Allahu Akbar in New York

Mal wieder ein Terroranschlag mit einem Kleinlaster. Ein 29-jähriger Usbeke überfährt auf einem Uferweg am Hudson River in New York City ahnungslose Passanten. Bisher ist von 8 Toten die Rede. Ebenfalls berichtet wird vom Schlachtruf jener Kämpfer, die geschworen haben, den Islam mit Gewalt über die ganze Welt zu verbreiten und der auch hier wieder gefallen sein soll: „Allahu Akbar“.

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Die Türme des World Trade Centers nach dem Terroranschlag am 11. September 2001

Ganze 16 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 kehrt der islamische Terror damit zurück in die Stadt, in der der Angriff des radikalen Islam auf den Westen damals seinen Anfang genommen hat.

Die wichtigen Fragen

Wenn man zurück blickt ist es nur traurig und erschreckend, was seitdem aus der Westlichen Welt geworden ist. Mittlerweile gibt es in Europa und den USA jedes Jahr mehrere Terroranschläge. Viele davon ausgeführt mit großer Brutalität und Menschenverachtung.

Wir alle sind dagegen emotional schon lange abgestumpft und zumindest in Westeuropa traut sich noch immer kein Politiker die wahren Gründe auch nur zu benennen.

Dabei hätte man schon 2001 anfangen können, Fragen zu stellen.

Man hätte sich fragen können, was das für eine Religion ist, die junge Männer dazu motiviert, Passagierflugzeuge mit hunderten unschuldiger Menschen zu entführen und sie als fliegende Bomben zu missbrauchen. Was ist das für eine Religion, die junge Männer dazu bringt sich selbst voller Überzeugung das Leben zu nehmen und dabei möglichst viele andere Menschen mit in den Tod zu reißen?

Auch hätte man sich fragen können, was das für ein „Prophet“ war, der Gewalt predigte und der, sobald er einmal zu Macht gelangt war, gleich einem modernen Warlord, einen Krieg nach dem anderen führte und so Stück für Stück seine weltliche Macht ausbaute. Zudem hätte man sich fragen können, warum dieser „Prophet“ seine „heilige Schrift“ in kleinen Häppchen offenbarte – oftmals dann, wenn das Offenbarte gerade zu seinen aktuellen Zielen und Problemen passte.

Die wichtigste Frage aber wäre gewesen: Wieso siedeln sich eigentlich plötzlich soviele dieser Leute in unseren Ländern an? Wie kommt es, dass diese Leute sich bei uns niederlassen, obwohl wir sie nicht gerufen haben? Wieso lassen wir das zu? Sind diese Leute etwa so bekannt für ihre großartigen wissenschaftlichen und technologischen Leistungen, dass sie für unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft unverzichtbar sind? Sind sie die Wissensarbeiter des 21. Jahrhunderts, die wir so dringend benötigen?

Es gibt Fragen, die muss sich jeder selbst beantworten…

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EU fordert „innovative Barrieren“ für Städte

Nachdem die EU mitsamt ihren wichtigsten Mitgliedsstaaten Schengen in den Sand gesetzt und beim Schutz unserer europäischen Außengrenzen phänomenal versagt hat, macht man sich in der Zentrale des Irrsinns nun Gedanken, wie man das entstehende Chaos in Europa in Zukunft verwalten kann. Laut Welt fordert die EU-Kommission dazu nun „innovative Barrieren“, um unsere Städte vor Terrorattacken zu schützen.

Diese sollen uns vor Terror schützen, ohne den „offenen Charakter“ unserer Städte zu verändern. Dabei dürfte es wohl primär um den Schutz vor außer Kontrolle geratenen Allahu-Akbar-LKWs gehen.

Schön auch, dass endlich mal die Bedrohungen für unseren Zugverkehr mehr ins Bewusstsein rücken. Die EU hat das Problem erkannt und arbeitet an Risikobewertungen:

Sorge bereitet Brüssel auch die Sicherheit von Zügen: „Züge sind ein Hochrisikoziel, weil die gesamte Infrastruktur von ihrer Natur her offen ist“, schreibt die Kommissionsbehörde. Man arbeite darum „an weiteren Maßnahmen um die Sicherheit von Zugpassagieren zu verbessern“. Außerdem soll eine gemeinsame Risikobewertung vorgenommen werden. Weitere konkrete Schritte auf europäischer Ebene schlägt Brüssel derzeit aber nicht vor.

Na dann können wir ja wieder beruhigt Zug fahren.

Aber mal im Ernst: Züge sind in der Tat extrem gefährdet. Diverse Linksextreme Gruppen haben ja schon vor Jahrzehnten „erforscht“, wie man den Bahnverkehr am besten sabotieren kann und ihre im wahrsten Sinne bahnbrechenden Erkenntnisse für ihre Gesinnungsgenossen dokumentiert. Nicht auszudenken was los wäre, wenn eine Gruppe Islamisten mehrere Züge entgleisen lässt. Hunderte Tote wären vermutlich die Folge. Und wir können nur hoffen, dass die Geheimdienste die Terroristen rechtzeitig abfangen. Direkt schützen kann man tausende Kilometer Gleise schließlich kaum.

Aber mit ein wenig Kenntnis von Politik und Geschichte hätte man das auch alles vorher wissen können.

Jeder Staat hat Grenzen. Hat er keine Außengrenzen, dann verlaufen sie halt im Innern.

Warum viele im Westen den islamischen Terror nicht begreifen können

Seit den schicksalhaften Terroranschlägen in Frankreich im Jahr 2015 befindet sich das vor wenigen Jahren noch so friedliche Europa in einem Zustand der latenten Gefahr. Die politische Elite und ein großer Teil der Europäer können oder wollen nicht begreifen, was da geschieht. Aber woran liegt das eigentlich?

Erschießung eines großen Teils der Redaktion von Charlie Hebdo, Massaker im Bataclan, Selbstmordanschlag auf den Flughafen von Brüssel, LKW-Anschlag von Nizza, LKW-Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin, diverse „kleinere“ Anschläge mit LKWs und Transportern, Selbstmordanschlag auf ein Popkonzert in Manchester, Van-Anschlag in Spanien, Messerattacken in Finnland und so weiter und so fort. Das waren jetzt nur die „wichtigsten“ islamischen Terroranschläge in Europa seit dem Beginn dieser „Anschlagsserie“ im Januar 2015.

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Opfer des Selbstmordanschlags von Manchester am 22.05.2017 mit 22 Toten

Und immer hören wir die gleichen inhaltslosen Erklärungen, derer wir schon lange überdrüssig sind. Geheucheltes Mitleid für die Opfer, vorgespielte Fassungslosigkeit und der Aufruf, unser Leben nicht zu ändern und den Terror so durch unsere friedfertige und im wahrsten Wortsinne grenzenlose Opferbereitschaft zu besiegen.

Westliche Erklärungsversuche

Wir alle brauchen Erklärungen. Wir alle versuchen die Ereignisse, die wir in unserem Leben und in der Welt sehen einzuordnen und in ein in sich konsistentes Bezugssystem zu bringen.

Und was tun die meisten von uns, wenn sie versuchen diese Anschläge zu erklären? Sie suchen sich eine Erklärung, die in ihr eigenes Bezugssystem passt.

Und so werden die Attentäter laut dem gängigsten Erklärungsmuster als Verlierer bezeichnet. Als Feiglinge. Als Wahnsinnige.

Allen diesen Bezeichnungen ist eine Sache gemein: Sie sind schlicht weg nicht wahr.

Natürlich bedienen wir uns gerne solch einfacher Erklärungen. Indem wir den Feind mit negativen Attributen belegen machen wir uns das Leben so vieleinfacher. Aber wir betrügen uns auch selbst um die Chance, ihn zu verstehen. Und wie will man einen Feind bezwingen, den man nicht versteht?

Sind diese Leute Verlierer im Kontext unserer Gesellschaft? Es sind sicher ein paar darunter. Doch hat die Vergangenheit gezeigt, dass viele Attentäter sehr gebildet sind. Die für das E-Technikstudium eingeschriebenen Terroristen von 9/11 sind hier nur das prominenteste Beispiel.

Ist jemand feige, der sich selbst willentlich in die Luft sprengt? Wohl kaum. Ist er verrückt? Nach unseren Maßstäben definitv! Aber unsere Maßstäbe sind relativ und genau darum geht es in diesem Artikel.

Aber zuerst müssen wir ein wenig weiter ausholen.

Das Urproblem des Menschen

Wir alle wurden unverhofft in diese Welt geworfen. Wir lernen mit den Jahren unseres Lebens mehr und mehr wie sie funktioniert und versuchen zugleich ihr den Grund ihres Seins abzuringen.

Und auch wenn auch so oft alles so relativ erscheint, so gibt es doch einen Bezugspunkt, der für uns alle absolut ist. Das ist der Tod.

Egal ob einer arm oder reich ist. Ob sein Leben eine großartige Erfolgsgeschichte ist oder eine Geschichte des Scheiterns. Der Tod ist die einzige Gewissheit, die wir in dieser Welt haben und er ist zugleich die eine Sache, die so furchteinflößend ist, wie keine Zweite.

Egal welche Werte eine Gesellschaft auch immer vertreten mag. Im Grunde suchen sie alle nach einer Antwort für dieses Problem. In ihrem Kern ist jede Gesellschaft der Versuch der Auseinandersetzung mit unserer Sterblichkeit.

Manche Gesellschaftsmodelle akzeptieren den Tod. Manche leugnen und verdrängen ihn. Und wieder andere empfangen ihn mit offenen Armen.

Doch sie alle ringen mit ihm.

Was wir im Westen Glauben

Wenn wir nun unsere Feinde verstehen wollen, so müssen wir zuerst einmal uns selbst verstehen.

Die Vergangenheit

In den letzten fünfzehnhundert Jahren gab es im Westen drei vorherrschende Ideen zur „Überwindung“ des Todes:

  • Das Christentum
  • Das Weiterleben in den eigenen Nachkommen
  • Unsterblichkeit durch den Erwerb von Ruhm
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Jesus Christus opfert sich am Kreuz

Das Christentum war für lange Zeit die vorherrschende und unangefochtene Religion des Westens. Und so glaubten die Menschen also, dass der Tod durch Jesus Christus für uns am Kreuz überwunden wurde und sie glaubten an das vom Christentum versprochene ewige Leben nach dem Tod.

Freilich würde es nur denen zuteil werden, die sich zumindest zu einem guten Teil an die Gebote der Bibel halten. Diese stellten so etwas wie einen verpflichtenden moralischen Grundkonsens dar, der zwar nicht immer eingehalten wurde, die Gesellschaften des Westens aber zumindest auf einer gemeinsamen Wertegrundlage zusammenhielt und all zu Schädliches und die Gesellschaft zersetzendes Verhalten tabuisierte.

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Weihnachtliches Familienfoto um das Jahr 1900

Zum anderen gab es die in der Kultur verankerte Idee, dass der Tod auch auf biologische Weise – also durch Fortpflanzung – überwunden werden kann. Zwar kann niemand ewig leben, doch zumindst in den eigenen Kindern ist so etwas wie ein Weiterleben möglich.

Hat man eine Familie und gelingt es einem, diese auch zusammen zu halten, so kann man viele Jahre später auf dem Sterbebett auf ein erfolgreiches Leben zurückblicken. Man hat etwas geschaffen, das einen überdauern wird und es gibt Menschen, die einem Nahe stehen und die einen betrauern werden. Außerdem kann man die im Leben geschaffenen materiellen Besitztümer an die eigenen Kinder weitergeben, hoffend, dass diese den Wohlstand der Familie mehren werden und zukünftige Generationen das Andenken an unser Leben und unsere Leistung einmal in Ehren halten werden.

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Christoph Kolumbus segelte mit den Schiffen Santa Maria, Pinta und Santa Clara nach Amerika

Zu guter Letzt bleibt zu erwähnen, dass man auch durch den Erwerb von Ruhm weiterleben kann. Eine der größten und ruhmreichsten Heldentaten der Weltgeschichte ist die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus und die Männer seiner Expedition. Kolumbus war überzeugt, dass die Erde eine Kugel ist. Auch wenn es sehr gute Anhaltspunkte dafür gab, so ist es doch ein Unterschied, ob man an etwas glaubt, oder ob man sein Leben darauf verwettet.

Genau das aber taten Kolumbus und seine Männer – und sie obsiegten. Auch wenn sie heute natürlich alle Tot sind, so wurden sie durch ihre Taten – anders als die meisten ihrer Zeitgenossen – zu einem Teil der Weltgeschichte.

Mit ihrer Entdeckung bewiesen sie, dass sie die Erde eine Kugel ist und sie läuteten zugleich eine neue Ära der Seefahrt ein. Ihr eigentliches Ziel war es, einen neuen und schnelleren Seeweg nach Indien zu finden. Tatsächlich aber fanden sie einen neuen Kontinent und legten so den Grundstein für ein Land, welches lange Zeit nach ihrem Ableben zur Führungsmacht der westliche Welt aufsteigen sollte.

Die Gegenwart

Das alles hat sich heute grundlegend geändert. Das Christentum ist förmlich kollabiert und die Kirchen begreifen sich mehrheitlich eher als spirituellen Arm des Zeitgeists (siehe z.B. Evangelischer Kirchentag), denn als Verkünder der Bibel  oder – Gott bewahre – gar einer absoluten Wahrheit.

Ganz ähnlich wie den Kirchen erging es auch der Familie. Grundlage jeder Gemeinschaft ist die Bereitschaft, seine eigenen Interessen im Zweifel den Interessen der Gemeinschaft unterzuordnen. Dies gilt natürlich ganz besonders für eine so enge Gemeinschaft wie die Familie.

Der von den 68ern propagierte radikale Individualismus stellt das Individuum über alles andere. Die Moral des Christentums wurde abgelöst durch eine Moral des „Anything goes“. Der oberste moralische Grundsatz ist, dass alles erlaubt ist, was niemand anderem schadet. Dabei werden, nicht ohne Grund, die Dinge übersehen, die niemandem individuell schaden, sondern der Gemeinschaft als ganzem. Statt die zu ehren, die sich selbst zurückhalten und ihre Triebe und Impulse einem höhren Ziel unterordnen feiern wir heute diejenigen, die sich hemmungslos ausleben und dabei ein Trümmerfeld in ihrem Leben und in unserer Gesellschaft hinterlassen.

Mit solchen moralischen Grundsätzen ist es kein Wunder, dass funktionierende Familien im Westen die Ausnahme sind und die dysfunktionale Familie und der Singlehaushalt mehr und mehr zum Normalfall werden.

Statt Ruhm suchen wir nach Ablenkung von unserem Leben. Und manche machen sich auch zum willigen Zahnrad im Getriebe einer Wirtschaftsmaschinere, die uns Ausspuckt, sobald wir nicht mehr funktionieren. Und das nur weil uns jemand einmal gesagt hat, dort könnten wir uns selbst verwirklichen.

Doch wie verhält es sich jetzt mit dem Tod? Für 1500 Jahre erinnerten Bilder und Kreuze die Menschen im Westen nicht nur an die Hinrichtung des Gründers ihrer Religion, sondern auch an die eigene Sterblichkeit. Diese ständige Erinnerung des Todes hat sich ins Gegenteil gekehrt.

Anstatt uns die eigene Vergänglichkeit vor Augen zu halten und sich mit ihr auseinander zu setzen fliehen wir vor ihr wo immer wir können. Unsere ganze Kultur ist darauf ausgerichtet, uns von der unbequemen Realität des eigenen Todes abzulenken.

Die Armut und andere Unbequemlichkeiten des Daseins konnten wir im Westen weitgehend abstreifen und wir haben uns eingerichtet in einem weitgehend sorgenfreine Leben. Mit dem Tod kann uns das naturgemäß nicht gelingen und er ist das letzte Hindernis zwischen uns und unserer Illusion einer perfekten Welt.

Doch wir haben eine andere Antwort auf ihn gefunden. Wir berauschen uns an teuren Urlaubsreisen, Computerspielen, Parties, Sex und allem, was das Leben sonst noch zu bieten hat. Wir pflegen einen Jugendkult, der jedem der es will ermöglicht, das eigene Altern auszublenden und so zu tun, als wäre die Biologie nur ein Mythos. Warum erwachsen werden, wenn man sich auch mit fortschreitendem Alter noch von anderen einreden lassen kann, wie jung man doch ist und dass man den größten Teil des Lebens noch vor sich hat? Warum sich der Realität stellen, wenn die Täuschung so viel reizvoller ist?

Doch nun trifft unsere behagliche kleine Welt auf einen radikalen Gegenentwurf.

Was die Islamisten Glauben

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Ein Islamist hat einen völlig gegensätzlichen Begriff vom Tod. Für ihn ist der Tod nichts wovor er wegläuft (oder zumindest nichst wovor er weglaufen will). Zwar fürchtet auch er sich mit Sicherheit vor dem Tod, doch für ihn ist der Tod die Erlösung von einem Leben, das nur ein Übergang ist zu seinem eigentlichen Leben im Paradies, welches er innigst herbeisehnt. Er ist nur auf dieser Welt um sich vor seinem Gott für sein wahres Leben als würdig zu erweisen. Die Angst vor dem Tod ist für ihn ein Zeichen mangelnden Glaubens und sie ist etwas das es zu überwinden gilt. Und je schneller er sie überwindet, desto besser.

Der Islamist glaubt, dass Gott zu den Juden und den Christen gesprochen und ihnen übermittelt hat, was er von ihnen erwartet. Er glaubt auch, dass Juden und Christen diese Nachricht verfälscht haben und dass die Bibel das Ergebnis dieser Verfälschung ist. Darum hat Gott seinem Glauben nach seinen Propheten Mohammed gesandt, der mit dem Koran die wahre und unabänderliche Botschaft Gottes auf der Erde verkündet hat. Wer seine Gebote befolgt, der kommt ins Paradies und wird ewig und mit allen weltlichen Freuden leben, wer sie nicht befolgt, kommt in die Hölle, wo er für alle Ewigkeit geqäult werden wird.

Deshalb glaubt er, dass jeder Mensch an seinen Gott und an den Koran glauben sollte und er verachtet alle, die es nicht tun oder die dem Koran nicht in seinem Sinne folge leisten.

Fazit

Wir sehen also, es ist nicht verwunderlich, dass viele von uns den islamischen Terror nicht verstehen können.

Der Westen versucht hier in diesem Leben ein Paradies zu schaffen. Er glaubt, wenn er den Tod nur lange genug aus seinem Bewusstsein verdrängt, wird sich das Problem schon irgendwie von selbst erledigen. Zudem ist er völlig davon überzeugt, dass dies die beste mögliche Lebensweise ist und dass jeder Mensch so leben will. Wer es nicht will, der weiß es nur noch nicht. Eine folgenschwere Fehlannahme.

Der Islamist nämlich braucht dieses irdische Paradies nicht und er verachtet es. Er glaubt dieses Leben ist nur eine Durchgangsstation an dessen Ende die Kämpfer des wahren Islam in das echte und ewige Paradies kommen. Er läuft vor dem Tod nicht davon, er läuft ihm entgegen.

Und schon wieder Terror in Deutschland

Gerade diskutieren die Medien noch über den Terrorangriff eines mit einem Messer bewaffneten Mannes aus den Vereinigten Arabischen Emiraten auf einen Hamburger Supermarkt vom Freitag, schon kommt es in der Nacht auf Sonntag in Konstanz zu einem weiteren Anschlag.

Ein irakischer Kurde schießt in einer Diskothek mit einem M16 Sturmgewehr um sich. Es gibt einen Toten und mehrere Verletzte. Der Täter stirbt ebenfalls, er wird von der Polizei erschossen.

M16

Das amerikanische Sturmgewehr M16

Nun wird man natürlich sagen, dass in Konstanz war ja gar kein Terroranschlag, denn wie die Medien mittlerweile wissen, hat der 34-jährige Kurde aufgrund eines Familienstreits sein M16-Sturmgewehr geholt, den Türsteher erschossen und in der Disko seines Schwiegervaters rumgeballert. Und wie die Medien (wohl nicht ohne Grund) sehr früh berichteten, kam er nicht mit der aktuellen illegalen Einwanderungswelle (fälschlich auch als „Flüchtlingswelle“ bezeichnet) nach Deutschland, sondern wanderte schon 1991 (vermutlich in Folge des Zweiten Golfkriegs und vermutlich auch über das Asylrecht) nach Deutschland ein.

Und es gibt auch Anhaltspunkte dafür, dass der Täter von Hamburg psychische Probleme hatte, als er in diesem Hamburger Edeka-Markt ein Messer aus dem Regal nahm und damit unter Allahu-Akbar-Rufen jeden Angriff, dem er habhaft werden konnte.

Aber spielt das wirklich eine Rolle? Wenn jemand Allahu Akbar ruft und versucht mich mit einem Messer abzustechen, soll ich ihn dann Fragen, ob er direkt vom Islamischen Staat beauftragt wurde, ob er das ganze als Freelancer betreibt, oder ob er einfach nur psychisch krank ist?

Wenn sich einer in der Waffenfachhandlung „Hinterm Bahnhof“ illegal ein Sturmgewehr besorgt und damit in einer Disko oder sonstwo rumballert, soll man sich dann beruhigt fühlen, weil er glücklicherweise nur ein Problem mit seinem Schwiegervater hatte und doch nicht – wie zuerst vermutet – möglichst viele Ungläubige abschlachten wollte?

Fakt ist, Deutschland und große Teile Westeuropas haben sich in den letzten Jahrzehnten durch eine völlig idiotische Einwanderungspolitik zu einer Art riesigem zweiten Balkan entwickelt. Und diese Entwicklung ist erst an ihrem Anfang.

Interessanterweise war der Täter von Hamburg ausreisepflichtig und der Täter von Konstanz war aufgrund diverser Delikte polizeibekannt. Beide sind offensichtlich nicht abgeschoben werden. Aber das kennt man ja schon: Failed State Germany!

Der Löwe von London Bridge

Auf ihrer Terror Tour am letzten Samstag drangen die drei London Bridge Terroristen auch in das Restaurant Black & Blue ein. Dort versuchten sie mit Macheten so viele Menschen wie möglich zu töten. Zur selben Zeit hielt sich dort auch Roy Larner (47), ein Fan des britischen Fußballklubs FC Millwall, auf.

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Roy Larner

Anstatt weg zu laufen begrüßte er die „Islam, Islam!“ und „This is for Allah!“ brüllenden Angreifer mit seinem ganz eigenen Schlachtruf:

Fuck you, I’m Millwall!

Anschließend stürzte er sich, nur mit seinen Fäusten bewaffnet, auf die Angreifer. Er musste 8 Stichwunden einstecken und verlor den Kampf. Allerdings überlebte er und durch sein mutiges Eingreifen verschaffte er den anderen Gästen mehr Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Angreifer wurden kurz darauf von der Polizei erschossen.

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Roy Larner ist auf dem Weg der Besserung und bekam von seinen Kumpels bereits einen wertvollen Tipp, wie er einen Krankenhausaufenthalt beim nächsten Terroranschlag vermeiden kann.

Die britischen Medien feiern Roy Larner derweil als den Lion of London Bridge.

Das ist eine tolle Story und Roy ist ein ganz großes Vorbild an Zivilcourage. Genau solche Geschichten brauchen wir heute in einer Zeit, in der alles im Chaos versinkt und unsere Gesellschaften scheinbar immer mehr an Bindungskraft verlieren.

Was mich wundert: Warum hab ich davon nicht aus der Mainstream Presse, sondern über alternative Medien erfahren? Ist mir das nur entgangen oder wurde die Story außerhalb Großbritanniens nicht so an die große Glocke gehängt?

Allgemein lässt sich feststellen, dass Heldenverehrung ein wenig aus der Mode gekommen ist. Alles wird heute bis ins Kleinste hinterfragt, seziert und relativiert. Da bleibt für Heldengeschichten einfach nicht mehr viel Platz.

Manchmal könnte man meinen, jemand will unbedingt vermeiden, dass Terroranschläge zu stark personalisiert werden. Aber das ist natürlich reine Spekulation.

Wir, die wehrlosen Europäer

Als Reaktion auf den Terroranschlag vom Samstag mit 8 Toten und 48 Verletzten hat die britische Polizei nun einen neuen Ratschlag für Bürger, die das Pech haben, sich unverhofft und überraschend inmitten eines Terrorangriffs wiederzufinden: Run, Hide, Tell

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Verhaltensregeln der britischen Polizei bei Terrorangriffen

Auf gut Deutsch:

Renne weg, versteck dich, erzähle es der Polizei

Es wäre witzig, wenn es nicht so traurig wäre. So redet man mit Kindern. Genauso gut kann man sagen:

Wenn etwas böses passiert, renne weg, vertseck dich und erzähle es einem Erwachsenen

Als Großbritannien 1940 unter einem Premierminister mit eigener Militärerfahrung in den Zweiten Weltkrieg zog, war Run, Hide, Tell noch kein Thema (nachgespielte Szene):

Stühle und Flaschen

Wie der Spiegel berichtet, versuchten die Attentäter von London Menschen in einem Cafe mit Messern zu erstechen, teilweise gelang es den Opfern aber, sich erfolgreich zu wehren, indem sie die Angreifer mit Stühlen und Flaschen bewarfen:

London-Anschlag: Cafe-Besucher attackierten Terroristen mit Stuehlen

Viele Jahrzehnte lang lebten wir in sicheren Verhältnissen. Öffentliche Sicherheit wurde weitgehend zur Selbstverständlichkeit und wie die Erinnerung an den Krieg verblasste, so schienen zukünftige Kriege in Europa zunehmend undenkbar. Mit den Jahren schien ein Rückfall hinter diese Errungeschaften, die wir nicht zuletzt unserer fortschreitenden „kulturellen Entwicklung“ zuschrieben, immer unwahrscheinlicher, ja mit der Zeit sogar unmöglich. Manche ließen sich sogar dazu hinreißen, von einem „Ende der Geschichte“ zu fabulieren.

In diesem Klima des sorgenlosen Lebens war es für uns kein großes Problem, mehr und mehr Verantwortung für unsere finanzielle und physische Sicherheit an den Staat abzutreten. Der Sozialstaat übernahm viele Aufgaben der Familie. Wir stimmten immer schärferen Waffengesetzen zu, versprach man uns doch absolute Sicherheit und gab uns das Gefühl, durch den Verzicht auf unsere Freiheiten zu moralisch besseren Menschen zu werden. Nicht lange dauerte es und auch die Wehrpflicht war für uns nur noch ein Anachronismus. Nichts weiter als ein Überbleibsel aus einer längst vergangenen Zeit und es war höchste Zeit, dieses Kapitel endlich zu beenden und sich dem ewigen Frieden zuzuwenden. Wir legten unser Schicksal in die Hände des Staates und gaben einen Teil unserer Freiheiten wie auch unserer Verantwortung ab.

Doch wir hatten uns getäuscht. Anstatt uns zu schützen hat der Staat eine Situation geschaffen, in der er uns gar nicht mehr schützen kann. Er hat Konflikte nach Europa geholt, die wir uns vor 20 Jahren niemals hätten vorstellen können und die man damals bestenfalls aus den Nachrichten aus Israel kannte. Nie hätte man geglaubt, dass so etwas einmal in Europa möglich sein würde.

Und jetzt stehen wir da. Man versucht uns in unseren eigenen Staaten zu ermorden. Und alles was wir haben um uns zu verteidigen sind Stühle und Flaschen.

Der Zweite Verfassungszusatz

Die Amerikaner (jedenfalls die, die sich nicht als „Liberals“ bezeichnen), haben dazu eine ganz andere Einstellung. Dem Staat stehen sie grundsätzlich eher misstrauisch gegenüber und Eigenverantwortung ist für sie keine politische Vokabel, sondern schlichtweg täglich gelebte Realität.

Auch für ihre Sicherheit sorgen sie notfalls selbst. Das ist auch gar kein Problem, kann doch jeder unbescholtene Bürger weitgehend problemlos eine Waffe erwerben.

Diejenigen, die mir jetzt gleich die „amerikanischen Zustände“ und das „laxe Waffengesetz“ um die Ohren hauen wollen, möchte ich nur dezent darauf hinweisen, dass die USA leider allgemein ein Gewaltproblem haben. In Europa gibt es mit der Schweiz, Österreich und Tschechien drei Länder mit sehr liberalen Waffengesetzen und die meisten wissen nichtmal davon, weil da einfach fast nichts passiert.

Außerdem sei angemerkt, dass die Amerikaner kein „laxes“ Waffengesetz haben. Die Amerikaner haben ein Waffengesetz von Verfassungsrang, nämlichen den zweiten Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika. Und anders als praktisch jedes andere Waffengesetz der Welt, schränkt dieses Gesetz nicht ein, welche Waffen ein Bürger besitzen darf. Es macht das genaue Gegenteil.

Es verbrieft das Recht der Amerikaner Waffen zu besitzen und sie im öffentlichen Raum zu führen und verbietet dem Staat, dieses Grundrecht einzuschränken.

In Amerika werden Rechte nicht durch die Gnade eines allmächtigen Staates verliehen. In Amerika besitzt der Bürger diese Rechte schon von Geburt an. Nicht der rechtschaffene Bürger muss gegängelt werden, sondern der potentiell gefährliche und von Natur aus zur Tyrannei neigende Staat.

Dies ist die vornehmste Aufgabe der US-Verfassung und eine sehr wichtige Rolle spielt hierbei der bereits erwähnte zweite Verfassungszusatz:

2ndAmendment

Die Interpretation dieser Zeilen ist strittig und vermutlich werden die Amerikaner noch in 100 Jahren darüber streiten. Die zwei wichtigsten Interpretationen sind wie folgt:

  1. Mit der „well regulated militia“ ist eine Miliz unter staatlicher Kontrolle bzw. das Militär gemeint, folglich geht es hier nicht um privaten Waffenbesitz, sondern um Leute, die dieser „militia“ angegliedert sind (Waffengegner)
  2. Die „well-regulated militia“ ist das Militär und zum Schutz vor Tyrannei folgt aus der Bewaffnung des Staates die Bewaffnung des Bürgers. Die Begriffe „right of the people“ und „shall not be infringed“ sind zudem unmissverständlich und ginge es hier nicht um ein Individualrecht, dann hätten die Verfassungsväter sicher nicht den Begriff „right of the people“ gewählt (Waffenbefürworter)

Es ist vermutlich keine Überraschung, dass der Autor dieser Zeilen ein Anhänger der zweiten hier genannten Auslegung ist. Glücklicherweise wird diese bürgerfreundliche Auslegung auch vom Supreme Court unterstützt.

Wann immer jemand etwas von „schärferen Waffengesetzen“ in den USA erzählt, will er eigentlich sagen, dass dieser Verfassungsartikel eingeschränkt, uminterpretiert oder abgeschafft werden soll.

Die Amerikaner sind weit wehrhafter als wir Europäer und ein Terrorist wird sich seine Vorgehensweise dort sehr viel genauer überlegen als in Europa, da er dort jederzeit mit der entschiedenen Gegenwehr seiner vermeintlichen Opfer rechnen muss.

So hat jeder rechtstreue US-Bürger nicht nur die Möglichkeit, sich und seine Familie zuhause mit der eigenen Waffe zu verteidigen, er kann sogar eine Trageerlaubnis erwerben. Diese erlaubt es ihm dann auch in der Öffentlichkeit eine Waffe zu tragen und sich und andere im Ernstfall zu schützen.

Zudem ist sehr bemerkenswert, dass Fälle von Selbstverteidigung in den USA sehr viel pragmatischer abgeurteilt werden als in Europa. In den USA darf derjenige, der sich mit Gewalt gegen den Angriff eines anderen verteidigt, auf die Sympathie des Richters hoffen. So wie das in einem Staat mit einem gesunden Rechtsempfinden eben sein sollte.

Zurück nach Europa

In Europa dagegen kann Selbstverteidigung schnell zu einer Opfer-Täter-Umkehr führen und das eigentliche Opfer muss plötzlich nicht nur penible Ermittlungen erdulden, sondern es muss sich auch rechtfertigen, weil es mit dem Angreifer nicht sanft genug umgegangen ist.

Dies ist mit ein Grund, warum man in Europa bei Gewalttaten im öffentlichen Raum nicht wirklich auf die Hilfe von Fremden hoffen kann. In Europa fürchtet man sich nicht nur vor dem Gewalttäter, man fürchtet sich genau so sehr vor dem Richter, der einen gefeierten Helden mit einem Federstreich zum Straftäter machen kann. Es ist nicht wirklich verwunderlich, dass solche Zustsände den Zusammenhalt in unseren Gesellschaften erodieren.

Passend zur in Europa vorherrschenden infantilen Nanny-Staaten-Mentalität hat die EU nach dem Massaker in Paris am 13. November 2015, bei dem Islamisten mit Sprengstoffgürteln und illegalen automatischen Waffen 130 Menschen niedermetzelten, eine weitere Verschärfung der bereits sehr strengen Waffengesetze ausgearbeitet und verabschiedet:

EU-Gunban ohne Änderungen genehmigt

Als ob eine weitere Einschränkung der Freiheit der Bürger Europas irgend jemanden mit bösen Absichten davon abhalten würde, in Badewannen improvisierte Sprengstoffe herzustellen und illegale Waffen über unsere offenen Grenzen zu schmuggeln.

Man hätte diese Tragödie zum Anlass nehmen können, um die Frage aufzuwerfen, ob der Staat seine Bürger noch schützen kann. Und man hätte sich fragen können, ob ein Staat, der das nicht kann, seinen Bürgern ihr Menschenrecht auf Selbstverteidigung noch länger verweigern darf.

Zum Glück denkt nicht ganz Europa so. In Tschechien werden angesichts der steigenden Bedrohung gewichtige Stimmen laut, die eine Bewaffnung des Bügers fordern und ihn nicht als potentiellen Feind, sondern als Verbündten sehen:

Czech Gov’t: Placing Weapons in the Hands of Citizens is Best Defense Against Terror

Veränderung ist unausweichlich

Eines scheint mehr als sicher: Irgendwas muss sich in Europa in nächster Zeit ändern. Die in immer kürzeren Abständen durchgeführten Terroranschläge sorgen für ein Klima der Angst und bauen zugleich einen Veränderungsdruck auf, dem sich kein politisches System für immer entziehen kann.

Uns stehen zwei Wege offen, und einer von beiden ist mehr als beängstigend.

Wir können entweder unser Vertrauen in uns selbst zurück gewinnen und einen Weg hin zu mehr Freiheit und Eigenverantwortung wählen.

Oder wir flüchten weiter vor jeder Verantwortung und wählen den Weg, den Theresa May vor kurzem angedeutet hat, als sie eine stärkere Überwachung des Internets und einen Ausbau des Sicherheitsapparats gefordert hat. Dieser Weg führt uns noch weiter als bisher und in einem gefährlichen Maß in die Abhängigkeit eines überfürsorglichen Staates.

Im schlimmsten Fall führt er uns am Ende in die Diktatur.