Wie die Linken die Welt nicht mehr verstehen

Eine Sache von großem Unterhaltungswert in diesen Tagen sind die Versuche linker Autoren und Denker, die sich rasant verändernde weltpolitische Lage zu verstehen. Selbst wenn sie, was gar nicht mal so selten ist, die richtigen Informationen und Erkenntnisse zur Hand haben, so ziehen sie aufgrund einer tief verwurzelten Denkweise, die die Welt so sehen möchte, wie sie sein sollte und nicht so, wie sie ist, doch am Ende immer wieder die falschen Schlüsse.

Ein sehr schönes Beispiel hierfür ist der Artikel Donaldisten aller Länder, vereinigt euch!, der vergangene Woche auf Spiegel Online erschienen ist.

Schon im Teaser offenbart der Autor seinen ideologischen Einschlag, der ihm die Sicht vernebelt, und der ihn im weiteren Verlauf des Artikels davon abhalten wird, zu einem tiefergehenden Verständnis der Situation zu gelangen, welches für unser aller Zukunft doch so wichtig ist:

„Die Welt ist keine globale Gemeinschaft, sondern eine Arena“, so hat es Donald Trump formuliert. Das letzte Mal, als die globalen Mächte so handelten, gab es zweimal Krieg.

Dieser böse Trump aber auch. Das letzte mal als die globalen Mächte so handelten folgten zwei Weltkriege. Dieser Satz ist zum einen Vorwurf, zum anderen spricht aus ihm aber auch die Überheblichkeit jener, die glauben aus der Geschichte gelernt zu haben.

Wären diese Leute aber tatsächlich so clever, wie sie zu sein glauben, dann würden sie erst einmal anfangen die richtigen Fragen stellen, ehe sie andere aus einem dumpfen Bauchgefühl heraus mit ihren moralgetränkten Vorwürfen überhäufen.

Da verändert sich in wenigen Jahren das Gefüge der Welt und diese Leute stellen nicht einmal die einfachsten Fragen.

Ist es wirklich zu viel verlangt sich angesichts dieser epochalen Veränderung die simple Frage zu stellen, was sich verändert hat? Ist es zu viel verlangt sich zu fragen, welche grundlegenden Veränderungen im Gange sind, die diesen großen Verwerfungen unserer Zeit zugrunde liegen?

Und wenn sie wirklich clever wären, dann würden sie sich sogar fragen, welches die Säulen waren, auf denen die vergehende Weltordnung errichtet worden ist.

In der Einleitung führt der Autor seinen Gedanken weiter aus:

Es waren harte Worte, sie klangen seltsam gestrig, und sie vermittelten einen Eindruck vom außenpolitischen Denken Donald Trumps. „Die Welt ist keine globale Gemeinschaft, sondern eine Arena“, teilte er mit. Eine Arena, in der harte Konkurrenz herrsche. Nationen, Unternehmen und andere Nichtregierungsakteure stünden dort im Wettbewerb, um Vorteile zu erringen. Dies sei die „elementare Natur der internationalen Beziehungen, und wir befürworten das“.

Wir lernen also, dass das Denken Donald Trumps „seltsam gestrig“ ist. Diese Behauptung erzählt uns mehr über den Autor dieses Artikels als über den US-Präsidenten. Er hängt offensichtlich der bei Linken sehr beliebten Idee von einem ständigen Fortschritt der Geschichte an, wobei dieser „Fortschritt“ in der Regel natürlich durch die sukzessive Übernahme linker Ideen gekennzeichnet ist. Selbst wenn man den Fehler macht, linke Ideen mit Fortschritt gleichzusetzen, so genügt noch immer selbst eine oberflächliche Betrachtung der Geschichte der letzten 2000 Jahre um zu erkennen, dass es hier keine gerade Linie zu erkennen gibt – ganz im Gegenteil.

Zudem macht der Autor den Fehler, diese Denkweise nur Donald Trump zuzuschreiben. Hinter Donald Trump alleine stehen knapp 63 Millionen Wähler. Und in der gesamten westlichen Welt wird man viele weitere Millionen von Menschen finden, die diese Denkweise teilen.

Und auch wenn sich die Chinesen aus pragmatischen und diplomatischen Gründen oftmals zurückhaltend zeigen, so ist es doch diese Denkweise, die ihre Politik schon seit Jahrzehnten prägt. Über Putins Russland muss man in diesem Zusammenhang wohl keine weiteren Worte verlieren.

Wer gerne Fragen stellt, der könnte sich jetzt natürlich fragen, was mögliche und tiefer liegende Gründe dafür sind, dass diese Strömung weltweit an Zustimmung gewinnt.

Stattdessen wird wieder die Geschichte bemüht:

Wer die Welt als Arena betrachtet, tut sich schwer, Bedrohungen für die globale Sicherheit abzuwenden. Dazu braucht es Institutionen, verbindliche Regeln, internationales Recht, Interessenausgleich. Dies ist eine zentrale Lehre aus der Geschichte: Internationale öffentliche Güter lassen sich nur durch dauerhafte internationale Zusammenarbeit schaffen. Wenn jeder nur versucht, für sich selbst das meiste herauszuholen, wird die Welt ein unsicherer Ort. Das Arena-Denken des 19. Jahrhunderts führte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den Weltkriegen und zum Zusammenbruch der weltwirtschaftlichen Integration.

Das wäre durchaus löblich, wenn man denn den Willen hätte, die Gründe für die damaligen Verwerfungen zu verstehen. Denn nur indem man die Gründe versteht, hat man überhaupt den Hauch einer Chance, zukünftige Katastrophen zu verhindern.

Stattdessen aber bleibt man an der Oberfläche. Man hält die Wirkung für ihre eigene Ursache und bemüht sich gar nicht mit dem Versuch, die Dinge wirklich zu ergründen.

Und selbst wenn man die Ursache direkt vor der Nase hat kann – oder will – man sie nicht als solche erkennen:

Als Reaktion auf dieses Desaster entstand nach 1945 eine internationale Ordnung, getragen von starken internationalen Institutionen: Uno, Weltbank, Währungsfonds, das Welthandelsabkommen Gatt und sein Nachfolger WTO, um nur die wichtigsten zu nennen. Im Laufe der Jahrzehnte schlossen sich immer mehr Länder solchen Institutionen an. Maßgeblich gestützt wurden sie von den USA – nicht aus Altruismus, sondern aus langfristigem Eigeninteresse.

Diese Organisationen wurden von den USA nicht nur gestützt. Sie waren Teil der von den USA geschaffenen Weltordnung. Die USA waren seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und vor allem nach dem Ende der Sowjetunion geopolitisch so dominant, dass sie ihre Verbündeten und zum Teil auch ihre Feinde über solche Organisationen an sich binden konnten.

Die enorme damalige Machtfülle und die praktische Unmöglichkeit eines Krieges zwischen den Supermächten aufgrund der Existenz der Atombombe machten die USA zum ersten Weltreich, das seine Macht zum überwiegenden Teil durch Soft Power ausübte.

Die vergehende Weltordnung war kein Akt der Vernunft, als den man sie natürlich propagandistisch wunderbar verkaufen kann. Sie war eine Institution des Machterhalts, so wie jede andere Weltordung vor ihr auch.

Und in den Grundzügen scheint der Autor die Problematik sogar irgendwie zu erkennen:

Jetzt ist diese Ordnung in Auflösung. Schuld daran ist nicht allein Donald Trump, aber er beschleunigt den Verfall.

Genau! Trump ist nicht der Auslöser. Er hat nur als erster erkannt, dass die Macht der USA schwindet. Dies bedeutet, dass sie nicht mehr über den Dingen schweben, sondern langsam aber sicher wieder in den offenen Wettbewerb mit allen anderen Großmächten der Welt eintreten. Deshalb hat Trump auch recht, wenn er sagt, dass die Welt eine Arena ist. Die Dominanz der USA geht zu Ende und die Welt kehrt zurück zu ihrer natürlichen Ordnung.

Die Herrschaft einer mehr oder weniger unangreifbaren Weltmacht ist die Ausnahme, nicht die Regel.

Es stimmt schon: Weltpolitik ist ein enorm schwieriges Geschäft geworden. Anders als nach dem Zweiten Weltkrieg gibt es keine Supermächte mehr, die ihre jeweiligen Einflusssphären, im Zweifel mit Gewalt, stabilisieren konnten. Heute ist Macht auf dem Globus viel weniger konzentriert als damals; große Staaten wie China sind zu schlagkräftigen Akteuren aufgestiegen.

In den 90ern sehnten viele eine „multipolare Welt“ herbei. Hier habt ihr sie. Doch seid gewarnt, sie ist sehr wahrscheinlich nicht das, was ihr euch erhofft habt.

Und jetzt kommt ein Satz wie eine zugespitzte Szene in einem Actionfilm:

Selbst wenn sie wollten, die USA allein können gar nicht mehr als globale Ordnungsmacht auftreten.

Um Haaresbreite ist unser Held nicht an einem klaffenden Abgrund, dafür aber an einer Erkenntnis vorbeigeschrammt.

Genau. Die alte Weltordnung basierte auf der Macht der USA. Heute konkurrieren Russland und China mit den USA mehr oder weniger offen um eigene Einflussbereiche.

Wenn der Autor uns dann seine Lösung für die Misere präsentiert, zeigt er, dass er einfach nicht loslassen kann:

Erstens sollten die wichtigsten Staaten der Erde gemeinsam internationale Regelwerke und Institutionen etablieren. Sie sollten die Nachkriegsordnung weiterentwickeln und sie an die heutigen Bedürfnisse anpassen. Wenigstens auf den wichtigsten Politikfeldern würden sie somit als „globale Gemeinschaft“ agieren.

Und auch wenn an diesem Lösungsvorschlag nicht alles falsch ist, so zeigt sich auch hier wieder diese idealistisch verklärte Weltsicht. Es gibt keine „globale Gemeinschaft“ und außerhalb des linken Weltbilds hat es diese auch nie gegeben.

Und so wie ein Rechtsstaat nur deshalb funktioniert, weil es mit dem Staat eine Ordnungsmacht gibt, die die Gesetze notfalls mit Gewalt durchsetzt, so hat die sich gerade vor unseren Augen auflösende Ordnung nur deshalb funktioniert, weil es eine entsprechende Ordnungsmacht gegeben hat.

Die Realität heute aber ist eine andere.

Russland will geopolitischen Einfluss zurück gewinnen. China will zur Weltmacht aufsteigen, was es nicht zuletzt durch ein sehr ambitioniertes Programm zum Bau moderner Flugzeugträger deutlich macht.

Derweil befinden sich die USA in einer Art Schwebezustand. Sie sind viel zu mächtig, als dass man sie einfach abschreiben könnte. Allerdings wird den Amerikanern langsam bewusst, dass ihre besten Zeiten bereits hinter ihnen liegen könnten. Die Wahl Donald Trumps kann man in sofern als eine Panikreaktion deuten. Nicht umsonst wählte Trump für seine Kampagne den Slogan „Make America Great Again!“ und obwohl dieser Slogan mehr als 30 Jahre zuvor bereits von Ronald Reagan verwendet wurde, hat er auch in unserer Zeit unbestreitbar einen Nerv getroffen.

Wenn wir Pech haben, dann könnte uns die eigentliche Panikreaktion auf den Niedergang der USA als Weltmacht aber auch noch bevor stehen.

Die Herausforderung für die Zukunft besteht jedenfalls darin, die Interessen eines wirtschaftlich schwachen aber nach geopolitischer Bedeutung dürstenden Russlands, eines vor Kraft strotzenden Chinas und eines zutiefst verunsicherten Amerikas unter einen Hut zu bekommen.

Ein bloßes Festhalten an einer rasch vergehenden Ordnung und ihrer Institutionen wird uns dabei aber genauso wenig weiter bringen wie die falsche Deutung der Vergangenheit.

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Trumps Ansprache zur Lage der Nation

Donald Trump hat vor dem US-Kongress seine erste Rede zur Lage der Nation gehalten.

Die Rede ist sehr sehenswert, auch wenn sie mit einer Länge von einer Stunde und 20 Minuten nichts ist, was man mal nebenbei anschaut.

Besonders auffällig ist mal wieder, wie krampfhaft die deutschen Medien es vermeidet wahrheitsgemäß vom Inhalt dieser Rede zu berichten. Trump spricht die wichtigen Themen unserer Zeit an. Er spricht über illegale Einwanderung und wie sie den armen Amerikanern schadet, er spricht über durch illegale Einwanderer gewaltsam zu Tode gekommene Amerikaner, er spricht über die Notwendigkeit, die Mittelschicht und besonders Familien steuerlich zu entlasten, er prangert Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea an und am allerwichtigsten: Er ermahnt sich selbst und seine Politikerkollegen immer wieder, dass ihre einzige Aufgabe darin besteht, denen zu dienen, die sie gewählt haben.

In der deutschen Presse bekommt man von alledem nicht viel mit. Ich habe beim Lesen von Berichten in der Mainstreampresse oft den Eindruck, da sitzen in den Redaktionen die Redakteure und dann kommt der Chef vorbei und sagt:

Hier ist die neue Rede von Trump. Finde irgendwas, was ihn schlecht aussehen lässt. Notfalls ziehst du was an den Haaren herbei. Jedenfalls konzentrierst du dich in deinem Bericht darauf und gibst auf keinen Fall Aussagen wieder, die die Deutschen gegen ihre Regierung aufmüpfig machen könnten.

Nichts gegen Kritik, das ist eine wichtige Aufgabe der Presse. Aber wenn man Kernaussagen aus den Reden des mächtigsten Mannes der Welt nicht wiedergibt und durch billige Ablenkungstaktiken sogar aktiv verschweigt, dann hat das mit seriöser Pressearbeit nichts mehr zu tun.

Aber am besten macht man sich ohnehin selbst ein Bild:

Für alle, die die Rede lieber lesen möchten, gibt es auf dem Blog von Dushan Wegner eine deutsche Übersetzung in Textform.

Regierungschefs sollten zuerst ihrem eigenen Land dienen

Eine der Kernaussagen von Trumps Rede in Davos war die Feststellung, dass auch die Vertreter anderer Staaten zuerst ihrem eigenen Land dienen sollten.

Leider sieht es so aus, als würde das in der öffentlichen Diskussion untergehen. Also hab ich mal das Grafikprogramm angeworfen:

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America First bedeutet nicht, dass es keine Kooperation zwischen Staaten mehr gibt oder Amerika dein Land morgen zu einer Kolonie macht. America First bedeutet, dass die US-Regierung ihr eigenes Land nicht mehr ständig den Interessen anderer Staaten unterordnet.

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Trump liest der EU-Elite in Davos die Leviten

Trump hat gestern vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos gesprochen. Hier die vollständige Rede:

Wer die Rede lieber lesen möchte, für den gibt es auch ein Transkript.

Zusammenfassung

Trump lobt vor dem Weltwirtschaftsforum seine bisherige Politik, die zu Rekordkursen an der Börse und Rekordbeschäftigung in den USA geführt hat. Er macht unmissverständlich klar, dass er der Präsident der Vereinigten Staaten ist und die Interessen seines Landes für ihn immer an erster Stelle stehen werden.

Die USA gehen davon aus, dass die Vertreter anderer Staaten ihre eigenen Länder ebenfalls an die erste Stelle setzen und diesen gegenüber loyal sind. Dies ist eine klare Absage gegen die Aufforderungen zu einem auf Selbstaufgabe errichteten Multilateralismus, wie man sie in Davos von europäischen Staatenlenkern wie Angela Merkel hören konnte.

Gleichzeitig reicht Trump der Welt die Hand zur Kooperation in der Annahme, dass alle Anwesenden für ihre Länder das beste wollen.

Zudem lässt er es sich nicht nehmen Werbung für den Standort USA zu machen, der nach seiner Meinung aufgrund der Steuerreform und sonstiger Deregulierungen der Trump-Administration der beste Wirtschaftsstandort der Welt ist. Laut Donald Trump gab es nie einen besseren Zeitpunkt, um in den USA zu investieren.

 

Die Highlights

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USA: So much Winning

Donald Trump ist ja nun nicht gerade für seine Zurückhaltung bekannt. Das trifft ganz besonders dann zu, wenn es um seine eigenen Qualitäten geht.

So verkündete er im Wahlkampf beispielsweise eine wahre Siegesserie, die für die USA im Falle seines Wahlsiegs Wirklichkeit würde:

Was soll man sagen?

Bescheidenheit ist nun wirklich nicht seine Zier, doch er hat nicht gelogen.

Wie selbst der Spiegel zwischen all den Spekulationen über Trumps Geisteszustand, seine Intelligenz und seine Befähigung zum Amt des Präsidenten zugeben muss, hat seine Steuerreform Apple jetzt dazu bewogen, einen großen Teil der bisher im Ausland gehorteten Bargeldreserven in die USA zurück zu holen und dort zu versteuern.

Summa summarum macht das eine Steuerzahlung von gigantischen 38 Milliarden Dollar. Zudem will der Konzern in den USA 20.000 neue Jobs schaffen.

Der Spiegel zitiert Apple-Chef Tim Cook sogar mit den Worten:

„Apple ist eine Erfolgsgeschichte, die nur in Amerika hätte passieren können. Wir sind stolz, unsere Story fortzusetzen und gleichzeitig die amerikanische Wirtschaft zu unterstützen“

Das ist faszinierend. Apple ist eine der linksliberalsten Firmen in ganz Amerika. Und es ist kein Geheimnis, dass Tim Cook alles andere als ein Trump-Anhänger ist. Und jetzt solche Aussagen von Tim Cook.

Aber so sind die Firmen halt. Hält man ihnen ein Stöckchen hin, dann springen sie drüber. Und Trumps Steuerreform muss wohl ein sehr verlockendes Stöckchen sein.

Sozialisten machen Gesetze, die Unternehmen förmlich dazu zwingen, möglichst viele Werte ins Ausland zu verschieben. Anschließend schimpfen sie über die asozialen Unternehmen und inszenieren sich selbst als die Hüter der Moral, während sie jeden Monat fleißig ihre Diäten einstecken.

Ein Unternehmer aber entscheidet nicht nach Moral (mit der sozialistische Politiker oft erfolgreich Wahlen gewinnen), sondern er trifft die Entscheidung, die unternehmerisch am sinnvollsten ist. Trump ist nicht nur Präsident, er ist selbst Unternehmer. Und er weiß wie das Steuersystem gestaltet sein muss, damit Unternehmen gar nicht anders können, als in seinem Land zu investieren.

Anstatt Unternehmen mit Fantasiesteuern zu belegen, die diese ohnehin niemals zahlen werden, weil sie zu zahlen eine vom unternehmerischen Standpunkt absurde Entscheidung wäre, belegt Trump sie mit einem niedrigeren Steuersatz, der dafür tatsächlich gezahlt wird. Aus 0 Dollar werden so 38 Milliarden Dollar.

That’s how winning is done.

Hat Bannon wirklich den Verstand verloren?

Wer die Medienberichte der letzten Tage verfolgt hat, der kann über Steve Bannon nur den Kopf schütteln. Innerhalb einer Woche hat er so ziemlich jede Brücke niedergebrannt, die in seiner Reichweite war.

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Steve Bannon

Durch die Mitarbeit an dem umstrittenen Enthüllungsbuch Fire and Fury, welches Trump als unfähigen Idioten hinstellt, provozierte Bannon nach dem Verlust seines Jobs als Chefstratege des Weißen Hauses im August 2017 nun den endgültigen Bruch mit Trump.

Kurz darauf verlor er die Unterstützung der einflussreichen konservativen Milliardärin Rebekah Mercer.

Dies ist auch eine Gefahr für die von Bannon vor und nach seinem Job im Weißen Haus geleitete Nachrichtenseite Breitbart News. Nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten attackierten linke Gruppen das Geschäftsmodell von Breitbart News, indem sie Firmen dazu brachten, ihre über Werbenetzwerke gebuchte Werbung auf Breitbart zu blocken. War Breitbart News zuvor ein Aushängeschild für selbst finanzierte alternative Medien, so ist die Seite seitdem vom Geld der Familie Mercer abhängig.

Und jetzt hat Bannon auch noch seinen Job als Chef von Breitbart News verloren.

Aber warum dieser Angriff auf Trumps Präsidentschaft? Ich fand es immer gut und richtig, dass Breitbart unter Bannon Trumps Präsidentschaft kritisch begleitet hat. Immerhin kann man nicht ausschließen, dass gewisse Berater im Weißen Haus die Oberhand gewinnen und Trump irgendwann auf den Kurs der Demokraten einschwenkt. Das ist schließlich genau das Verhalten, das wir seit mehr als 20 Jahren bei angeblich „konservativen“ Politikern im gesamten Westen beobachten. Und auch gerade liefert Trump Anlass zur Kritik. So sieht es derzeit aus, als könnte er eine Amnestie für einen Teil der illegalen Einwanderer in den USA als Gegenleistung für den Bau der Grenzmauer zu Mexiko akzeptieren. Auch auf Twitter hat er diesbezüglich schon Andeutungen gemacht.

Das sollte man kritisch begleiten und da kann man auch mal sehr deutlich werden. Aber ein direkter Angriff auf Trumps Präsidentschaft und Äußerungen, die für ihn gefährlich werden könnten wie eine Aussage zu einem angeblichen Treffen von Donald Trump Jr. mit einer russischen Anwältin, in dem diesem Verrat vorgeworfen wird und von der sich Bannon mittlerweile wieder distanziert hat? Man hat den Eindruck Bannon weiß nicht was er tut.

Auch wenn man wachsam bleiben muss, Trump hat bisher nicht enttäuscht. Die Implementierung seiner America First Politik, die Steuerreform, die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels, sein Kampf für das Einreiseverbot. Trump ist seit fast einem Jahr Präsident und bisher kann man nun wirklich nicht behaupten, dass er vor dem Establishment einknicken würde. Trump verändert Amerika und er hat das Potential die Dominanz linker Ideen zu brechen wie kein Zweiter.

Man sollte den Mann unterstützen und sich zugleich eine gewisse kritische Distanz wahren.

Was Bannon da macht?

Man muss es nicht verstehen.

Trump bricht endgültig mit Bannon

Das ist wohl endgültig. Donald Trump hat sich heute sehr explizit zu Steve Bannon geäußert:

Steve Bannon has nothing to do with me or my Presidency. When he was fired, he not only lost his job, he lost his mind. Steve was a staffer who worked for me after I had already won the nomination by defeating seventeen candidates, often described as the most talented field ever assembled in the Republican party.

Now that he is on his own, Steve is learning that winning isn’t as easy as I make it look. Steve had very little to do with our historic victory, which was delivered by the forgotten men and women of this country. Yet Steve had everything to do with the loss of a Senate seat in Alabama held for more than thirty years by Republicans. Steve doesn’t represent my base—he’s only in it for himself.

Steve pretends to be at war with the media, which he calls the opposition party, yet he spent his time at the White House leaking false information to the media to make himself seem far more important than he was. It is the only thing he does well. Steve was rarely in a one-on-one meeting with me and only pretends to have had influence to fool a few people with no access and no clue, whom he helped write phony books.

We have many great Republican members of Congress and candidates who are very supportive of the Make America Great Again agenda. Like me, they love the United States of America and are helping to finally take our country back and build it up, rather than simply seeking to burn it all down.

Trump behauptet, Steve Bannon hätte nachdem er seinen Job im Weißen Haus verloren hat, zugleich seinen Verstand verloren. Außerdem spielt er Bannons Rolle im US-Präsidentschaftswahlkampf und in seiner Regierung herunter.

Dabei würde ich wetten, dass Bannon mindestens zwei wichtige Reden von Trump verfasst hat. Trumps Antrittsrede wie auch seine Rede in Warschau klingen 100% nach Bannon. Zudem war der Einfluss Bannons auf Trump in der Anfangszeit seiner Regierung unverkennbar.

Das ist wohl eine persönliche Sache zwischen den beiden. Was genau vorgefallen ist, werden wir höchstwahrscheinlich nie erfahren.

Bannon musste das Weiße Haus Mitte August verlassen. Er hatte bei den internen Machtkämpfen in der Regierung Trump den Kürzeren gezogen. Anschließend versuchte er von außen und vor allem mithilfe seiner Position als Chef der Nachrichtenseite Breitbart auf die Regierung Trump Einfluss zu nehmen. Zuletzt scheiterte er bei dem Versuch, den ultrakonservativen Kandidaten Roy Moore bei einer Nachwahl zum Senator von Alabama zu machen. Zwar gelang es ihm, Moore gegen den Willen der Führung der Republikanischen Partei als Kandidaten durchzusetzen, doch unterlag dieser in der Wahl überraschend gegen den Demokraten Doug Jones.

Trump wird ihm das sicher übel nehmen, hat er doch seitdem im Senat nur noch eine Mehrheit von einer statt zuvor zwei Stimmen. Doch vermutlich ist das nicht der alleinige Grund für das Zerwürfnis.

Ich fand es immer sehr beruhigend, dass Bannon Einfluss auf Trump ausgeübt und diesen so an seine Wahlversprechen erinnert hat. Allerdings hat er das in den letzten Monaten auch ganz gut ohne Bannon hin bekommen.

Die Achse Trump-Bannon ist jetzt jedenfalls definitiv Geschichte.

Trump und die Rückkehr des Gestaltungsanspruchs

Trump ist anders als die meisten anderen Politiker. Diese Aussage gilt in den USA genauso wie in Europa.

Donald und Melania Trump

Aber was unterscheidet ihn am meisten von seiner politischen Konkurrenz?

Ist es sein Reichtum? Seine bewegte Lebensgeschichte aus Erfolgen und Niederlagen, aus denen er sich immer wieder zurück gekämpft hat? Sein übergroßes Ego? Seine völlige Respektlosigkeit gegenüber den Gepflogenheiten der etablierten Politik?

Nichts von alledem!

Der wichtigste Unterschied zwischen Trump und allen linken wie auch den meisten konservativen Politikern unserer Zeit ist ein ganz anderer. Und er ist fundamental.

Der entscheidende Unterschied

Seit Jahrzehnten erzählen Politiker uns von all den großen Veränderungen, die über uns kommen werden, ob wir es nun wollen oder nicht. Und sie bieten sich an als die Verwalter dieser Veränderungen.

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Beendet Trump die Ära der Gratis-Pornos?

Die Trump-Regierung ist ja gerade dabei die Netzneutralität abzuschaffen. Netzneutralität bedeutet, dass Traffic immer gleich schnell weitergeleitet werden muss, egal woher er kommt.

Das heißt, wenn man bei T-Online einen Internetanschluss hat, dann muss T-Online die Videos von YouTube genauso schnell zum Benutzer transportieren wie die Videos von einem T-Online eigenen Video-Dienst oder von einem noch völlig unbekannten Startup aus San Francisco.

T-Online kann nicht her gehen und von YouTube Geld verlangen, damit ihre Videos genauso schnell ausgeliefert werden wie die von T-Online selbst.

Das Prinzip der Netzneutralität galt seit den Anfangstagen des Internets. Es sorgte dafür, dass auch ein Startup mit nur 20.000 Dollar Kapital denselben Marktzugang hatte wie ein Großkonzern. Viele Innovationen hätten ohne die Netzneutralität wohl weit länger gedauert.

Von daher ist die Abschaffung der Netzneutralität einer der wenigen Punkte in Trumps Agenda, die ich sehr kritisch sehe.

Aber dann lese ich, PornHub sorgt sich um die Zukunft der Gratis-Pornos im Internet. Angeblich muss PornHub bei einem Ende der Netzneutralität um seine Existenz fürchten. Die Seite gehört mit 64 Millionen Seitenaufrufen am Tag zu den größten Pornoseiten der Welt.

Und ich hab immer noch Bauchschmerzen bei dem Gedanken an das Ende der Netzneutralität. Aber könnte es sein, dass ein Ende der Netzneutralität auch positive Effekte haben könnte?

Diese Pornoseiten generieren einen immensen Traffic und sie belasten die Infrastruktur des Internets wie wenige andere Dienste. Dank der Netzneutralität zahlen die Anbieter für die erbrachte Leistung aber keinen einzigen Cent.

Zugleich ist Pornographie eine regelrechte Epidemie – mit weitreichenden negativen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Millionen Männer im Westen holen sich regelmäßig auf Pornos einen runter. Nicht wenige sind süchtig nach Pornographie. Mittlerweile gibt es mit NoFap sogar eine Selbsthilfegruppe von Männern, die auf die negativen Folgen des exzessiven Pornokonsums aufmerksam macht und die betroffenen Männern dabei hilft, die Kontrolle über sich selbst und das eigene Leben zurückzugewinnen.

Meiner Meinung nach ist diese Pornoepidemie mit einer der Gründe dafür, dass wir Männer in den letzten 20 Jahren so verweichlicht sind. Pornographie beraubt uns einem großen Teil unserer männlichen Energie und sediert uns geradezu.

Katastrophale politische Fehlentwicklungen im Westen, wie der völlig außer Kontrolle geratene Feminismus (der derzeit im Matriarchat zu münden scheint) und die Masseneinwanderung aus der Dritten Welt wären ohne eine größtenteils sedierte männliche Bevölkerung so nicht vorstellbar.

Sollten Trumps Ideen zur Netzpolitik zum Ende der Gratis-Porno-Schwemme führen, es wäre sicher kein Verlust.

Israel und die Feigheit der Deutschen

Seit Trump Jerusalem – das defakto seit 1950 die Hauptstadt Israels ist – offiziell als solche anerkannt hat, geht es heiß her in Deutschland.

israel

Auf den Straßen demonstrieren Moslems gegen Israel und verbrennen dabei israelische Flaggen oder machen durch fragwürdige Äußerungen von sich reden. Die deutsche Polizei steht derweil hilflos daneben und weiß nicht was sie tun soll.

Äußerungen und Handlungen, die in Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zurecht geächtet sind, erfolgen scheinbar folgenlos und direkt unter den Augen der Staatsgewalt. Ja selbst die Facebook-Administratoren der Bundesregierung haben Mühe, dort gepostete antisemitische und teilweise strafbare Kommentare zeitnah zu löschen.

Wie abzusehen war tobt in den Medien und in den Sozialen Netzwerken eine Diskussion um den Antisemitismus arabischer Einwanderer und die Schwäche des deutschen Staates.

Doch muss einen dies alles wirklich überraschen?

Der Gazakonflikt von 2014 lässt grüßen

Wer die Nachrichten schon länger aufmerksam verfolgt, für den kommt das alles nicht sonderlich überraschend. Ganz im Gegenteil.

Im Jahr 2014 beschossen die Hamas und andere palästinensische Terrororganisationen Israel aus dem Gazastreifen heraus wochenlang mit Raketen.

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