung heraus betrieb. Seine guten Kontakte zu zahlreichen Medieninsidern erlaubten es ihm, zahlreiche Newsstories noch vor den großen Medienhäusern öffentlich zu machen. Und dabei hatte er nur primitivste Mittel wie einen E-Mail-Verteiler und kostenlosen Webspace seines Internetproviders (das waren damals so ca. 5 Megabyte ohne PHP, WordPress etc.) zur Verfügung.

Sein größter Erfolg war die Lewinsky-Affäre, die er Anfang 1998 ins Rollen brachte. Häppchenweise fütterte er seine Leser und die Medien mit immer neuen Details zu Bill Clintons sexuellen Verfehlungen. Die Affäre beschäftigte die amerikanische Öffentlichkeit und die Welt für mehr als ein Jahr und bescherte Bill Clinton ein Amtsenthebungsverfahren, das für diesen nach langem Ringen noch einmal glimpflich ausgegangen ist.

Fox News

Fox News ist das genaue Gegenteil des Drudge Reports. Fox News ist ein konservativer Fernsehnachrichtensender, der in den ganzen USA empfangen werden kann. Sendebeginn war der 7. Oktober 1996 und gegründet wurde der Sender vom amerikanisch-australischen Medienmogul und Milliardär Rupert Murdoch. Fox News hatte also nicht nur viel Geld, sondern auch viel Zeit um sich in der amerikanischen Medienlandschaft zu etablieren.

Auch wenn Fox News über die Jahre von linker Seite immer wieder Kritik einstecken musste, so hat es sich doch unbestreitbar zu einem der größten Fernsehsender der USA entwickelt.

Am Beispiel von Fox News sieht man auch sehr schön, wie manche amerikanische Milliardäre konservative Medien unterstützen oder sogar selbst aufbauen. Ideal ist es natürlich, wenn es ihnen dann auch noch gelingt, daraus ein gigantisches Business zu machen. Denn nur dann ist die Sache auch wirklich nachhaltig.

Breitbart

Seit dem amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf hat wohl jeder politisch Interessierte schon einmal von der Website „Breitbart“ gehört. Breitbart ist eine Newsseite, die von den Benutzerzahlen, der Aktualität und der Menge der Nachrichten auf dem selben Level wie die ganz großen Nachrichtenseiten der USA mitspielt.

Die heutige Nachrichtenseite Breitbart.com geht aus investigativen Spartenwebseiten mit Namen wie „Big Government“, „Big Journalism“ und „Big Hollywood“ hervor, die sich vornehmlich mit Skandalen der Regierung und des Journalismus beschäftigt hatten. Gegründet wurden diese Websites vom leider schon 2012 im Alter von nur 43 Jahren verstorbenen Journalisten Andrew Breitbart. Interessanterweise stand Andrew Breitbart in jungen Jahren eher links. Nicht zuletzt unter dem Eindruck von Rush Limbaughs Radiosendung änderte er mit den Jahren aber seine Meinung und wurde zu einem konservativen Aktivisten. Wer mehr über Andrew erfahren möchte, dem sei meine Besprechung seines autobiographischen Buches „Righteous Indignation“ ans Herz gelegt.

Im Präsidentschaftswahlkampf war Breitbart.com das Sprachrohr der Trump-Anhänger und auch ideologisch steht die Seite dem amtierenden US-Präsidenten sehr nahe. Der heutige Trump-Berater Steve Bannon hat Breitbart.com seit dem Tod Andrew Breitbarts und bis zu Trumps Sieg bei der Präsidentschaftswahl geleitet.

Das für mich beeindruckende an Breitbart war immer, dass es ihnen gelungen ist, so eine große Seite größtenteils über Werbung zu finanzieren und aufzubauen. Allerdings gelang dies auch nur deshalb, weil Breitbart die Werbeplätze nicht direkt an Werbekunden, sondern an Werbenetzwerke (z.B. Google AdSense) verkauft hat. Diese Strategie scheint jetzt nicht mehr aufzugehen, da linke Breitbartgegner sich direkt an die Werbekunden wenden, um diese vom Schalten weiterer Werbung auf Breitbart abzuhalten.

Direkt nach der Präsidentschaftswahl plante Breitbart für 2017 eine Expansion nach Frankreich und Deutschland. Im Moment sieht es leider so aus, als ob dieses Unterfangen aus Geldmangel auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Zu gerne würde ich sehen, wie sich eine Website mit den Ressourcen Breitbarts mit dem europäischen linksliberalen Mainstream anlegt.

Bis auf weiteres wird das aber wohl ein Traum bleiben. Hier in Europa wäre das auf absehbare Zeit sowieso ein Zuschussgeschäft, da es hier noch viel schwieriger ist, Werbeplätze auf nichtlinken Seiten zu verkaufen als in den USA.

Weitere Infos

Natürlich ist das hier nur eine kleine Auswahl an konservativen US-Medien, die ich für besonders interessant und inspirierend halte.

Eine recht umfangreiche Sammlung mit Links zu weiteren konservativen US-Medien gibt es bei Conservapedia.com

Shadowban: Twitter drangsaliert ungenehme Benutzer mit perfider Zensurmaasnahme

Gerade jetzt vor der anstehenden Bundestagswahl fürchtet sich die deutsche Regierung vor aufmüpfigen Bürgern und ihren von der Regierungslinie abweichenden Meinungsäußerungen in den Sozialen Medien, wie man es sonst nur vom Sultan vom Bosporus kennt.

Schon öfters fallen einem auf Twitter solche Profile auf:

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In Deutschland gesperrter Twitter Account

Die Inhalte dieser Profile können dann innerhalb Deutschlands nur noch mithilfe eines Proxys eingesehen werden.

Manche User werden sogar komplett von Twitter verbannt. So geschehen dem Twitter-Nutzer Kolja Bonke. Er betrieb einen Twitter Kanal mit über 4000 Followern, auf dem er offizielle Polizeimeldungen über kriminelle Handlungen von Flüchtlingen und illegalen Einwanderern unkommentiert postete. Für dieses „Vergehen“ wurde er von Twitter komplett und unwiderruflich gesperrt.

Seitdem ist er beim Twitter-Konkurrenten gab.ai unterwegs.

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Solidaritätsaccounts auf Twitter für Kolja Bonke

Als ob das für eine Demokratie noch nicht skandalös genug wäre, bedient sich Twitter jetzt einer noch perfideren Zensurmaasnahme: Dem sogenannten „Shadowban“, der auf Twitter gerade heiß diskutiert wird. Auch Danisch spekuliert, ob er davon betroffen ist.

Unterliegt ein User einem Shadowban, so wird er darüber nicht informiert und für ihn sieht alles normal aus, seine Follower und andere Benutzer hingegen sehen nicht alle oder gar keine seiner Nachrichten.

Man kann so einen Shadowban natürlich unterschiedlich umsetzen. Je mehr Tweets man versteckt, desto weniger Reichweite verbleibt dem zensierten Benutzer. Je weniger man versteckt, desto schwerer ist der Shadowban zu erkennen und desto einfacher kann man behaupten, das ganze wäre nur ein technisches Problem.

Wenn man ganz dreist ist, kann man sogar behaupten, nicht angezeigte Tweets wären das Resultat magischer Algorithmen, die versuchen nur die relevantesten Tweets anzuzeigen. So kann man seine Hände von jeder Schuld rein waschen und wer nicht angezeigt wird, der ist eben nicht relevant genug oder sein Content taugt nichts. Hat man die Leute einmal darauf konditioniert, so kann man in Zukunft nach Lust und Laune zensieren und jeder Regierung in den Hintern kriechen, sofern sie einem nur genug wirtschaftliche Anreize dafür liefert.

Mit dem Tool Shadowban Tester kann man herausfinden, ob ein Twitter Account dem Shadowban unterliegt.

Hier das Ergebnis der regierungskritischen deutschen Zeitung „Junge Freiheit“:

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Die Junge Freiheit unterliegt dem Shadowban

Nutzt man die Suchfunktion von Twitter, um nach der Jungen Freiheit zu suchen, so findet man viele Tweets über die Zeitung aber keinen einzigen, der vom Account der Jungen Freiheit abgesetzt wurde.

Eine Zensur findet statt! Quo vadis, Deutschland?

Der Fall Silvana Heißenberg

Philosophia Perennis hat einen sehr denkwürdigen Artikel über die Schauspielerin Silvana Heißenberg veröffentlicht.

Nachdem die aus Fernsehserien wie „Einsatz in Köln“ oder „Auf Streife“ bekannte Schauschspielerin Silvana Heißenberg sich auf Facebook negativ über Merkels Flüchtlingspolitik äußerte, wurden ihr von Sat1 und RTL alle Verträge gekündigt. Die Sender gingen sogar soweit und verzichteten darauf, die letzten mit ihr gedrehten und bereits fertigen Folgen zu senden.

Das hat mit Demokratie und Meinungsfreiheit nichts mehr zu tun. Das sind die Mittel einer Diktatur. Frau Heißenberg hat nichts gesagt, was in irgendeiner Weise strafrechtlich relevant wäre. Und das Perfide daran ist, dass es – zumindest soweit man das von außen beurteilen kann – nicht einmal staatlich gesteuert ist.

Natürlich kann man sich mit der Vertragsfreiheit herausreden und anführen, dass die Meinungsfreiheit ja unberührt bliebe, da Frau Heißenberg ja nicht strafrechtlich verfolgt wird. Wenn aber nahezu jeder um seine berufliche Existenz fürchten muss, nur weil er die falsche Meinung vertritt, läuft im Endergebnis dennoch alles auf das bekannte Mao-Zitat hinaus:

Bestrafe einen, erziehe hundert.

Wie unschwer zu erkennen ist, war der lange Marsch der 68er durch die Institutionen ein voller Erfolg. Es ist ihnen nicht nur gelungen, ihre Leute in der Medienbranche und in allen staatlichen Institutionen, bis hin zu den Schulen, zu installieren und dazu noch die CDU zu unterwandern. Nein, sie haben es sogar geschafft, Begriffe wie Demokratie und Meinungsfreiheit in ihrem Sinne umzudeuten.

Demokratie in ihrem eigentlichen Sinne ist die Herrschaft der Bürger, die eine Regierung wählen, damit sie ihre Interessen vertritt. Moral heißt hier, dass die Regierung dem Bürger dient. Wenn eine Regierung gegen die Interessen der Bürger regiert, gilt das als unmoralisch und die Bürger haben das moralische Recht, diese Regierung durch eine andere zu ersetzen.

Nach ihrem durch die 68er umgedeuteten Verständnis ist Demokratie dagegen ein Prozess, der zu einer Regierung führt, die linke Moralvorstellungen umsetzt. Alles was zur Wahl einer Regierung führt oder führen könnte, die linken Moralvorstellungen widerspricht, gilt nach dieser Denkweise als „undemokratisch“.

Ähnlich verhält es sich auch mit der Meinungsfreiheit. Sie ist nicht mehr die Freiheit, jede Meinung, oder zumindest jede nicht strafrechtlich relevante Meinung äußern zu dürfen. Meinungsfreiheit bedeutet heute, alles sagen zu dürfen, was links ist oder zumindest gerade noch von den Linken toleriert wird. Dinge zu sagen, die Linke Moralvorstellungen anzweifeln ist dagegen hochgradig gefährlich.

Wir sehen diese Tendenzen heute überall im Westen. Zum Glück ist es nicht überall ganz so schlimm wie in Deutschland.

Angesichst dieser Umstände ist es sehr bewundernswert, dass Frau Heißenberg sich nicht unterkriegen lässt und weiterhin zu ihrer Meinung steht. Sie ruft zudem andere Prominente auf, es ihr gleich zu tun.

Hier der Link zum Beitrag bei Philosophia Perennis und wer mehr über sie erfahren möchte, sollte sich mal ihren Twitter Account anschauen.

Buchbesprechung: Righteous Indignation

Das hier vorliegende Buch von Andrew Breitbart trägt den Titel „Righteous Indignation“ (zu deutsch: Gerechte Empörung). Breitbart war ein amerikanischer Journalist und Gründer von mehreren konservativen Nachrichtenwebsites, die mittlerweile in www.breitbart.com aufgegangen sind. Er verstarb 2012 im Alter von nur 43 Jahren an einem Herzinfarkt.

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Das Buch ist teiles Autobiographie, teils eine Anleitung für Konservative, die sich fragen, wie sie in der politischen Auseinandersetzung gegen scheinbar übermächtige linksliberale Gegner bestehen können.

Da die amerikanische Innenpolitik im Buch öfters thematisiert wird, ist es für europäische Leser stellenweise ein wenig zäh zu lesen und ein paar Sachverhalte lohnt es sich auch durchaus während des Lesens im Internet nachzuschlagen. Dafür belohnt der Autor uns aber mit immens interessanten und lehrreichen Einblicken in sein Leben und seine politische Entwicklung.

Die Anfänge

Breitbart wuchs auf in Los Angeles als Sohn eines Restaurantbesitzers und einer Bankangestellten. Seine Eltern führten ein bürgerlich-bodenständiges Leben, pflegten konservative Grundüberzeugungen und waren Anhänger der Republikaner.

Als Jugendlicher entfernte Breitbart sich von den Werten seiner Eltern. Er hatte in Jungen Jahrne viele Kontakte zur Hollywood-Schickeria, obwohl er aufgrund seiner Herkunft und der sozialen Stellung seiner Eltern nicht wirklich dazu gehörte und wuchs so zwischen zwei Welten auf. So kam er in Kontakt mit linksliberal eingestellten Bekanntschaften und zu ihren in Bezug auf seinen familiären Hintergrund „revolutionären“ Ideen.

Nach der Highschool entschied er sich für ein Studium im Fach „American Studies“ an einer für ihre Parties berüchtigten linksliberalen Universität. Er tauchte ein in eine Welt aus Parties, Sex und Alkohol und schaffte sein Studium nur mit Ach und Krach und durch die wiederholte und großzügige finanzielle Unterstützung seiner Eltern.

Erst als seine Eltern ihm nach dem Studium den Geldhahn zudrehten, wurde er gezwungen, zum ersten Mal echte Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Er blieb zwar in den meisten seiner Ansichten ein Linker, doch langsam begann er sich für konservatives Radio und für die Bücher konservativer Autoren zu interessieren. Dabei wurde ihm auch immer mehr klar, wie groß schon in den 80ern der Teil des Meinungsspektrums war, der in den Mainstreammedien entweder keinen Platz fand oder nur als Negativbeispiel herhalten durfte.

Besonders interessant aus europäischer Perspektive ist hier, dass es in den USA immer schon relativ starke konservative Alternativmedien gab. Breitbart bezeichnte sie als den „konservativen Untergrund“. Lange bevor das Internet irgendeine Relevanz erlangte, begannen konservative Journalisten in den USA Radiosendungen abseits des linksliberalen Mainstreams zu produzieren. Der erfolgreichste von ihnen ist Rush Limbaugh, der seit 1988 eine landesweite Radio Show betreibt, die auch heute noch auf Sendung ist und mittlerweile natürlich auch als Podcast gehört werden kann.

Entwicklung einer Newsstory

Als das Internet mitte der Neunziger langsam benutzbar wurde, tauchte Breitbart (zu der Zeit bereits ein News Junkie) in die Welt der politischen Newsgroups ab. Dort war er fasziniert von einer Vielfalt an Meinungen, wie sie in den Mainstreammedien undenkbar war. Hier stieß er auch auf den Drudge Report, einen von Matt Drudge herausgegebenen wöchentlichen Newsletter mit meist wild zusammengewürfelten Nachrichten. Für seine Zeit war der Drudge Report revolutionär und wurde im ganzen Land bekannt, als er die Story über die sexuellen Verfehlungen des amtierenden Präsidenten Bill Clinton ans Licht der Öffentlichkeit brachte.

Anhand dieser Story zeigt Breitbart auf, wie man eine Story mit maximalem Effekt in der Medienlandschaft platziert. Anstatt alle seine Informationen auf einen Schlag in einer großen Story zu veröffentlichen, brachte Drudge die Story häppchenweise heraus. Erst brachte er die Geschichte einer einzigen Frau, die einen sexuellen Übergriff Bill Clintons an ihr bezeugte.

Dies gab Clinton, seinen Beratern und den Medien (Breitbart bezeichnet sie wegen ihrer linksliberalen Ausrichtung als den Democrat Media Complex) die Gelegenheit, eine Verteidigung gegen diese eine Story zu veröffentlichen. In so einem Fall wird dann meist die Geschichte in einen vorteilhaften Kontext gerückt, die Integrität der jeweiligen Person angezweifelt, ihr werden unlautere Motive unterstellt oder das ganze wird zu einem einmaligen Missverständnis erklärt. Oft wird zur Verteidigung eine Kombination aus all diesen Dingen verwendet.

Das funktioniert so lange, wie der Angegriffene weiß, was alles gegen ihn vorliegt. In diesem Fall hatte Drudge die Clintons aus der Deckung gelockt. Sie hatten eine Verteidigung ausgearbeitet und sich öffentlich auf eine Erklärung festgelegt, die Bill Clinton in einem möglichst guten Licht dastehen lässt. Doch wussten sie nicht, dass sie bisher nur die Spitze des Eisbergs gesehen hatten. Alles was Drudge jetzt tun musste, war einen Bericht einer weiteren Frau zu veröffentlichen, die Bill Clinton ebenfalls eines sexuellen Übergriffs bezichtigte. Mit einem Mal waren Clinton und sein Team vor dem ganzen Land der Lüge überführt und mussten hastig eine weitere Erklärung aus dem Hut zaubern, die die neue Faktenlage Lage erklärt.

Dieses Spiel trieb Drudge bis er letztlich die Details zur Affäre mit Monica Lewinsky und Bill Clintons Vorliebe für Zigarrensexspiele veröffentlichte. Während dieses Katz-und-Maus-Spiels wurde die Story um Bill Clintons Verfehlungen von immer mehr Medien aufgegriffen und zog immer weitere Kreise. Letztlich konnten auch die Medien, die am treuesten zu Clinton standen, nicht mehr anders und machten die Clinton Story zur Nummer Eins in ihrer Berichterstattung.

Breitbart verwendete dieselbe Technik als er für Adriana Huffington arbeitete und auch später als er mit seinen eigenen Websites den ACORN-Skandal und den Weiner-Skandal publik machte.

Breitbarts Theorie

Während seines konservativen Erwachens und während seiner journalistischen Arbeit kam Breitbart immer wieder mit den Mainstreammedien in Kontakt. Er sah wie sie ihre linksliberale Agenda vorantreiben und konservative Meinungen mit unlauteren Mitteln mehr und mehr ins Abseits drängen. Dabei inszenieren sie sich zugleich als die Hüter der objektiven Wahrheit, während sie konservativen Standpunkten jegliche Legitimität entziehen.

Andrew Breitbart hatte seine eigene Theorie, wie es so weit kommen konnte: Seiner Ansicht nach scheiterte der Marxismus 1917, weil die Arbeiter sich im ersten Weltkrieg gegenseitig abschlachteten, anstatt die von Marx prophezeite Weltrevolution in die Tat umzusetzen. Dadurch war der Marxismus seiner Meinung nach überprüfbar widerlegt. Lediglich in Russland entstand ein marxistisches Regime, welches aber schon bald darauf seine Bürger mit Gewalt unterdrücken sollte.

Daraufhin fanden sich in der Frankfurter Schule Marxisten zusammen, die ihrer Ideologie doch noch zum Sieg verhelfen wollten. Sie glaubten Marx Prophezeihung hätte sich nur deshalb nicht erfüllt, weil die Arbeiter selbst ein Produkt des kapitalistischen Systems sind. Daraufhin ersannen sie die „Kritischen Theorie“. Diese Theorie ist letztlich nichts anderes als eine Radikalkritik an allen bestehenden gesellschaftlichen Normen und Institutionen. Ihr Ziel war es die als Revolutionshindernis ausgemachte und auf der Judeo-Christlichen Moral beruhende Gesellschaft zu zerstören.

In den 30ern flohen die Marxisten der Frankfurter Schule vor den Nazis in die USA. Dort verbreiteten sie ihre Ideen an amerikanischen Universitäten und fanden neue Verbündete. Da es den Arbeitern der USA viel zu gut ging, als dass sie jemals rebellieren würden, isolierten die Mitglieder der Frankfurter Schule andere Gesellschaftsgruppen, die ihnen als Machtbasis dienen könnten. Ihre Wahl fiel auf Frauen, sowie sexuelle und ethnische Minderheiten.

Schon seit den 20ern kursierte in marxistischen Kreisen Ideen, die damals gültige Sexualmoral zu untergraben und durch eine „Anything goes“ Einstellung zu ersetzen. Damit scheiterten sie immer wieder. In den 60ern jedoch war ihre Stunde gekommen. Eine Generation, die unter wohlbehüteten Umständen groß geworden war und niemals um ihre Existenz oder die ihres Landes kämpfen musste, war leicht zu begeistern für ihre Idee von bindungs- und gedankenloser Sexualität. „Make Love, Not War“ wurde zu einem Slogan, mit dem zugleich gegen den Krieg in Vietnam wie auch gegen Ehe, Sexualmoral und gegen die herrschende Gesellschaftsordnung protestiert wurde.

Herbert Marcuse forderte zu dieser Zeit unter dem Schlagwort der „repressiven Toleranz“ alle in der Gesellschaft dominierenden Ideen zu brandmarken und gleichzeitig alle damals tabuisierten Ideen zu fördern. Die Idee der heutigen Political Correctness war geboren.

Während die Philosophen der Frankfurter Schule die intellektuelle Vorarbeit leisteten und das System von außen bekämpften, setzte ein Mann namens Saul Alinsky ihre Ideen in die Praxis um. Mit all den Freiheiten, die die Verfassung der Vereinigten Staaten ihren Bürgern zugesteht, sah er wenig Anlass das System von außen zu bekämpfen. Stattdessen ersann er Taktiken, um es von innen heraus zu zerstören.

Er legte großen Wert darauf, die Menschen dort abzuholen, wo sie eben waren. Es gelang ihm die Ideen der Frankfurter Schule in eine Sprache zu übersetzen, die auch seine nicht akademisch gebildeten Anhänger verstanden und er sah sich an keine moralischen Regeln gebunden, sondern war bereit alles zu tun was nötig war um zu gewinnen. Ohne mit der Wimper zu zucken gab er sich als Konservativer aus oder nutzte konservative Argumente und Zitate und verkehrte sie dann ins Gegenteil. Alles war im recht, wenn es nur seiner Agenda nützte. Breitbart argumentiert, dass Alinsky und seine Taktiken letztlich der Erfolgsfaktor für die heutige Dominanz linksliberaler Ideen waren.

Regeln für die politische Auseinandersetzung

In seinem Buch „Rules for Radicals“ gab Alinsky seinen Anhängern die folgenden 13 Handlungsanweisungen mit auf den Weg, um politische Auseinandersetzungen zu gewinnen:

Alinskys Regeln:

  1. Macht liegt nicht nur in dem, was du hast, sondern auch in dem, wovon der
    Gegner glaubt, dass du es besitzt
  2. Verlasse niemals den Erfahrungshorizont deiner Leute
  3. Verlasse den Erfahrungshorizont deiner Gegner, wann immer sich die
    Gelegenheit bietet
  4. Zwinge den Gegner nach seinen eigenen Regeln zu handeln
  5. Spott ist die mächtigste Waffe
  6. Eine gute Taktik ist eine, an der deine Anhänger Freude haben
  7. Eine Taktik, die über einen zu langen Zeitraum angewandt wird, verläuft sich
  8. Halte den Druck auf den Gegner aufrecht
  9. Die Drohung flößt meist mehr Furcht ein als die Sache, mit der gedroht wird
  10. Die operative Grundlage aller Taktiken ist die Schaffung einer Abteilung Attacke, welche permanent Druck auf den Gegner ausübt
  11. Wenn man einen Negativabdruck hart und tief genug drückt, wird er zu einem Positiv. Gewalt von der Gegenseite kann dir Sympathiepunkte bringen, weil die Öffentlichkeit sich zum Unterlegenen hingezogen fühlt.
  12. Für jeden Angriff muss man auch eine konstruktive Alternative bereithalten. Lasse nicht zu, dass der Gegner gewinnt, weil du keine pragmatische Lösung bieten kannst.
  13. Wähle ein Ziel aus, halte es fest, personalisiere und polarisiere es. Greife Menschen und Institutionen direkt an.

Breitbart demonstriert, dass diese Regeln auch heute noch von den Medien und von der Linken insgesamt verwendet werden und gibt dem Leser seine eigenen Regeln mit, die er erarbeitet hat, um als Konservativer bestehen zu können:

  1. Schrecke nicht vor dem Territorium des Gegners zurück
  2. Stelle die Linken als das bloß, was sie sind – in ihren eigenen Worten
  3. Gib deine Geheimnisse preis, so dass man sie nicht gegen dich verwenden kann
  4. Erlaube dem Medienkomplex nicht, dich in seiner PC Terminilogie zu
    charakterisieren und so ihr Narrativ aufzubauen
  5. Steuere deine Story und lasse nicht zu, dass der Medienkomplex sie steuert
  6. Verbreitung ist alles. Wenn du ein wichtige Story oder einen wichtigen Artikel hast, poche nicht auf dein Urheberrecht und denke nicht daran, wie du deiner Seite damit am meisten nützen kannst. Lass andere mit daran profitieren und konzentriere dich auf die Verbreitung. Am Ende wirst du so am meisten gewinnen.
  7. Nutze die Sozialen Medien
  8. Gib nicht vor mehr zu wissen, als du tatsächlich weißt
  9. Erlaube ihnen nicht vorzugeben, mehr zu wissen als sie tatsächlich
    wissen
  10. Spott ist die mächtigste Waffe
  11. Erlaube ihnen nicht, ihre eigenen Regeln zu ignorieren
  12. Die Wahrheit ist nicht gemein. Sie ist die Wahrheit.
  13. Glaube an die Macht der Hoffnung

Diese Regeln sind sehr interessant und es scheint sehr lohnenswert, sich in Zukunft genauer mit ihnen zu beschäftigen und herauszufinden, wie hoch ihr praktischer Wert tatsächlich ist.

Fazit

„Righteous Indignation“ ist ein Buch, das mich anfangs ein wenig abgeschreckt hat, da es vornehmlich für ein amerikanisches Publikum geschrieben wurde und sich hauptsächlich mit der amerikanischen Innenpolitik beschäftigt. Doch unter dieser Oberfläche liegen Ideen und Einsichten, die mich letztlich mitgerissen haben. Breitbarts Welt waren die Vereinigten Staaten, aber seine Ideen und sein Leben haben in Europa dieselbe Relevanz.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Buch sind für mich Breitbarts Regeln für die politische Auseinandersetzung und seine Analyse der Vorgehensweise des politischen Gegners. Wie Breitbart selbst sagt, haben sich Konservative viel zu lange darauf verlassen, dass die Leute sich letztlich mit guten Argumenten und mit Vernunft überzeugen lassen. Dabei haben sie übersehen, dass der politische Gegner mit ganz anderen Methoden arbeitet. Die Linken haben zuerst den Kulturkampf gewonnen. Erst dann haben sie angefangen Wahlen zu gewinnen und nur aufgrund dieser „Vorarbeit“ sind sie heute so stark. Breitbart sah seine Lebensaufgabe darin, den Kampf um die Medien zu gewinnen. Er glaubte, dass sie der Schlüssel sind, um letztlich den Kulturkampf zu gewinnen und so eine Änderung des politischen Klimas herbei zu führen.

Jeder Konservative, der des Englischen mächtig ist und sich schon länger wundert, wie konservative Ideen in den westlichen Gesellschaften in den letzten 50 Jahren so derart an den Rand gedrückt und tabuisiert werden konnte, sollte dieses Buch gelesen haben.

Übersicht alternativer Medien

Radioturm

Wer aufgewachsen ist im Glauben, das Zwangsgebührenfernsehen wäre der Inbegriff seriöser Information, wer irgendwann diesen ständig präsenten moralisierenden Unterton nicht nur bemerkt hat, sondern seiner überdrüssig geworden ist, wer gelernt hat, zwischen den Zeilen zu lesen, ja so jemand will sich nicht mehr nur aus den „Qualitätserzeugnissen“ der etablierten Presse informieren.

So jemand will seinen eigenen Verstand gebrauchen und sich mit einer durchaus kritischen Grundhaltung aus allen öffentlich zugänglichen Quellen informieren.

Leider ist mir (abgesehen vielleicht von irgendwelchen linken Watchblogs) noch nirgends eine brauchbare Liste alternativer bzw. konservativer Medien über den Weg gelaufen.

Deshalb habe ich hier selbst eine solche Liste zusammengestellt und werde sie in Zukunft öfters mal um neue Links ergänzen. Wenn ihr weitere interessante Websites für mich habt, schreibt bitte einfach einen Kommentar zu diesem Artikel.

Nachrichten

PI-News – Politisch unkorrekte Nachrichten und Islamkritik

Quotenqueen – Politisch unkorrekte Nachrichten und interessante Netzfunde

Philosophia Perennis – David Bergers kritisches Nachrichten- und Debattenmagazin

Junge Freiheit – Deutschlands größte konservative Wochenzeitung und das Urgestein unter den konservativen deutschsprachigen Publikationen schlechthin.

Freie Welt – Konservative Internetzeitung von Sven von Storch, dem Mann von Beatrix von Storch (AfD)

Epoch Times – Von chinesischen Dissidenten gegründete Zeitung. Ihre Hauptaufgabe sieht diese Zeitung darin, unzensierte Nachrichten aus und über China weltweit zu verbreiten. Neben dem Schwerpunkt China ist die Epoch Times eine vollständige Zeitung und die deutsche Ausgabe berichtet ausführlich über Deutschland und die Welt.

RT Deutsch – Die deutsche Ausgabe des russischen Staatsmediums Russia Today. Wägt man die Staatsmedien unterschiedlicher Regierungen gegeneinander ab, so gelangt man am Ende auch zur Wahrheit.

Unzensuriert.de und Unzensuriert.at – Die bundesdeutsche und die österreicherische Ausgabe der bekannten österreicherischen Nachrichtenseite Unzensuriert.at

Debatte

Achse des Guten – Henryk Borders Medienprojekt für freie Meinungsäußerung abseits des Mainstreams mit regelmäßigen Beiträgen zahlreicher Journalisten.

Blaue Narzisse – Ein im positiven Sinne eher jugendlich daherkommendes Debattenmagazin

Cicero – Magazin für politische Kultur

COMPACT Online – Magazin für Souveränität, herausgegeben von Jürgen Elsässer

The European -Das Debatten-Magazin

Tichys Einblick – Sehr „seriös“ aufgemachtes liberal-konservatives Magazin. Eine Art konservative FAZ.

Sezession – Rechtsintellektuelles Magazin von Götz Kubitscheck

Die Weltwoche – Konservatives schweizer Wochenmagazin. Herausgegeben von Roger Köppel.

Antifeminismus

Das Männermagazin – Antifeministisches Magazin eines ehemaligen NVA-Offiziers, der sich selbst als den größten (erfolgreichen) Unterhaltspreller in ganz Deutschland bezeichnet (und als solcher auch in Talkshows unterwegs war). Oftmals sehr vulgär aber stellenweise sehr witzig zu lesen.

Danisch – Gedanken eines Informatikers. Danisch bloggt oft über Medien, Meinungsfreiheit, Gender, Feminismus etc.

Rote Pille Blog – Sehr gut gemachtes und vollständiges deutschsprachiges Red Pill Blog

Internet TV

AfD TV – Youtube-Kanal der Partei Alternative für Deutschland

FPÖ TV – Youtube-Kanal der Freiheitlichen Partei Österreichs

SVP Youtube-Kanal – Youtube-Kanal der Schweizerischen Volkspartei

Nicolaus Fests Videokommentare – Der freie Publizist Nicolaus Fest kommentiert wöchentlich das politische Geschehen in Deutschland

Satire

MORGENGAGAZIN – Politisch unkorrektes Satiremagazin

Brauchbare Mainstream Medien

Welt Online – So ziemlich die einzige lesbare deutsche Mainstream-Zeitung. Bietet ein recht breites Meinungsspektrum, ein relativ offenes Forum und veröffentlicht Artikel von Henryk Broder und Birgit Kelle.

Neue Züricher Zeitung -Seriöse Zeitung aus der Schweiz

Englisch

Breitbart – Amerikas größte konservative Nachrichtenseite

Return of Kings – Die vermutlich beste Seite zu den Themen Red Pill und Neomaskulinismus. Besonders zu empfehlen ist die Liste der besten bisher veröffentlichten Artikel.

Art of Manliness – Männermagazin mit traditionellem Rollenbild und ohne Genderbullshit

Subreddit TheRedPill – Reddit-Gruppe zum Thema Red Pill

The Rationale Male – Red Pill Seite von Rollo Tomassi. Der Fokus dieses Blogs liegt darauf, dem von Feminismus, Hollywood-Liebesschnulzen und linksliberalem Blödsinn indoktrinierten westlichen Mann einen schmerzhaften aber realistischen Blick auf die Geschlechterbeziehungen zu verschaffen.

Rebel Media – Youtube-Kanal mit konservativen Nachrichten, politischen Kommentaren und Aktivismus. Besonders interessant sind Aktionen, bei denen Linke von einem Reporter zur Rede gestellt und mit den Ungereimtheiten ihres eigenen Weltbilds und ihrer Doppelmoral konfrontiert werden.

PragerU – Viele Videos die jeweils eine konservative Idee in ca. 5 Minuten transportieren. Sehr gutes Format, moderne Präsentation und perfekt für eine Generation, in der die meisten nur noch eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne haben.

Ein Tag der Angst!

Wahnsinn! Was für ein Tag! Ich bin immer noch dabei zu verarbeiten, was heute passiert ist.

Spiegel Online

Heute morgen diese Story auf Spiegel Online. Und was für eine Story! Die Seite wochenblick.at hat berichtet, Merkels Masseneinwanderung wäre eine planmäßige Aktion mit festgesetzten Einwanderungszielen bis 2060. Was da nun genau dran ist, das will ich hier nicht diskutieren. Aber das unglaubliche daran: Der Spiegel bringt eine „Aufklärungsstory“ als Reaktion zu dieser Story. Dort zitiert er alternative Medien, die er nur zu gerne pauschal als Fake News abkanzeln möchte und bringt sogar noch einen Screenshot der Seite. Meines Wissens ist sowas in dieser Form noch nie zuvor passiert.

Bis 2010 und auch noch darüber hinaus wurde man schon für die geringste und noch so differenzierte Erwähnung von Problemen, die es mit bestimmten Migrantengruppen gibt zum Nazi erklärt. Die Strategie der Medien damals bestand darin, unliebsame Diskussionen umgehend und noch bevor sie sich richtig entwicklen konnten durch Diffamierung und Eskalation in die rechte Ecke zu schieben und sie so effektiv gar nicht erst stattfinden zu lassen.

Und jetzt das hier:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-nein-die-kanzlerin-hat-keinen-geheimen-fluechtlingsplan-a-1138529.html

Der Spiegel hat so große Angst – und man muss es wirklich Angst nennen – dass er auf Nachrichten der als Fake News gebrandmarkten Konkurrenz aus dem Netz direkt eine Reaktion veröffentlicht. Früher hätte man so etwas totgeschwiegen. Und es nur in kleinen Häppchen und Stück für Stück zugegeben, wenn man unter massiven Druck geraten wäre. Aber jetzt kommt direkt ein Gegenangriff. Das zeigt, dass das Meinungsmonopol der Presse gewaltig am Wanken ist. Sie haben nicht mehr die uneingeschränkte Macht zu bestimmen, welche News-Stories verbreitet werden und welche nicht.

Pressekonferenz mit Maas

Und dann heute Nachmittag der zweite Knaller des Tages! Der deutsche Justizminister Maas hat einen Gesetzentwurf vorgestellt, der Strafen von bis zu 50 Millionen Euro für Firmen wie Facebook vorsieht, falls sie „Hasskommentare“ nicht schnell genug löschen:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/facebook-heiko-maas-stellt-gesetz-gegen-hasskriminalitaet-vor-a-1138637.html

Als es 2009 im Iran und 2011 in Nordafrika zu Aufständen kam, da wunderte ich mich, wie soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter dort so eine große Rolle spielen konnten. Für mich war das nur eine dämliche Spielerei, wo manche ihren Narzissmus ausleben und sich selbst in Szene setzen. Nie wäre ich darauf gekommen, dass diese Medien eine solche politische Sprengkraft entwickeln könnten.

Und heute, keine 10 Jahre danach, hat die deutsche Regierung ein ähnliches Problem, wie die Diktatoren von damals. Da hat das Volk doch plötzlich ein Ventil gefunden, um seine Meinungen ungefiltert mit anderen zu teilen. Und verzweifelt versucht die Regierung die Büchse der Pandora wieder zu schließen und schreckt dabei selbst vor so lächerlich hohen Strafen nicht zurück. Was haben wir doch damals gelacht, als arabische Diktatoren in ihren Ländern die Handynetze lahmgelegt haben. Genützt hat es ihnen nichts.

Fähige Politiker würden sich fragen, woher denn die ganze Unzufriedenheit kommt, anstatt panisch nach Zensurmöglichkeiten zu suchen – speziell in einer Demokratie. Und sie würden sich fragen, was sie falsch gemacht haben. Herr Maas demonstriert hier nicht zum ersten Mal, wie er diesbezüglich zu bewerten ist.

Und eins wissen wir seit heute mit Gewissheit über unsere Elite aus Medien und Politik: Sie haben Angst!