5 gefährliche Ideen, die den Westen zersetzen

Es gibt Momente, da erfahren wir in einem Gespräch, dass manche Zeitgenossen wahrlich merkwürdig ticken. Man hält die Leute für völlig normal. Sie gehen ihrer Arbeit nach und machen einen total vernünftigen Eindruck. Sie haben ähnliche Hobbies wie man selbst und öfters ist man bei unpolitischen Themen sogar einer Meinung. Man findet sie regelrecht sympathisch.

chain

Und dann plötzlich fällt mitten im Gespräch ein Satz, der einen aus den Socken haut. Mit einem Mal wird einem bewusst, dass mehr Leute als man sich vorstellen kann und will den Mist verinnerlicht haben, der seit Jahrzehnten in den Medien propagiert wird.

Diese Leute glauben Dinge, die diametral gegen ihre eigenen Interessen gerichtet sind und haben sie sich teils sogar als einen moralischen Grundsatz zurechtgelegt. Man spürt, sie fühlen sie sich toll und moralisch überlegen, wenn sie diesen Blödsinn vertreten.

Schauen wir uns 5 dieser merkwürdigen Ideen einmal genauer an.

1. Die Erde wäre ohne uns Menschen ein besserer Ort

Es gibt Leute die glauben, dass die Erde ein besserer Ort wäre, wenn wir Menschen gar nicht existieren würden. Das ist wirklich kein Witz! Diese Leute sind überzeugt, wenn sie selbst und wir anderen alle nicht existieren würden, dann wäre hier auf dieser Welt alles viel besser.

Man will diese Leute nur packen und ihnen links und rechts eine Ohrfeige verpassen, bis sie wieder zu Verstand kommen. Aber selbst das würde nichts helfen. Es ist einfach nur bizarr.

Aber wie kommt man auf so einen absurden Gedanken?

Wir alle sind weit entfernt von der eigentlichen Natur aufgewachsen. „Natur“ kennen wir meist nur aus dem Fernsehen und aus dem Zoo. Auch die Mühen, die mit dem Leben außerhalb der Zivilisation verbunden sind, sind uns völlig fremd.

Wir leben ein privilegiertes Leben. Dies ermöglicht uns alle Fehler des Menschen und der Zivilisation peinlich genau zu betrachten und uns eingehend damit zu befassen, während wir uns in unseren Köpfen zugleich ein durch und durch romantisches Bild der Natur schaffen.

Zudem werden wir von Kindheit an mit Ängsten bezüglich Klimawandel und Umweltzerstörung zugedröhnt. Die Ökoapokalypse ist immer nur einen Augenblick entfernt. Und das schon seit den 70ern.

Jahrzehnte der Umweltpanikmache haben ihre Spuren hinterlassen.

Die Natur aber ist kein Ort der Romantik. Die Natur ist ein Ort des ununterbrochenen Kampfs ums Überleben. Jedes Tier und jeder Mensch – der außerhalb der Zivilisation lebt – ist diesem gnadenlosen Kampf ums Dasein unterworfen.

Das folgende Video ist nur etwas für Leute mit starken Nerven und zeigt einen Komodo, der seine Beute langsam und bei lebendigem Leib frisst:

Das ist die Natur! Man muss sich das wirklich auf solch drastische Weise wieder verdeutlichen. Solche Videos gibt es heute zuhauf im Internet. Auch Wölfe, Löwen und andere Raubtiere fressen ihre Beute oftmals wenn diese noch am Leben ist. Ethische Grundsätze, die ein schnelles und möglichst schmerzfreies Töten der Beute fordern sind eine reine Erfindung des Menschen.

Viele Raubtiere fressen ihre Beute zudem gerne wie der hier gezeigte Komodo von hinten. Das hat zwei sehr praktische Gründe:

  1. Bei der Verfolgung ist das Hinterteil des Beutetiers dem Raubtier am nächsten und da kommt es dann natürlich auch zuerst mit seinen Krallen und Zähnen heran
  2. Hinten ist das Tier weicher und es sind weniger Knochen im Weg

Sehr praktisch also. Dumm nur für das Beutetier, dass sich in seiner hinteren Körperhälfte keine direkt lebenswichtigen Organe befinden und es so einen langsamen und äußerst leidvollen Tod vor sich hat.

Ich will hier nicht abstreiten, dass die Natur von überwältigender Schönheit ist. Aber um das genießen zu können, muss man eben das Privileg haben, nicht Teil dieses Überlebenskampfes sein zu müssen. Und dann vergisst man leider leicht, dass das da draußen nun einmal kein Kuschelparadies, sondern eine sehr brutale und unnachsichtige Welt ist.

Unsere Vorfahren brauchten Jahrtausende, um sich dieser grünen Hölle zu entziehen, die wir heute so romantisch verklären. Und was wäre dieser Planet ohne uns Menschen?

Es gäbe keine großartigen Bauwerke, keine Wissenschaft, keine Erkenntnis und keine Philosophie. Ja es gäbe noch nicht einmal eine Moral, die jene, die sich in ihrer Selbstverleugnung für so schrecklich klug halten, gebrauchen könnten, um uns zu erklären, wie falsch und furchtbar es ist, dass wir existieren.

2. Man muss eine Frau respektieren nur weil sie eine Frau ist

Im Westen ist es heute für uns Männer nicht mehr opportun, Frauen zu kritisieren. Man hat uns beigebracht, Frauen zu respektieren, egal was sie tun und egal wie sie sich verhalten.

Eine Frau ist nachts um 2 sternhagel voll und läuft betrunken durch die Stadt? Sie hat doch nur ein wenig Spaß!

Eine Frau ist schwanger und weiß nicht wer der Vater ist? Kann ja mal passieren, wer bist du, darüber zu urteilen?

So richtig bewusst wird einem erst dann, wie sehr man beeinflusst worden ist, wenn man eine Frau trifft, die man tatsächlich respektiert. Dann wird einem klar, dass man viele Frauen in seinem Leben gar nicht wirklich respektiert hat. Man hat sie nur akzeptiert und manchmal hat man vielleicht sogar nur ihr Verhalten, das man als unangemessen betrachtet hat, ignoriert. Und das auch nur deshalb, weil es einem so beigebracht wurde und weil jede andere Reaktion potentiell mit hohen sozialen Kosten verbunden gewesen wäre.

Mit Respekt hat das nicht unbedingt etwas zu tun.

Trifft man jetzt aber eine Frau, die man tatsächlich respektiert, dann wird einem plötzlich klar, dass Respekt auch gegenüber Frauen keine Entscheidung ist. Wenn man eine Frau respektiert, wegen Dingen, die sie tut oder wegen gewissen Werten, die sie lebt, dann weiß man mit einem Mal, was es wirklich heißt, eine Frau zu respektieren.

Diese Idee, dass man jede beliebige Frau respektieren muss, ist sehr tief in die westliche Gesellschaft eingedrungen. Sie schafft Denkverbote für Männer und hält sie aus einem Teil des politischen Diskurses heraus. Zudem ist sie ein entscheidender Grund, warum heute viele Frauen ein furchtbares Benehmen an den Tag legen. Egal was eine Frau tut, es wird von der Gesellschaft gut geheißen.

Es sollte wenig verwunderlich sein, dass ein moralischer Verfall die Konsequenz ist.

3. Der Westen ist schuld an allen Kriegen und am Elend der Welt

Wow! Das ist eine steile Aussage. Doch leider gibt es viel zu viele Leute, die diesen Blödsinn glauben. Und sie glauben sogar, wir würden den Rest der Welt ausbeuten, unser Wohlstand wäre das Spiegelbild der Armut Afrikas und wir müssten deshalb im Büßergewand gehen und uns dem Rest der Welt in Demut unterwerfen.

Natürlich ist der Westen nicht schuld!

Der Westen ist sehr mächtig und die USA sind (noch) eine Weltmacht. Jede Weltmacht wird gelegentlich von anderen Mächten herausgefordert. Leider kommt es dabei auch manchmal zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Manche sind vermeidbar, andere nicht.

Unterm Strich sorgt eine Weltmacht aber für Ordnung und reduziert die Zahl der eskalierenden Konflikte in der Welt. Gibt es keine solche Ordnungsmacht, dann gibt es für staatliche und nicht-staatliche Akteure aller Art deutlich mehr Spielraum und die Chance sich in einem Konflikt mit Gewalt durchzusetzen ist deutlich größer und somit ist diese Option viel verlockender.

Wer das nicht glauben will, der muss nur die Nachrichten schauen. Die USA sind gerade dabei, ihren Status als Weltmacht zu verlieren. Das Chaos, das wir momentan in der Welt sehen, ist nur ein kleiner Ausblick auf das, was passieren wird, wenn es gar keine ordnende Weltmacht mehr gibt.

Ebenso abwegig ist der Gedanke, der Westen hätte seinen Wohlstand auf der Armut Afrikas errichtet. Der Kolonialismus endete um das Jahr 1960. Seitdem sind also fast 60 Jahre vergangen. Das ist weit mehr Zeit, als Deutschland und Japan benötigt haben, um ein Wirtschaftswunder aus dem Boden zu stampfen.

Und wenn es einzelnen Ländern nicht einmal gelingt, die zur Versorgung ihrer eigenen Bevölkerung benötigten landwirtschaftlichen Flächen vor dem Zugriff ausländischer Investoren zu schützen, dann ist das nicht die Schuld des bösen Westens, sondern das Ergebnis von Korruption und Verrat. Manchmal ist eine gesunde Portion Nationalismus eben doch nicht ganz verkehrt.

Durch das politkorrekte Verschweigen solcher Tatsachen und die Negation jeder Eigenverantwortung der unmittelbar Betroffenen wird man diese Probleme jedenfalls nicht lösen.

4. Es gibt einen unaufhaltsamen „gesellschaftlichen Fortschritt“ und wir haben keine Kontrolle über unser eigenes Schicksal

Diese Idee ist ungeheuer entmutigend. Und genau das soll sie auch sein. Wir können ohnehin nichts ändern, also warum es überhaupt versuchen? Der „Fortschritt“ lässt sich nicht aufhalten, also ergeben wir uns doch einfach in unser Schicksal.

Diese Idee ist die Antithese der Demokratie. Wenn ohnehin keine Veränderung möglich ist, weil die einzig möglichen Veränderungen vom „Fortschritt“ vorgegeben sind, dann können wir einfach immer die gleichen Leute wählen. Sie werden schon das Richtige, das ja ohnehin das einzig Mögliche ist, tun und wir geniesen so lange das Leben. Die Konsequenzen dieses unaufhaltsamen „Fortschritts“ sind schließlich genauso alternativlos wie er selbst.

Natürlich ist auch diese Idee völliger Blödsinn.

Es gibt keinen unaufhaltsamen gesellschaftlichen Fortschritt. Es gibt einen technologischen Fortschritt und dieser hat oftmals gesellschaftliche Veränderungen zur Folge. Das heißt aber nicht, dass wir solchen Veränderungen nicht durch eine Anpassung unserer Gesellschaft begegnen können. Technologien kann man regulieren und ein Staat und eine Gesellschaft müssen immer das fördern, was wünschenswert ist und zugleich das erschweren, was nicht wünschenswert ist.

Am Ende muss immer eine funktionierende Gesellschaft stehen, die den Stürmen der Zeit standhalten kann.

5. Nur zu Überleben ist genug

Das tägliche Überleben sollte uns genug sein. Dazu noch ein wenig Geld und Luxus und es gibt keinen Grund mehr unglücklich zu sein oder sich gar zu beschweren.

Wen interessiert die Zukunft? Weder die eigene Zukunft, die Zukunft der eigenen Familie noch die Zukunft des eigenen Landes sind von Belang. Man richtet sich in der Gegenwart ein und betäubt sich vor der Glotze oder am Computer.

Wer hier ausscheert macht sich verdächtig.

Fazit

Es geistern heute viele falsche und teils auch kranke Ideen durch die Köpfe. Diese Ideen sind schädlich für den Einzelnen, da sie jeden positiven Bezug zu sich selbst zerstören. Dadurch hindern sie uns daran, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen und für das zu streiten, was uns selbst und unseren Nächsten langfristig nützen wird.

Es mag sich für eine Weile gut anfühlen, sich selbst als moralisch überlegen zu empfinden und auf die schlechte Welt zu schimpfen, aber am Ende wird man dafür die Quittung bekommen.

Noch verheerender als für den Einzelnen aber sind diese falschen Ideen für unsere Gesellschaft. Sie zerstören sie nicht nur, sie lösen sie regelrecht von innen auf.

Wie soll denn eine Gemeinschaft auch langfristig funktionieren, die sich selbst als die Quelle aller Übel der Welt sieht, in der schlechtes Verhalten toleriert wird und die zugleich glaubt, dass alles, was gerade so passiert, unaufhaltsam und alternativlos ist? Eine solche Gemeinschaft hat sich selbst schon längst aufgegeben.

Wir müssen uns dieser und anderer schädlicher Ideen an uns selbst und an anderen bewusst werden. Nur so können wir Gegenargumente für sie finden und nur so können wir sie durch andere, positive Ideen ersetzen.

Advertisements

Warum wir eine Sexualmoral brauchen

Uns allen wurde erzählt, dass wir aus einer dunklen Zeit kommen. Aus einer Zeit der sexuellen Unterdrückung. Aus einer Zeit, in der finster drein blickende Hüter der Moral die ihnen hilflos ausgelieferten Menschen mit ihren rückständigen Ideen davon abhielten, sich selbst zu verwirklichen und ihre Sexualität frei auszuleben. Wir haben eine Gesellschaft überwunden, in der man die Menschen davon abhielt, ihr Glück zu finden.

familie

 

Die versprochene „Freiheit“ ist hier

Heute leben wir in dieser Welt der „Freiheit“, die man uns versprochen hat. Jeder einzelne von uns kann sich selbst umsehen. Er kann die Gesellschaft betrachten, die ihn umgibt und er kann sich selbst ein Urteil bilden. Und natürlich kann er auch sein eigenes Leben zur Betrachtung heranziehen.

Sind wir glücklich mit der Gesellschaft, in der wir Leben? Sind wir glücklich mit dieser Freiheit, die uns versprochen und die geliefert wurde?

Das Narrativ hinterfragen

Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er zu dieser Gesellschaft und ihren Werten steht.

Doch schauen wir uns doch einmal dieses Narrativ von der „Sexuellen Befreiung“ etwas genauer an. Man sagt uns, eine freie Entfaltung der Sexualität wäre ein wichtiger Faktor dafür, im Leben glücklich zu sein.

Währenddessen erzählen uns alle erfolgreichen Religionen etwas von Monogamie und einem moralischen und eher restriktiven Umgang mit Sexualität.

Nun haben wir Menschen natürlich diese Tendenz, uns selbst und unsere Zeit als die Spitze des Fortschritts anzusehen. Oft betrachten wir die Gesellschaft, in der wir Leben als die bestmögliche und glauben unsere Art zu leben wäre die einzige, die überhaupt Sinn macht. Alles was vor uns war betrachten wir als notwendigen Entwicklungsschritt hin zu unserer heutigen und als fast perfekt empfundenen Welt, wenn nicht gar als Fehlentwicklung.

Aber wenn etwas mehr als tausend Jahre funktioniert hat, muss dann nicht irgend etwas daran richtig sein? Insbesondere dann, wenn wir unsere heutige Welt betrachten, die erst seit wenigen Jahrzehnten in dieser Form existiert und die gerade nicht unbedingt den Eindruck erweckt, als ob das noch lange so weiter gehen würde?

Warum aber lehren diese Religionen eine „Sexualmoral“, eine Sache, die uns heute so seltsam aus der Zeit gefallen scheint? Und warum lehrt uns der Linksliberalismus das Gegenteil, welches man zusammenfassen könnte mit: „Alles ist erlaubt, so lange alle (direkt) Beteiligten es gut finden“?

Ich könnte jetzt etwas über stabile Familien und daraus erwachsende stabile Gesellschaften schreiben. Ich könnte über Geburtenraten schreiben. Genauso gut könnte ich auch etwas über Kinder und ihr Recht auf stabile Verhältnisse schreiben. Ich könnte über Verantwortung schreiben, die man als Erwachsener übernehmen sollte und die wichtiger ist, als individuelle Selbstverwirklichung um jeden Preis.

Kurz: Ich könnte darüber schreiben, dass Sexualität wichtige soziale Funktionen erfüllt und nicht nur bloße Triebbefriedigung ist. Und genau das ist der Kern der Sache.

Herr oder Sklave?

Religion und Tradition wollen uns nicht „unterdrücken“. Sie sagen uns einfach nur:

Sexualität ist ein Trieb. Sie kann gute und schlechte Dinge bewirken. Wir wollen, dass du lernst, sie zu beherrschen. Du sollst deine Sexualität kontrollieren und nicht sie dich.

Wir Menschen sind hin und her gerissen zwischen kurzfristigen und leicht verfügbaren Freuden und langfristigen Zielen. Und genauso sind wir auch hin und her gerissen zwischen unserer triebhaften und unserer höheren geistigen Natur.

Geben wir den kurzfristigen Freuden zu sehr nach, so zerstören wir das, was uns auf lange Sicht glücklich machen würde oder sorgen dafür, dass es gar nicht erst entstehen kann.

Und genau das ist es, was die Zerstörer des Westens mit ihrer Maxime „Alles ist ok, so lange alle Beteiligten einverstanden sind“ bezwecken.

Sie wollen uns auf dieses niedere Level herunterziehen. Sie wollen uns dazu verleiten, unserem ersten Impuls nachzugeben. Und sie haben eine Moral geschaffen, welche dieses Verhalten für richtig erklärt.

Sie soll uns das schlechte Gefühl nehmen, das uns beschleicht, wann immer wir unsere hohen und schwierigen Ziele aus den Augen verlieren und uns stattdessen in unseren niederen Instinkten und damit in der Gegenwart verlieren.

Warum viele im Westen den islamischen Terror nicht begreifen können

Seit den schicksalhaften Terroranschlägen in Frankreich im Jahr 2015 befindet sich das vor wenigen Jahren noch so friedliche Europa in einem Zustand der latenten Gefahr. Die politische Elite und ein großer Teil der Europäer können oder wollen nicht begreifen, was da geschieht. Aber woran liegt das eigentlich?

Erschießung eines großen Teils der Redaktion von Charlie Hebdo, Massaker im Bataclan, Selbstmordanschlag auf den Flughafen von Brüssel, LKW-Anschlag von Nizza, LKW-Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin, diverse „kleinere“ Anschläge mit LKWs und Transportern, Selbstmordanschlag auf ein Popkonzert in Manchester, Van-Anschlag in Spanien, Messerattacken in Finnland und so weiter und so fort. Das waren jetzt nur die „wichtigsten“ islamischen Terroranschläge in Europa seit dem Beginn dieser „Anschlagsserie“ im Januar 2015.

manchester-victim

Opfer des Selbstmordanschlags von Manchester am 22.05.2017 mit 22 Toten

Und immer hören wir die gleichen inhaltslosen Erklärungen, derer wir schon lange überdrüssig sind. Geheucheltes Mitleid für die Opfer, vorgespielte Fassungslosigkeit und der Aufruf, unser Leben nicht zu ändern und den Terror so durch unsere friedfertige und im wahrsten Wortsinne grenzenlose Opferbereitschaft zu besiegen.

Westliche Erklärungsversuche

Wir alle brauchen Erklärungen. Wir alle versuchen die Ereignisse, die wir in unserem Leben und in der Welt sehen einzuordnen und in ein in sich konsistentes Bezugssystem zu bringen.

Und was tun die meisten von uns, wenn sie versuchen diese Anschläge zu erklären? Sie suchen sich eine Erklärung, die in ihr eigenes Bezugssystem passt.

Und so werden die Attentäter laut dem gängigsten Erklärungsmuster als Verlierer bezeichnet. Als Feiglinge. Als Wahnsinnige.

Allen diesen Bezeichnungen ist eine Sache gemein: Sie sind schlicht weg nicht wahr.

Natürlich bedienen wir uns gerne solch einfacher Erklärungen. Indem wir den Feind mit negativen Attributen belegen machen wir uns das Leben so vieleinfacher. Aber wir betrügen uns auch selbst um die Chance, ihn zu verstehen. Und wie will man einen Feind bezwingen, den man nicht versteht?

Sind diese Leute Verlierer im Kontext unserer Gesellschaft? Es sind sicher ein paar darunter. Doch hat die Vergangenheit gezeigt, dass viele Attentäter sehr gebildet sind. Die für das E-Technikstudium eingeschriebenen Terroristen von 9/11 sind hier nur das prominenteste Beispiel.

Ist jemand feige, der sich selbst willentlich in die Luft sprengt? Wohl kaum. Ist er verrückt? Nach unseren Maßstäben definitv! Aber unsere Maßstäbe sind relativ und genau darum geht es in diesem Artikel.

Aber zuerst müssen wir ein wenig weiter ausholen.

Das Urproblem des Menschen

Wir alle wurden unverhofft in diese Welt geworfen. Wir lernen mit den Jahren unseres Lebens mehr und mehr wie sie funktioniert und versuchen zugleich ihr den Grund ihres Seins abzuringen.

Und auch wenn auch so oft alles so relativ erscheint, so gibt es doch einen Bezugspunkt, der für uns alle absolut ist. Das ist der Tod.

Egal ob einer arm oder reich ist. Ob sein Leben eine großartige Erfolgsgeschichte ist oder eine Geschichte des Scheiterns. Der Tod ist die einzige Gewissheit, die wir in dieser Welt haben und er ist zugleich die eine Sache, die so furchteinflößend ist, wie keine Zweite.

Egal welche Werte eine Gesellschaft auch immer vertreten mag. Im Grunde suchen sie alle nach einer Antwort für dieses Problem. In ihrem Kern ist jede Gesellschaft der Versuch der Auseinandersetzung mit unserer Sterblichkeit.

Manche Gesellschaftsmodelle akzeptieren den Tod. Manche leugnen und verdrängen ihn. Und wieder andere empfangen ihn mit offenen Armen.

Doch sie alle ringen mit ihm.

Was wir im Westen Glauben

Wenn wir nun unsere Feinde verstehen wollen, so müssen wir zuerst einmal uns selbst verstehen.

Die Vergangenheit

In den letzten fünfzehnhundert Jahren gab es im Westen drei vorherrschende Ideen zur „Überwindung“ des Todes:

  • Das Christentum
  • Das Weiterleben in den eigenen Nachkommen
  • Unsterblichkeit durch den Erwerb von Ruhm
jesus

Jesus Christus opfert sich am Kreuz

Das Christentum war für lange Zeit die vorherrschende und unangefochtene Religion des Westens. Und so glaubten die Menschen also, dass der Tod durch Jesus Christus für uns am Kreuz überwunden wurde und sie glaubten an das vom Christentum versprochene ewige Leben nach dem Tod.

Freilich würde es nur denen zuteil werden, die sich zumindest zu einem guten Teil an die Gebote der Bibel halten. Diese stellten so etwas wie einen verpflichtenden moralischen Grundkonsens dar, der zwar nicht immer eingehalten wurde, die Gesellschaften des Westens aber zumindest auf einer gemeinsamen Wertegrundlage zusammenhielt und all zu Schädliches und die Gesellschaft zersetzendes Verhalten tabuisierte.

familie

Weihnachtliches Familienfoto um das Jahr 1900

Zum anderen gab es die in der Kultur verankerte Idee, dass der Tod auch auf biologische Weise – also durch Fortpflanzung – überwunden werden kann. Zwar kann niemand ewig leben, doch zumindst in den eigenen Kindern ist so etwas wie ein Weiterleben möglich.

Hat man eine Familie und gelingt es einem, diese auch zusammen zu halten, so kann man viele Jahre später auf dem Sterbebett auf ein erfolgreiches Leben zurückblicken. Man hat etwas geschaffen, das einen überdauern wird und es gibt Menschen, die einem Nahe stehen und die einen betrauern werden. Außerdem kann man die im Leben geschaffenen materiellen Besitztümer an die eigenen Kinder weitergeben, hoffend, dass diese den Wohlstand der Familie mehren werden und zukünftige Generationen das Andenken an unser Leben und unsere Leistung einmal in Ehren halten werden.

columbus_ships

Christoph Kolumbus segelte mit den Schiffen Santa Maria, Pinta und Santa Clara nach Amerika

Zu guter Letzt bleibt zu erwähnen, dass man auch durch den Erwerb von Ruhm weiterleben kann. Eine der größten und ruhmreichsten Heldentaten der Weltgeschichte ist die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus und die Männer seiner Expedition. Kolumbus war überzeugt, dass die Erde eine Kugel ist. Auch wenn es sehr gute Anhaltspunkte dafür gab, so ist es doch ein Unterschied, ob man an etwas glaubt, oder ob man sein Leben darauf verwettet.

Genau das aber taten Kolumbus und seine Männer – und sie obsiegten. Auch wenn sie heute natürlich alle Tot sind, so wurden sie durch ihre Taten – anders als die meisten ihrer Zeitgenossen – zu einem Teil der Weltgeschichte.

Mit ihrer Entdeckung bewiesen sie, dass sie die Erde eine Kugel ist und sie läuteten zugleich eine neue Ära der Seefahrt ein. Ihr eigentliches Ziel war es, einen neuen und schnelleren Seeweg nach Indien zu finden. Tatsächlich aber fanden sie einen neuen Kontinent und legten so den Grundstein für ein Land, welches lange Zeit nach ihrem Ableben zur Führungsmacht der westliche Welt aufsteigen sollte.

Die Gegenwart

Das alles hat sich heute grundlegend geändert. Das Christentum ist förmlich kollabiert und die Kirchen begreifen sich mehrheitlich eher als spirituellen Arm des Zeitgeists (siehe z.B. Evangelischer Kirchentag), denn als Verkünder der Bibel  oder – Gott bewahre – gar einer absoluten Wahrheit.

Ganz ähnlich wie den Kirchen erging es auch der Familie. Grundlage jeder Gemeinschaft ist die Bereitschaft, seine eigenen Interessen im Zweifel den Interessen der Gemeinschaft unterzuordnen. Dies gilt natürlich ganz besonders für eine so enge Gemeinschaft wie die Familie.

Der von den 68ern propagierte radikale Individualismus stellt das Individuum über alles andere. Die Moral des Christentums wurde abgelöst durch eine Moral des „Anything goes“. Der oberste moralische Grundsatz ist, dass alles erlaubt ist, was niemand anderem schadet. Dabei werden, nicht ohne Grund, die Dinge übersehen, die niemandem individuell schaden, sondern der Gemeinschaft als ganzem. Statt die zu ehren, die sich selbst zurückhalten und ihre Triebe und Impulse einem höhren Ziel unterordnen feiern wir heute diejenigen, die sich hemmungslos ausleben und dabei ein Trümmerfeld in ihrem Leben und in unserer Gesellschaft hinterlassen.

Mit solchen moralischen Grundsätzen ist es kein Wunder, dass funktionierende Familien im Westen die Ausnahme sind und die dysfunktionale Familie und der Singlehaushalt mehr und mehr zum Normalfall werden.

Statt Ruhm suchen wir nach Ablenkung von unserem Leben. Und manche machen sich auch zum willigen Zahnrad im Getriebe einer Wirtschaftsmaschinere, die uns Ausspuckt, sobald wir nicht mehr funktionieren. Und das nur weil uns jemand einmal gesagt hat, dort könnten wir uns selbst verwirklichen.

Doch wie verhält es sich jetzt mit dem Tod? Für 1500 Jahre erinnerten Bilder und Kreuze die Menschen im Westen nicht nur an die Hinrichtung des Gründers ihrer Religion, sondern auch an die eigene Sterblichkeit. Diese ständige Erinnerung des Todes hat sich ins Gegenteil gekehrt.

Anstatt uns die eigene Vergänglichkeit vor Augen zu halten und sich mit ihr auseinander zu setzen fliehen wir vor ihr wo immer wir können. Unsere ganze Kultur ist darauf ausgerichtet, uns von der unbequemen Realität des eigenen Todes abzulenken.

Die Armut und andere Unbequemlichkeiten des Daseins konnten wir im Westen weitgehend abstreifen und wir haben uns eingerichtet in einem weitgehend sorgenfreine Leben. Mit dem Tod kann uns das naturgemäß nicht gelingen und er ist das letzte Hindernis zwischen uns und unserer Illusion einer perfekten Welt.

Doch wir haben eine andere Antwort auf ihn gefunden. Wir berauschen uns an teuren Urlaubsreisen, Computerspielen, Parties, Sex und allem, was das Leben sonst noch zu bieten hat. Wir pflegen einen Jugendkult, der jedem der es will ermöglicht, das eigene Altern auszublenden und so zu tun, als wäre die Biologie nur ein Mythos. Warum erwachsen werden, wenn man sich auch mit fortschreitendem Alter noch von anderen einreden lassen kann, wie jung man doch ist und dass man den größten Teil des Lebens noch vor sich hat? Warum sich der Realität stellen, wenn die Täuschung so viel reizvoller ist?

Doch nun trifft unsere behagliche kleine Welt auf einen radikalen Gegenentwurf.

Was die Islamisten Glauben

Islamic-State-front-cover

Ein Islamist hat einen völlig gegensätzlichen Begriff vom Tod. Für ihn ist der Tod nichts wovor er wegläuft (oder zumindest nichst wovor er weglaufen will). Zwar fürchtet auch er sich mit Sicherheit vor dem Tod, doch für ihn ist der Tod die Erlösung von einem Leben, das nur ein Übergang ist zu seinem eigentlichen Leben im Paradies, welches er innigst herbeisehnt. Er ist nur auf dieser Welt um sich vor seinem Gott für sein wahres Leben als würdig zu erweisen. Die Angst vor dem Tod ist für ihn ein Zeichen mangelnden Glaubens und sie ist etwas das es zu überwinden gilt. Und je schneller er sie überwindet, desto besser.

Der Islamist glaubt, dass Gott zu den Juden und den Christen gesprochen und ihnen übermittelt hat, was er von ihnen erwartet. Er glaubt auch, dass Juden und Christen diese Nachricht verfälscht haben und dass die Bibel das Ergebnis dieser Verfälschung ist. Darum hat Gott seinem Glauben nach seinen Propheten Mohammed gesandt, der mit dem Koran die wahre und unabänderliche Botschaft Gottes auf der Erde verkündet hat. Wer seine Gebote befolgt, der kommt ins Paradies und wird ewig und mit allen weltlichen Freuden leben, wer sie nicht befolgt, kommt in die Hölle, wo er für alle Ewigkeit geqäult werden wird.

Deshalb glaubt er, dass jeder Mensch an seinen Gott und an den Koran glauben sollte und er verachtet alle, die es nicht tun oder die dem Koran nicht in seinem Sinne folge leisten.

Fazit

Wir sehen also, es ist nicht verwunderlich, dass viele von uns den islamischen Terror nicht verstehen können.

Der Westen versucht hier in diesem Leben ein Paradies zu schaffen. Er glaubt, wenn er den Tod nur lange genug aus seinem Bewusstsein verdrängt, wird sich das Problem schon irgendwie von selbst erledigen. Zudem ist er völlig davon überzeugt, dass dies die beste mögliche Lebensweise ist und dass jeder Mensch so leben will. Wer es nicht will, der weiß es nur noch nicht. Eine folgenschwere Fehlannahme.

Der Islamist nämlich braucht dieses irdische Paradies nicht und er verachtet es. Er glaubt dieses Leben ist nur eine Durchgangsstation an dessen Ende die Kämpfer des wahren Islam in das echte und ewige Paradies kommen. Er läuft vor dem Tod nicht davon, er läuft ihm entgegen.

Was ist der Sinn des Lebens?

Seit Anbeginn der Zeit stellen sich die Menschen die Frage nach dem Sinn des Lebens. Bisher konnte niemand eine endgültige Antwort geben. Glücklicherweise gibt es eine pragmatische Antwort.

statuen

Warum sind wir hier in dieser Welt? Warum sind wir uns unserer eigenen Existenz bewusst? Was ist der Sinn des Lebens?

Diese und ähnliche Fragen hat sich jeder schon einmal gestellt. Unzählige Philosophen haben sich den Kopf darüber zerbrochen. Ganze Religionen wurden geschaffen und haben für Jahrhunderte und Jahrtausende den Menschen eine Erklärung und eine Zielrichtung für ihr Leben vorgegeben.

Und doch werden wir wohl nie eine endgültige Antwort erhalten – zumindest nicht in diesem Leben.

Wenn nichts hilft, hilft nur Pragmatismus

Wenn Philosophie nicht weiterhilft, dann hilft nur eins: Pragmatismus.

Die Grundbedingungen sind für uns alle dieselben. Wir alle haben uns mehr oder weniger unverhofft in dieser Welt wiedergefunden und mit den Jahren lernen wir sie besser zu verstehen. Und auch wenn wir es nur zu gerne verdrängen: Eines Tages muss jeder einzelne von uns diese Welt wieder verlassen.

Es soll jetzt nicht irgendwie morbide klingen. Aber in einer Welt, in der alles irgendwie relativ erscheint, ist die Gewissheit unseres Todes da nicht so etwas wie ein absoluter Bezugspunkt? Ist das nicht vielleicht der Ansatzpunkt, um so etwas wie einen Sinn in dieses Leben zu bringen?

Das Leben vom Tod aus betrachten

Ich glaube, dass wir alle einmal diesen Moment erleben werden, in dem uns bewusst ist, dass wir gerade im Sterben liegen. Wir werden spüren, dass es bereits vorbei ist. Wir werden noch in dieser Welt sein, doch der Tod wird bereits von uns Besitz ergreifen. Und in diesem Moment werden wir uns nichts sehnlicher wünschen, als hier zu bleiben.

Nur noch für einen Tag, eine Woche oder ein Jahr. Alle Fehler korrigieren und alles zuende bringen, was noch nicht zuende gebracht wurde. Doch so sehnlich wir uns auch wünschen werden hier bleiben zu können, so bewusst wird uns auch sein, dass dies nicht möglich ist. Unsere Zeit ist abgelaufen und nichts kann daran noch etwas ändern.

Und sobald wir unser Schicksal akzeptiert haben, werden wir auf unser Leben zurück blicken.

Unser Blick wird auf all die Dinge fallen, die uns so wichtig erschienen. Auf all die Dinge, vor denen wir so große Angst hatten. Auf all die scheinbar so unüberwindlichen Hindernisse, die uns davon abhielten das zu tun, was wir für wichtig erachteten und das wir so gerne zur Realität gemacht hätten.

Und wir werden auf all die Dinge schauen, die uns so notwendig und alternativlos erschienen. Und natürlich werden wir uns auch an die Momente erinnern, in denen wir sinnlos unsere Zeit verschwendeten. Zeit, die uns unendlich schien, doch die von diesem Moment an mit einem Mal verronnen ist.

Was uns zurück hält

Warum fürchteten wir uns so sehr, uns unbeliebt zu machen? Warum sorgten wir uns so sehr um Geld? Warum haben wir nie für unsere Meinung eingestanden? Warum kämpften wir nicht für das, woran wir geglaubt hatten? Warum sind wir so wenige Risiken eingegangen? Warum waren wir so bequem? Warum verschwendeten wir unsere wertvolle Zeit mit geistlosem Fernsehkonsum und warum betäubten wir uns mit Computerspielen? Warum lenkten wir uns aus Angst vor der Größe der Aufgabe von unserer Arbeit ab, wo wir doch so große Pläne hatten?

Im Angesicht des Todes werden wir erkennen, wie klein und unbedeutend alle diese Probleme waren. Den meisten von uns wird dann bewusst werden, dass sie ein falsches Leben gelebt und ihre Zeit auf dieser Welt verschwendet haben.

Sie waren die Sklaven von Ängsten und Notwendigkeiten, die sich in der kalten Umarmung des Todes als schlecht gemachte Illusionen zu erkennen geben. Und nun ist alles vorbei.

Welch größere Niederlage könnte der Mensch sich ausdenken?

Das Leben wahrhaft leben

Nun ist es nicht mehr schwer, eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens zu geben.

Eines Tages werden wir über unser eigenes Leben richten. Losgelöst von allen Zwängen, die uns heute so übermächtig erscheinen, werden wir zurückblicken und wir werden ein Urteil über das Leben fällen, das wir heute noch nach unserem Willen formen können.

In diesem Moment der Wahrheit werden wir wissen, ob wir wahrhaft gelebt haben, oder ob wir uns nur haben treiben lassen, in der naiven Hoffnung, dieser Tag möge niemals kommen.

Das mag beängstigend klingen. Doch leben wir nicht letztlich nur für diesen einen Moment? Ist nicht genau das der Sinn unseres Lebens? Leben wir nicht, um etwas zu schaffen und zu werden, worauf wir im Angesicht unseres Todes mit Zufriedenheit und vielleicht sogar triumphierend zurückblicken können? Ist dies nicht das Beste, was wir dieser Welt abringen können?

Was sonst also könnte der Sinn unseres Lebens sein?

Für uns ist der Tod meist nur eine intellektuelle Kategorie. Eine Sache von der wir wissen, dass sie wahr ist, ohne dass wir wirklich daran glauben. Doch manchmal können wir ihn spüren. Manchmal liegen wir nachts wach oder haben tags über aus heiterem Himmel einen kurzen Augenblick, in dem uns diese Wirklichkeit voll und ganz bewusst wird. In einem solchen Moment wissen wir nicht nur um unsere Sterblichkeit, wir spüren sie und für einen Augenblick ist sie die einzige Realität, die wir kennen.

Hattest du schon einmal so einen Moment? Versetze dich in ihn hinein. Mache dir wieder bewusst, wie es sich anfühlt, wenn du dir deiner Sterblichkeit bewusst bist. Auf was möchtest du im finalen Moment deines Lebens zurückblicken? Wer möchtest du gewesen sein? Was willst du erreicht haben? Was willst du für deine Familie oder andere getan haben? Was willst du zurücklassen? Was braucht es, damit du zufrieden auf dieses Leben zurückblicken kannst?

Was immer du auf diese Fragen antwortest, das ist der Sinn deines Lebens!