Antonio Amadeu Stiftung versucht David Berger in die Knie zu zwingen

David Berger hat gestern einen Hilferuf gestartet. Die berüchtigte linksradikale Antonio Amadeu Stiftung versucht ihn mithilfe von gegenstandslosen Unterlassungsklagen in den finanziellen Ruin zu treiben und ihn so zur Schließung seines bekannten Blogs Philosophia Perennis (PP) zu bewegen.

David Berger

David Berger

Durch einen neuerlichen Rechtsstreit sieht David sein Blog in der Existenz bedroht. Er schreibt dazu:

Damit wird Philosophia Perennis für mich erneut zur großen finanziellen Belastung. Und mir bleibt kein anderer Weg, als meine Leser darum zu bitten, das Fortleben des Blogs durch eine großherzige Spende sicher zustellen.

Ich habe David Bergers Arbeit immer sehr bewundert. Der Mann liefert einen beeindruckenden Output an Artikeln und das schon seit über einem Jahr und alles auf ehrenamtlicher Basis. Und das obwohl er dafür auch öfters mit teuren Rechtsstreitigkeiten konfrontiert war.

Da kann man gerne mal nach seinen eigenen finanziellen Möglichkeiten etwas Spenden:

Kontodaten:

IBAN: DE04 3002 0900 0803 6812 81
BIC: CMCIDEDD
Kontoinhaber: David Berger
TARGOBANK – Stichwort: Spende PP

In den Kommentaren bei PP schlägt jemand vor, einen Hilfssfonds für Alternative Medien einzurichten. Das halte ich für eine sehr gute Idee. Eventuell könnte man das als eine Art Anti-GEZ für Alternative Medien bewerben, wie ich das einmal vorgeschlagen habe. Aber das müssen dann Blogs machen, die mehr Traffic haben als meine bescheidene Internetpräsenz hier.

Und da David mittlerweile sehr interessante Traffic-Zahlen vorzuweisen hat, wäre es vielleicht auch eine Möglichkeit über Monetarisierung nachzudenken. Auch wenn sich für eine Seite mit diesem Themenspektrum leider schwer Werbepartner finden lassen.

PI News kann hier eventuell eine Inspiration sein: Werben auf PI

Und vielleicht findet sich auch ein Experte für Onlinemonetarisierung, der hier noch ein paar gute Tipps anzubieten hat.

Es ist aufgrund des politischen Klimas leider sehr schwer, mit Alternativen Medien Geld zu verdienen. Allerdings sehe ich nichts Anrüchiges daran, wenn es funktionieren sollte. Ganz im Gegenteil. Wenn Alternative Medien eine Zukunft haben sollen, dann muss es gelingen, damit Geld zu verdienen. Ob über Spenden, freiwillige Abos, Werbung oder was auch immer.

Also besser mal ein Zeitschriftenabo kündigen und dafür das Geld regelmäßig einem geschätzten Alternativmedium zukommen lassen.

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Der Honigmann ist zurück

Wie mir ein Leser heute mitgeteilt hat ist das Blog des Honigmanns unter der Adresse

http://derhonigmannsagt.org/

wieder online.

honigmann-zurück

Das neue Honigmann-Blog unter http://derhonigmannsagt.org/

Schön zu sehen, dass diese Zensuraktion bei WordPress.com letztlich ins Leere gelaufen ist.

Außerdem lernen wir daraus, dass es gut ist, sich schon mal einen Plan B zurecht zu legen für den Fall, dass das eigene WordPress.com-Blog eines Tages ebenfalls gesperrt wird.

Also zumindest mal einen Hoster in Übersee herauskramen, der dedizierte Server und anonymen DNS anbietet. Idealerweise natürlich mit der Möglichkeit, in Bitcoin zu bezahlen, falls man wirklich völlig anonym bleiben will.

Nächste Zensurmasche: Jetzt zensiert sogar schon der Domain Registrar

Als ich am Samstag vom „Verschwinden“ des Honigmann-Blogs berichtet habe, da waren einige fassungslos, wie man ein Blog nur auf einem Dienst wie WordPress.com hosten kann.

Leider ist man heute auch mit einer scheinbar unabhängigen Webpräsenz nicht mehr vor Zensur gefeit, wie der folgende Artikel von den Machern des alternativen Kurznachrichtendienstes Gab.ai zeigt:

We Are At War For A Free And Open Internet

Gab.ai hat sich zum Ziel gesetzt, eine zensurfreie Alterntative zu Twitter aufzubauen. Am ersten September 2017 wurden die Macher des Dienstes von ihrem Domain Registrar angeschrieben, weil die Postadresse der Betreiberfirma hinter der Domain nicht nachgeprüft werden konnte und deshalb schlimmstenfalls die Löschung der Domain droht. Tatsächlich war die Adresse nicht mehr aktuell und nachdem Gab.ai eine entsprechende Aktualisierung vorgenommen hatte, hätte die Sache erledigt sein können.

Aber falsch gedacht! Ein paar Tage später meldet sich die Rechtsabteilung des Domain Registrars und fordert allen Ernstes die Löschung eines spezifischen Benutzer-Postings auf Gab.ai. Andernfalls droht wieder die Löschung der Domain.

Wie aus dem Artikel hervor geht, hat Gab.ai sich entschieden, lieber ein einzelnes Posting zu löschen als die ganze Seite zu verlieren. Das ist durchaus verständlich, auch wenn den Machern bewusst ist, welchen gefährlichen Weg sie damit beschreiten.

Gab.ai kritisiert vor allem, dass sich die heutige Internetinfrastruktur in der Hand weniger Firmen befindet. So viel also zum Thema „Selbst hosten“. Nach Charlottesville scheint es hier einen Dammbruch gegeben zu haben, wurden doch einige sehr unappetitliche aber nach US-Recht legale und zum Teil schon seit den 90ern bestehende Websites einfach von ihren Webprovidern geschlossen.

Und ich glaube nicht, dass man bei Neonazi-Websites halt machen wird. Die Massenmedien und alle, die mit ihnen in Verbindung stehen sind in Panik, seit Donald Trump letztes Jahr unter Umgehung eben dieser Medien die US-Präsidentschaftwahl gewonnen hat. Die herrschende Elite hat das Internet als ihren größten Feind ausgemacht und man kann davon ausgehen, dass sie alles versuchen wird, um die Kontrolle wieder zu gewinnen.

Der Artikel von Gab.ai schließt mit Ideen für ein mögliches zukünftiges dezentrales Web 3.0. Mich erinnert das sehr stark an das Thema Filesharing in den 90ern und in den frühen 2000ern. Als die Musikindustrie den nach heutigen Maßstäben sehr primitiven Dienst Napster geschlossen hatte, kamen plötzlich alle möglichen dezentralen Dienste hoch, die weit mächtiger und schwieriger zu kontrollieren waren, als das olle Napster.

Eigentlich bin ich kein Freund des Darknets. Es ist ohnehin schon schwierig Leute zu erreichen, die wenig technikaffin sind und sonst nur die Massenmedien konsumieren. Im Darknet wird das nicht einfacher. Aber vielleicht brauchen wir wirklich eine völlig neue zensur-resistente Alternative zum bisherigen World Wide Web.

Einziger möglicher Hoffnungschimmer wäre hier vielleicht noch ein Gesetz der Trump-Regierung, welches den ersten Verfassungszusatz der USA auch im Internet offensiv durchsetzt und bestehende Monopole reguliert.

WordPress.com suspendiert das Blog vom Honigmann

Als ich letzte Woche davon erfahren habe, dass Conservo aus seinem WordPress.com Account ausgesperrt worden ist, da war ich noch stark am Zweifeln, ob es sich hierbei wirklich um Zensur handelt. Ein technisches Problem erschien mir aufgrund von Automattics (der Betreiberfirma hinter WordPress.com) bisheriger Unterstützung für Redefreiheit weit wahrscheinlicher.

Heute morgen musste ich leider feststellen, dass das kritische Blog vom Honigmann auf WordPress.com gesperrt ist:

honigmann-gesperrt

Auch wenn die Hintergründe unbekannt sind, so kann man jetzt wohl doch davon ausgehen, dass WordPress.com kritische Blogs sperrt.

Man kann zudem schwer annehmen, dass der Anlass dafür die in 3 Wochen stattfindende Bundestagswahl ist. Spätestens die Ereignisse von Charlottesville dürften hier mit zu einem Abrücken von der bisherigen Policy geführt haben. Von nun an kann WordPress.com jedenfalls nicht mehr als eine freie Plattform betrachtet werden.

Das Schlüsselkindblog und Philosophia Perennis werden ebenfalls auf WordPress.com gehostet und beide Blogs sind glücklicherweise noch online. Fragt sich nur, ob das im Laufe dieses Wahlkampfs so bleiben wird. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass noch weitere populäre Blogs gesperrt werden.

Ich empfand WordPress.com immer als eine tolle Plattform, die es einem ermöglicht, sich auf das Schreiben und auf die Kommunikation mit anderen Bloggern zu konzentrieren.

Sieht so aus, als müsste man sich langsam nach selbst gehosteten Alternativen in anderen Ländern als den USA umsehen…

Conservo auf WordPress.com möglicherweise gesperrt

Peter Helmes, der Betreiber des bekannten konservativen Blogs Conservo berichtet auf Facebook, dass er seit letzten Freitag von der Admin-Seite seines Blogs ausgesperrt ist und deshalb keine neuen Aritkel mehr veröffentlichen kann:

conservo-sperrung.png

Bisher war WordPress.com immer als eine Plattform bekannt, die die Meinungsfreiheit hoch hält und sich lieber in einem ganzen Land sperren lässt, als dass einzelne Blogs zensiert werden. Außerdem hat die Betreiberfirma Automattic keine Niederlassung in Deutschland und sollte deshalb vor der Zensurwut des deutschen Staates sicher sein.

Da das Blog online und scheinbar unverändert ist kann man wohl davon ausgehen, dass kein Angriff von Antifa-Hackern stattgefunden hat. Trotzdem sollte jeder Blogger prüfen, ob seine Passwörter sicher genug sind und er sollte regelmäßig ein Backup seiner Inhalte machen. Im schlimmsten Fall können sonst auf einen Schlag ganze Blogs und hunderte von Artikeln aus dem Internet verschwinden.

Es ist ja schon lange zu erwarten, dass vor der Bundestagswahl in Deutschland eine Zensurwelle auf Twitter und Facebook einsetzt. Für WordPress.com hatte ich diesbezüglich aber nicht mit Problemen gerechnet. Sollte dies wirklich ein Fall von Zensur sein, müssten wir endgültig eigene Infrastruktur aufbauen.

Ich kann mich allerdings erinnnern, dass ich auf WordPress.com auch schon einmal für einen Tag Probleme mit dem Login hatte. Hoffen wir mal, dass es bei Peter Helmes ein ähnliches Problem ist und uns nicht noch eine Welle von Accountsperrungen auf WordPress.com ins Haus steht.

Shadowban: Twitter drangsaliert ungenehme Benutzer mit perfider Zensurmaasnahme

Gerade jetzt vor der anstehenden Bundestagswahl fürchtet sich die deutsche Regierung vor aufmüpfigen Bürgern und ihren von der Regierungslinie abweichenden Meinungsäußerungen in den Sozialen Medien, wie man es sonst nur vom Sultan vom Bosporus kennt.

Schon öfters fallen einem auf Twitter solche Profile auf:

withheldingermany

In Deutschland gesperrter Twitter Account

Die Inhalte dieser Profile können dann innerhalb Deutschlands nur noch mithilfe eines Proxys eingesehen werden.

Manche User werden sogar komplett von Twitter verbannt. So geschehen dem Twitter-Nutzer Kolja Bonke. Er betrieb einen Twitter Kanal mit über 4000 Followern, auf dem er offizielle Polizeimeldungen über kriminelle Handlungen von Flüchtlingen und illegalen Einwanderern unkommentiert postete. Für dieses „Vergehen“ wurde er von Twitter komplett und unwiderruflich gesperrt.

Seitdem ist er beim Twitter-Konkurrenten gab.ai unterwegs.

kolja

Solidaritätsaccounts auf Twitter für Kolja Bonke

Als ob das für eine Demokratie noch nicht skandalös genug wäre, bedient sich Twitter jetzt einer noch perfideren Zensurmaasnahme: Dem sogenannten „Shadowban“, der auf Twitter gerade heiß diskutiert wird. Auch Danisch spekuliert, ob er davon betroffen ist.

Unterliegt ein User einem Shadowban, so wird er darüber nicht informiert und für ihn sieht alles normal aus, seine Follower und andere Benutzer hingegen sehen nicht alle oder gar keine seiner Nachrichten.

Man kann so einen Shadowban natürlich unterschiedlich umsetzen. Je mehr Tweets man versteckt, desto weniger Reichweite verbleibt dem zensierten Benutzer. Je weniger man versteckt, desto schwerer ist der Shadowban zu erkennen und desto einfacher kann man behaupten, das ganze wäre nur ein technisches Problem.

Wenn man ganz dreist ist, kann man sogar behaupten, nicht angezeigte Tweets wären das Resultat magischer Algorithmen, die versuchen nur die relevantesten Tweets anzuzeigen. So kann man seine Hände von jeder Schuld rein waschen und wer nicht angezeigt wird, der ist eben nicht relevant genug oder sein Content taugt nichts. Hat man die Leute einmal darauf konditioniert, so kann man in Zukunft nach Lust und Laune zensieren und jeder Regierung in den Hintern kriechen, sofern sie einem nur genug wirtschaftliche Anreize dafür liefert.

Mit dem Tool Shadowban Tester kann man herausfinden, ob ein Twitter Account dem Shadowban unterliegt.

Hier das Ergebnis der regierungskritischen deutschen Zeitung „Junge Freiheit“:

jf-shadowban

Die Junge Freiheit unterliegt dem Shadowban

Nutzt man die Suchfunktion von Twitter, um nach der Jungen Freiheit zu suchen, so findet man viele Tweets über die Zeitung aber keinen einzigen, der vom Account der Jungen Freiheit abgesetzt wurde.

Eine Zensur findet statt! Quo vadis, Deutschland?